Fühlt Ihr Euch Europäisch?

14 Antworten

Ja, ich denke und fühle europäisch.

Im Gegensatz zu Kabark finde ich auch, dass wir längst in einem Vereinigten Europa leben.

  • Wir haben eine gemeinsame Währung.
  • Wir haben einen gemeinsamen Binnenmarkt.
  • Wir haben eine gemeinsame Regierung.
  • Wir haben eine gemeinsame Außengrenze.
  • Wir haben eine gemeinsame Kultur.

Natürlich können alle diese verallgemeinerten Aussagen von mir durch Spitzfindigkeiten auseinandergenommen werden -- und natürlich ist es schade, dass die Schweiz noch nicht "im Boot" ist, aber das wird schon ...

Wenn ich bedenke, dass Karolus Magnus mit der Idee schon sehr weit war und dass es soo lange gedauert hat, bis 1957 der Grundstein gelegt wurde, dann habe ich viel Geduld.

Deine Antwort ist gut, Ulf! Aber: Wir haben ja noch nicht mal 'ne gemeinsame Sprache... ;-)

0
@Kabark

Doch, klar - Englisch. Wurde 1936 als Weltsprache festgelegt und sowohl die deutschen Abgesandten als auch die Esperanto-Vertreter haben dafür gestimmt.

Diverse Softwareprojekte, die eine Mittelsprache für die immense Übersetzungsarbeit in den EU-Gremien entwickeln und damit die Übersetzungskosten verringern sollte, wurden wieder eingestellt. Esperanto kann als Mittelsprache dienen. Aber alle Europäer verstehen Englisch und viele empfangen wesentliche Fernsehprogramme nur in Englisch und leisten sich keine Synchronisierung wie wir Deutschen.

0
@UlfDunkel

Richtig. Aber so habe ich "gemeinsam" eigentlich nicht gemeint...

0
@Kabark

Haben wir doch! Esperanto

Leider wird diese in den Schulen immer noch nicht gelehrt und von viel zu wenigen gesprochen!

0
@Kolibri

Man kann doch dieses Kunstprodukt nicht allen Ernstes als Gemeinsamkeit werten wollen...

1
@Kabark

Denn die von oben verordnete neue deutsche Rechtschreibung? ;-)

Esperanto ne nur estas la lingvo internacia, sed ankau helpo por lerni aliajn lingvojn.

0
@UlfDunkel

Beiträge dürfen nur in deutscher Sprache verfasst werden.

0
@Albert

Der Beitrag enthielt auch deutsche Sprache. Der Esperanto-Satz war als Beispiel für ein Unterthema dieser Frage zu verstehen. Hier werden auch des öfteren englische oder französische Zitate und Textbeispiele gebracht.

Die Übersetzung ist so banal wie die Sprache selbst:

Esperanto ist nicht nur 'die internationale Sprache', sondern auch eine Hilfe beim Lernen anderer Sprachen.

0
@UlfDunkel

Das habe ich jetzt sogar sinngemäß verstanden! :))

0

"Gemeinsame Sprache" - Wenn ich einen ebenfalls deutschen Nachbarn habe, der aber ein widerlicher Stinkstiefel ist, und ich ein oller Griesgram, dann nützt auch eine gemeinsame Muttersprache nichts. Es kommt darauf an, sich verstehen zu wollen, egak in welcher Zunge. ---

 Esperanto?- was soll ich denn DORT ? - Urlaub machen ??

Man mag Herrn Juncker kritisieren, aber er ist in Deutsch, Französisch. Englisch und Letzeburgisch MUTTERSPRACHLICH zu Hause.  - Nur Mut zur Mehrsprachigkeit, denn auch manch ein Nachbar hat sie schon mit Hochdeutsch, Plattdeutsch, und "über Andere"....

0

Ich fühle mich nicht "europäisch", obwohl ich schon sehe, was wir als Exportnation von der EU haben.

Viele Argumente, die hier gebracht wurden, kann ich persönlich nur wenig nachvollziehen:

  • Als Norddeutscher mit einem Hang zu Skandinavien habe ich nichts von der "gemeinsamen Währung", da unsere nördlichen Nachbarn zu schlau waren, hier mitzumachen.

  • Die Grenzkontrolle in England ist genauso pingelig, wie sie immer schon war.

  • Eine gemeinsame Regierung haben wir nicht und das von uns gewählte Europäische Parlament hat kaum etwas zu sagen.

  • Wenn ich heute hörte, dass der polnische Ministerpräsident knapp eine Stunde nachdem er die "Berliner Erklärung" unterzeichnet hatte, den Medien zu Protokoll gab, er halte sie für völlig unrealistisch, dann frage ich mich, was das ganze aufwendige und teure Kaspertheater eigentlich sollte.

  • Kulturell fühle ich mich selbst den Indern näher als etwa den Bulgaren oder Rumänen.

  • Wenn ich höre, dass in Kürze alle möglichen ex-jugoslawischen Reststaaten dazu gehören sollen, die sich zur Zeit nur deshalb nicht "offen" bekriegen, weil dort noch reichlich fremde Truppen für Ruhe sorgen, dann wird mir schlecht.

  • Wenn ich sehe, wie sich alle Politiker winden wie die Aale, wenn es darum geht, einmal die Grenzen Europas zu definieren, dann, so fürchte ich, werden auch Israel, Marokko, Algerien, ... eines Tages Mitglieder werden.

Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, westlich der "Zonengrenze", und weiß deshalb die offenen Grenzen zu schätzen. Mein Dorf ist inzwischen Städtchen und Träger des Europapreises für "Verschwisterungen". Mit meiner Region im Herzen bin ich ganz und gar Europäer !

ich komme aus der nürnberger gegend u fühle mich in erster linie fränkisch. ich lebe hier, ich geh hier arbeiten, ich kenn die kultur. mit europa hab ich doch recht wenig zu tun u fühl mich deshalb auch nicht europäisch.

Ich finde, diese Frage kann man nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Ich fühle mich durchaus als Europäer, wenn ich zum Beispiel in Afrika oder Asien bin. Ich spüre auch die europäische Kultur, wenn ich französische Kathedralen oder italienische Burgen ansehe. Und ich fühle mich auch in den Baltenstaaten, in Polen und Tschechien als Europäer, weil mich auch dort vieles an unsere gemeinsame Kultur erinnert. Und ich fühle mich ganz besonders als Europäer, wenn amerikanische Politiker über das "alte Europa" lästern, weil wir uns noch gut erinnern, was Kriege und Überfälle auf fremde Staaten bedeuten. Schade aber, dass die EU zu schnell gewachsen ist, ohne vorher die Regeln für unser Zusammenleben festzulegen.

Was möchtest Du wissen?