Elektro Unterverteilung

8 Antworten

also was du hier hast, ist ein ganz klassisches TN-C System. das wurde früher bei größeren Leistungen immer genutzt. PE und N sind ein und der selbe draht. das hat aber auch gewisse schattenseiten. deswegen solltest du folgende richtlinien beachten:

1.) sicherstellen, dass das kabel zugangsseitg NICHT an einem FI hängt. bei einem TN-C System praktisch schon mal ausgeschlossen

abgangsseitig einen FI-Schalter mit einer maximalen Auslöseschwelle von 30 mA verwenden. dein PE/N Leiter kommt auf die PE Schiene der neuen Verteilung. von dort aus ziehst Du einen N zum Eingang des FI, vom Abgang des FI aus einen weiteren N zu deiner neutralleiterschiene. hinter dem ganzen wird regulär weiter verdrahtet. sprich 3(5)adrig

je nach dem Querschnitt deiner Zuleitung und der zu erwartenden Belastung muss noch ein Anschluss an den Potentialausgleich gelegt werden. bei Kupferleitungen gibt es hier eine Untergrenze von 10 mm² ab der eine solche Leitung betrieben werden darf, wie es bei alu aussieht, weiß ich gerade nicht. aber deutlich mehr als 10 mm² sollten es schon sein.

was deine abgangssicehrungen betrifft: für 16 A CEE steckdosen verwende einen Automaten 3polig schaltend C16, für Lichtstromkreise verwende bitte einpolige B16 Automaten (bei 2,5 mm² abgangsqzerschnitt, bei 1,5 mm³ bitte B13 !

zugangsseitig absichern ist etwas schwieriger. hier müsste ich wissen, wei lang die leitung ist, und wo sie verlegt ist. und gaaaanz wichtig, welchen querschnitt sie nun effektiv hat. fakt ist, dass es gewisse selektivitätsgrenzen einzuhalten gibt, damit im fehlerfalle nicht die vorsicherung mit auslöst. ich sage mal grob, für eine C16 sicherung sollte es schon ein NEZOZED Element mit 25 Ampere sein. für für eine C32, 50 Ampere und für eine B13, reichen 20 Ampere neozed aus...

wenn du nun ein sehr dünnes kabel hast, gehen wir mal von 4 mm² AL aus, dann würde ich dir raten, abgangsseig garkeine (oder nur eine sicherung fürs Licht) zu setzen, und den 3poligen Auotmaten einfach zugangsseitig einzubauen...der FI Schalter soll natürlich bleiben, der muss übrigens aus logistischen gründen an das Ende der Leitung !

übrigens, wenn du von 400 auf 230 volt verzweigst, dann MUSS entweder ein sicherungsorgan an der abzweigstelle sitzen, oder der zugang 3polig schalten. wie du das auch immer anstellst... z.b. über ein netzüberwachungsrelais oder eben einen 3polig schaltenden automaten...

ach noch was das ist GAAAAAAANZ wichtig. für das einklemmen der AL Leiter brauchst du gegebenenfalls spezelle kabelschuhe, sonst kann es an der übergangstelle zum kupfer zu kontaktkorosionen kommen....

lg, anna

anna wie immer sehr gut wenn auch kompliziert dargestellt. Der FI sollte in die neue Unterverteilung. der vorhandene Gr/gelbe als Nullleiter direkt an die Zugangsklemme N des FI Schalters in der neuen UV, vom Abgang N auf die N - Sammelschiene. Den Schutzleiter mit einen Erdungsstab neu bilden. Erdungsstab einschlagen am besten 2m Länge und mit Schutzleiterschiene mit Hilfe NyyJ 1x 10 verbinden. Den Schutz des Alus kann man bei Verbindung mit blanken Kupfer durch Einfetten mit Vaseline sicherstellen. Daran denken das Alu unter dem Druck von Klemmen fliest und dadurch sich lockert.. Also immer mal nachziehen. Das Alu vor dem Anklemmen abschaben und dann einfetten. Dadurch wird rie schlecht leitende Oxidschicht beseitigt und das Fett verhindert die Neuoxidation durch Sauerstoff - Abschluss. Wie ich die Zeit in der DDR kenne, denn sonst wurde ja Alu - Leitungen nicht eingesetzt, wird des wohl allenfalls 2,5qmm Alu sein. Besorg dir ein Stück 2,5 Cu, wo du es genau weist und vergleich es. Da kannst du maximal mit Augenzwinkern eine 3 x16A Schraubsicherung vorschalten. In der neuen UV dann maximal eine 3 x 16A Leitungsschutzschalter für die CEE 5x16A Steckdose. Die Schraubsicheringen sind etwas träger wie die Automaten. Dadurch ist eine Selektivität gewährleistet.

0

welche farbe hat der PE,das wäre wichtig zu wissen dann könnte man es auf den neuesten stand bringen und welcher querschnitt ist da alukabel wegen absicherung

Hallo!

Mitunter wird der Blaue auch als Phase verwendet; nur der gelb-grüne ist farblich an das Erdpotential gebunden.

Messe mit einem Voltmeter den schwarzen sowie den braunen Draht gegen den Blauen; Du musst jedesmal 400V messen; dann ist der Blaue tatsächlich eine Phase und kein Nulleiter.

So, wenn Du dann die drei Phasen hast, dann führe diese zusammen auf einen 3phasigen Sicherungsautomaten (z.B. Siemens 5SY6-3xx); ggf. kannst Du auch über Einspeiseklemmen gehen. Den gelb-grünen legst Du auf die PE- Schiene.

Um einen Nulleiter zu erhalten führst Du nun Deine drei Phasen, nach dem Sicherungsautomaten, durch einen FI. Den ankommenden N des FI legst Du auf die PE- Schiene; der abgehende N des FI ist nun Dein Unterverteilungs- N; diesen legst Du auf die N- Schiene.

Jetzt hast Du L1-L2-L3-N-PE... mit denen kannst Du nun arbeiten. Die Phasen verteilst Du sinnvoll auf die Sicherungsautomaten der Abgänge (Steckdosen, etc.); den zugehörigen N und PE findest Du auf Deiner jeweiligen Schiene.

Zur Wahl der Sicherung: Deine ankommende Leitung ist in der übergeordneten Verteilung abzusichern; in Deinem Fall dann wohl das Haus. Der Sicherungsautomat der Unterverteilung bzw. die dann darauf folgenden Sicherungsautomaten der Abgänge sollten im Nennstrom immer 2 Stufen unter der übergeordneten Sicherung liegen; damit wird dann die Selektivität gewahrt und es löst im Fehlerfall der Verbraucherabzweig aus, nicht aber die übergeordnete Sicherung.

Frage beantwortet?

Frank

Ikea Backofen mit Stecker anschließen?

Wir haben uns eine neue Küche von Ikea gegönnt und auch die Kochgeräte von da besorgt.

Problematischerweise fällt einem immer erst im Nachhinein etwas negatives auf. Beide Geräte sind autark, aus der Wand kommt eine 5-polige Leitung zum Herdanschluss. Nun hat der Backofen Realistisk keinen Stecker wie andere Backöfen, sondern das Kabel für einen Außenleiter, einen Neutralleiter und den Schutzleiter.

Wenn jetzt das Kochfeld bereits 2 Phasen, den Schutz- und den Neutralleiter der Herddose nutzt, kann ich schlecht das zweite Kabel des Backofens zuführen, um die 3. Phase zu nutzen und somit N und PE doppelt anschließen. Wie löse ich das Problem am besten?

Wenn ich einen "Power Splitter" verwende (Küchenanschlussverteiler, ob selbstgebaut mit IPO-Verschraubung mit Zugentlastung und Wago 222er oder eben auch fertig gekauft), muss ich gleichzeitig einen FI-Schalter besitzen, den es in meiner Mietwohnung jedoch nicht gibt.

Der Backofen hat eine maximale Leistungsangabe von 2600 Watt. Besteht die Möglichkeit, an das jetzige 3-adrige Backofenkabel einen Schuko-Stecker zu montieren? Das Küchennetz/Bad ist mit 2x 16A abgesichert, der Geschirrspüler hat eine eigene 16A-Abschaltung. Der Kühlschrank hat eine Leistungsaufnahme von 70 Watt. Die Mikrowelle frisst maximal 800 Watt im Höchstbetrieb, ist jedoch nicht nie so genutzt wurden. Selten laufen mehr als 2 Geräte und das Licht.

Gibt es andere Möglichkeiten, um eine Maximalbelastung/Überlastung des Küchenstromkreises zu vermeiden, keine neuen Geräte kaufen zu müssen und keine baulichen Veränderungen vorzunehmen ? Vllt einem FI-Schalter zum Zwischenschalten?

Danke für jede Antwort. Anhand der Uhrzeit seht ihr sicher, dass mir das Gedankenspiel den Schlaf raubt.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?