Haben Wölfe ebenso ein starkes Krebsrisiko oder kommt Krebs bei Hunden vermehrt vor wegen Überzüchtung?

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5 Antworten

Es kommt schon vor, das bei manchen Rassen Krebs mit eine Folge der Züchtung ist - das liegt aber dann nicht an der Überzüchtung, sondern meinst an bestimmten Fellfarben, Größengenen oder Sonderformen.

Um bestimmte Fellfarben oder Zeichnungen zu bekommen muß man sehr selektiv Züchten - da  die gene für  bestimmte Farben leider oft auch noch andere Informationen tragen.

Man siehe nur mal Blue Merle, wo sehr stark geschädigte Welpen herauskommen wenn beide Eltern dieses Farbgen tragen.

Man siehe weiß bei Katzen - die sehr oft Taub sein können.

Man siehe Schimmel bei Pferden - die sehr oft von Schimmelmelanomen betroffen sind.

Riesenrassen haben oft auch eine Genmutation drin, die Krebs eher ausbrechen lässt, z.B. Doggen.

Auch Hunde mit bestimmten Fellzeichnungen (immer gleiches Muster) birgt das Risiko das Genmutationen sich über Krebs ausdrücken z.B. Berner Sennenhund.

Ob beim Wolf irgendein Krebs vorkommt weis ich nicht, aber sicher gibt es da auch den einen oder anderen Umweltschaden, nur wüssten wir das dann nicht.




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Hunde bekommen heutzutage Krebs, weil sie viel älter werden als es Wölfe in freier Wildbahn jemals sein könnten. 

Die meisten Hunde mit Krankheiten (allgemein nicht nur Krebs) sind ja schon älter. Klar gibt es auch junge Hunde mit Krebs, das könnte aber verschiedene Ursachen haben (vererbt, Umwelt, Fehlhaltung). 

Ein Wolf wird in freier Wildbahn zwischen 4 und 6 Jahre alt, unsere Hunde erreichen mittlerweile einen Altersdurchschnitt von 8-16 Jahren (je nach Rasse). Man bedenke, der Hund kommt vom Wolf, wir haben also die Lebenserwartung stark erhöht, mit dem Alter kommt aber auch die Anfälligkeit für Krankheiten und Krebs.

An Überzüchtung liegt das weniger, wenn dann eher an Fehlzüchtung (Vermehrer die nicht auf Erbkrankheiten etc. achten weil "ICH WILL auch mal Welpen!").

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Krebs kommt nicht von Überzüchtungen. Da spielen viele Umwelteinflüsse eine Rolle wie z.B die Ernährung, die Haltung, ist der Hund immer unter Strom und gestresst. Dann die Umwelt wie Abgase , die Ernährung, Überlastung. Dann geht man nicht zum Tierarzt auch wenn es Kleinigkeiten sind. All das kann zu Tumoren führen, wie bei uns Menschen auch. Frühzeitig erkannt, ist Krebs "fast" immer behandelbar. 

Ob nun Wölfe auch tumore oder geschwülste bekommen kann nicht nicht sagen. Aber viele sterben wegen Verletzungen , dann können sie nicht mehr mit dem Rudel mithalten und jagen gehen. 

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Kommentar von Carla62411
27.07.2016, 11:43

Ich habe eine Mischlingshündin. Sie wird sehr gut ernährt, ist nicht gestresst und ich regelmäßig zum Tierarzt. Also sind die Voraussetzungen ja nicht so schlecht. Kastrieren lassen will ich sie nämlich auf keinen Fall, auch wenn das Krebsrisiko dadurch sinken würde. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich ihr Wesen verändern könnte ist mir viel zu hoch.

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Auf der einen Seite kann es durchaus vorkommen, dass es an Überzüchtungen liegt.  Zb der Ridgeback bei dieser Rasse gibt es mehr Krebs als bei anderen. Es gibt auch Rassen, die deutlich weniger Krebs haben als andere. Es liegt somit sicher auch etwas an der Genetik.

Es liegt auch viel an der Ernährung und an den Umweltgiften. Zweiteres trifft Wölfe genauso - nur das sie natürlich weniger die Gifte von Städten abbekommen. Ernährung ist Gesundheit. Du bist, was Du ißt. Leider werden viele Hunde heut zu tage mit Fertigfutter ernährt. Wenn man sich mal richtig erkundigt, was so alles da drin ist und leider nicht angegeben werden muß, wundert es mich, dass es doch noch so viel gesunde Hunde gibt.

Ich habe eine Rasse bei der es wenig Hunde gibt, die an Krebs erkranken bzw. sterben. Allerdings wird diese Rasse zu 95% roh ernährt. Kann also daran liegen. Allerdings ist die Rasse auch nicht so hochgezüchtet, noch recht natürlich und auch daran kann es liegen. Viele die diese Rasse haben, leben nicht in der Stadt sondern auf dem Land - auch das kann der Grund sein - oder alles drei Punkte sind der Grund. Man weiß es nicht.

Auf der anderen Seite liegt es aber auch daran, dass wir erstens gar nicht wissen wie viele Wölfe an Krebs sterben und zweitens viele Wölfe nicht das Alter unserer Hunde erreichen und somit wir nicht wissen, wie viele Wölfe Krebs bekommen hätten, wären sie älter geworden.

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Bestimmte Rassen konnte man nur deshalb züchten weil man sehr eng verwandte Tiere mit einander gepaart hat. Diese Inzucht schwächt die Tiere. Deshalb sind Mischlinge viel widerstandsfähiger als Rassehunde. 

Wölfe werden in freier Wildbahn nicht so alt wie unsere Haushunde. Aber selbst wenn ein Wolf einmal ein sehr hohes Alter erreicht, wird er nicht unter den gleichen Krankheiten wie unsere genetisch degenerierten Hunde leiden. Davor schützte ihn in der Vergangenheit der große Genpool. Bei den wenigen neu eingewanderten Wölfen in Deutschland ist die Gefahr natürlich groß, dass sie nur sehr nah verwandte Sexualpartner finden. Damit steigt auch für sie das Krankheitsrisiko.

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