Gibt es das Wort "frägst" oder sagt man nur "fragst"?

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3 Antworten

Ich benutzte "frägst" und werde es auch weiterhin benutzen genauso wie "festheben", "anlupfen" und der Dopsball bleibt ein Dopsball und wird nicht zum "Flummi". Es hört sich einfach besser an und sei es auch Dialekt, es versteht jeder was gemeint ist. Wer nicht, der soll sich nicht so anstellen. Ich finde Dialekte sind was schönes und sollten auch irgendwo bewart werden. Da frägst nichteinmal falsch ist (wie schon öfter in diesm Beitrag erwähnt wurde) werde ich auch felsenhaft dabei bleiben, auch wenn ich mir mindestens einmal die Woche von irgendwelchen dahergelaufenen Norddeutschen, die nichtmal die Personalpronomen beherschen zu scheinen und das Wort nie nicht kennen und mit "immer nicht" umschreiben müssen, mir etwas anderes erzählen wollen.

Die Frage nach "frägst/frägt" oder "fragst/fragt" ist bereits richtig beantwortet worden. Landschaftlich ist die Form mit "ä" noch gebräuchlich und daher nicht falsch. Heute ist fragen ein schwaches Verb: fragen, fragte, gefragt; zulässig ist auch noch die ältere Form "frug" (Präteritum). Ergänzend möchte ich noch zu dem Verb "schwimmen" etwas bemerken. "schwimmen" ist ein starkes Verb: schwimmen, schwamm, geschwommen. Die Änderung des Stammvokals bezeichnet man als Ablaut. Wenn wie bei "schwimmen" zwei unterschiedliche Vokale folgen, nämlich "a" und "o", ist es dem Sprecher freigestellt, bei der (heute fast vergessenen) Bildung des richtigen Konjunktivs (ohne "würde") den Vokal zu wählen; er ist nicht "verpflichtet", den z w e i t e n Stammvokal zu wählen. Also sind beide Formen richtig oder zulässig: ich schwämme gern/ich schwömme gern. Ahnliches gilt für die Verben befehlen, gelten, gewinnen u. a. Diese Formen werden allerdings als veraltet angesehen. Außerdem gibt es eine Besonderheit der Bildung des Konjunktivs (2) mit dem Ablaut "ü" bei werben, verderben, werfen, sterben. Bei "brauchen" ist hochsprachlich "brauchte", landschaftlich ist auch "bräuchte" zulässig.

Seit wann ist eigentlich "schwämme" in Gebrauch?
Gruß wiele

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@wiele

Das kann man nicht genau sagen. Denk z. B. an das Sprichwort "Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen." Nicht nur des Reimes wegen, sondern auch weil "sungen" eine ältere Form ist,wie aus dem Lied "Es sungen drei Engel.." hervorgeht. Dieses Lied stammt aus der Zeit um 1600. Das Gesetz des Ablauts ist eins der wichtigsten in der Sprachgeschichte und geht auf die indogermanische Zeit zurück.

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Es heisst im Hochdeutsch eindeutig "fragst" - nur in bestimmten Dialekten gibt es ein "frägst".

Ausserdem heisst es richtig "ich schwämme" - "ich würde schwimmen" benutzen nur Menschen, die den Konjunktiv nicht mehr beherrschen, wovon es inzwischen leider sehr viele gibt.

Zumindest früher hieß es "schwömme". Ich schätze, "schwämme" ist erst später dazu gekommen.
Nach dem Link http://www.dict.cc/?s=schw%F6mme scheint beides zu gehen (ich meine: zu schwimmen).
Gruß wiele

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"Ich würde schwimmen" ist aber auch eine gültige Form des Konjunktivs.

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