hund rennt auf autos zu und bellt

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also der Hund unterscheidet nicht, ob er an der Leine ist und deshalb "Theater" machen darf und wenn er dann frei ist darf er es nicht! Meine Schwester hatte mal einen Hund, der das auch gemacht hat-ganz schön Nervenaufreibend...ich weiß :-( Also Du musst Deiner Suse erst mal klar machen, dass Du dieses Verhalten absolut nicht akzeptierst. Stell Dir vor sie würde einen Menschen beißen. Das wäre ein Verhalten, was absolut nicht geht oder? Und in dieses Gefühl musst Du Dich hinein versetzen und mit dieser Empörung und dieser Einstellung ihr auch das Jagen von Autos abgewöhnen. Und das beginnt damit, dass sie an der Leine keine Autos anzubellen hat. Bei ihr muss es erst mal klick machen, dass Du es nicht nur nicht so toll findest, dass sie Autos jagt. Sondern dass es verboten ist und Ende! "NEIN" ist ein guter Anfang ;-) Wenn sie an der Leine ist und bellt, sagst Du bestimmt und streng "NEIN", drehst Dich dann um und gehst in die entgegengesetzte Richtung des Autos-egal ob es auf Euch zukommt oder von Euch wegfährt. Und dann nimmst Du ein Spielzeug oder Leckerchen und machst so ein riesiges "Ablenkungstheater", dass sie nicht anders kann, als auf Dich zu achten und nicht auf das Auto. Und in dem Moment, wo sie aufhört, bekommt sie das Leckerli oder Spielzeug. Wichtig ist, dass sie vorher das "NEIN" hört und Du Dich vom Auto "entfernst". Sie lernt dadurch, dass es verboten ist, was sie tut. Aber bekommt von Dir auch eine Alternative ihren Adrenallinschub anderweitig abzubauen. Das trainierst Du so lange, bis nicht mehr bellt, wenn ein Auto kommt und sobald sie sich aufregt, sie auf Dein "NEIN" Ihre Aufmerksamkeit Dir widmet-ohne dass Du Dich wegdrehen und Theater machen musst. Das kann bei täglichem Üben schon 3-4 Wochen dauern. Wenn ihr dieses Ziel erreicht habt, beginnst Du das gleiche Spiel an einer 10 Meter Schleppleine. Wichtig ist, dass Du das Prinzip, was Du mit ihr an der kurzen Leine trainiert hast beibehältst. Wenn es dann an der Schleppleine klappt, klappt es auch ohne. Aber warte, bis Du Dich sicher genug mit ihr fühlst! Das mit der Leine ist sicher zunächst nicht so befriedigend. Aber halte durch! Sobald ihr erste Erfolgserlebnisse habt, wird es Spaß machen. Und was Du jetzt ein paar Monate unter Anstrengung trainierst, dafür wirst Du bis zum Lebensende Deines Hundes belohnt, weil dann jeder Spaziergang die pure Entspannung ist;-) Viel Spaß und viel Glück!!

Hallo echogirl,

Dein Hund sieht in dem Auto irgendwas Gefährliches, hat aber auch Angst davor und bellt es deshalb an. Möglicherweise möchte er Dich auch davor beschützen.

Wie auch immer. Du musst ihm klarmachen, dass er keine Angst haben braucht und/oder Dich nicht beschützen muss.

Wie machst Du das?

Beim Spaziergengehen steckst Du Dir ein paar Leckerlies in die Tasche.

Du suchst Dir eine Stelle aus, an der nicht zu viel Verkehr ist; also nur ab und zu ein Auto vorbeikommt. Zum Beispiel eine kleine Seitenstraße. Nun achtest Du sehr auf den Verkehr. Sobald Du schon von weitem siehst, dass ein Auto kommen wird, holst Du den Hund zu Dir heran, sprichst mit ihm, streichelst ihn und lenkst ihn so ab. Sollte er bellen, wenn das Auto vorbeifährt, dann sagst Du deutlich und bestimmt "Nein". Sonst nichts. Dann wartest Du auf das nächste Auto. Wichtig ist immer, dass Du das Fahrzeug zuerst bemerkst und Deinen Hund immer rechtzeitig zu Dir holst und ihn mit Streicheln usw. ablenkst. Irgendwann kommt der Augenblick, da achtet er nicht auf das Auto und bellt nicht. Hier musst Du unmittelbar das Leckerli parat haben und es ihm sofort geben. Dabei überschwänglich loben! Das ganze musst Du mehrmals wiederholen. Am Besten täglich. Mit der Zeit darfst Du bei Erfolg die Leckerlies langsam reduzieren und schließlich ganz weglassen. Aber Loben solltest Du weiterhin. Auch das "Nein" beim Bellen musst Du konsequent einhalten. Du solltest überhaupt nur bestimmte Reizworte für den Hund verwenden und nicht anfangen, mit ihm zu reden. Oft sagen die Leute dann so was wie:"Ich habe Dir doch schon hundertmal gesagt, Du sollst nicht bellen!" Das ist natürlich Quatsch und bringt gar nichts.

Du brauchst viel Geduld und Konsequenz. Aber mit der o.g. Methode wird es klappen.

Viel Erfolg!

PS: Das Training sollte an der Übungsstraße natürlich immer mit Leine stattfinden. Die darfst Du mit der Zeit etwas verlängern. Wenn Du dann auf der Straße bist, wo nur gelegentlich ein Auto vorbeifährt, kannst Du die Leine weglassen und hier unter "verschärften" Bedingungen weiterüben. Dazu musst Du den Hund rechtzeitig zu Dir rufen und wie oben beschrieben ablenken und dann bei Erfolg loben oder "Nein" sagen. Evtl. hilft hier auch der Einsatz einer besonders langen Leine, damit der Hund nicht auf das Auto zurennen kann!

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@IchWissen

;) ja, genau das mache ich meistens auch... das problem ist, das wir bei unseren spaziergängen täglich meistens nur 1 auto sehen....

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@echogirl

Ich habe mich oben ungenau ausgedrückt. Du musst Dir eine Straße suchen, in der mehr als ab und zu ein Auto kommt, aber natürlich nicht zu viel Verkehr ist. Also, die ruhige Seitenstraße. Falls es in Deiner Gegend so eine Straße nicht gibt, weil praktisch gar nichts los ist, dann könntest Du jemand mit Auto bitten, mit Dir zu üben. Er muss dann die Straße mehrmals hin- und herfahren. Und dabei machst Du Deine Übungen mit dem Hund.

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@IchWissen

;) ja, das ist schön.. oder ich laufe halt erstmal ein stück bis zum nächsten ort....

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Beschäftigen - gerade ,wenn ein Auto kommt. Lass sie dann Sitz machen ,sich hinlegen oder wirf in Stöckchen. Das Auto soll nicht interessanter werden als du. Sie muss auf dich achten - aber auch da hilft nur Konsequenz und ein wenig Zeit :o)

Viel Erfolg!

Sie hat wohl schlechte Erfahrungen mit Autos gemacht ... da hilft nur hartes Training ...

und wie genau soll ich das trainieren?

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an der leine halten und wenn der hunde hinterher rennen will einfach verbieten z.B:

NEEIINN bleib hier! :D