Freundin trösten nach Abtreibung?

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8 Antworten

Versuch, ihr die andere Seite zu zeigen: Sie hat nicht jemandem den Zugang zum Leben versperrt, sondern jemandem ein Leben erst ermöglicht: Nämlich sich selber!

Mit einem ungewollten Kind hätte sie ihr Leben sehr versauen können, sie hätte nur noch für das Kind leben müssen. So hat sie immer noch Chancen, etwas aus ihrem Leben zu machen, die Welt kennen zu lernen und es nicht zu vergeuden. Ich würde ihr zu dieser mutigen Entscheidung gratulieren, auch wenn sie jetzt von irrationalen Schuldgefühlen geplagt wird.

Heb die Gründe hervor, wie z.B du hättest dem Baby "noch" keine schöne zukunft bieten können. Du gibst in ein paar jahren einem neuen Baby die chance bei dir Glücklich zu werden, wenn du deine Ausbildung/Schule/Karriere etc beendet hast.

Versuch für sie da zu sein. In ein paar Tagen wird es besser, spätestens mit einem neuen Kind sieht man es schon wieder anders. Sei für sie da, das ist das Beste was du machen kannst!

PS: schön das du dir Gedanken machst, denn eine Abtreibung ist nie leicht!

Mir ist es mal so ergangen wie deiner Freundin.Ich habe versucht mit der Mifegyne eine Schwangerschaft abzubrechen (der Embryo wäre nicht lebensfähig gewesen) allerdings ist es auch bei mir schief gegangen.Das lag aber nicht daran dass der Embryo sich gewehrt hätte, dazu war er noch gar nicht fähig, sondern schlichtweg daran, dass es nicht angeschlagen hat bei mir, ich war wohl zu spät dran. Bei deiner Freundin wird es wohl auch so gewesen sein.Die Zeit die verstrichen ist bis ich die Absaugung machen lassen konnte, war die Hölle für mich, ich hatte die abwegigsten Gedanken und war einfach nur fertig mit der Welt, doch als es dann endlich soweit war, war ich nur noch erleichtert.Vielleicht wäre es gut für deine Freundin, nochmal zu der Beratungsstelle zu gehen, bei der sie das Beratungssgespräch zuvor gemacht hat, um dort mit Menschen zu reden die sich auskennen und die auch explizit ihre Hintergründe kennen.Sie wird schließlich ihre Gründe gehabt haben.Mir hat es damals sehr geholfen meine "neugewonnene Freiheit" zu nutzen, indem ich meine Ausbildung mit guten Ergebnissen beendet habe, anstatt mich mit ach und Krach neben dem Mutterdasein da durchzuhangeln, ich war auf Reisen und ich habe meine Jugend genossen. In ein paar Jahren, wenn ich Mutter sein will, kann ich die Schwangerschaft dann geniessen und mich auf ein Kind freuen, das hätte ich bisher nicht gekonnt.

Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute und finde es schön, dass du deiner Freundin so beistehst.


Ich würde es mir nicht zutrauen, bei diesem Thema Trost zu spenden.

Wurde sie davor beraten? Danach fände ich eine professionelle Begleitung auch ganz gut.

Wie das Leben mit Kind wird, kann keiner vorhersagen. Durchwachsen ist es immer.

Ich halte nichts von düsteren Prophezeiungen, wie manche sie hier geschrieben haben.

Da für mich eine Abtreibung nie in den Sinn kam, habe ich lieber vorgebeugt. Das fürs nächste Mal.

Du kannst Sie nur trösten, aber diese Wunde wird sie leider Ihr Leben lang immer wieder an den schlimmsten Fehler überhaupt erinnern. Da wird sie sicherlich wieder drüber wegkommen, aber es kommt immer wieder. Im schlimmsten Fall mit jeder Periode.

Vielleicht sollte man nicht ihr nicht noch mehr irrationale Schuldgefühle einreden, dass ihre Entscheidung ein großer Fehler war! Schließlich gab es "Gründe genug" dafür, was auch verständlich ist in dieser Welt. Noch mehr Psychoterror hilft ihr jetzt jedenfalls nicht.

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Das ist sehr Traurig...ich danke dir das du dich so lieb um sie kümmerst .

Opfer von Abtreibung ist nicht nur das Kind ,sondern immer auch die Mutter und der Vater .

Deine Freundin ist im tiefsten Kern ihres Wesen verletzt .

Dass sie nun verzweifelt und nicht erleichtert ist, spricht für deine Freundin ,denn damit zeigt sie dass sie Seelisch Gesund war ...zumindestens vor der Abtreibung. Ich kann dir nur empfehlen deiner Freundin bei zustehen das Traumata der Abtreibung nicht zu verdrängen sondern sich den Tatsachen zu stellen.

Es gibt 5 Schritte der Heilung :

  • Erster Schritt: Die Frau sagt Ja zu ihrem Schmerz .

  • Zweiter Schritt: Die Frau nennt das vergangene beim Namen .

  • Dritter Schritt : die Frau gesteht ihre Schuld .

  • Vierter Schritt: Die Frau wünscht Versöhnung .

  • Fünfter Schritt : Die Frau will wieder gut machen .

Das grösste Problem für deine Freundin wird sein sich nun endlich selbst zu vertrauen und nicht mehr auf die Lügen der Abtreibung Industrie zu hören ,denn das was sie jetzt fühlt ,gibt es offiziell nicht.

Es wird als normaler Trauer deklariert und eingefordert die bald vorüber geht.......bald vorüberzugehen hat......

Dazu gibt es ein interessantes Buch von Theresa Burke , forbidden Grief (verbotene Trauer )

Hilfe bekommt ihr auch unter Verein " Rahel " im internet

Alles gute

Das sind übrigens meine Eigenen Erfahrungen....ich habe alles selbst durchlebt.....durchlitten und überwunden.

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Das sind übrigens meine Eigenen Erfahrungen....ich habe alles selbst durchlebt.....durchlitten und überwunden.

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Das kommt von einem sehr christlichen Standpunkt, woran erst mal nichts falsch ist - wenn aber das Mädchen keine christliche Weltanschauung hat, wird ihr das wahrscheinlich nicht helfen.

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Ich denke das einzige was du tun kannst ist, sei für sie da und hör ihr zu denn an der Tatsache ist ja nichts mehr zu ändern

es tut mir so leid, ich hab aus versehen das Thema Abtreibung versteckt...

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