Gibt es zu viele Akademiker?

6 Antworten

Kein Mensch weiß genau, was die Gesellschaft, in der Du dann lebst,  in 20 Jahren brauchen wird.

Momentan gibt es zu wenige Facharbeiter, vor allem im IT-Bereich. Auch Leute auf Fachhochschulniveau gibt's da echt zu wenig.

Gewisse universitäre Berufe gibt es "zuviel", bzw. die Leute müssen dan hinterher flexibel sein. (Ich denke da an die Orchideenfächer wie Indologie, Ozeonologie u.s.w)

Mal hier ein paar echte Beispiele in meinem Dunstkreis, was man nach dem Uni-Abschluß dann machen kann, wenn Kohle ins Haus soll:

Ein studierter Metereologe mit guten Abschluß, und auch ein Soziologe meiner Generation arbeiten seit über 20 Jahren als Linux-Fachleute.

Eine Anthropologin ist  seit 15 Jahren bei der hiesigen Polizei die Verantwortliche für das lokale Sicherheitskonzept.

Ein Machinenbauer arbeitet als Supply-Chain-Manager für die Konkurrenz der Post...

Ich, Meister im Handwerk, arbeite inzwischen mehr als Übersetzer und in einem anderen Bereich, der dem journalistischen Bereich innerhalb des Marketings zuzuordnen ist. Und als Nebenjob inzwischen noch als Lehrer seit einigen Jahren, kleine Stelle von mehreren Unterrichtsstunden, nach Tarif bezahlt.

Und das alles ohne ein fertiges Studium dazu. Warum geht das? Weil ich nicht in D lebe und dadurch die Kenntnis der deutschen Sprache die Eintrittskarte ist, um in diesen Bereichen zu arbeiten.

Wäre ich vor 15 Jahren jämmerlich in D geblieben, hätte ich diesen "Status" nicht erreicht, sondern müsste ich wahrscheinlich 3 Schichten einen gut bezahlten Arbeiterjob machen, als Alternative zu Hartz 4.

Damals habe ich einen schlechter bezahlten Arbeitsplatz im Ausland im einst gelernten Beruf einer Hartz4-Karriere in D vorgezogen.
Noch immer denke ich, dass das in unserem Fall eine sehr gute Entscheidung war.

Du wirst, wenn Du nicht zurückfallen willst, dein Leben lang lernen (müssen) - sei es eine andere Sprache, oder einen MIG-Schweiß-Kurs, eine Programmiersprache oder ein Organisationstool.

Die allerwenigsten werden 45 Jahre dasselbe machen können, die Welt ist so schnelllebig, da haben wir uns anzupassen.

Die Reihenfolge macht da keinen echten Unterschied. Erst Goldschmied und dann Journalist ist für das Studium einfacher in der Finanzierung. Kannst Du schwarz oder auf 450 Euro-Basis was dazu verdienen oder so.

Erst ein Journalistenstudium und dann noch eventuell 2 Jahre zwischen 17jährigen in der Berufsschue sitzen, kann antrengend sein...

Fürs Handwerk gilt meiner Meinung, je jünger, desto besser in der Fingerfertigkeit. Manche Ausbilder haben lieber 15-16 jährige. Da kan man mehr sagen, ohne das Diskussionen entstehen.

Wenn du ein Diskussionstyp bist, der immer alles genau weiß, würde ich dir echt zum Journalistenstudium raten. Da kannst du dich voll ausleben.

Dieser Beruf ist allerdings durch die ganzen Kanäle wie Twitter, Insta, digitale Medium viel stressiger als noch im letzten Jahrhundert. Solltest Du Probleme haben schnell umzuschalten, dann erscheint mir das nicht die richtige Wahl. Ich kenne junge, fertige Journalisten mit Burn-out. Und das mit 25 Jahren...





Also sollte ich am besten studieren sonst hat man heutzutage keinerlei Chancen mehr oder? Weil Hilfsarbeiter will ich nicht werden.

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@Cerberus89

Ich kenne auch Goldschmide, die später noch ein tolles Designstudium gemacht haben. Vielleicht keine reichen, aber glückliche Menschen.

Die Antwort auf deine Frage musst du dir selbst geben. Ich halte mich da schön raus. Mit Absicht.

Mancher hätte besser nie studiert, weil er/sie mit der eigenen Stundenplanung und den Anforderungen überfordert sind.

Komisch, dass du selbst noch nicht weißt, was deine innere Stimme möchte - horch doch mal in dich hinein.

So eine Ferndiagnose geht doch gar nicht hier, wir sind hier keine Hellseher und auch keine Berufsberatung, da macht man normalerweile  2 Stunden Assessment draus, eine Stunde IQ-Test, eine Stunde das Andere, und das Gespräch.


Was sagt denn die Berufsberatung zu deinen Ideen?

Es kommt doch sowieso auf deine Qualitäten später im Leben an, bist du stressfähig, teamfähig, gehst du auch mal ein halbes Jahr für eine Firma ins Ausland u.s.w.

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"Zu viele" ist ja eher wertend, da müsstest Du sagen, in welcher Hinsicht Du das bewerten willst.

Ich denke nicht, dass es pauschal schlecht ist, wenn viele Leute studieren. Aber ich glaube, dass es nicht zielführend ist, wenn man das fördert, indem man die Anforderungen absenkt, wie man es in Deutschland tut.

Dazu kommt, dass man dabei stark nach Fächern unterscheiden muss. Für die Gesellschaft sind Naturwissenschaftler, Ingenieure, Maschinenbauer und Co sehr viel nützlicher als Politologen, Sozialwissenschaftler und Gender-Studies-Absolventen. Aber die erstgenannten Studiengänge sind auch um ein vielfaches härter, und viele Menschen nehmen wie Wasser gerne den Weg des geringsten Widerstandes.

Es braucht nicht unbedingt Nichtakademiker, aber es braucht Leute, die auch tatsächlich die Arbeit machen, die sich andere ausdenken. Das könnten auch Akademiker sein, nur halten sich viele Akademiker für zu qualifiziert, um körperliche Arbeit zu machen.

Sollte ich auch studieren?

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@Cerberus89

Das kommt in erster Linie auf deine persönlichen Vorlieben an. Wenn es etwas gibt, für das Du dich interessierst und das in einem Studiengang abgedeckt wird: ja. Auch wenn es immer mehr arbeitslose Akademiker gibt, hat man mit einem Abschluss bessere Chancen als ohne.

Nur zu Studieren, weil man das halt so macht halte ich nicht für sinnvoll. Das kostet eine Menge Kraft und Zeit und Du solltest dir sicher sein, das zu wollen (und wissen, warum Du es willst). Wenn Du nach der Hälfte abbrichst, hast Du keinen Abschluss und einiges an Zeit verloren.

Je nach Lebenssituation kann die Uni ein toller Ort sein. Für viele ist es aber auch "nur" eine Flucht, weil sie sich noch nicht bereit fühlen, mit dem Ernst des Lebens zu beginnen, einen Job zu suchen und Verantwortung zu übernehmen.

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@AnnaOHa

Ja aber ohen Studium fidnet man heutzutage doch ksaum vernünftige und gut bezahlte Jobs, nicht?

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@Cerberus89

Die Bezahlung (und die Anzahl) der Jobs richtet sich nach dem Bedarf, nicht nach dem Studium. Architekten haben alle studiert, die meisten davon sind angestellt und verdienen schlecht.

Wenn Du dich beispielsweise für Software-Entwicklung interessierst, dich darin fortbildest und als Freelancer arbeitest, wirst Du ein Vielfaches von einem studierten Architekten verdienen.

Bei ein paar Berufen musst Du studieren, bei anderen nicht. Arzt kannst Du nicht einfach so werden. Journalist schon.

Eine weitere Laufbahn ist das Handwerk. Du studierst nicht, aber arbeitest auf den Meister hin.

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@Cerberus89

Wie AnnaOHa schon sagte: Es kommt darauf an WAS man studiert, nicht DAS man studiert.

Ein Studium verschafft einem nicht automatisch einen tollen, gut bezahlten Job. Hier treten viel mehr Faktoren in Kraft.

Weißt du denn, als was du denn später mal arbeiten willst? Wenn ja, dann informiere dich welche Voraussetzungen man erfüllen muss. Ist ein Studium wichtig oder nicht?

Wenn du z.B. später mal als Fahrzeugmechaniker arbeiten möchtest, dann wird dich ein Philosophiestudium ganz sicher nicht qualifizierter machen....

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@Eismensch

Stimmt nicht auch Journalist musst du studieren. Eigentlich für alle "höheren" Jobs. Aber ich will eigentlich kein Handwerker werden, zumindest nicht Handwerker für "grobes" Handwerk. Also wen ndann eher Goldschmied, wenn überhaupt. Also muss ich studieren wenn ich eigentlich kein Handwerker werden will?

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@Cerberus89

Nein. Du KANNST Journalismus studieren. Du kannst aber auch einfach ohne Studium als Journalist arbeiten.

Was Du studieren solltest, kann ich dir nicht sagen, das hängt von deinen Vorlieben und Qualifikationen ab. 

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@AnnaOHa

Ich weiss es auch nicht. Ne du solltest als Journalist studieren.

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Du stellst seit Tagen dieselben Fragen unter unterschiedlichen Nicks. Was soll das? Du hast doch schon endlos viele Antworten und Meinungen dazu erhalten.

Was willst du? Journalist werden? Das ist in der Tat ohne Studium schwierig heutzutage. Es gibt einfach zu viele Anwärter auf viel zu wenig Plätze. Da heißt es entweder Ellenbogen zeigen und die anderen rauskicken, gute Beziehungen aufbauen, die einem weiterhelfen oder einfach beharrlich besser sein als die anderen - wobei Letzteres auch keine Garantien birgt.
Auf jeden Fall ist es möglich, auch ohne Studium ein Praktikum in dem Bereich zu absolvieren. Es könnte durchaus sein, dass du anschließend gar nicht mehr da bleiben möchtest, so lustig ist es nämlich gar nicht.

Um Goldschmied zu werden, brauchst du kein Studium. Nur eine Ausbildungstelle.

Du kannst natürlich auch den Rest deines Lebens damit verbringen, die Zeit an dir vorbeiziehen zu lassen und weiterhin bei GF Fragen zu einem Leben stellen, das du niemals führen wirst.

Aber ist das wirklich eine Alternative?

Was soll das eigentlich?

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