Fazit Kindergeburtstag - Wie soll ich reagieren?

17 Antworten

Eine Familie, die ein anderes Kind zum Geburtstag einlädt, sollte sich vorher über Essensgewohnheiten des Kindes informieren, bzw. abklären, was das Kind essen darf und was nicht oder was es gerne isst und was gar nicht.

Man kann nicht davon ausgehen, dass Kinder es gewohnt sind, nur ungesunde Lebensmittel und Drinks zu sich zu nehmen.

Meine Kinder hätten z.B. die Pizza gegessen und die Drinks getrunken, aber es wäre nicht in meinem Sinne gewesen. Als wir noch zu Kindergeburtstagen eingeladen haben, habe ich immer auf gesunde Lebensmittel geachtet und nichts Fertiges in den Ofen geschoben oder gekauft. Bei uns gab es immer Selbstgekochtes und gute Obstsäfte und Mineralwasser aus Glasflaschen.

Eine Familie, die ein anderes Kind zum Geburtstag einlädt, sollte sich vorher über Essensgewohnheiten des Kindes informieren,

Na toll. Und dann gibt es 25 verschiedene Menuekarten für 25 Kinder. "Wir haben drei Veganer, 12 -vegetarier, 1 isst keinen Käse, 1 isst keine Schokolade, Ralphie isst nur Nudeln mit Spinat, Josefine isst keinen Spinat, dafür gerne Linsensuppe und Rita muss bei Einladungen immer ein Filetsteak vom Koberind serviert bekommen, mit karierten Servietten, versteht sich,..."

Meine Kinder hätten z.B. die Pizza gegessen und die Drinks getrunken, aber es wäre nicht in meinem Sinne gewesen.

Was meinst du, was deine KInder heimlich essen, wenn sie nur die Gelegenheit dazu haben.

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@Dahika

Man muss nur vielerlei Leckereien auf den Tisch stellen, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat, sich das zu holen, auf was es Lust hat.

Wir hatten auch schon muslimische Kinder zum Kindergeburtstag da, da verzichten wir natürlich auf Schweinefleisch und stellten selbtverständlich nur Hühnchenfleisch auf den Tisch. Ein anderes Kind aß gar nichts, aber das aß nie was bei anderen Leuten.

Das muss man respektieren.

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Ich würde mal mit deinem Sohn darüber sprechen. Also warum er keine Pizza wollte, wie es ihm gefallen hat und was so seine Gedanken und Gefühle dazu gewesen sind. Versuche ihn so besser kennen zu lernen und zu verstehen. In deiner Entscheidung was du ihn machen lässt und was nicht, solltest du auch auf jeden Fall seine Wünsche berücksichtigen.

Auf Anhieb würde ich sagen - wieso schreibst du hier nicht, wie dein Sohn den Geburtstag fand? Woher sollen wir wissen, ob du ihm etwas damit "antust", wenn du hingehen lässt oder ihm etwas "antust", wenn du ihn nicht gehen lässt?

Er scheint ja ohnehin schon als Außenseiter wahrgenommen zu werden, von daher erscheint es aus meiner Sicht eher fraglich, ob er überhaupt nochmal eingeladen werden würde.

Die Mutter fand sein Verhalten befremdlich und hat dir das mitgeteilt. Bezüglich des Essens - tja nun. Bezüglich seiner sozialen Interaktion in der Gruppe solltest du für den Tipp schlichtweg einfach dankbar sein und gut ist. Vielleicht gibt sich das von selbst, vielleicht musst du einfach ein Auge drauf haben, ob er tatsächlich Probleme mit seinen Freunden?, Klassenkameraden? hat - und wenn ja, warum.

Vielleicht wird da Kind sogar grade durch die mißtrauische Art der Mutter in diese Aussenseiterrolle gedrängt.

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@Urlewas

Mögliche Gründe gibt es viele - darüber ließe sich ewig spekulieren. Wichtig wäre aus meiner Sicht erstmal, ob der Sohn überhaupt so wahrgenommen hat. Vielleicht ist er auch schlicht etwas introvertierter und stört sich daran gar nicht - vielleicht ist es aber auch ein großes Thema für ihn.

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@Allyluna

Ich -"kenne" die Lebensgeschichte eines Mannes, der als kleiner Junge bei Geburtstagsfeiern auffiel, weil er nicht mit den andern Kindern herumtollte, sondern zur Mutter des Geburtstagskindes hinging und höflich fragte, ob sie ein Puzzlespiel für ihn hätte. Und dann hat er sich still vergnügt damit beschäftigt, Puzzles zu legen, während die anderen Kinder herumtobten. Seine eigene Mutter hat das stets akzeptiert. So war er nun mal.

tja, jetzt wird er bald 60 und ist ein berühmter Schauspieler in Film und Theater geworden. Er steht zur Zeit noch in London auf der Bühne,

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Nun, wieso reagieren?

Das Ding ist gelaufen und vorbei. Ich nehme mal an, dass eure Erziehung dafür zuständig ist, dass er die Wahl so getroffen hat wie er sie traf. Damit gibt es auch keinen Grund irgendwas zu klären.

Was den Jungen angeht würde ich halt schauen, ob er denn Spaß hatte und ob er denn dieses gern wiederholen würde.

Wenn ja dann könntet ihr beim nächsten Mal ja auch einfach besondere Essgewohnheiten abstimmen.

Was das mit dem Aussenseiter sein angeht, würde ich mal unkommentiert lassen.

Alle sin Allem, keine große Sache, Haken dran und gut ist.

Oh wow.... wen (edit) Mütter aufeinandertreffen... gehts auf Kosten der beteiligten Kinder.

Dir wurde also gesagt "Mir ist da was beunruhigendes am Verhalten deines Sohnes aufgefallen".

  • Dein Sohn ist laut ihrer Aussage also ein Aussenseiter, ein armer Spatz der nicht das angebotene "typischerweise von Kindern geliebte" Essen essen wollte (und auch nicht das angebotene Getränk). Und das macht ihn zum Aussenseiter.
  • "Wenn er doch nur mal probiert hätte, dann hätte er sicher gern mehr davon gehabt" (hach neee, echt jetzt? )

Deine jetzige Reaktion:

  • du willst dein Kind nie wieder auf ne Übernachtungsparty lassen/ nie wieder als Gast einer Kinderfeier eines anderen Kindes?

Wer von euch beiden übertreibt mehr? Jede auf ihre eigene Weise.

  • Die andere Frau: Sie übertreibt weil sie nur die Sicht ihrer eigenen Erfahrung kennt. Ja klar, sehr viele Kinder mögen Pizza. Aber nicht alle Kinder mögen den gleichen Betag. Und selbst Grundschüler können sehr pingelig sein wenns der "falsche" Belag ist. Als Gastgeber lernt man aus solchen Situationen, weiß dann das man beim nächsten Mal lieber auch noch Alternativen anbietet. Das Gleiche gilt für Softdrinks. Wer nur Fanta anbietet, weils eigene Kind nur Fanta trinkt, denkt nicht über den Tellerrand hinaus. Es gibt viele Kinder die keine Fanta trinken. Ihre Aussage "Das ist beunruhigend" ist der Knüller schlechthin. Ziemlich kleinkariert
  • Du: Jemand teilt dir eine subjektive Meinung aufgrund einer subjektiven Wahrnehmung mit. Du überträgst dies als "schlechte Erfahrung von dir" zu "eine schlechte Erfahrung deines Kindes". Du hast angefangen zu überlegen das du künftig deinem Kind jegliche weitere solcher sozialen Interaktionsmöglichkeiten verwehren willst. "Du willst.... ihm/dir... so etwas nicht nochmal antun".

Was zur ....? Was willst du ihnm/dir nicht nochmal antun? Spaß haben, soziale Interaktionen ausüben mit anderen Kindern? Die Erfahrung sammeln, das andere Kinder auch andere Dinge essen und trinken mögen? Die Erfahrung sammeln, das man nicht immer 1 zu 1 alles gleich gewohnt sein muss wie andere Leute? Die Erfahrung sammeln, das "anders" nicht automatisch "Aussenseiter" bedeutet?

Oder willst du dir(!) nicht nochmal antun das dich ein anderer Erwachsener versuchen köntne zurechtzuweisen/ sich in dein Leben/ deine Entscheidungen einmischt? Das wäre dann aber auf Kosten deines Kindes. Dein Kind müsste die Konsequenz dafür tragen? Nur weil du keine Lust auf sonstige möglcihe Interaktionen anders denkender Mütter hast.

Wie ich es gehandhabt hätte:

"herzlichen Dank für die offenen Augen. Mein Kind ist Fanta einfach nicht gewöhnt, lehnt solche Getränke von sich aus ab. Tut mir leid das ich nicht von vorneherein darauf hinwies das er nur Saft/ Sprudel trinkt".

"Oh und zur Pizza, Sie wissen ja wie mäkelig Kinder manchmal sein können. Vor allem wenn sie zum ersten Mal woanders übernachten. Ich würd mir da keine allzu großen Sorgen machen. Es sind letztlich ja Kinder, die werden früher oder später ihre aktuellen Lieblingsmahlzeiten von sich aus erweitern."

Edit: Und aus diesem Grund spricht man bei Einladungen zu Kindergeburtstagen (etc) vorab mit den Eltern der geladenen Gäste Nahrungsvorlieben (und Abneigungen) plus etwaige Allergien oder Ernährungsgewohnheiten durch. Um sich als Gastgeber darauf einstellen zu können!

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