Haflinger Anschaffungskosten etc.

5 Antworten

Für einen Haflinger so viel wie für jedes andere Pferd an Unterhalt.

Da gilt so grob, das, was bei Dir in der Gegend Vollpensionsunterbringung kostet (in den Ställen erfragen und wirklich nachhaken, ob da alles dabei ist) plus 200 Euro. Die 200 sind für Ausrüstungsinstandhaltung, Impfungen, Wurmkuren, Zähne kontrollieren und bearbeiten, Hufe bearbeiten, Mineralfutter, Versicherungen und sowas, NICHT für Erkrankungen und Verletzungen, weil man die nicht kalkulieren kann. Für die Unterbringung beim Verwandten: Er kann Dir die Arbeit schenken oder Du machst sie selbst. Er kann Dir auch das Einstellen an sich schenken, also seinen Verdienst dran. Aber an den Betriebskosten wird er Dich beteiligen müssen. In welcher Höhe, müsst Ihr ausraufen, aber er wird nicht beliebig viel zu verschenken haben. Ein Hafi wiegt rund 500 bis 550 kg und sollte somit schon alleine täglich mehr als 8 kg Heu fressen. Das sind im Monat 240 kg, also 2,4 Doppelzentner. Der Doppelzentner kostet aktuell je nach Region zwischen 20 und 26 Euro, also futtert das Pferd schon alleine für über 50 Euro Heu. Dazu braucht es Wasser und, und, und. Also ganz gratis wird's nicht sein, aber das musst eben mit ihm ausraufen. Dafür ist es auch gut, in ein paar Ställen anzufragen, dass Du ein Gefühl für das hast, was er Dir anbietet, um später nicht zu erschrecken, wenn er feststellt, er hat gedacht, das wäre leichter zu stemmen, Du solltest Dich doch beteiligen. Und Du solltest auch für die Zukunft planen. Wer weiß, wie das Leben spielt und warum Dir das vielleicht mal nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn Du dann weißt, worauf Du Dich gefasst machst, ist es leichter.

Das Pferd selbst ist in der Anschaffung vergleichsweise immer billig, wenn man nicht ein prämiertes Tier braucht. Bis 5.000 Euro bekommt man eine Menge Auswahl an gesunden Pferden.

Ausrüstung ist in den 200 Euro monatlich über ein Pferdeleben gemittelt mit drin. Aber man muss wissen, dass ein passender und gut veränderlicher Sattel so 2.000 Euro aufwärts kostet. Dafür bekommt man für das Geld einen, den man dann auch vom Sattler weitere Male anpassen lassen kann, wenn die Pferde sich verändern und das tun sie schon im Jahresgang, man sagt, durchschnittlich einmal im Jahr muss nachgebessert werden. Quartalsweise sollte man kontrollieren lassen, was normal auch bei seinem "Stammsattler", der an Verkauf und Handwerk verdienen darf, nichts kostet. Bei fremden hingegen schon. Das heißt, erstmal überschreitet man die 200 bei weitem, wenn man Putzzeug, Bodenarbeitsausrüstung, Reitausrüstung etc. alles erst mal anschaffen muss, dafür kommen dann aber wieder Monate, in denen man nichts braucht, nichts kaputt geht, Mineralfutter auch noch genug da ist ... das Mittel ist eben über's Pferdeleben gerechnet.

Wenn Du besonderes Glück hast, wird ein Sattel mitgegeben, den würde ich aber nur unter Vorbehalt mitkaufen, lieber weniger für's Pferd zahlen, denn seltenst bekommt man einen passenden Sattel mit. Entweder man bekommt das mit, was eh schon defekt ist und weiter muss oder eine Privatperson muss z.B. aus finanziellen Gründen das Pferd verkaufen. Da kann man dann auch ziemlich sicher sein, dass die, wenn das Geld knapp ist, nicht auch noch einen Sattler herbestellt hat, der den Sattel kontrolliert und ggf. angepasst hat. Und wenn man dann für einen gebrauchten mitgegebenen Sattel 200 bis 500 Euro mehr für's Pferd bezahlt hat, aber dann investieren muss, weil das Ding eben doch nicht passt, zahlt man einfach drauf. Dann lieber nackiges Tier kaufen und erst mal mit ihm spazieren gehen zur Eingewöhnung und nach und nach alles in passend anschaffen. Zumal es bei einem eigenen Pferd schon einiges wert ist, wenn das Zeug einem selbst auch passt und nicht nur dem Pferd.

Das kann sehr unterschiedlich sein. Bedenke aber bitte, dass die Stell- und Anschaffungskosten noch die überschaubarsten und geringsten Kosten sind. Das Pferd braucht regelmäßige Impfungen, den Schmied etc. Was passiert, wenn dein Pferd krank wird. So ein Tierarztbesuch kann sehr teuer werden, geschweige dann, der Fall, sollte das Tier einmal in die Tierklinik müssen. Beachte bitte auch, dass so ein Pferd bei guter Pflege um die 30 Jahre werden kann.

Ich wünsche dir aber trotzdem viel Spaß bei der Pferdesuche :)

ich habe einen haflinger (: pro monat bezahle ich 300 euro stallmiete. dazu alle 1-2 monate hufeisen wechlsen nochmal 100 euro . Naja ne komplette ausrüstung nochmal 500-800 euro würde ich sagen , wenn du alles gebraucht kaufst. Reiten ist halt ein teurer sport. macht aber sehr viel spaß ((:

Die Anschaffungskosten dürften wohl die geringsten Kosten sein. . Wenn das Pferd krank wird, kann es sehr teuer werden und auch gern mal den Wert des Pferdes übersteigen. Was ist mit den Futter5kosten? Trägt die auch deine Tante? Was passiert mit dem Pferd, wenn deine Tante die Kosten nicht mehr trägt? So ein Tier wird schließlich sehr alt. Schmied alle 6 Wochen, Impfungen, Versicherungen, Entwurmungen- da kommt schon Etwas zusammen. Pferde sind nicht billig.

Was heißt gesund und klar im Kopf bei dir? Willst du mit dem Pferd zum Psychologen? Oder einen IQ Test machen?

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