Ich verstehe nicht ganz den Pakt zwischen Faust und Mephisto?

1 Antwort

Auf Fausts Seite sind die Motive zweigespalten. Erstens verzweifelt er noch immer daran, nicht zu höherer Erkenntnis gelangen zu können, andererseits möchte er endlich wieder menschliche Freuden (Sex, Lust, Glück, triviales Vergnügen) empfinden können, was ihm die Wissenschaft und die Erkenntnissuche unmöglich gemacht haben. Er bezweifelt zwar, dass Mephisto in der Lage ist, ihn in eine Glückssituation zu versetzen, nutzt dies jedoch um dem Pakt die Klausel hinzuzufügen, dass seine Seele erst dann Mephisto gehört, wenn er tatsächlich glücklich ist (Werd ich zum Augenblicke sagen....) Er denkt sich also, salopp formuliert: Ich kanns ja mal versuchen, und wenns nicht klappt, dann hab ich nichts verloren. Auf Mephistos Seite sieht der Fall anders aus: Er langweilt sich, weil alle Menschen eigentlich stupide sind und reihenweise der Sünde ergeben sind ohne dass er dazu beiträgt. Faust, der rechtschaffende und vor allem intelligente Doktor stellt eine Herausforderung für ihn da, die ihm kurzweilig erscheint. Außerdem geht es ihm darum, sich aus dem System der Gottesschöpfung, deren Teil er ist, zu befreien, indem er die Wette gewinnt.

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