Hausaufgabe Unterschied zwischen Mensch und Tier?

8 Antworten

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Die Fragestellung ist typisch für vergangene Jahrtausende; eigentlich ist sie inzwischen veraltet. "Das Tier im Allgemeinen" gibt es nicht. Für fast jede typische Eigenschaft des Menschen, die ihn unterscheidet von 99% aller Tiere, wird sich ein Tier finden, das eben diese Eigenschaft auch hat. 

Beispiel: Arnold Gehlen zählt alle möglichen Überlebensfähigkeiten anderer Tiere auf, die dem Menschen fehlen, und bezeichnet ihn als "Mängelwesen".
Aber der Grottenolm ist dann ganz sicher auch ein "Mängelwesen". Den Menschen unterscheidet von den Tieren, dass er die für ihn typischen Eigenschaften vereinigt.

Viele "typisch menschliche" Eigenschaften hat er gemeinsam mit anderen Primaten. Affen haben auch Hände und können damit umgehen. Dennoch gehört das zu den typisch menschlichen Eigenschaften. Sie wird bei ihm dadurch verstärkt, dass er durch den aufrechten Gang die Hände frei hat.

Steine werfen zu können, war eine der ersten entscheidenden Überlebens-Techniken des Menschen. Auch Affen können Werkzeuge herstellen und benutzen. Für den Menschen wurde es überlebenswichtig.

Viele Tiere können zeitweise mehr Lebensmittel erjagen oder ernten, als sie gerade brauchen. Menschen machten daraus eine Kultur, schon in der Altsteinzeit. Sie arbeiteten für die Vorratshaltung. Die Arbeit wurde zum typischen Merkmal des Menschen.

Die Fähigkeit des Menschen, die wir Vernunft nennen, ist bekannt. In geringerem Maße haben auch viele Tiere sie, Wo genau der Umschlag von der Quantität zur Qualität liegt, ist umstritten. Insbesondere, ob und wie weit der Mensch Willensfreiheit hat, ist Gegenstand des Disputs.

Tatsache ist, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das ca. 40% der ihm zur Verfügung stehenden Energie fürs Denken aufwendet. Weitere 40% werden benötigt für Verdauungsarbeit. Bei Tieren ist dieser Anteil deutlich größer.

Dass der Mensch relativ so wenig Energie dafür braucht, also mehr für das Denken zur Verfügung hat, liegt an seiner Fähigkeit, Nahrung über dem Feuer zuzubereiten. Die Beherrschung des Feuers ist also ein wichtiges typisches Merkmal des Menschen.

In der Haar- und Bekleidungsfrage muss ich etwas weiter ausholen. In den ersten vier Jahrhunderttausenden der Geschichte des Homo Sapiens lebte er nur in Afrika, das damals bereits tropisch war. Unbehaart und mit Schweißdrüsen ausgerüstet zu sein, war für ihn ein Vorteil in der Verfolgungsjagd, weil er nicht so schnell überhitzte wie seine Beute.

An Kleidung war damals nicht zu denken. Sicher, als er vor 70000 Jahren nach Europa kam, trug er Kleidung der Kälte wegen. In Afrika blieb er nackt. Kleidung ist also kein allgemein menschliches Merkmal. Wie der Mythos sagt, fingen in Libyen in der Jungsteinzeit Frauen an, Röcke aus Ziegenleder zu tragen - nicht wegen der Kälte, sondern wegen der Scham.

Die Sexualscham, insbesondere die Scham junger Mädchen, Männern gegenüber ihre Geschlechtsteile zu zeigen, ist wahrscheinlich ein Ausschließlichkeitsmerkmal des Menschen. Ursache dafür ist sein großer Kopf, insbesondere der des neugeborenen Kindes

Ein pubertierendes Mädchen ist irgendwann empfängnisfähig, aber noch nicht ausgewachsen: Das Becken ist noch zu schmal, als dass der Kopf eines Babys da durchpassen würde. Im Fall einer Schwangerschaft müssten Mutter und Kind sterben. Um die zu vermeiden, entwickelte der Mensch die Sexualscham ( insbesondere junger Mädchen).

Hatten auch einen Text von Gehlen darüber... :P

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Mensch wird unfertig geboren.

Mensch hat Lebenslauf.

Mensch wird nicht instinktgesteuert und muss sich ständig beherrschen oder zum Guten antreiben.

Mensch hat differenzierte Sprache.

Mensch geht aufrecht.

Mensch kann komplex und abstrakt denken.

Mensch kann sich nicht seiner natürlichen Umwelt anpassen: braucht Kleidung, braucht Haus, muss Nahrung erst zubereiten und kochen, muss gesundes Trinkwasser herstellen (außer in Indien vlt), muss den Körper aufwändig pflegen.

Mensch hat keine ausreichende Körperbehaarung und muss sich kleiden.

Mensch sorgt auch für jene, die für die Erhaltung der Art nicht unbedingt mehr notwendig sind.

Mensch tötet seine eigenen Artgenossen.

Wobei vieles hier genannte auch woanders im Tierreich vorkommt... Trotzdem danke :)

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Auch hat der Mensch nicht nur Sex um sich zu vermehren.

Der Mensch und auch Tiere haben einen Sexdrang, das normal mit Befruchtung  endet. Das ist fast überall so.
Es würde keine Menschen geben, wenn sie nur sex zur Vermehrung haben wollten, sondern sie währen ausgestorben, wenn die Lust fehlen würde.

Auch bei Fairnessempfinden ist das oft bei Mensch und Tier gleich., wie Tiere auch, den Drang, den Nachwuchs zu beschützen.

Ein Paar Anregungen.

Bley 1914 Bernd.

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