Gibt es nicht viel mehr Argumente für den Atheismus?

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

Ja dieser Artikel gibt eine falsche Sichtweise auf den Atheismus 82%
Nein das stimmt so 18%

18 Antworten

Ja dieser Artikel gibt eine falsche Sichtweise auf den Atheismus

Jede der positiven Antworten lässt sich mit nein beantworten.

Menschen haben Gott als vertrauenswürdig erlebt

Von was für einen Vertrauen ist die Rede? Laut seinem Buch gab er den Menschen einen freien Willen, überflutete jedoch die gesamte Erde und ertränkte alle Lebewesen auf ihr weil ihm nicht gefiel was sie daraus machten. Er befiel Abraham seinen eigenen Sohn zu töten. Gab Moses und seinem Volk eine Freikarte für Genozid und Kindesmisshandlung und hielt Adam und Eva die Erkenntnis vor die Nase, verbat ihnen aber diese zu erlangen.

Wenn er etwas ist, dann ist er ein grausamer, eifersüchtiger, sadistischer, eingebildeter Narzisst mit einem absoluten Hang zur Übertreibung und keinesfalls jemand dem man auch nur eine Finger breit vertrauen sollte.

Menschen, die glauben, leben länger

Dafür gibt es keinen Beweis und ich habe auch stark die Vermutung, dass es da keine Verbindung gibt.

die Mehrheit der Menschen glaubt, Atheisten sind in der Minderzahl (zumindest weltweit gesehen)

Es ist eine Sache an etwas zu glauben und eine andere an Gott zu glauben. Wahrscheinlich glaubt wirklich die Mehrheit der Menschen an irgendwelche Götter, Naturgeister und der gleichen. Dass Menschen glauben ist kein Argument für Gott.

Es tut Menschen gut, ihre Probleme an IHN loszuwerden

Wenn das der Grund für den Glauben wäre, würde es ein ziemlich erbärmlichen Eindruck von Gläubigen Menschen vermitteln, die nicht in der Lage sind ihre Probleme ohne ein allmächtige Entität bewältigen können. Wozu dann überhaupt noch eine Autonomie?

Glaubende fühlen sich nicht so allein

Das ist zu pauschalisiert. Unabhängig davon ob man glaubt oder nicht gibt es Menschen die auch dann einsam sind, wenn sie Freunde haben. Ein imaginärer Freund der nicht mit einem interagiert, ändert daran nichts.

Wer betet, gewinnt neue Kraft und neue Hoffnung

Das nennt man Autosuggestion. Gebete haben allerdings wissenschaftlich belegt keinen Effekt.

Glaubende Menschen lassen sich dafür motivieren, anderen Gutes zu tun

Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Missionierungen, Kindesmisshandlungen von Priestern, Verbot von Kondomen, Intoleranz gegenüber Sexualitäten, anderen Religionen und dergleichen, Terrorismus und noch viele weitere Dinge. Wenn man einen guten Menschen dazu bringen will etwas wirklich Böses zu tun ist Religion eine Notwendigkeit.

Der Glaube gibt Ausdauer und lässt schwierige Situationen besser ertragen

Das Halte ich für einen Trugschluss, da es nur eine Art der Verdrängung ist und eine Aufarbeitung verhindert.

Die Liste der Gegenpunkte ist allerdings ebenfalls alles andere als gut.

Die Evolutionslehre widerspricht dem Schöpfungsglauben [Anmerkung: oder scheint dies zumindest]

Was für ein Argument soll das sein? Die Evolutionstheorie ist eine Theorie, eine die dieses Wort auch verdient. Als Theorie werden in der Wissenschaft Dinge bezeichnet für die wir schlüssige Beweise haben. Die Evolutionstheorie ist eine der am besten bewiesenen Theorien, die wir haben. Für die Schöpfungsgeschichte, die das Wort Geschichte nur im Sinne einer Erzählung verdient, gibt es keine Beweise. Es gibt nichtmal irgendwelche Hinweise. Im Gegenteil sogar gib es überall nur Dinge, die ihr widersprechen.

Es gibt keine direkte Antwort auf Gebete

Wie bereits erwähnt gibt es Blindstudien, die belegen, dass es egal ist ob man betet oder nicht.

Man kann Gott nicht sehen

Man kann ihn auch nicht schmecken, riechen, tasten und hören. Man kann ihn nichtmal messen oder irgendeinen Effekt, den er haben müsste feststellen.

Jeder hat ein anderes Gottesbild – welches davon stimmt?

Das ist richtig. Praktisch gesehen gibt es so viele unterschiedliche Götter wie es Gläubige gibt.

Unfälle, Katastrophen, Ungerechtigkeiten, Kriege kommen trotz eines guten Gottes vor

Das liegt wahrscheinlich am freien Willen, den er gerade anscheinend toleriert und nicht wieder alle ertränkt obwohl wir in der heutigen Zeit deutlich grausamere Taten vollbracht haben als das weshalb er es das letzte Mal gemacht haben soll.

Unschuldige leiden trotz eines guten Gottes

Wahrscheinlich weil in seinem Buch keine gute Version von ihm existiert.

„In der Bibel stehen Märchen – ich habe noch kein Wunder erlebt“

Magie existiert auch nicht.

Gebete werden nicht erhört, Gott beschützt nicht immer

Das Argument ist identisch mit dem vorherigen.

Es gibt weder falsche noch richtige Sichtweisen darüber, ob es einen Gott gibt oder keinen. Meine Sichtweise lautet: Wenn es ihn gibt, dann interessiert ihn auch nicht, was Menschen von ihm halten bzw. ob sie an ihn glauben oder nicht. Ein absolut religionsloser Gott, der selbst dem Universum seinen freien Lauf lässt.

Dann bist du Agnostiker und evtl Deist

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@PEPERONIFREAK

Wenn du die Möglichkeit von Gottes Existenz offen hälst bist du Agnostiker. Da ist man noch kein Atheist :D

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@PEPERONIFREAK

Genau lesen. Du hast gut reden! Entweder man ist Atheist oder Agnostiker.

Ich bin doch auch nicht am Montag ein Atheist und am Dienstag ein Theist!

Also bist du Agnostiker!!

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@canyaanswer

Du bist es nicht, aber bei mir kann schon sein. Wer sich festlegt in dieser Frage und seiner Antwort, kein besonders gescheiter Geist

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@PEPERONIFREAK

Kein gescheiter Geist ist, der offenbar nicht einmal weiß, was ein Agnostiker ist, aber so tut, als wüsste er es doch.

Oder es weiß und trotzdem so tut, als würde seine Aussage Sinn machen, wenn er sagt mal ist er Atheist und mal Agnostiker.

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@PEPERONIFREAK

Steht fest an jedem Tage, dass 1 + 1 = 2. Steht an keinem Tage fest, ob es Gott gibt oder nicht

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@canyaanswer

Ich weiss schon, was ein Agnostiker ist, weil ich manchmal einer bin. Eben mit dem Unterschied: Alle anderen Agnostiker sind es immer. Wer aber könnte immer ein Held sein?

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Das widerspricht so ein Bisschen der Geschichte mit der Sintflut ;-)

Wenn wir die christlichen Schriften zu Grunde legen müsste das Fazit lauten:

Entweder es gibt keinen allmächtigenn Gott, weil sonst würde er Katastrophen ja verhindern können oder aber er hat ein bisschen Spaß daran die Menschenn in sadistischer Weise zu quälen und lässt sie deswegen geschehen.

Einen ohnmächtigen/impotenten Gott anzubeten ist reichlich nutzlos, er hat ja offensichtlich keine Macht, die man sich dadurch zu nutze machen könnte. Ob man es für sinnvoll hält einen Gott anzubeten, der nicht gütig ist und hilft, sondern der etwa den Charakter eines sadistischen Kleinkindes hat, das Ameisen in einen Eimer voll Wasser wirft und zusieht, wie sie absaufen, muss dann jeder für sich entscheiden. ^^

Ich hielte das für keine Gute Idee. ^^

Fazit: Unabhängig davon ob es einen Gott gibt oder nicht, brauche ich weder einen machtlosen Gott, noch einen Mächtigen, der aber ein Charakterschwein ist, und mich wahrscheinlich hängen lässt um sich daran zu erfreuen, wie es mir schlecht geht. ^^

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Ja dieser Artikel gibt eine falsche Sichtweise auf den Atheismus
  1. Teil

Hallo, BladerTyp!

Bei den Pro- und Contra-Punkten ist erkennbar, dass die Pro-Argumente eine gewisse innere Überzeugtheit, ein mehr oder weniger un-bestimmtes Ahnen oder Wissen vermitteln. Die Contra-Argumente hingegen lassen insgesamt eine ablehnende, verneinende Grundhaltung erkennen, die einen unvoreingenommenen und offenen Diskurs über die Gottes-Existenz erst gar nicht ermöglichen; hier wird deutlich, wie das un-bedachte Vorurteil zu Schlüssen kommt, die nur eine verengte oberflächliche Betrachtungsweise zulässt. Man sieht hier, dass die Pro-Argumentation auf innere Erfahrung und Erkenntnis beruht, während sich die Contra-Argumente ausschließlich auf äußere Eindrücke beschränken...

Nein das stimmt so

Es ist alles sehr oberflächlich gehalten, alleine schon, dass "Gott" als Begriff einfach vorausgesetzt und nicht definiert wird; dabei gibt es viele Vorstellungen von Gott, es sei denn, die der Bibel setzt man einfach als bekannt und richtig voraus.

Bei dieser Argumentation spricht alles für den Gottesglauben und so gut wie nichts für den Atheismus. Die Argumente für den Atheismus sind auch sehr oberflächlich und verharmlosen ihn damit. Dabei steckt im Atheismus eine ungeheure Absurdität und ein logischer Nihilismus, außer man fühlt und denkt positiv und empfindet das Leben als solches sinnvoll und erhaltenswert.

Ja dieser Artikel gibt eine falsche Sichtweise auf den Atheismus

Der Artikel wurde halt von einem Gläubigen geschrieben- klingt zumindest so.

Die Versammlungen wie zum Beispiel ein Gottesdlenst wirken auf mich jedoch wie die reinste sektenartige Gehirnwäsche…

Auch die ganzen sozialen Aspekte halte ich eher für schlecht. Man zwingt Jugendliche durch sozialen Druck in religiöse Strukturen- bei der Geburt verpflichtet man sich seiner Sekte gegenüber bereits, dem Kind die ganzen unbewiesenen Dinge als wahr zu verkaufen- es also zu belügen… Einen Großteil seines Lebens… Das finde ich eher sehr fragwürdig

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