Darf ein Tierarzt einen aggressiven Hund verweigern einzuschläfern, obwohl eine Gefahr besteht?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Civ4freak,

Du traust dich etwas! Dein Versagen als Hundehalter in aller Öffentlichkeit zuzugeben!

Zu Deiner Frage:

Ja, der Tierarzt darf die Einschläferung verweigern wenn für ihn erkennbar der Hund "verhaltensnormal" und nicht erkrankt ist, sondern die Aufsichtspflicht des - um die Gefährlichkeit des Hundes wissenden Hundehalters verletzt ist.

Der Tierarzt kann das verweigern und Dich, den Hundehalter samt Hund zu einem anerkannten Hundeverhaltensspezialisten schicken!

Der Tierarzt muss nicht dem Tierschutzgesetz zuwider handeln!

Lese Dir dieses im Link einmal durch, gestern war Verhandlung vor Gericht, heute sind die Zeitungen wieder voll davon: Der Polizeihund wurde nicht eingeschläfert - nur abgegeben an einen anderen, verantwortungsbewussteren und eben fähigeren Hundehalter.

http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/polizeihund-kinder-bisse-polsdorf-allersberg-100.html

Der Hund hat - Aussagen der Eltern zufolge eines der Kinder - im Oberschenkel verbissen regelrecht "geschüttelt"

= laut Dorit Feddersen Petersen durch Ausbildung auf Beutetrieb und übersteigertes Ausbildungsverhalten seitens des Hundehalters antrainiertes, übersteigertes Beutetriebverhalten welches zum "Totschüttelreflex" bei derart ausgebildeten oder falsch im Spielverhalten, einseitig geförderten Hunden führt

Das Erschießen des Hundes in deiner Frage ist eine Gesetzesverletzung! Die Euthanasie eines irreparabel (!) gefährlichen Hundes hat generell nach einer Wesensbegutachtung durch einen Tierarzt - schmerzfrei zu erfolgen!

Wenn sich dieser berechtigt weigert ist das Erschießen des Hundes illegal und kann den "Waffenbesitzer" den Waffenschein kosten!

Weshalb also hast Du Deinen Hund - obwohl Du wusstest, dass er gelegentlich fremde Menschen beißt - nicht gesichert, so dass er keinen Schaden anrichten konnte?

Dazu gehören Maulkorb, kurze Leine. Spezielle Führung des Hundes, Sicherung zuhause, sowie das Aufsuchen von speziell ausgebildeten Hundeverhaltensexperten welche Dir beibringen einen solchen Hund sicher und verantwortungsbewusst zu führen, dass es eben nicht zu solchen Beissunfällen kommen kann.

Wenn ein Hund, der neurologisch und geistig, wie körperlich gesund ist Menschen beißt ist er durch Menschen und spezielle Ausbildung oder Misshandlung dazu gebracht worden!

Das Erschießen des Hundes ohne offizielle Wesensbegutachtung mit deinem Einverständnis ist und war eine Hinrichtung - eine Bestrafung des Hundes anstatt seines Halters. Die Strafe - siehe den Link - beträfe nämlich generell den Menschen und Hundehalter.

@Yarlung: der Fragesteller war damals 6 Jahre alt...

Wir wollen doch hier nicht den Kindern Vorwürfe für das Fehlverhalten ihrer Eltern machen...

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Soll ein 6 Jähriges Kind aus dem Kindergarten mit der Erziehung von einem schlecht erzogenen Hund aus dem Tierheim plötzlich für dessen Aggressivität Schuld sein und die Verantwortung für den Hund tragen?

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@Civ4freak

@ Civ4freak & @ fressmaschine

Die Frage wie oben gestellt wurde beantwortet. Die Frage wurde aus "der Sicht des damaligen Hundehalters" gestellt...nicht aus der Sicht eines damaligen 6 jährigen Kindes.

Das Thema wäre im Bezug zur Fragestellung verfehlt wenn ich es anders beantworten würde. Der Fragesteller - das damalige Kind - muss sich nicht in die Verantwortung genommen fühlen, wohl aber die damaligen Humdehalter/Erwachsenen aus deren Sicht die Frage gestellt wurde.

Nix für ungut Civ4freak ! Aber Leser der Frage sollten die damalige und heutige Rechtslage genau kennen lernen dürfen.

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Auch in der Schweiz darf ein Hund nicht ohne weiteres eingeschläfert werden. Ein Grund ist zB eine Krankheit, die dem Hund ein schmerzfreies Leben nicht mehr ermöglicht. Wegen aggressivem Verhalten darf ein Hund nur eingeschläfert werden, wenn dies durch Behörden angeordnet wird. Dies braucht aber sehr sehr viel. Bevor dies geschieht werden andere Massnahmen getroffen wie z.B. Maulkorb oder bei unsachgemässer Haltung auch einen Halterwechsel, sprich der Hund wird einem weggenommen.

Und? Ein Tierarzt darf ein Tier nur aus medizinischen Gründen einschläfern, das ist auch teuer. "B." ist kein medizinischer Grund, daher durfte er vor 20 Jahren noch (billiger UND gefahrloser) erschossen werden. Könnte auch heute noch so sein, bei gefährlichen Tieren (die dürfen von der Polizei erschossen werden).

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