Faust zwei Seelen im Prolog im Himmel?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"Angelegt" sind sie im Prolog im Himmel nicht, sondern werden nur zwischen dem "Herrn" und Mephisto erörtert: Der Herr glaubt, dass Faust sich "des rechten Weges voll bewusst ist", während Mephisto meint: " ...vom Himmel fordert er die schönsten Sterne -- Und von der Erde jede höchste Lust --- Und alle Näh und alle Ferne ...Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust. Freilch wird damit auch schon darauf hingewiesen, in welchem Zwiespalt Faust lebt: "..Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust ..." (gegen Ende des Osterspaziergangs mit Wagner, vor dem Auftauchen des Pudels, der sich später als Mephisto zu erkennen gibt).

Alles ist Energie.

Energie braucht + und -, m und w, Yang und Yin, um richtig zu funktionieren. Beides muss sich ergänzen. Beides ist bei Gott oder dem Universum bereits vorhanden. Beispiel: Denken ist m Energie, erfühlen w Energie. Nur m Energie, denken, ist zu kopflastig und nur w Energie, fühlen, ist zu gefühlsduselig. Nicht Yang, nicht Yin, sondern in der Mitte ist es am sichersten.

Wir machen auf 3 dim. Ebene den Fehler alles zu bewerten, beurteilen, verurteilen. Meist vorschnell urteilen. Vieles entpuppt sich später erst als Vorteil. Vieles bekommen wir als Herausforderung zum Lernen und Wachsen, damit wir auf die 6. Dimension wachsen.

3D ist im Ego verhaftet, nutzt Konditionierung, Muster, Masche, Masken. Jede Situation muss aber neu entschieden werden, durch einfühlen und überdenken, zum Wohle aller Beteiligten. Auf 6D hat der Mensch Nirvana erlangt.

Gott ist 1. Bei Gott ist alles +. + und - sind die 2 Seiten derselben Medaille.

Wir haben auf 3d, ichhaft, falsches Verständnis der Einheit.

Wer Nirvana erreicht hat, hat den Himmel in sich. Er ist Sein und glücklich und jagt nicht mehr dem Schein, dem Glück hinterher.

Es ist alles in uns. Aussen gibt es nichts wirklich.

Im Prolog heißt es ja:

"Fürwahr! er dient Euch auf besondre Weise.

Nicht irdisch ist des Toren Trank noch Speise.

Ihn treibt die Gärung in die Ferne,

Er ist sich seiner Tollheit halb bewußt;

Vom Himmel fordert er die schönsten Sterne

Und von der Erde jede höchste Lust,

Und alle Näh und alle Ferne

Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust."

Faust sei also gespalten, er wolle irdische Lust des Körpers (Nähe) und gleichzeitig die himmlischen Sterne (Ferne), also geistige und religiöse Erkenntnisse.

Was möchtest Du wissen?