Eu Erweiterung pro und kontra Argumente?

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4 Antworten

Hei, einhorn766, die EU von heute ist so etwas wie eine unvollendete Sinfonie oder ein halbes Orchester: Sie spielen zwar schon (manchmal) ganz schön zusammen, aber fertig ist das mit 28 Staaten noch lange nicht. Es stehen zu viele außen vor, als dass "das gemeinsame Haus" Wirklichkeit werden kann. Und das bedeutet: Chancengleichheit für alle, gleiches Lebens- und Wirtschafts-m und Bildungsniveau vom Atlantik bis zum Ural, damit Europa wirklich zu Ruhe kommt.

Das bedarf noch viiiiel Arbeit, und es ist zweifelhaft, dass es den Staatsleuten je gelingt, denn nationale Interessen, Partikularismus, Futterneid und Geiz bremsen die EU tagtäglich aus. Wenn es noch mehr Länder werden sollten, kann die Krise unter solch obwaltenden Bedingungen nur wachsen. Die Devise also: Erst einmal das vorhandene Gebilde so stabilisieren, dass es seine Strahlkraft wieder erlangt und bereit und fähig ist, tatsächlich Solidarität der Völker untereinander auch zu leben.

Und so. Grüße!. 

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Guten Abend Einhorn,

das im Moment wesentlichste Argument gegen eine Erweiterung der Europäischen Union (EU) ist, dass die EU zurzeit nicht handlungsfähig ist, wie am Beispiel des Vetos Belgiens zur Ratifizierung fertig verhandelten Handelsabkommens CETA zu sehen ist.

Zunächst müsste die Handlungsfähigkeit der EU als Supranationales Staatenbündnis sichergestellt werden und hierzu müssten die einzelnen Mitgleidstaaten (MS), gegenwärtig 28, bald 27, zunächst einen Konsenz über eine gemeinsame Verfassung finden, deren Entwurf in den Jahren 2003 und 2004 am Veto Frankreichs und der Niederlande scheiterte.

Dieses Unterfange dürfte bereits mit 27 MS schwer genug werden. Es war vielleicht ein immenser Fehler eine entsprechende Verfassung nicht bereits zur Gründung der EU zu verabschieden und allen möglichen Beitrittskandidaten die verbindliche Anerkennung dieser als Grundvoraussetzung für den Beginn von Beitrittsverhandlungen abzuverlangen.

Dennoch sind weitere Beitritte zur EU, wie beispielsweise der von Montenegro oder der Beitritt Serbiens sinnvoll, um den europäischen Gedanken zu manifestieren und natürlich auch, um den Binnenmarkt weiter zu stärken. Montenegro (rund 750.000 Einwohner) und Serbien (rund 7,2 Millionen Einwohner) würden diesem um rund 8 Millionen Menschen erweitern.

Dennoch ist bei weiteren Beitritten auch Fingespitzengefühl gefragt, um andere MS nicht gegebenenfalls damit zum Austritt zu bewegen. Beispielweise im Falle Großbritaniens waren xenophobische Tendenzen vor allem in der englischen Bevölkerung ausschlaggebend für den sogenannten "Brexit". Es gilt nunmal die Freizügigkeit und diese ist nicht verhandelbar. Insofern könnten Staaten wie die Niederlande, Finnland oder Frankreich sich unter Umständen von der EU entfernen, wenn zu viele Staaten zur EU hinzustoßen. 

Aus jenem Grunde wurde die sogenannte "Osterweiterung" im Jahre 2004 in vielen "westlichen" Staaten kritisch gesehen.

Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.

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Die EU Erweiterung ging aus meiner Sicht zu schnell voran. Man hat Länder ohne genauer hinzuschauen ,aufgenommen. Z.B. Griechenland. Es geht der Merkel eher um Masse, als um Klasse. Das Problem der EU ist, dass es oft an Einigkeit fehlt, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Bevor man ein Land in diesen Staatenbund aufnimmt, sollte dieses Land wirtschaftlich und finanziell nicht von Anfang an am Geldtropf Brüssels hängen müssen. Warenaustausch kann dennoch erfolgen, auch wenn es sich noch nicht um ein EU Mitglied handelt. Ein weiteres Problem ist, dass die einzelnen Länder viel ihrer Eigenständigkeit aufgeben müssen und sich einer "Zentralregierung" in Brüssel anpassen müssen. Hier zeigen sich Hürden auf, die im Einzelfall nicht zu überwinden sind. Beispiel BREXIT. Es könnten noch andere Länder in Zukunft folgen, die sich dem Diktat Brüssels nicht weiter unterwerfen werden.Bis ein wirklich "vereinigtes " Europa entstanden ist, so das jemals möglich ist, werden noch Jahrzehnte vergehen. Funktionieren wird das auch nur, wenn in allen EU Ländern ein einheitliches Steuersystem greift und davon ist man weit entfernt. Der EURO ist ein weiterer Hemmschuh. Kein Land kann seine Währung seinen wirtschaftlichen Verhältnissen anpassen,. also auf und abwerten, was sehr wichtig wäre. Das geht mit dem EURO nicht und darin sehe ich ein weiteres Problem. Ob sich der EURO auf Dauer halten lässt ist für mich fraglich. Länder wie Griechenland sind eine Herausforderung der besonderen Art. Kommen weitere hinzu wie Griechenland, dann dürfte das auch für Brüssel eng werden und somit auch für uns.

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Du willst morgen an der Arbeit die EU erweitern? Das klappt so nicht.

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Kommentar von einhorn766
27.10.2016, 17:14

Kannst du nicht lesen ?

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Kommentar von MatthiasHerz
27.10.2016, 17:26

Die Frage ist ziemlich sinnfrei.

Könnte ich nicht nicht lesen, könnte ich auch nicht lesen, was mich da schriftlich fragst.

Schnapp Dir ein Lexikon mit dem Thema EU und lies über die regelmäßigen Erweiterungen. Dort findest bestimmt genug Informationen für Deine Klausur.

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