Ich bin schüchtern und weiß nicht weiter

19 Antworten

Das erinnert mich ziemlich an mich, nur das es bei mir allmählich aufgehört hat, seit dem ich ins Fitnessstudio gehe und älter geworden bin.

aber trotzdem mag ich es nicht das Leute mich beurteilen obwohl sie mich gar nicht >>kennen.

Da wirst du nicht herum kommen. Jeder, der dich sieht, wird sofort einen ersten Eindruck erstellen. Das dauert keine 3 Sekunden. Obwohl dich die Person nicht kennt hat sie sich eine Meinung über dich gebildet. Diese ist nur schwer zu ändern. Vielleicht liegts daran. Du sagst ja selber, dass dich die Leute als Emo abstempeln, obwohl du keiner bist. Wer will schon was mit Emos zu tun haben? Niemand, außer vielleicht die Emos selber ^^

Ich weiß schon das jeder seine eigene Meinung hat, ist ja klar, nur das ding ist ja das ich ganz normale Klamotten (z.B h&m und so) trage und es überhaupt nicht darauf anlege wie ein emo auszusehen. Ich geh übigens auch mit meiner mutter ins Fitnessstudio, nur damit das nicht so rüber kommt als wäre ich ein couchpotato und würde dann rumheulen.

Danke das du dir zeit genommen hast mir zu antworten, btw. :)

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@GrauInGrau

Der letzte Satz ist natürlich total aufbauend... Es gibt genug "normale" Leute, die mit Emos befreundet sind, bzw. mit Leuten die sich so stylen. Und außerdem sind Emos auch nur normale Menschen.

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Sehr verräterisch, wenn du schreibst >>.. weil ich ehrlich versuch so zu sein das die leute mich mögen .. <<: Du versuchst, anders zu sein als du bist - und das geht immer schief. Mehr noch: so zu sein (besser: scheinen), wie du meinst, dass 'die anderen' meinen ... Hä?: sei du selber, gerne auch unfertig, also verbesserungsfähig, aber nach deinen Ansprüchen.

Menschen sind verschieden - so sehr, dass jeder Mensch einzig ist, ein Unikat, gibt's nich zwei mal oder gar mehrfach. Mit der schlichten Konsequenz: nicht jede(r) passt zu jede(m/r) - oder auch mal mehr, mal weniger; ist eben so. Na und? Gibt immer auch welche, die zueinander passen - und wenn die im Promillebereich liegen sollten, kannst du's ja mal auf die Weltbevölkerung umrechnen: so vile Leute willt du gar nicht alle kennen, sind viel zu viele.

Auch klar: mit 14, 15 klappt's oft nicht so recht (mit 80, 90 auch nicht immer und bei manchen nie): Erfahrungssache, und die fehlt dir. Nicht deine Schuld: konntest so viele Erfahrung gar nicht haben, halt zu jung, hattest die Zeit noch nicht.

Denke auch dies: so genannte Schüchternheit ist positiv Zurückhaltung, du drängst dich nicht auf: völlig falsch für jemand, der einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten benötigt, um mitzukriegen, wo's lang geht - aber ideal für jemand, der quasi nur einen'Spiegel' braucht, wen, der zuhört, aber nur selber finden kann. Alles, was dir an Eigenschaften neegativ scheinen mag, lässt sich positiv formulieren - und umgekehrt (kannst ja mal üben, wenn du Lust hast - sonst nimm's 'zur Kenntnis' und kümmer' dich nicht drum).

Der (dein) Shlüssel ist, zu lernen: so, wie ich bin, bin ich OK - mit allen Fehlern, Schwächen, Macken, .. Mach' eine Liste und fang' mit deinen positiven Seiten an, also dem, was an dir so toll ist. Danach kannst du dich dem widmen, was du weniger 'toll' an dir findest - und nun wird's etwas schwieriger: finde heraus, was das Gute daran ist. Manches bleibt nicht so toll'. OK: niemand ist perfekt. Du kannst wählen: daran arbeiten - oder lassen, wie es ist; stößt dann halt anderen auf. (Läuft meist darauf hinaus, ein paar allzu spitze Ecken und Kanten ein wenig abzuscheifen). - Aber zurück zur Liste: da gibt's ein paar Punktabzüge, abe du bist nun mal du - und per Saldo, so unter'm Strich: OK.

Andere sind anders - und ebenso OK (passen vielleicht nicht zu dir, aber das ist eine andere Sache und du musst ja nicht außer wissen auch OK, auf ihre Art). Wichtig: so lernst du, dich zu akzeptieren anzunehmen. Zugleich akzeptierst du andere - in ihrem so und anders sein - wie sie auch dich gefligst zu akzeptieren haben.

Der Rest erledigt sich dann schon -mit der Zeit (also erwarte keine Wunder).

Was deinen Körper anbelangt: der ist, wie er ist. Und ob fett odrr Bohnenstang (nebst Zwischenstufen): jede(r) findet wen, der genau das mag - oder egal ist ..

Die Schüchternheit ist, so abgedroschen es auch klingt, meist nur ein Problem in der Pubertät. Nach einer gewissen Zeit legt man diese (hoffentlich) ab und verändert sich dementsprechend.

Ich war früher auch sehr schüchtern und es war für mich ein Albtraum, vor der Klasse zu sprechen, genau wie bei dir jetzt. An die Probleme wie das mit dem Zittern und dem viel zu schnellem Sprechen, das unweigerlich im Stottern endete, kann ich mich noch gut erinnern. Damals war ich halt so, und heute arbeite ich auf einen Beruf hin, der quasi nur daraus besteht, vor einer Menschenmenge zu sprechen, denn inzwischen mache ich das gerne. So kanns laufen.

Deine Geschichte mit dem Haare umfärben und dem Sidecut interpretier ich als eine Art Orientierungsversuch. Da du dein Äußeres nicht akzeptieren möchtest, hast du dieses verändert, in der Hoffnung, dass du dich selber dann besser leiden kannst. Hierzu kann ich dir nur sagen, dass es dir gänzlich frei steht, wie du aussehen möchtest, aber du musst halt auch mit der Wirkung dessen auf andere leben. Sprich wenn du dich »wie ein Emo« stylst, wirst du auch als ein solcher eingestuft. Möchtest du das nicht, ist dein Aussehen vielleicht nicht das Richtige für dich. Vielleicht probierst du mal etwas anderes aus und findest dann etwas, dass dir auch gut oder sogar besser gefällt und eine »freundlichere« Wirkung hat. Das ist mein Ratschlag.

Früher sah ich übrigens auch ganz anders aus. Heute ein begeisterter Hobbysportler, war ich früher im Übergewicht und ein klassischer Turnbeutelvergesser. Bei einem der unzähligen Abnehmversuche habe ich meine Freude am Sport entdeckt, abgenommen und meine Haare und meinen Kleidungsstil verändert.

Es wird sich noch viel tun bei dir, so viel sei dir mal versichert.

Danke für dein Kommentar, das war echt schon hilfreich. :)

ich wollte noch zu meinem aussehen sagen, das ich nach meinem empfinden ganz normal aussehe. Ich trage Kleidung von z.B h&m und schwarze klammotten hab ich so gut wie gar nicht. Mein Piercing (Septum) kann ich rein drehen so dass das die leute in der schule das gar nicht sehen, und das mit dem "emo" sind eigendlich nur die schwarzen haare. Ich hab sie jetzt eigendlich auch wieder braun nur irgendwie ist es noch ziemlich schwarz, es ärgert mich halt nur als emo abgetan zuwerden wenn ich garnicht danach ausseh. vielleicht verstehst du ja wie ich das meine. :)

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So viel Text... Fassen wir es mal kurz zusammen:

Ich kann dies nicht, kann das nicht... trau mich dies nicht, trau mich das nicht... ich will nicht so und auch nicht so behandelt werden... Ich will dies erreichen und kann es nicht... ich will das erreichen, und es klappt auch nicht...

Schon gemerkt, dass das alles nur in deinem Kopf stattfindet? Du denkst, du bist so, wie du bist... du denkst, die Leute sind so wie sie sind. Vielleicht solltest du dein Denken einmal überdenken:

http://www.gutefrage.net/tipp/schuechternheit-kommt-von-innen

Und dann wird man ja so behandelt wie man auftritt. Bei einem krummen Fragezeichen denkt man "na ja..."; bei einem Ausrufezeichen doch schon eher "oho!" Man fühlt sich auch so, wie man behandelt wird. Wenn du nicht der Typ "strahlender Superheld" bist, dann hilft dir sicher dies hier:

...gesundheitsfrage.net/tipp/ein-gerader-ruecken-hilft-bei-vielem-schon

(Hier bitte vorn das Link-Format ergänzen)

Hallo GrauInGrau,

da ich unter ähnlichen Problemen litt, habe ich mich in psychologische Behandlung begeben (auch aus anderen Gründen).

Aber ich will dich gern an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Mein Psychologe gab mir Hausaufgaben auf, die ich dir gern weitergeben will:

  • sprich auf der Straße wildfremde Leute an. Frage nach dem Weg oder der Uhrzeit. Das kostet anfangs Überwindung. Aber nach ein paar Versuchen macht es dir gar nicht mehr so viel aus. Und du hast fast die Gewissheit, dass du sie nie im Leben wieder siehst.

    • grüße Fremde. Die meisten werden zurückgrüßen. Die es nicht machen, haben entweder einen schlechten Tag oder andere Probleme, die nichts mit dir zu tun haben.

    • lächle fremde Leute an. Die meisten werden zurücklächeln. Einige erstaunt gucken. Andere unverständlich. Aber auch das hat nichts mit dir zu tun.

    • wenn du genügend an Fremden geübt hast, kannst du dich auch an Bekannte heranwagen.

    • du brauchst keine Angst zu haben, dass du dich blamierst. Die meisten warten nur auf eine Reaktion von dir.

Alles Gute

Virginia