Habe eine bekannte die hat einen Hund im Tierheim den sie aus finanziellen Gründen nicht auslösen kann.das Tierheim will denn Hund nun Weitervermitteln.?

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15 Antworten

Der Hund ist ja sicher nicht freiwillig ins Tierheim gekommen. Entweder hat ihn Deine Bekannte dort vorübergehend abgegeben, oder er wurde vom Veterinäramt eingezogen, oder es ist ein Funtier, bei dem man dann Deine Bekannte als Besitzerin ausfindig gemacht hat.

Im 1. Fall hat man ihr mit Sicherheit die Kosten für die Unterkunft pro Tag gesagt. Dann wäre es Sache der Freundiin gewesen, um die Kosten nicht zu hoch aufkommen zu lassen, das Tier eher dort wieder herauszuholen

Im 2. Fall wurde ihr das Tier weggenommen, dann ist sie verpflichtet, das Tier unterzubringen und für eine gewisse Frist, in einigen Tierheimen für 4 in anderen für 6 Wochen die Unterkunft zu bezahlen, danach wird das Tier weitervermittelt.

Im 3. Fall wurde der Hund irgendwo aufgegriffen, es sind ggf. Kosten bei der Abholung durch die Tierschützer entstanden, denn nicht jeder Finder bringt den Hund auch direkt dort hin.

IMMER wird aber Deine Bekannte benachrichtigt worden sein, daß das Tier einen Betrag x pro Tag kostet, er mußte geimpft werden (und das sicher auch 2 x), weil ich bei einer solchen Vorgeschichte mal davon ausgehe, daß auch dies nicht regelmäßig gemacht worden ist. Kein Tierheim leistet sich ein ungeimpftes Tier. Vielleicht war der Hund noch krank.

Es ist doch normal, daß man dann eine Rechnung stellt. Wird diese Rechnung nicht bezahlt, gilt der Hund als verwertbares Pfand. Hört sich böse an, ist aber einmal für das Tierheim eine Sicherheit, wenigstens einen gewissen Teil der Unkosten wuieder zu bekommen, noch eher erreicht man aber dann damit, daß die Leute sich mit dem Abholen beeilen.

Wenn das jemand nicht tut oder nicht kann, dann hat er auch das Geld zum Leben mit dem Hund nicht. Tut mir sehr leid, da kann ich gar nicht der Ansicht von Muggelchen71 sein. Ein Tierheim MUSS natürlich auch ein Geschäftsbetrieb sein. Ob dieses Tierheim gerade das ist, wo viele finanzielle Spenden ankommen, weiß ich nicht, aber die Finanzlage sieht immer nur bei den großen Orgas gut aus. Die kleinen krebsen am Rande des Existenzminimums herum. Mit den Geldern wird ja nicht nur Futter und Tierarzt sondern auch Wasser, Strom, Heizung und Instandhaltung bezahlt, da gibt es keine öffentlichen Gelder. Und den Tierarzt und das E-Werk bezahlt man nicht mit der Dosenwährung, die wollen Bargeld sehen.

Ich denke daher, daß das Tierheim jedes Recht hat, den Hund zu vermitteln und ihm ein schönes neues Zuhause zu besorgen. Der Hund wird sich umgewöhnen, genau wie sich ein Kind umgewöhnt, aber das Tierheim kann nicht auf Gelder verzichten oder sie verschenken, dafür sind die Tierheime zu arm. Und selbst wenn von den € 900,-- ein Paar Euronen überbleiben sollten, werden die sofort wieder für die anderen Tiere dort verwandt.

Bei mir, in meinem Heim, bekäme sie den Hund auch nicht zurück.

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Kommentar von xttenere
13.07.2016, 07:20

ich bin mir noch nicht sicher, ob der Hund 900 Euro gekostet hat, oder das Tierheim diesen Betrag verlangt....ist etwas undeutlich geschrieben.

ansonsten geb ich Dir recht.

im November gehen meine beiden Fellnasen immer für 7 - 10 Tage in eine Tierpension, welche eine Bekannte für mich führt. Ein Tag incl. Nacht kostet mich 35.- Franken pro Hund, und wird selbstverständlich bei Abholung der Hunde bezahlt. Ich könnte und hab aber schon auch mit einem Einzahlungsschein bezahlt, weil ich nicht genügend Bargeld bei mir hatte, und das Kreditkartengerät der Betreiberin nicht funktionierte. Meine Hunde hab ich immer mitnehmen können.


Was mich etwas irritiert, wäre der Betrag von 900.- Euro, um den Hund auszulösen. Eure Tierheime haben sicher nicht den gleich hohen Tagessatz wie unsere Schweizer Tier-Heime....und bei 900 Euro müsste der Hund ja einiges mehr als ein Monat dort gewesen sein.

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Naja, ich finde manchmals muss man einfach mal die Relation sehen.

Es gibt manchmals Ereignisse, die man nicht steuern kann.

Ich hatte damals zwei Hunde und musste per Notfall für längere Zeit in die Klinik. Konnte mich um nichts mehr kümmern. Meine Schwester musste die Hunde ins Tierheim bringen, weil sie sich nicht kümmern konnte.

Die Kosten stiegen sehr schnell. Ich hätte niemals so viel Geld auftreiben können. Ich hatte Glück, es gab einen Hilfsfond der eingesprungen ist und einen Teil übernahm ich dann.

Nur mal so zur Überlegung, die wollen nun 900 € für Unterkunft etc. Bei einer Vermittlung bekommen sie "nur" 250-300 € Schutzgebühr, also lange nicht den Betrag den sie von der Besitzerin verlangen würden.

Zu allem Übel müsste sich der arme Hund noch komplett neu einleben, die neuen Besitzer kommen vielleicht nicht mit ihm klar. Ist doch alles zu vermeiden, wenn man ein bisschen aufeinander zugeht.

Fragt doch mal bei Tierschutzvereinen nach. Oder fragt nach einer Spendenaktion.

Es geht doch um Tier SCHUTZ und da sollte das Tier an 1. Stelle stehen und nicht die Kosten.

Ich habe mal iin einem Tierschutzverein aktiv gearbeitet und was da an Spenden rein kamen war irre! Alte Leute haben zig tausend dem Verein vererbt.
Klar entstehen auch immer kosten. Aber nicht jeder Tierschutzverein unterhält ein Tierheim.

Gebt nicht auf, schaut das ihr den Hund da irgendwie wieder raus holen könnt.

Viel Glück für deine Bekannte und ihre Fellnase.

Und an alle die sagen, das der Hund da vielleicht nicht gut aufgehoben ist. Gerade wenn man nicht viel Geld hat, ist einem ein Hund oft der wichtigste Freund im Leben und nicht alles ist planbar. Manchmals kommt es eben knüppeldicke und unvorhersehbar.

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Kommentar von CornuZwergnase
12.07.2016, 22:38

Danke für diese Zeilen . Jeder Mensch kann man in eine Notlage geraten und nix ist schlimmer als wenn man dann noch sein geliebtes Tier verliert 

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Zuerst mal eine Frage: warum wurde der Hund ins Tierheim gegeben ?

Wenn man zum Beispiel in Urlaub fährt, gibt man seinen Hund in eine Tierpension, und nicht ins Tierheim.

Eine Hundepension wäre nicht berechtigt, den Hund zurückzubehalten, und schon gar nicht weiter zu verkaufen....aber der Betreiber könnte sein Geld auf dem Rechtsweg einfordern.

Bei einem Tierheim sieht das etwas anders aus. Wenn die Besitzerin das Geld für den Aufenthalt nicht aufbringt, könnte es ja sein, dass sie auch das Geld auch für den Unterhalt des Hundes nicht oder nur mühsam aufbringt. Das Tierheim kann eine Kontrolle der Lebensumstände der Besitzerin verlangen, und je nach Ergebnis den Hund zurückbehalten und weiter vermitteln.

Ob die Besitzerin diesem Falle den Aufenthalt ihres Hundes trotzdem bezahlen müsste, kommt auf die Kulanz des Tierheimes an.

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Ich bin bei einer Behörde, die Hunde ggf. beschlagnahmt. Wir hatten letztens eine Staffordshire/Bullterrier-Hündin (Listenhund) beschlagnahmt, diese zur weiteren Pflege ins Tierheim gegeben. Da ich auch Haushalt buche, habe ich die Rechnungen bekommen. Der Besitzer war Drogendealer und ist paar Jahre im Urlaub... Pro Tag 12 € zzgl. Tierarztkosten. Das erste halbe Jahr gilt der Hund als beschlagnahmt bzw. sichergestellt. Ist aber weiter im Besitz und in der finanziellen Verantwortung des Dealers. Das halbe Jahr kostete ca. 2.500 €, die wir als Rechnung in den Knast weiterleiteten. Danach gilt der Hund als eingezogen und unsere Behörde muss zahlen. Nochmal ca. 2.300 €. Nach einem Jahr wurde sie dem Tierheim übereignet. Nur mal, um aufzuzeigen, was da an Kosten ins Rollen kommt.

Jetzt das Lustige daran. Ich bin in diesem Tierheim Gassigeher und diese Hündin mein Pflegehund.

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Tierheime wollen grundsätzlich nur ihre bisher angefallen Kosten für den Hund gedeckt wissen. Wer kann ihnen das verübeln.

Ein Hund anzuschaffen kostet übrigens viel Geld und da meine ich nicht den Hund an sich, sondern das Futter, Spielzeug, Körbchen und viele andere Utensilien. Dann kommen irgendwann noch Tierarztrechnungen, sowie Hundesteuer, etc.

Wenn die Bekannte kein Geld für das Auslösen des Hundes hat, wie will sie ihn dann überhaupt ernähren?

Tiere können nicht von Licht, Luft und Liebe leben.. dies können nur einige Menschen.. oder meinen es zumindest.

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Das ist für den Hund die beste Lösung. Im Tierheim ist man wohl zu dem Schluß gekommen, dass der Hund nicht artgerecht von der Besitzerin betreut werden kann, wenn sie es noch nicht mal schaft, die Kosten für die Auslösung aufzubringen. Wie will sie dem Hund in einem Notfall helfen, wenn sie sich den Tierarzt nicht leisten kann. Wie sieht es mit der Finanzierung der Routineuntersuchungen und der täglichen Verpflegung aus? Tut mir leid, aber da hat das Tierheim mein vollstes Verständnis.

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Wer ein Tier hat, muss auch in der Lage sein, sich um das Tier zu kümmern.
Ich finfes es gut, wenn das Tier zu Haltern vermittelt wird, die es sich auch leisten können und wo es dem Hund gut geht.

Nicht alle Kosten werden durch eine Versicherung gedeckt.

Was ist es eigentlich für ein Hund?

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Wie sind denn diese hohen Kosten entstanden?

Der Pflegesatz im Tierheim beträgt ca. 20 - 25 Euro täglich. Wenn da 900 Euro aufgelaufen sind - wo kommen die her? Da müsste der Hund ja bereits seit anderthalb Monaten im Tierheim sitzen?

Warum gibt man einen Hund so lange dort hin, wenn man es nicht bezahlen kann?

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Ich weiß zwar nicht, was Du fragen willst, aber: Das Tierheim macht genau das Richtige! Wenn jemand noch nicht mal seinen Hund im Tierheim auslösen kann - wie will er/sie dann vernünftig für ihn sorgen?

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Deine Freundin hat nicht das Geld, um für die Kosten des Tierheims aufzukommen? So leid mir das tut, aber dann kann sie den Hund auch aus finanziellen Gründen nicht ordentlich versorgen. Selbst wenn sie irgendwie Geld für Futter zusammenbekommt, was ist mit Tierarztbesuchen, was ist mit der Hundehaftpflichtversicherung, was ist mit nötigem Autozubehör? Das kostet alles viel Geld, ein Hund ist teuer. Und wenn sie ihn sich nicht leisten kann, dann ist das traurig, aber für den Hund ist es dann besser wenn er woanders hinkommt.

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Ich meine ob das zulässig ist
Wenn der Hund angemeldet ist
Kostet 900 Euro stolzer pr

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Kommentar von Schaeferruede
12.07.2016, 19:49

ist tatsächlich ein sehr stolzer Preis. Das Tierheim wird die Kosten sicher erklären/auflisten können.

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Das Tierheim wird sich hier wohl auf das Zurückhaltungsrecht berufen. Dies erlaubt aber m.E. nicht, das Tier weiterzuvermitteln. 
Wenn ein Pensionsvertrag oder ähnliches abgeschlossen wurde, dann muss dieses obendrauf diese Möglichkeit im Vertrag selber und explizit geregelt sein. 
Die Rechtsprechung ist hier leider auch ansonsten nicht eindeutig. Je nach Zuständigkeitsgebiet verschiedener Gerichte, geht man sogar davon aus, dass man ein Tier generell überhaupt nicht zurückhalten kann. Ansonsten spielen die persönlichen Umstände eine Rolle. Insbesondere eine enge Bindung zum Tier kann einen Grund darstellen, dass das Tier nicht zurückgehalten werden kann. 

Ich empfehle daher dringend einen Anwalt aufzusuchen. Bei wenig Einkommen, kann hier auch ein Beratungshilfeschein beantragt werden. Dieser Anwalt kann die Rechtslage prüfen und dann etwaige Schritte einleiten.

Dass z.B. die Weitervermittlung schon mal per einstweiligem Rechtsschutz untersagt wird oder aber sogar dann die Herausgabe des Hundes.

In eine Notlage kann jeder mal kommen. Ist nur wichtig, dass jetzt gehandelt wird.. Ich vermag auch nicht zu urteilen. Wie auch.. Kenne die Umstände nicht.. 

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irgendwie muss das Tierheim ja seine Kosten wieder rein bekommen. Warum löst du das Tier nicht aus ?

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das ist das Recht des Tierheims. Es ist tragisch, ist aber so.

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ja, und jetzt? Wo ist die Frage?

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