Grau und gelbes Kabel zum Anschließen einer neuen Deckenlampe?

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10 Antworten

Hallo, aus meiner Decke kommt ein gelbes und ein graues Kabel. Meine neue Leuchte dagegen verlangt blau und braun. Wo kommt das denn rein. Ich hatte schon gegoogelt, aber die Kombination gelb/grau fand ich nirgends.

Dein Haus ist wohl aus den 1960s (oder älter) ... veraltete Farb-Kodierung

der Eine ist Phase (an Braun), der andere Neutral (an blau) ... da hilft nur messen (mit 2-Pol Spannungsprüfer) & kennzeichnen danach ... Neutral führt zu Erdung fast keine Spannung während Phase dich mit der vollen 230V Power Zap-t

Keine Erdung vorhanden ! = Du darfst keine Metall-Lampen verwenden !

die angeschlossene Lampe hat möglicherweise USA-Farbkodiereung

Wenn 2 Leiter rausgucken wird es sich wohl um Phase- und Neutralleiter handeln.

Klar sagen welcher Leiter jetzt welcher ist, kann dir niemand. Das misst man in der Regel nach. (zB kannst du mit einem Lügenstift nachgucken. Dabei ist nur zu beachten, deswegen nennt man ihn Lügenstift, das du auch wirklich eine Phase misst)

Weiterhin ist dabei kein Metallrahmen zu empfehlen. Wenn du eine Lampe anschließt muss sonst klassisch Nullen (Aus Bestandsschutz dürfte das noch gemacht werden, aber normal macht man das nicht)

Ich würde dir eher raten einen Elektriker dazuzuholen bevor du das selbst machst. Bei Lampen sollte man das nie einfach so anschließen. Da gehört die Phase einfach auf den Fuß der Fassung etc

da hilft nur messen was was ist,aber bitte mit duspol um sicher zu sein.wie schon geschrieben,lampe mit metallgehäuse darf nicht verwendet werden da keine erde vorhanden.noch besser wäre neues kabel einziehen da es aus eine rohr kommt.dann gleich die richtigen farben verwenden

Sind vermutlich alte Farben, da es sich um Wechselstrom handelt ist es egal wie rum die Kabel angeschlossen werden.

PS: Der Anschluss dürfte ziemlich alt sein, da normal die Farben Schwarz/Braun und Blau verwendet werden.

WICHTIG: Keine Lampe mit Metallrahmen anschließen! Da bei diesem Anschluss kein Schutzleiter PE vorhanden ist!

Wow, danke für die Info. Meine Lampe hat nämliche einen Metallrahmen. Muss ich wohl oder übel eine neue kaufen.

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@markk863

Du könntest natürlich auch einfach einen Schutzleiter einbauen, entweder selbst oder durch einen Elektriker.

Natürlich kannst du auch die mit Metallrahmen anschließen, doch es ist halt nicht Vorschriftsmäßig, und wenn sie Kaputt wäre und sie unter strom steht, dann bekommst du einen Schlag und der Fehlerstromschutzschalter (FI) würde nicht abschalten.

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Diese Installation verrät mir schon sehr viel. Es wurde Bergmannrohr eingesetzt, das ist ein Blechrohr das innen mit Teer getränktem Papier ausgekleidet wurde (x Schichten davon unter Druck verpresst, dadurch wirkt das wie dicke Pappe) zur elektrischen Isolierung. Außen wurde es verbleit damit es nicht durch den Verputz anfängt zu rosten. An den Auslässen wurden Kragen aus Porzellan eingesetzt damit die Isolierungen der einzelnen Adern nicht durch das scharfkantige Blech beschädigt werden. Für 90° Winkel gab es entsprechende Winkel die man wie die heute üblichen Stangenleerrohre einfach zusammensteckte, für andere Winkel musste man mit einer entsprechenden Zange das Rohr Stück für Stück biegen. Das gibt ein charakteristisches Muster auf dem Rohr. Eingesetzt wurden diese Rohre bis etwa Mitte der 1950er, und sie sind steckkompatibel mit den heute immer noch benutzten Stangenleerrohren. Bergmannrohr nach dem Rohrhersteller Bergmann, also so wie Tempo bei Papiertaschentüchern hatte sich das damals so durchgesetzt.

Die Adern selbst sind ebenfalls aus diesem Zeitraum. Und das sieht man auch an der Farbgebung, der damaligen Zuordnung hat da einfach jemand das benutzt was da war. Wie halt so üblich nach dem Krieg. Ich habe auch so eine Konstellation mit alten Bergmannrohren. Bei mir im Gästeklo waren da z.B. schwarz und violett, sonst überall schwarz und rot, schwarz als Außenleiter und rot als Nullleiter (PEN).

L1: gelb

L2: grün

L3: violett

schwarz oder grau: Schutzerde

schwarz oder grau mit weißen Querstreifen: vereinigte Schutz- (PE) und Betriebserde (N)

Es gab bis 1966 kein einheitliches Farbsystem bei den Adern in Deutschland. Das kam erst mit der Einführung der VDE 0298 im November 1966. Dauerte trotzdem noch bis ca. 1970 bis sich das durchgesetzt hat.

Man kann sich bei so einer alten Installation nur auf eines verlassen: Du kannst dich auf nichts verlassen! Zudem ändern solche Adern gern ihre Farbe im Laufe der Jahrzehnte, zum Beispiel wird aus schwarz dann grau. Also immer messen und prüfen was da Sache ist. Wenn das Haus dir gehört würde ich empfehlen neue Adern einzuziehen. H07V-U ist der richtige Typ dafür, die bekommt man auch im Baumarkt. Wenn du die alten Adern rausziehst, wirst du feststellen das die Isolation nur bei Teilen so gammelig ist die sich außerhalb des Rohres befanden. Die Teile die im Rohr liegen sehen noch aus wie frisch aus der Fabrik.

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