Dürfen Eltern ihre Kinder beleidigen?

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Ganz klar und eindeutig: Nein, sie dürfen NICHT. Und Eltern, die ihre Kinder so titulieren, wie deine Mutter dich - sorry, wenn dich das jetzt trifft - stellen sich selbst ein Armutszeugnis aus ! Respekt ist etwas, das man sich erarbeiten muss und SO geht das jedenfalls mal NICHT !

Wenn man als Kind oder Jugendliche etwas falsch macht, sollte man erwarten können, dass es jemanden gibt, der einem ruhig erklärt, wie man es besser macht. Angst, etwas falsch zu machen ..und dann womöglich wieder mit einer Kette von Beleidigungen bombardiert zu werden (zu blöd, zu faul, zu dämlich, Missgeburt etc.) hat nichts mit Respekt zu tun, sondern mit Furcht.

Es gibt überhaupt keinen Grund für ein Kind oder eine Jugendliche, die eigenen Eltern fürchten zu müssen.

Schönen Gruß an deine Mutter: LOBEN zieht nach oben und nicht Kritik und Beleidigungen ! Und nur respektables Verhalten hat zur Folge, dass einem Respekt entgegengebracht wird.

Vielleicht gibt deine Mutter nur an dich weiter, was sie selbst als Kind auch erfahren hat, wer weiß ? Du bist die Älteste, stimmt's ? Vielleicht sogar noch dazu der Grund, warum deine Eltern heiraten "mussten" ? Es würde passen, denn das passiert öfter, als man denkt, dass den Erstgeborenen quasi unbewusst zum Vorwurf gemacht wird, dass man in einer nicht glücklichen Ehe "gelandet" ist und nun "in der Falle sitzt. Das bedeutet aber nicht, dass sie nun nicht auch noch lernfähig wäre, es besser zu machen. Sie muss es nur wollen und sich das bewusst verinnerlichen...und daran arbeiten.

Jedenfalls: Gib nicht auf, lass dich nicht klein kriegen. Du schuldest niemandem Respekt, der dich als Missgeburt und als hässlich bezeichnet. Vielleicht kannst du sie bei der nächsten Gelegenheit mal fragen, was sie sich dabei denkt, von jemandem Respekt zu erwarten, den sie gleichzeitig in Grund und Boden beleidigt.

Art 6 (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Art 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

In diesem Zusammenhang sei darauf aufmerksam gemacht, dass wir ein Zusatzprotokoll als verbindlich anerkannt haben bezüglich Kinderschutz wonach auch psychische andauernde bzw. sich wiederholende Gewalt an Kindern als Folter anerkannt wird. Es schadet keinen Eltern, darüber mal nachzudenken. Denn hier greift dann dass Internationales Recht vor Nationalem steht.

Art 3 (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Naja. Ich höre mal auf. Ansonsten: 116 111 ist die europaweite Nummer für Kinder und Jugendliche welche Beratung und Hilfe benötigen.

Deiner Mutter noch ins Stammbuch geschrieben:

Bei uns Menschen geht Alles von Innen nach Außen. Ihre Selbstgespräche mag sie also bei einem Psychiater fortführen oder Psychotherapeuten anstatt ihr eigenes Kind zu missbrauchen. Denn es ist keine Schande krank zu sein, es ist eine Schande nichts dagegen zu tun. Und ein solches Verhalten gegenüber dem eigenen Kind ist eindeutig krank.

Das kommt mir alles nur allzu bekannt vor! Bei mir war es aber mein
Vater, der mich des öfteren beleidigt und mich als alles mögliche
bezeichnet hat! Dann kam auch noch z.B. die Aussage, daß,
solange ich meine Füße unter seinem Tisch halte, nach seiner Pfeife zu
tanzen hätte etc.! Und besonders gefürchtet habe ich seine Wutausbrüche,
wo er mich aus zum Teil nichtigen Anlaß zusammengebrüllt hat! So
gesehen hatte ich eigentlich keinen Respekt sondern eher Angst vor ihm!
Es gab durchaus sehr viele Momente, wo er durchaus sanft war und man
alles von ihm haben konnte.

Aber die absolute Krönung war schon die, als meine Mutter an Krebs erkrankte und man mir eine
Mitschuld daran gab, weil ich ja "so schlimm und ungezogen" war und man
sich mit mir soviel ärgern mußte! Wie ich noch etwas kleiner war, hat
man mir auch noch des öfteren gedroht, mich ins Heim oder ein Internat zu
stecken, wenn ich nicht brav bin!

Als ich dann größer war, sehnte ich mir nur noch den 19. Geburtstag herbei, wo ich dann
volljährig(Mitte der 1990er war man in Österreich erst mit 19
volljährig) wäre und tun und lassen konnte, was ich wollte! Ich hatte
sogar mit dem Gedanken gespielt, mich länger beim Bundesheer zu
verpflichten, um wenn es zuhause wieder Streit gab, einfach in die
Kaserne einrücken zu können, um meine Ruhe zu haben!!

Das alles ist jetzt über zwanzig Jahre her, aber manche Sachen vergißt man sein Leben lang nicht!

Natürlich dürfen Eltern Kinder auch nicht beleidigen und Respekt ist ja was, was man sich verdienen muss und idr sicher auch eine gegenseitige Sache (jemanden zu respektieren, von dem man nicht respektiert wird ist schwer bis unmöglich)

Und Schläge oder sonstige körperliche "Erziehungsmethoden" sind genauso wie psychische Gewalt absolut abzulehnen.

Ich weiß da nicht was genau bei euch vorfällt bzw ob du dich wirklich immer so korrekt verhälst (ich will dir da nichts untersellen, aber jeder macht mal irgendein Fehler), aber nichts rechtfertigt körperliche Gewalt in der Erziehung und genauso sind auch Beleidigungen falsch.

Hast du denn eine Bezugsperson mit der du mal darüber reden könntest? Vllt würde dir das schon ein stückweit helfen

Deine Mutter meint du sollst vor IHR(!?) Respekt haben?

Sie soll erst mal lernen, dass sie sich erst dann Respekt von dir verdient hat, wenn sie aufhört so erniedrigend mit dir zu reden. Sie sollte sich sofort einen Psychologen suchen, der sich mit Tiefenpsychologie auskennt. Ihr Verhalten ist in meinen Augen eine "Vererbungssache" - ihre Mutter / ihr Vater dürften sie nämlich kein Stück besser behandelt haben, als sie dich jetzt.

Du denkst ganz richtig. Respekt ist eine Sache der Gegenseitigkeit.

Das mit dem Schlagen geht gar nicht und ein Recht auf gewaltfreies Leben beinhaltet nicht nur, dass nicht geschlagen werden darf - sondern betrifft auch die verbale Gewalt. Diese kann zum Teil sogar mehr Schäden anrichten.

Ich wäre an deiner Stelle ab sofort nicht mehr brav.

Normalerweise empfehle ich, in Ich-Sätzen (ohne Verallgemeinerungen) zu sagen, wie du dich fühlst. Aber bei diesen Eltern scheint das verlorene Liebesmüh zu sein.

Eine Familientherapie würde was bringen - nur müssten dazu alle Familienmitglieder bereit sein. Das sehe ich hier nicht gegeben.

Hättest du denn Verwandte, zu denen du gehen kannst?

Ansonsten wende dich an: www.nummergegenkummer.de

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