Hund springt aufs Bett und knurrt mich an. Was soll ich dagegen tun?

9 Antworten

Nicht schimpfen! Damit erreichst du nur, das dein hund verbindet: du kommst nach haise, und es gibt ärger. Da würd ich auch knurren. Für den hund hat das bett doch gar keine bedeutung als bett, sondern als ort, wo du dich wahrscheinlich oft aufhälst. Also riecht es nach dir und dort ist er dir nahe. Er sieht das körbchen als strafe an. Klar geht er aufs bett. Vom bett einfach nur runterschicken. Ohne grosses gedöns. Damit machst du das doch nur interessant. Umgekehrte psychologie. Fang mal an, dich mit ihm in sein körbchen zu setzen. Da gibts denn mal was leckeres.körbchen interessant machen. Hunde sind rudeltiere. Die wollen die nähe zum menschen. Wie lange bist du denn weg am tag? Wenn mein mann weg ist, schlaf ich auch auf seiner bettseite...;)

DH DH DH!!! 
Danke für diese Antwort, dachte schon ich wär ganze alleine dafür, dass man dem Hund etwas sinnvoll beibringt! ;-) 

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und dabei bin ich bei dem thema eigentlich ein laie;) ich weis, wie man pferde trainiert und wie sie lernen..das kann bei hunden nicht soviel anders sein;)

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@Viowow

Das kann nicht nur nicht so viel anders sein, dass ist es auch nicht, die Lerntheorie ist auf alle Säuger anwendbar, somit auch auf Pferde ;-) 
Insofern Du Dich mit lerntheoretischen Vorgängen bei Pferden auskennst, wirst Du das auch bei Hunden tun denn diese sind eben gleich nur das gewisse Verhaltensweisen eben unterschiedlich oder ein wenig anders sind ;-) 

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Natürlich ist das Knurren ein Problem, allerdings scheint es mir etwas voreilig da sofort ein Rangordnungsproblem zu sehen. Das entwickelt sich eher nicht erst nach 10 Jahren. wahrscheinlicher ist es, dass der Hund die steigende Aggression merkt wenn ihr heimkommt und ihn auf dem Bett findet und diese nun seinerseits mit Abwehrknurren kommentiert. Wenn er das Schimpfen nicht einordenen kann (und das kann ein Hund nicht, der eine Ressource nutzt wenn sonst keiner da ist der sie will, das ist normales Hundeverhalten) hat er Stress und zeigt das auch.

Das ist genau so sinnlos wie einen Hund zu schimpfen wenn er reinmacht.

Versucht eher weiterhin das Bett weiter uninteressant und das Körbchen interessanter zu machen.

Du kannst mal versuchen eine große dicke Plane über das ganze Bett zu legen (Malerbedarf). Die sind so rutschig und kalt dass es den meisten Hunden zu ungemütlich ist und sie von alleine das Bett meiden.  Zudem hast du keine Haare im Bett wenn er doch draufgeht.

Die Dinger müssen dann allerdings groß genug sein dass sie nicht runterrutschen. Ich habe immer eine 2x2 Meter drübergelegt wenn mein Schäferhundwelpe auf das Bett gegangen ist (was er durfte). Er ist allerdings beim Schlafen auch mal ausgelaufen, das war weniger toll. also Plane drüber, nach 3 Tagen wollte er von alleine nicht mehr drauf und ging die folgenden 11 Jahre auch nicht mehr hoch.

Kommt ihr heim und er liegt tatsächlich auf dem Bett würde ich das die nächsten 3-4 Wochen einfach mal ignorieren und stattdessen erstmal kommentarlos ein Knabberspielzeug etc in sein Körbchen legen, ihn zum Begrüßen herrufen und dann loben und verstärken wenn er herkommt. Das dient nur dazu mal den Stress aus dem heimkommen wieder rauszunehmen. Man muss nicht alles eskalieren.

Ich würde sogar soweit gehen den Hund ein paar Mal gezielt aufs Bett zu schicken und wieder runterzurufen und das jedes Mal mit Futter zu bestätigen um die Eskalation zu verhindern und das Absteigen auf Kommando wieder neutral unter eine Signalkontrolle zu bekommen.


Zusätzlich würde ich mir überlegen, ob sein Körbchen geeignet ist wenn er so dringend aufs Bett möchte Grade so große alte Hunde haben oft Gelenkprobleme die du im Alltag kaum bemerkst. Wenn er eine bequeme Matratze mit besserer Druckentlastung sucht wäre ev. ein geeignetes Körbchen mit druckentlastendem Viskoschaumstoff eine Alternative. Ich hab für meinen Schäferhund eine Kudde von Sabro. Recht teuer aber das Geld wert.

Wenn ihr Bedenken habt dass doch ein Rangordnungsproblem besteht sollte das erstmal unabhängig von dieser aufgeladenen Situation mit verschiedenen Übungen bearbeitet werden. Da sind allgemeine Übungen wie warten bis er an Ressourcen darf, Sachen wieder abgeben, Unterordungsübungen etc besser geeignet um wieder eine funktionierende Führbeziehung herzustellen.


Warten bis er an Ressourcen darf, natürlich fördern wir bei einem Hund der sich eh schon bedroht fühlt noch Ressourcenverhalten, solch ein Unsinn, Unterordnungsübungen werden wenn man es fachlich korrekt betrachtet sicherlich auch nichts an der Sache mit dem Bett ändern...und da es immer noch keinen Führer gibt, ich meine den gab es mal aber der lebt ja gottlob nicht mehr so hoffe ich das die letzten Verfechter dessen auch mal endlich aussterben, wird eben auch eine vermeintliche Führungsbeziehung nichts am vorliegendem Problem ändern, denn das ist von Menschenhand gemacht und nicht vom Hund!!! 

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@Anda2910

Ganz ehrlich, ich finde du kommst oft recht aggressiv rüber wenn du Antworten kommentierst. Mag ja sein dass du andere Ansichten vertrittst, dazu kanst du eigene Vorschläge machen. Ich weiß ja nicht wie du das Warten auf die Freigabe von Ressourcen trainierst aber bei mir ist das auch mit Hunden unproblematisch und stressfrei die sich in einer anderen Situation eventuell bedroht fühlen solange man ohne Zwang und Strafe arbeitet und den Hund am eigenen erfolg lernen lässt wenn er sich am Halter orientiert.

Aber ich seh schon das wir nicht auf eine Wellenlänge kommen. Auch okay :-)

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@Starciel

Warum aggressiv weil man die lerntheoretischen Vorgänge bei Hunden nicht kennt und das jemandem aufgefallen ist? 

Das hat nichts mit einer "anderen Ansicht" zu tun, denn Lernverhalten bei Hunden ist keine "Ansichtssache" sondern wissenschaftlich fundiert nachweisbar, so auch Stress- und Frustverhalten bei Hunden! 

Du empfiehlst in Deinem letztem Satz Dinge wie "warten an Ressourcen" da der Hund aber schon Ressourcenverhalten zeigt ich ihn noch am Futter z.B. warten lasse, steiger ich somit sein Frustverhalten und hier ist die Rede von einem 60 kg Hund, was meinst Du denn was der macht wenn der richtig gefrustet ist? 

Versteh mich nicht falsch, grundlegende Dinge von Dir finde ich eigentlich ganz gut und auch hinsichtlich des Lernverhaltens von Hunden gut, aber wenns ans eingemachte geht, dann fehlt doch noch ein wenig an Informationen so scheint es mir alleine schon durch die vermeintliche Rangordnungsgeschichte, da sollte viel im verhaltensbiologischem Bereich nachgeholt werden. 

Das nächste Sachen wieder abgeben, meinst Du hier wird das groß aufgebaut oder groß drüber nachgedacht wenn man von vermeintlichen Rangordnungsproblematiken spricht? Versuch mal meinem 60 kg Hund der definitiv etwas behalten will wegzunehmen, viel Spaß sag ich da nur, somit ist das potentiell gefährlich und dann kommt noch die jeweilige Auffassung wie fasst FS es hier auf und wie setzt sie/er es um, auch das sehen wir in einem FORUM nicht, somit sollte man m.M.n. wenn überhaupt NUR und AUSSCHLIEßLICH Dinge empfehlen die in keinster Weise zu einem Biss führen können. 

Bei einem Hund der Ressourcenverhalten schon zeigt, hab ich schon das Problem der fehlenden Frustrationskontrolle, nehm ich dem also noch was weg was er behalten will, wird der bestimmt nicht grinsend vor sich hin wüffeln:"Och das krieg ich schon wieder!", sondern lernt noch zusätzlich das die Hand die da kommt nichts mitbringt sonder nur Dinge die ihm wichtig sind entfernt, zu was wird also die Hand gewiss doch nicht zu etwas was der Hund als angenehm empfindet, sondern zu einer potentiellen Gefahr und diese gilt es von dem was einem wichtig ist fernzuhalten. Knurrt er nun und die Besitzern gehen von einem Rangordnungsproblem aus, so werden sie das knurren ignorieren und sagen der muß uns als Führer akzeptieren und somit darf ich mich nicht einschüchtern lassen und was kommt nach einem knurren zumeist? 

Verstehst Du worauf ich hinaus möchte und warum ich es als stark ungeeignet empfinde, solche "Tipps" zu geben? 

Entfernst Du bei jedem Hund der schon ein solches Verhalten zeigt ohne jegliche Ankündigung oder Training das dem Hund wichtige Utensil? 

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Nicht schimpfen oder bestrafen.

Schick ihn runter, oder zieh ihn runter. Sei dabei nicht wütend, sondern einfach bestimmt.

Voraussichtlich möchte er nur an einem Ort sein, den ihn an euch erinnert, er riecht ja auch nach euch.

Seit ihr denn immer lange weg? Hört sich irgendwie so an, als ob ihr ihn tagsüber alleine lasst und er euch quasi vermisst. Wenn er dann direkt bestraft wird, wenn ihr heimkommt, wird sich das Verhalten eher noch bestärken, denn er versteht nicht, was er falsch gemacht hat.

Ich würde ihn drinnen eine leichte Leine anlegen und ihn einfach vom Bett befördern.

Ich würde nur einmal sagen runter und ihn runterziehen mit der Leine. Lass dicj nicht auf Diskussion ein.

Auch das knurren würde ich ignorieren und vorallen nicht zurück weichen.

Also wie ich finde hast Du schon einmal zumindest einen super Vorschlag von Viowow erhalten, bitte nicht schimpfen, treten erst Recht nicht und auch ein Rangordnungsproblem wird es sicherlich nicht sein, zumindest nicht wenn man das ganze aus der fachlich korrekten Schiene betrachtet... 

Wenn man das ganze nun hinsichtlich des Assoziationslernen betrachtet, so hast Du dem Hund schon "schön" beigebracht, dass Du Dich bedrohlich verhälst und da der Hund nun einmal überhaupt gar nicht weiß warum droht er natürlich zurück, also was meinst Du bringt das ganze!? Gar nichts, richtig! 

Versuch es doch einmal so wie von Viowow beschrieben, mach das Körbchen interessant, dort gibt es ab jetzt viele viele Kuscheleinheiten, auch aber sollte vorrangig an dem Trennungsstress-Problem gearbeitet werden, denn den Platz aufsuchen, der am stärksten nach Herrchen/Frauchen riecht ist eines der Zeichen für Trennungsstress. 

D.h. man könnte noch zum Korb ein über Nacht getragenes T-Shirt mit ins Körbchen legen, man könnte noch eine Entspannungsmelodie aufbauen, die dann läuft wenn einer von Euch mit dem Hund im Korb (wohlgemerkt IM KORB) kuschelt, dort bekommt der Hund ab jetzt sein fressen und dort gibts auch dicke Schmankerln, wie Schweineöhrchen usw. usf. 

Ich würde Dir weder ein runterziehen empfehlen, noch würde ich solche sinnbefreiten Aussagen wie "Du bist der Chef" usw. befolgen, denn versuch mal eine vermeintliche Rangfolge mit Gewalt bei einem 60 kg Hund durchzusetzen, da wünsche ich viel Spaß. Auch würde ich keine Hausleine benutzen, denn auch das könnte zum dagegen stemmen führen und ich muß ganz ehrlich sagen ich fänd es lächerlich einen Tauziehen mit einem 60kg Hund zu veranstalten, wer da siegt ist wohl vorher schon klar... also setz doch Deine grauen Zellen ein, dazu haben wir sie ja und sag ihm Körbchen und dann wirfste direkt nachdem Du das gesagt hast ein Leckerchen in seinen Korb, so lernt er auch direkt ein gewaltfreies Signal für "runter vom Bett"...und wenn Du Deiner Wut über Deine nicht korrekte Umgangsweise mit dem Hund noch platz schaffen möchtest, so kannste das auch so benennen "verdammt nochmal geh endlich in Deinen sch... Korb", der Hund wird darin keinen Unterschied sehen, denn es fliegt ja was positives ins Körbchen! 

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