dreckiges haus was tun?

8 Antworten

Ich würde als erstes mit deiner Mutter reden. So erfährst du auch, was aussortiert werden kann, in den Müll kommt und wohin manche Sache geräumt werden sollen. Danach würde ich an der Ecke anfangen, wo dich der Dreck/die Unordnung am meisten stört.

Wenn du jemanden kennst, dem du vertraust, dann könnte derjenige die Toilette mal nachsehen, damit sie nicht mehr verstopft.

Gutes Gelingen

Fange mit EINER Ecke und EINER Gewohnheit an. Erstelle dir einen Plan, nimm dir pro Tag eine Zeiteinheit (viertel Stunde bis Stunde), die in deinen Zeitplan passt, und mache EINE Sache.

Tipps:

Eine Einheit (Schrankfach, Boden, Küchenarbeitsfläche) ausräumen, alles z.B. in einen großen Wäschekorb im Flur legen (Wäschekörbe gibt es günstig in der Drogerie). Dann die Einheit schön säubern und alles, was im Korb ist, schön säubern und zurück legen. Überlegen, wo alles seinen Platz hat. Überflüssiges erst mal an einer Stelle z.B. im Keller (zweiter Wäschekorb) sammeln. Überflüssiges wäre alles, was nicht in diese Einheit gehört, z.B. Sachen, die nur auf der Küchenarbeitsfläche abgelegt wurden wie Schlüssel oder Ähnliches. Wenn es dafür keinen bekannten Platz gibt, kommt das auch in den Korb im Keller, möglichst aber nach Kategorien sortiert. Kategorien können sich auf gleiche Dinge (Deko, Teller) oder ein Zielzimmer (Kinderzimmer, Wohnzimmer) beziehen, so dass man diese Sachen später besser einordnen kann.

Hat man einmal den Küchenschrank aufgeräumt - was mehrere Tage dauern kann, am besten keine Mammutaktionen starten, sonst gibt man zu schnell auf - kann man eine Küchenroutine etablieren: Man kommt nach Hause, spült das Geschirr, macht sich ein Brot und räumt dann das Geschirr ins Regal. Abends das gleiche.

Bist du einmal so weit, kannst du das Prinzip nach und nach auf andere Bereiche anwenden.

Hat man gar keinen Platz, kann man erst mal auch auf dem Boden oder der Arbeitsfläche saubere Dinge nach Kategorien sortieren und dann mit den Eltern besprechen, was man mit den überflüssigen Dingen macht, ob die erst mal in den Keller können oder weggeworfen werden sollten.

Sobald man mit einem Raum fertig ist, was durchaus eine Woche oder länger dauern darf, sollte man dafür einen Arbeitsplan entwerfen, der in den allg. Zeitplan passt. Also: Abends Küchenarbeitsfläche säubern und Geschirr einsortieren. Mittags und abends spülen. Ideal wäre es nun, abends immer die Küche sauber zu haben, also auch den Herd geputzt zu haben und ggf. den Boden zu wischen. Ist das zu viel Zeit, kann man das auch auf Tage verteilen, Dienstag, Freitag und Sonntag Boden wischen, Montag, Donnerstag und Samstag Herd putzen und Arbeitsflächen säubern. Das kann man dann für jedes Zimmer nach und nach machen. Man kann diese Aufgaben auch mit Zeitangaben versehen, also "Montag, Mittwoch, Samstag 15 min Bad putzen, Dienstag, Donnerstag, Sonntag 15 min Küche putzen". Selbst wenn man dann nicht alles schafft, erarbeitet man sich aber eine Routine und nach und nach eine Grundordnung.

So kann man nach und nach eine Liste aller Haushaltsaufgaben erstellen mit kurzen und mittleren Zeitspannen für die Arbeit. "5 min Arbeitsfläche freiräumen und putzen" ist schneller getan als "15 min Arbeitsfläche freiräumen, alles säubern, Arbeitsfläche putzen". Dafür kann man sich dann für jedes Zimmer so einen kleinen Kasten (Drogerie, Aldi) oder Wäschekorb hinstellen und dort die Dinge lagern, die man erst später säubert oder wegräumt. Später heißt dann an einem anderen Wochentag für x min., wenn man wenig Zeit hat. Dann kann eine Aufgabe auch heißen "30 min Kasten leeren, alles säubern, einsortieren".

Macht man das jede Woche, wird man eine Routine etablieren, bei der der Kasten oder Korb zunehmend überflüssig wird, aber anfangs kann er helfen, den Boden und die Oberflächen optisch frei zu halten und sich so nicht überfordert zu fühlen. Am Ende einer Woche sollte jeder Kasten in jedem Zimmer möglichst leer sein, also nicht als Dauerablage dienen.

Ist das der Fall, muss man überlegen, welche Dinge warum keinen Platz haben und ob man den etablieren kann, oder ob Dinge im Zimmer sind, die da gar nicht hingehören, z.B. Schuhe im Wohnzimmer oder halt Schlüssel auf der Küchenarbeitsfläche. Dann muss man überlegen, wie man dafür einen Platz etabliert, ob die Schuhe mit in den Kleiderschrank passen oder man eine Schale für die Schlüssel in den Flur stellen kann.

Es gab mal einen Blog "Die Ordnungshüterin", in dem die Betreiberin Ordnungs- und Aufräumarbeiten nach Zeiten verteilt hat. Also immer mal wieder schrieb "heute 15 min Kleiderschrank: Ausräumen, alles überflüssige wegwerfen, den Rest sortgfältig gefaltet einräumen oder aufhängen". Und dann fand sie auch immer 5-min-Aufgaben: Alles, was an einer Tür oder über einem Stuhl hängt zu sortieren und einzuräumen oder den Boden zu wischen oder das Waschbecken zu putzen. Wenn man sich eine Liste solcher Aufgaben macht, ist man eher motiviert, mal kurz anzufangen und etwas zu schaffen als wenn man sich Aufgaben sucht, die 2 Stunden dauern oder an einem Tag gar nicht zu schaffen sind.

Wenn das Geschirr überhand nimmt, könnte man z.B. sagen, ich spüle heute nur alle Teller, den Rest die nächsten Tage. Der Rest steht dann aber so lange im Wäschekorb an der Seite oder im Keller, also außer Sicht. Ein Zettel in der Küche kann aber daran erinnern, damit man den Korb im Keller nicht als Dauerablage für Dinge nimmt, die man vor sich herschiebt. Also wenn man Montag nur Teller spült, sollte man Dienstag dann alle Tassen spülen, Mittwoch das Besteck, Donnerstag alle Gläser etc.

Wenn es zu viel Geschirr ist, könnte man das saubere teilweise in einen Kasten im Keller verwahren und erst mal nur das Geschirr in der Küche haben, das man aktuell für die Woche benutzt.

Das gilt auch für alle anderen Bereiche. Man kann sich dann stapelbare Kästen oder Kästen mit Deckel kaufen und diese beschriftet im Keller lassen, so dass Dinge, die in der Wohnung keinen Platz finden, aber regelmäßig genutzt werden, dort verstaut sind und schnell gefunden werden können.

Also: Nimm dir eine 5 min-Aufgabe und fange an.

Setze dir keinen Druck, alles am ersten Tag zu schaffen, freue dich, wenn du jeden Tag etwas machst und wenn du nach und nach Fortschritte siehst.

Eventuell motiviert das dann ja auch deinen Vater, sich mit einzubringen. Manchmal braucht man auch ein Vorbild, das einem hilft, sich aufzuraffen.

Falls ihr leere Versandkartons habt, könntet ihr auch die erst mal statt der Wäschekörbe/ Plastikkästen nehmen.

Tipp: Bei Youtube gibt es Aufräumvideos und Videos zu Putzroutinen, an denen man sich orientieren kann.

wir haben zwar keinen keller aber danke <3 ich versuchs

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Zeitverschwendung, Madame hatt eh keinen Bock selbst mal für klare Verhältnisse zu sorgen und reine zu machen

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Hallo FragestellerIn,

deine Frage ist zwar schon eine Weile her, aber ich möchte dir trotzdem antworten.

Du kannst dich an das Jugendamt der nächsten Stadt wenden oder auch erst mal wenn du dich damit wohler fühlst die Nummer gegen Kummer: 116 111 montags bis samstags 14 bis 20 Uhr anonym und kostenlos anrufen. Das du dort angerufen hast erscheint auch nicht auf der Telefonrechnung, es weiß also keiner, dass du angerufen hast. Dort kannst du auch einfach nur über deine Sorgen sprechen. Ich bin sicher, dass dir dort weitergeholfen werden kann.

Ich möchte dir noch mitteilen, dass du nicht die Verantwortung dafür hast deine gesamte Wohnung für deine Eltern zu säubern. Es ist ganz normal und klar, dass du damit überfordert bist und dass dich die Situation zu Hause belastet.

Falls du möchtest fühl dich gedrückt.

Ist es denn ein messie Haushalt oder einfach nur vermüllt und dreckig

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