Wie genau lautet die Wette zwischen Mephisto und Gott in Faust l?

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Vielleicht hilft das ja!

In Johann Wolfgang von Goethes Tragödie "Faust - Der Tragödie erster Teil" geht es um Mephisto, der mit Gott eine Wette abschließt. Er will es schaffen, den Wissenschaftler Dr. Faust in die Hände des Bösen zu schubsen. Gott willigt ein - der Einsatz ist Fausts Seele, die Mephisto bekommt, sofern Faust sich in einen schlechten Menschen verwandelt.

http://www.literatur-wissen.net/faust-goethe.html

An alle , die denken, dass Mephisto mit Gott eine Wette eingeht :Mit Gott kann man NICHT wetten. Er ist laut Goethe der Schöpfer von allem, auch vom Teufel. Deshalb kann M. lediglich mit dem Herren nur einen Pakt eingehen , aber Gott weiß , dass er nicht verlieren kann ,da Mephisto indirekt Faust anspornt immer weiter zu machen bzw. immer weiter nach der allumfassenden Erkenntnis zu forschen.Der Pakt von Mephisto und Gott besagt also dass M. an Gottes Fähigkeiten zweifelt und der Meinung ist, eine Person auf die böse Seite zu ziehen.Zu der WETTE zwischen M. und F.:M. schlägt F. sein Diener im Diesseits zu sein, dafür muss Fausts Seele nach dem Tod Mephisto für immer dienen.Faust ist es egal was nach seinem Tod mit ihm passiert deshalb geht er erstmals nicht auf die Wette ein. Wenn aber M. ihm die allumfassende Erkenntnis zeigt, wäre er bereit nach seinem Tod Mephisto zu dienen.Mephisto geht diese Wette ein , denn er erhofft sich, wenn er ihm ein Leben außerhalb der Bücher zeigt, dass dies Faust im innersten befriedigen kann und somit die Wette als auch den Pakt gewinnt, weil Faust nicht mehr auf der Suche nach dem ist, was die Welt im Innersten zusammenhält, und sich einfach "zurück legen" kann.Somit würde M. gewinnen und Gottes Schöpfungplan durcheinander bringen.Jeder der dieses Werk gelesen hat, weiß ja wie es endet.

Du hast völlig recht, es kommt gar nicht zu einer Wette zwischen dem Herrn und Mephisto, obwohl so etwas vielerorts behauptet wird von Leuten, die den Text gar nicht oder flüchtig gelesen haben!

Mephisto bietet die Wette, aber der Herr geht nicht darauf ein, das ist völlig klar. Der Herr kann ja nicht mit einem wetten, der zu seiner Schöpfung gehört, und den er obendrein zu seinem Zweck einsetzt!

Die eigentliche Wette in Faust I findet zwischen Faust und Mephisto statt, und zwar als Erneuerung des traditionellen Pakt-Motivs: Mephisto, der einseitig programmiert ist, kann hier nur das Alte, Bekannte anbieten, aber Faust überrascht ihn mit seiner Herausforderung: "Wenn ich zum Augenblcik sage..."

Mephisto, der sich seiner Sache sicher ist, weil er eben einseitig programmiert ist (= unreflexiv), und deshalb auch gar nicht gemerkt hat, dass der Herr seinem Angebot ausgewichen ist, geht unbedachterweise auf diese von Faust durchgesetzte Wette ein.

@pinkpinguin: Danke für das Kompliment!

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