Galoppieren lahmende Pferde freiwillig?

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6 Antworten

Jedoch hat er es erst im Trab gesehen und für mich war es komplett nicht sichtbar

Wann soll er es sonst sehen. Wenn das Pferd schon im Schritt sichtbar lahmt, ist es hochgradig lahm.

Wenn du es nicht gesehen hast, dann musst du dein Auge schulen. Das kann man lernen. Ich habe es auf Distanzritten gelernt, zu denen ich als Trosser, als Helferin, dabei war. Wenn die TÄ streng waren, haben sie fragliche  Pferde öfters vortraben lassen. Und wenn du das oft genug gesehen hast, dann bekommst du Adleraugen. Das ist Übungssache.

MIr passiert es oft in Filmen, wo Pferde mitmachen. Egal, wie spannend die Handlung ist, ich komme dann immer raus, wenn die Pferde so dahintraben, weil ich gucke: lahmt das Pferd? Und gar nicht mal so selten tut es das. 

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LadyCreeper13 10.10.2016, 19:33

Danke für die Antwort, aber das geht leider komplett an meiner Frage vorbei (:

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Baroque 12.10.2016, 14:29

Ich bin immer erstaunt, wieviele Pferdebesitzer ihre nicht taktrein laufenden Pferde exakt so reiten als wären sie taktrein und nicht mal mitbekommen, wo's fehlt. Es ist also nichts besonderes, wenn man als Pferdebesitzer sowas nicht wahrnimmt. Persönlich sehe ich es schon als Grundlagenkenntnis dafür, für ein Pferd die Verantwortung übernehmen zu können, aber was will man machen, wenn die Leut nicht mehr ausgebildet werden diesbezüglich. Andererseits gibt es natürlich dafür schon Erklärungen, wie es auch verschiedene Gründe für Taktunreinheiten gibt:

Lahmheiten sind eher akute gesundheitliche Probleme, die man möglichst lösen sollte. Manches bekommt man weg gymnastiziert, manches muss behandelt werden, anderes braucht keinen Tierarzt und keine Arbeit, sondern nur die Möglichkeit, dass das Tier sich rund um die Uhr aussuchen kann, ob es gehen oder stehen möchte und Zeit. Oft tut ihnen dann galoppieren als unsymmetrische Gangart gut, fällt ihnen leichter als laufen. Wichtig ist mir bei sowas immer, dass nicht ein Schmerzmittel dem Pferd das Gefühl gibt, es hätte nichts, könne einfach "drüber" rennen. Ich möchte, dass es merkt, dass Achtsamkeit grade angebracht ist, es wird dann nämlich anders galoppieren.

Mangelnde Geraderichtung. Ich schreibe bewusst nicht natürliche Schiefe, denn die natürliche Schiefe ist oft viel weniger als die angerittene. Wir Menschen sind nämlich dummerweise auch nicht symmetrisch. Haben wir niemanden, der uns "kalibriert", wie es ein guter Reitlehrer macht, der uns immer und immer wieder sagt, wo unsere Körperachse ist und wie wir davon abweichen und das korrigiert, dann reiten wir unsere Pferde erst schief. Dass die dabei den Takt verlieren, ist irgendwo klar.

Mangelhafte Hufbearbeitung: 80% der Pferde, die mir begegnen, ticken, weil ihre Hufe nicht ihrer Anatomie entsprechen und das sogar links und rechts unterschiedlich. Das kann man beheben und vermeidet damit dann auch Überlastungserscheinungen.

Anatomische Ungleichheiten, die sie von Geburt an mitbringen. Die sind Teil der natürlichen Schiefe, aber ich würde sie dennoch isoliert sehen, in dem Fall eher was, was einfach nicht geradezurichten geht, weil das Skelett so gewachsen ist.

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Ja, natürlich. 

- Wenn das Pferd so leicht lahmt, dass Du es nicht mal recht erkennst, sind die Schmerzen wohl kaum größer als der Bewegungsdrang, Herdentrieb und andere Bedürfnisse.

- wenn ich mit einem wehen Fuß schnelelr laufen will, sieht das auch eher aus, wie ein " Galopp", vermutlich würde das Pferd je nach dem noch starker als sonst entsprechend Rechts- oder Linksgalopp bevorzugen.

- kann es auch sein, dass Lahmheiten tagesformabhängig sind.

- kann es auch vom Rücken her kommen, und dem Pferd tut das galoppieren gut

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Pferde sind von Natur aus Fluchttiere. Das gilt auch für die vom Menschen domestizierten Hauspferde. Die Urinstinkte sind hellwach und immer präsent. Ein Fluchttier darf nicht zeigen, dass es krank ist oder Schmerzen hat, denn das macht es für potentielle Fressfeinde zu einem leichteren Opfer. Ein Raubtier wählt aus einer Gruppe von Beutetieren für gewöhnlich immer das schwächste Tier aus. Dabei kann es sich sowohl um ein Neugeborenes als auch um ein sehr altes Tier handeln. Oder aber um ein Krankes. Wenn ein Pferd also trotz Verletzung noch trabt und galoppiert, dient dies dem instinktiven Selbstschutz. Diese Instinkte existieren seit rund 60 Mio. Jahren und sind genetisch verankert. MfG, Praxis Equusworld

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Klar kann ein lahmes Pferd galoppieren... Ob sie es ganz freiwillig tun ist fraglich...  

Dein Pferd hatte wohl den drang fix zu den anderen zu müssen...  Und ist deswegen galoppiert...  

Wenn ein Pferd sich wes wegen auch immer bedrängt fühlt galoppiert es weg..  Es würde auch weg traben..  Auch mit lahmheit...  Es sind ja Flucht Tiere...  

Ob es so gesund ist das ein lahmes Pferd galoppiert glaub ich nicht...  

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Ein Pferd lahmt ja, weil es schmerzen hat.
Ich kann das natürlich jetzt nicht genau beurteilen, aber es kann durchaus sein,  dass wenn der Schmerz nicht so groß ist, deine Stute trotzdem auch auf der Weide galoppiert, wenn sie den Drang dazu hat.
Aber wenn sich der Tierarzt das nochmal anguckt wird er ja dann sagen ob er was gefunden hat bzw. was an dem Bein sein soll.

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ich meine schon, weil mein Wallach hatte auch was am Bein und er steht bei 3 anderen Pferden und er ist da auch immermal wieder galoppiert obwohl es ihm wehtat

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