Zunächst ist die Fragestellung selbst bereits vorurteilhaft, da sie impliziert, dass ausschließlich Menschen, die Voruteile gegenüber des Islams haben, und darüber hinaus auch ungebildet sind, dem Islam kritisch gegenüberstehen.

Was den Kern der Frage betrifft, i.e. warum der Islam bei einigen Menschen in Deutschland und Europa auf Ablehnung oder Misstrauen stößt, so sind hier viele Gründe aufzuzählen.

Zunächst religiöse Gründe: Der Islam ist wie das Christentum zunächst ein expansive Religion. Deutschland ist seit Jahrhunderten christlich gerpägt, daher ist das Expandieren des Christenstums nach Europa zeitlich deutlich früher geglückt. Nun weitet sich mit dem Islam die zweite expansive Religion nach Europa aus, was dann auf Widerstand stößt.

Grundsätzlich beruht der Islam wie auch das Christentum auf Frieden, was jedoch keineswegs bedeutet, dass jene Religionen friedlich ausgeübt werden. So wurden in der Vergangnheit beide Religionen gerne als Ermächtigung für Kriege und Gewalt benutzt, was wir eben auch in der Gegenwart erleben. Durch die vorhandene Gewaltbereitschaft eines Teils seiner Anhänger hat der Islam Gründe geliefert die in Ablehnung resultieren.

Insofern wäre es (wie bei diversen anderen Themen auch) wichtig, genau zu differenzieren und nicht in Schemen zu denken. Selbstverständlich ist nicht jeder gläubige Moslem ein islamischer Terrorist. Genauso wenig sind Menschen, welche dem Islam kritisch gegenüberstehen, vorurteilshaft und ungebildet.

Nur durch eine Abwägung aller Umstände des Einzelfalls ist ein Diskurs möglich und dieser sollte das Ziel sein.

...zur Antwort
Es ist notwendig, dass der Forst wegmuss, weil

(...) die zuvor regierende rot- grüne Landesregierung (Kraft) im Jahre 2016 entschieden hat, dass die Tagebaue Hambach und Inden vollumfänglich von der Eigentümerin (i.e. RWE AG) weiter werden dürfen und schwarz-gelbe Landesregierung (Laschet) diese Entscheidung übernommen hat.

Dass die Entscheidungen angesichts des daraus resultierenden Umweltschadens äußerst unglücklich sind, spielt aus juristischer Sicht keine Rolle, da weder die rot-gründe Landesregierung diese Entscheidung treffen, noch die nachfolgende schwarz-gelbe Landesregierung dies hätte übernehmen müssen.

Von daher verstehe ich die Haltung der Grünen nicht, die Rodung des Hambacher Forstes nun zu kritisieren, wenn sie diese in der Regierungsverantwortung hätten verhindern können.

Die RWE AG ist juristisch im Recht und wird auf den aus dem Kohleabbau entstehenden Gewinn nur dann verzichten, wenn sie in gleicher Höhe finanziell entschädigt würde. So wäre es bsp. möglich, RWE das Grundstück im Zuge der Rpivatautonomie abzukaufen (dies dürfte allerdings etwas teurer werden).

...zur Antwort

Guten Tag,

das ist eine berechtigte Frage, die sich nur schwer vollumfassend und in der gebotenen Kürze beatnworten lässt.

Vorweg: Ja, Erdogan hat diesbezüglich definitiv ein gewichtiges Argument gegenüber der EU.

Dies liegt daran, dass die EU durch die Flüchtlingskrise in schwieriges politisches Fahrwasser geraten ist. Das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU (i.e. "Brexit"), die Spaltung der EU in Befürworter und Gegener der Migrationspolitik, inklusive des Widerstands der sog. Visegrad-Gruppe, das Erstarken nationaler Bewegungen in ganz Europa (i.e. Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Dänemark, jüngst Schweden, Finnland, Lettland, Österreich, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Italien und auch in Deutschland), zunehmende Skepsis gegenüber der EU, das Erschweren der Regierungsbildungen oder die Überlastung der jeweiligen nationalen Behörden, etc., all' das würde sich rapide präkarisieren, wenn die Türkei im Rahmen des Flüchtlingsabkommens nicht mehr die Grenze zur EU geschlossen hielte.

Länder wie Griechenland oder Italien können aufgrund der Überlastung keine weiteren Migranten aufnehmen (das Italien kommt noch vehmenter Unwille hinzu) die Osteuropäischen Länder haben bislang bereits die Aufnahme geringer Anzahlen von Migranten abgelehnt, daher blieben weitestgehend nur die klassischen Migrationsziele, Deutschland und Frankreich. Wege böten sich immer, da die sog. Balkanroute über Umwege umgangen werden könnte.

Dem ist sich auch die Bundesregierung bewusst, die allerdings politisch ohnehin bereits "stehend K.O." ist und weiteren Imponderabilien nicht gewachsen ist.

Zudem stellt sich doch auch die Frage, wann die Migrationsbewegungen beendet sind, bzw. ob nach den in der Trükei wartenden Migranten bei Öffnung der Grenze seitens der Türkei nicht wieder wie zuvor Migranten in größerer Anzahl nachkommen.

Auf all diese Fragen scheint die Bundesregierung keine Lösung zu finden und daher hat Erdogan diesbezüglich ein starkes Druckmittel.

...zur Antwort

Guten Abend,

für einen Einsatz der Bundeswehr in Syrien (sofern ich die Frage richtig verstanden habe) spricht überhaupt nichts.

Bereits das bloße Erwägen dieser Möglichkeit mutet abenteuerlich an.

Erst vor wengien Monaten war die mangelhafte Ausrüstung und die schlechte Organisation der Bundeswehr Gegenstand der öffentlichen Debatte und nun soll (nach Ansicht mancher) jene Bundeswehr an einem der gefährlichsten militärischen Konflikte der Welt partizipieren und das ohne völkerrechtlichem Mandat.

Darüber hinaus muss sich doch die Frage stellen, was die Bundeswehr konkret vor Ort bewirken soll? Eine Unterstützung der syrischen Regierung ist angesichts der militärischen Situation überhaupt nicht notwendig. Eine Unterstüzung der Rebellen ist sowohl moralisch als auch militärisch äußerst fragwürdig. Moralisch, weil hierbei, unter anderem aufgrund der unübersichtlichen Lage vor Ort, zwangsläufig, wenigstens mittelbar, auch Al-Quaida nahe Organisationen unterstützt würden, die gleichzeitig seit Jahren bekämpft werden. Militärisch, da ein offenen Konflikt mit Russland drohen könnte, wenn Rebellen russische Kampfflugzeuge unter Beschuss nehmen.

Die Option der Teilnahme der Bundeswehr an diesem Konflikt halte ich für absolut verantwortungslos.

...zur Antwort

Das hängt meines Erachtens damit zusammen, dass Politik (weitestgehend unabhängig der jeweiligen politischen Ausrichtung) dem gesellschaftlichen Wandel unterzogen ist, da Politik aus der Gesellschaft und ihren Ansichten entsteht.

Demgemäß ist auch Nationalismus, Konservativismus oder Wirtschaftsliberalismus Teil jener sich verändernden gesellschaftlichen Ansichten, weswegen eine bekennend homosexuelle Akademikerin als Co-Vorsitzende der AfD Bundestagsfraktion in der Partei akzeptiert ist, da in Bezug auf die wesentliche politische Ausrichtung dieselben Ansichten vertritt.

So ist auch zu erklären, warum Petr Bystron, ein Politiker tschechischer Herkunft (also ein "Ausländer"), zunächst Landesvorsitzender der AfD in Bayern war und nun Bundestagsabgeordneter ist.

...zur Antwort
Nein

In Deutschland sind Religion und Staat von einander getrennt. Gemäß diesem Prinzip der Säkularisation kann der Islam (wie auch jede andere Glaubensgemeinschaft) nicht zum Staat gehören. Der Glaube ist eine höchst private Sache und kann nicht an ein Land gekoppelt werden, im dem viele verschiedene Religionen und Weltanschauungen (die zum Teil nicht miteinander vereinbar sind) vertreten sind.

...zur Antwort

Guten Tag,

zunächst mal war die Türkei bislang nicht Fußball-Weltmeister. Du scheinst das Erfolgserlebnis mit dem Dritten Platz, den die Türkei bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2002 erreicht hat, zu verwechseln.

Mit Blick auf den aktuellen Kader der Türkei ist festzustellen, dass mit Yusuf Yazici, Caglar Söyüncu und vor allem Cengiz Ünder drei herausragende Talente für die türkische Nationalmannschaft spielen, die noch enormes Entwicklungspotenzial haben, allerdings sind das so ziemlich alle, die im internationalen Vergleich auf höheren Ebenen mithalten können (oder könnten). Malli zähle ich nicht mehr dazu, da er sich seit seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg rapide verschelchtert hat.

Gleichzeitig bringen Nationalmannschaften wie Spanien, Frankreich, Argentinien oder Italien sehr hoffnungsvolle Talente hervor und haben einen beträchtlichen Vorsprung gegenüber anderen Nationalmannschaften.

Insofern ist nicht davon auszugehen, dass die Türkei mittelfristig, also in vier oder in acht Jahren, bei den Weltmeisterschaften eine entscheidende Rolle spielt. Mal sehen, wie sich der Nationalmannschaftsfußball entwickelt.

...zur Antwort

Guten Tag,

selbstverständlich waren die Kreuzzüge als Instrument der Machtausdehnung und der Machterhaltung gedacht. Sie waren lediglich unter dem Vorwand "die richtige Reglion zu verbreiten" getarnt.

Auch Religionsgemeinschaften haben ein Interesse daran ihren Einfluss und ihren Machtbereich stetig zu erweitern.

Denn Macht bringt Geld und Geld:
http://www.tagesschau.de/inland/katholische-kirche-bonn-101.html

...zur Antwort

Guten Abend,

was deinem Freund wiederfährt ist eine Form von Stigmatisierung aufgrund einer bestimmten ethnischen Zugehörigkeit, die als rassistisch eingeordnet werden kann.

Hier ist dann fraglich in welcher Form die Beleidigungen stattfinden. Die Feststellung, dass Kurdistan (noch) kein Land, sondern eine autonome Region ist mag zutreffend sein, allerdings darf dies nicht zur Abwertung einer Ethnie verwendet werden.

Sollten hier andere Beleidigungen die eben auf eine bewusste Abwertung einer Ethnie idF der kurdischen Ethnie abzielen verwendet werden, würde meines Erachtens eine Strafanzeige wegen Beleidigung (nach § 185 StGB strafbar) stellen, da diese zur Ehrverletzung verwendet wurde.

Zudem würde eine Strafanzeige beim betroffenen einen Denkprozess auslösen und die Schule (so habe ich den Sachverhalt jedenfalls verstanden) wäre gezwungen diesbezüglich Stellung zu nehmen, wenn sich die Straftat im Rahmen des Schulbesuchs zugetragen hat.

...zur Antwort

Guten Tag,

was du beschreibst ist eine direkte Form der Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen, genauer eine sexuelle Diskriminierung.

Grundsätzlich muss es jedem Menschen unabhängig von seinem jeweiligen Geschlecht frei stehen, seine bzw. ihre Sexualität frei und selbstbestimmt auszuleben, schließlich ist die eigene Sexualität einer der privatesten und intimsten Bereiche des Lebens eines menschlichen Individuums.

Auch ich kenne dieses Problem aus dem Freundeskreis, dass zwischen Männern und Frauen (vor allem im islamischen Kulturkreis) in einigen Fällen mit zweilei Maß gemessen wird, da der Patriarchismus hier häufig stark verankert ist.

Auf diese Weise fällt es den Männern leichter, Frauen zu beherrschen und über sie zu bestimmen. Dies war in Deutschland ebenfalls der Fall, bis die sexuelle Revolution (ungefähr ab den 1960er Jahren) einen radikalen Wandel der öffentlichen Moral zum Thema "Sex" bewirkt hat.

Diese hatte eine Enttabuisierung des "Sex" sowie eine daraus resultierende Toleranz gegenüber den vielfältigen sexuellen Orientierungen und damit ein Ende des sog. "Speißbürgertums" zur Folge.

Meiner Meinung nach solltest du dir nicht von deiner Familie vorschreiben lassen, wie du deine Sexualität auslebst. Eine Ungleichbehanldung zwischen Frauen und Männern ist nicht mehr zeitgemäß und wird darüber hinaus mittelfristig auch nicht fortbestehen können, da Ungerechtikeit (in welcher Form auch immer) einer zunehmend aufgeklärten Menschheit nicht mehr so einfach zu vermitteln ist und immer entschiedener abgelehnt wird.

...zur Antwort

Guten Tag,

meines Erachtens wäre Juve verdient weitergekommen, wenn der Schiedrichter nicht interveniert hätte. Weder der Elfmeter, noch die rote Karte für Buffon waren meiner Meinung nach zwingend notwendig und hätten mit etwas Fingerspitzengefühl seitens des Schiedsrichters vermieden werden können.

Schließlich wollen wir als Fußballfans ein aufregendes und spannendes Spiel verfolgen, das nicht durch unnötige Sanktionen der Referees beeinflusst wird.

Ich bin der Auffassung, dass eine Verlängerung gestern Abend Juventus als verdienten Sieger dieses Viertelfinals hervorgebracht hätte und Juve auch sehr gute Chancen auf den Gewinn des Europa Cups gehabt hätte, nachdem diese Mannschaft gestern in Madrid eine ungeheuer große Moral bewiesen hat. Es gibt nicht viele Mannschaften, welche Real im Bernabéu so dominiert haben.

...zur Antwort

Guten Tag,

meiner Meinung nach liegt dies ganz einfach daran, dass es keinen Allah, bzw. keinen Gott, bzw. kein übersinnliches Wesen gibt, welches als eine Art Vaterfigur und unsichtbarer Beschützer die Menschheit vor allem Grauen und Übel bewahrt.

Aus meiner Sicht ist es aber logisch, dass wir Menschen uns ein entsprechendes Wesen wünschen, um uns zu beschützen, uns die Angst vor dem Ungewissen (u.a. dem Tod) zu nehmen und um es uns zu ermöglichen eine immer komplexer werdende Welt und Weltgemeinschaft einzuordnen.

Die Gefahr welche ich darin sehe ist eine Form der Rechtfertigung. Der Krieg gegen XX und XY ist nicht schlimm, da der vermeintliche Wille jenes übersinnlichen Wesens ist. Dies verhindert schließlich, dass wir entschiedener selbst für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt eintreten.

...zur Antwort

Zunächst mal fehlt uns in Deutschland zu einem großen Teil das deduktive Verständnis, um zu begreifen, dass die Bevölkerung in Russland weit überwiegend zufrieden mit Putins Politik ist, was meines Erachtens das Entscheidende ist.

Es steht niemandem zu, sich in die inneren Angeleheiten eines anderen Staates einzumischen. Leider findet dies in Deutschland häufig statt.

Die Dämonisierung Russlands, welche seit enigen Jahren wieder verstärkt stattfindet, sehe ich in der Tat problematisch.

Sie erfüllt den Zweck der Abgrenzung, "Wir gegen Die", also eine Form des Populismus, um den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu stärken und kritische Fragen geschickt zu unterbinden, schließlich droht eine vermeintliche Gefahr von außen.

Hierzu tendieren Regierungen vor allem dann, wenn sie in der Bevölkerung schwindenden Rückhalt befürchten, wie wir dies aktuell in Großbritanien, den USA und auch Deutschland sehen. Jene Länder, die auch beispielsweise im Fall des vergifteten Doppelagenten Sergej Skripal, in kürzester Zeit Sanktionen gegenüber Russland ausgesprochen haben, obgleich zu keiner Zeit schlüssige Beweise für eine Schuld oder eine Beteiligung Russlands an dem Sachverhalt vorlagen.

Versuche dieser Art gehen immer wieder von den USA aus, die ein Interesse an der Isolation Russlands haben. Leider beteiligen sich Staaten der EU immer häufiger an dieser Polemik.

Es wäre wünschenswert, dass die Bundesregierung (wie auch Frankreich) sich endlich von der Eskalationspolitik Trumps, bzw. der USA (vgl. Vorgaben im Rüstungsetat) emanzipiert und das Verhältnis gegenüber Russland zum Wohle aller verbessert.

...zur Antwort

Guten Tag,

zunächst rate ich an, vom Vergleichsdenken wegzukommen, da dieses nicht zielführend ist, schließlich wird beihnah jeder Menschen in irgendeiner Kategorie von jemand anderem übertroffen. Dies bedeutet nicht zwangsläufig in der jeweiligen Kategorie schlecht zu sein, nur weil jemand anderer hier besser ist.

Des Weiteren ist der Begriff "Talent" nicht konkret definierbar. Was du aufgezählt hast, sind lediglich Auszüge aus dem Universum der verschiedenen Talente. Insofern ist davon auszugehen, dass du dein konkretes Talent lediglich noch nicht gefunden hast.

Ob du, wie du angibst "mega hässlich" bist, kann ich nicht beurteilen. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass es sich bei deiner Einschätzung einerseits um einen subjektiven (und gegebenenfalls um einen leicht verfälschten) Eindruck aus deiner Perspektive handelt und andererseits um eine vorübergehende Einschätzung.

Ich unterstelle mal, dass sich dein äußeres Erscheinungsbild in den nächsten Jahren noch etwas wandeln wird und du künftig mit dir selbst zufriedener sein wirst.

Wichtig ist, Veränderung anzunehmen und zu suchen.

Viel Erfolg dabei!

...zur Antwort
Ich bin Bayer und will ein freies Bayern!

Guten Abend,

zunächst sei angemerkt, dass Hass und derartige Emotionen in politischen Diskussionen Rolle spielen dürfen.

Um dem Rahmen dieser Plattform gerecht zu werden, versuche ich ein paar wesentliche Gründe in der gebotenen Kürze wiederzugeben.

Manche Menschen in Bayern streben aus unterschiedlichen Gründen eine Unabhängigkeit von der Bundesrepublik an.

Zum einen sind die Bayern aus ethnischen und kulturellen Gesichtspunkten (sie gehören zu den keltischen Volksstämmen, wie Österreicher, Franzosen, Iren oder Schotten) ein anderes Volk als die Deutschen und zum anderen missfällt es vielen Bayern für ihre Sprache belächelt zu werden. Beim Bayrischen handelt es sich schließlich (wie auch bspw. beim Friesischen) um eine eigene Sprache, mit eigener Grammatik, über welche von der EU auch hinsichtlich einer Schutzfähigkeit beraten wird.

Auch historische Gründe dürfen bei dieser Frage nicht vernachlässigt werden. Der Anschluss Bayerns an Deutschland geschah nicht etwa freiwillig, sondern durch Zwang von Seiten Bismarcks, der dem damaligen König von Bayern mit einer militärischen Intervention für den Fall drohte, dass sich Bayern weigerte.

Des Weiteren sind finanzielle Faktoren, wie so häufig, auch ein Grund. Der Länderfinanzausgleich belastet Bayern p.a. mit 5,5 Milliarden Euro. Dieses Geld sähen die Bayern lieber in ihre eigene Infrastruktur investiert.

Diese Auffassung wird durch einen Trend verstärkt der zurzeit in mehreren Bereichen in Europa zu verzeichnen ist: Der Wunsch nach Selbstbestimmung.

So erklärt sich die Situation in Katalonien, in Schottland, Flandern, Wallonien, Padanien, Sizilien, Venetien, Sardinien, Korsika und weitere. Auch außerhalb Europas bestehen entsprechende Sezessionsbestrebungen mit Kurdistan, Abchasien, Transnistrien oder Bergkarabach um nur einige zu nennen.

Aus meiner Sicht ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker das überragende Recht, welches den Völkern (unter gewissen Voraussetzungen) aus nachvollziehbarem Grunde gegeben wurde.

Deswegen spreche ich mich für eine Unabhängigkeit Bayerns von der BRD aus, ohne jedoch irgendeine Form von Hass gegenüber den Deutschen zu empfinden (zumal ich selbst in Bayern, bzw. in Deutschland eingebürgert wurde).

...zur Antwort

Meiner Meinung nach ist der Unabhängigkeit Kataloniens nicht mehr aufzuhalten.

Der Wille der Bevölkerung Kataloniens nach einem eigenen Staat ist immens groß und durch die Ablehnung des Referendums von Seiten der Zentralregierung in Madrid ist die Mobilisierung der Katalanen noch etwas stärker geworden.

An der Abhaltung des Unabhängigkeitsreferendums (am 1. Oktober 2017) besteht kein Zweifel. Auch das Ergebnis wird wohl eindeutig Richtung Trennung von Spanien ausschlagen.

Im Anschluss wird verhandelt werden müssen. Dies sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

...zur Antwort

Guten Abend,

meiner Meinung nach ist die Staatsgründung Kurdistans überhaupt nicht mehr aufzuhalten und somit stark davon auszugehen, dass diese vollzogen wird.

Beim Unabh deutlichen Mehrheit für die Gründung eines eigenen kurdischen Staates zu rechnen.

Was die Nachbarländer angeht, so werden die, welche zunächst die
Gründung eines kurdisches Staates unterdrücken möchten, lernen müssen,
sich mit dem neuen Nachbarn zu arrangieren.

Schließlich hat die Geschichte gezeigt, dass Unabhängigkeitsbetrebungen eines Volkes nicht dauerhaft unterdrückt werden können, (i.e. Südsudan, Kosovo, Slowakei, Kroatien, Bosnien und Hercegowina um nur einige zu nennen). Lediglich der Irak (unmittelbar betroffen auf Grund von Gebietsverlusten) und die Türkei auf Grund der abstrakten Ängste vor einem kurdischen Staat und eventuell damit einhergehendem Gebietsverlust in der Zukunft sind gegen die Unabhängigkeit Kurdistans. Dies ist jedoch aus völkerrechtlicher Sicht unerheblich.

Dass die Europäische Union (EU) pauschal gegen die Unabhängigkeit Kurdistans ist, kann ich nicht erkennen. Meines Wissen besteht kein eindeutiges Abkommen über die Haltung ggü. Kurdistan. Vermutlich wird die EU zuwarten und verfolgen, wie sich die Lage entwickeln wird.

Die USA sind lediglich aus kriegstaktischen Gründen momentan gegen eine Unabhängigkeitserklärung, die gegen den Willen des Irak ausgesprochen werden würde. Sollte jedoch hierbei eine Einigung erreicht werden, so ist davon auszugehen, dass die USA diese mittragen werden.

Ich persönlich würde es den Kurden wünschen und sehe auch überragende
Chancen für die Region, was nachhaltige Stabilität und Frieden angeht.

...zur Antwort