wie lautet die Wette zwischen Herr und Mephisto???

3 Antworten

Es gibt keine Wette.

Eine Wette wird im Prolog im Himmel von Mephisto angeboten, auf die geht aber der Herr selbstverständlich nicht ein (schon deshab, weil er in die Zukunft sieht).

Diese Unmöglichkeit formuliert Mephisto selbst, ohne zu ahnen, was er da sagt:

Was wettet Ihr?

(...)

Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt...

Erlaubnis und Wette sind zwei unversöhnliche Kategorien, da Erlaubnis eine Hierarchie postuliert.

Der Herr fährt denn auch nach dieser Logik fort ("sei's dir nicht verboten") und nimmt das Wette-Angebot überhaupt nicht zur Kenntnis.


 

Als Antagonist in Johann Wolfgang Goethes Faust-Tragödie (Urfaust, Faust I, Faust II) versucht Mephisto eine Wette mit Gott
abzuschließen. Er sagt, es werde ihm gelingen, den Doktor Heinrich
Faust vom rechten Wege abzubringen. Nach einer folgenden Abmachung mit
Faust selbst wäre dies alsdann gelungen, wenn Faust einen Augenblick so
schön findet, dass er ihn auf Dauer festhalten möchte.

wikipedia

Er versucht es, aber eine Wette gibt es nicht.

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Mephisto wettet, dass es ihm gelingt, den geistigen Sucher Faust für flache Genüsse und Gelüste zu interessieren, so dass Faust am Ende in ihnen Genüge findet: "Staub soll er fressen, und das mit Lust."

Der Herr hält dagegen und vertraut auf Fausts moralischen Kompass.

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