Habt ihr früher noch strenge Erziehung erlebt mit körperlichen strafen? Weis das euer Partner?

12 Antworten

Ab und an haben wir damals von unseren Eltern den Hintern versohlt bekommen wenn wir richtig Mist gebaut hatten. Weder ständig und für Kleinigkeiten noch übermäßig Brutal, schon mal mit dem Kochlöffel und auch mal auf den Blanken aber nicht mit Stöcken/Gürteln etc.

Im Kontext der Zeit hatte ich da ganz durchschnittliche Eltern. So ziehmlich alle meine Freundinnen und Freunde wurden ab und zu mal verhauen. Klar tat das weh und es war auch ein wenig peinlich wenn es andere mal mitbekommen haben aber für uns damals auch kein Weltuntergang sondern Nomalität.

Aber ich möchte auch sagen das die Tatsache das ich mich deswegen nicht mißhandelt fühle nicht heißt das es mir nicht bewußt ist das sehr viel Menschen bis ins Erwachsenenalter unter erlebten Mißhandlungen leiden. Ich denke auch das es für Kinder die dies heute noch erleben müßen schlimmer ist da es heute ja komplett gegen die Norm verstößt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Körperliche Strafen gab es bei mir auch . Meine Mutter war da recht streng und vor allem konsequent. Sie lies uns schon unsere Freiheiten aber wenn wir es übertrieben , mussten wir " unseren Arsch hinhalten" . Da blieb kein Auge trocken , aber es war immer gerechtfertigt .

Bei meiner Frau lief das alles anders ab . Ihre Mutter war eher jähzornig und schlug einfach unverhofft zu . Das finde ich viel schlimmer.

Fazit : meine Frau hat ein gespanntes Verhältnis , zu ihrer Mutter und ich ein entspanntes Verhältnis , zu meiner Mutter.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Schläge ist keine hilfreiches Zielführendes Mittel um ein Verhalten zu ändern. Für das Kind ist es in dem moment schlimm und zugleich Kontraproduktiv für eine gesunde Psychische Entwicklung. Auch wenn es nur ein kleiner "Klaps" ist.

In der Professionellen Erziehung gibt es sowas gar nicht.

Habt ihr auch so eine Situation? Wie wurdet ihr erzogen? Findet ihr das schlimm?

Ich bin in den 80igern in einem Bauerndorf aufgewachsen. Ich kenne keinen einzigen der in meinem Jahrgang ohne Ohrfeige groß wurde und keiner brauchte deswegen einen Psychologen. Ich habe selbst einiges an Schlägen eingesteckt, was ich an Verletzungen hatte mag ich hier gar nicht aufzählen, trotzdem habe ich heute als längst erwachsene Person ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, habe keine psychischen Schäden davon getragen und stehe als Akademikerin mitten im Leben.

Heute habe ich oft das Gefühl, die Leute sind schon psychisch labil wenn man sie nur schräg von der Seite anschaut, da ist jeder Firlefanz direkt ein psychischer Missbrauch. Das ist halt wieder das andere Extrem..

Danke für deine Antwort

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Genau so ist es .

Da fand ich es früher fast besser als heutzutage. Das heisst aber nicht das ich für die Prügelstrafe oder sonstiges bin .

Ich bezog , in meiner Jugend , einiges an Schlägen und weis nicht wirklich, ob es geholfen hat . Andererseits hat es auch nicht geschadet .

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Ich habe mich damit in der Ausbildung oft genug auseinandergesetzt. Es gab durchaus einen Klaps auf den Po, wenn man nicht getan hat, was verlangt wurde, inklusive einen "Klaps" auf Mund oder Hände, wenn man was nicht anfassen oder essen sollte. Ich finde selbst das ist Gewalt, die nicht sein müsste. Eine Backpfeife habe ich, soweit ich mich erinnere, auch schon bekommen und einmal wurde ich an einen brennenden Heizofen geschubst, mit einer Zigarette verbrannt oder auch Mal ins Zimmer gesperrr. Angeblich ausversehen oder "aus gutem Grund". Mir macht das nichts aus, ich erziehe mein Kind nicht so, aber es gehört zu mir dazu und wenn man sich dessen bewusst ist, kann man manche Handlungen seiner selbst besser verstehen :) mein Partner weiß das

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