Borkenkäfer Vorteil für den Wald?

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Ja, haben sie. Sie zersetzen Biomasse und spielen damit eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie befallen geschwächte Bäume und so läuft der Stoffkreislauf (Mineralisierung der organischen Substanz) besser ab. So wird Platz geschaffen und die Naturverjüngung kann besser ablaufen.

Die Massenvermehrung und der Befall von gesunden Bäumen findet eigentlich nur in Monokulturen statt.

Es gibt tausende Borkenkäferarten. Die meisten verhalten sich völllig unauffällig. Vermutlich meinst Du Buchdrucker und Kupferstecher an Fichten. Diese sind in der Lage, bei mehrjährigen Massenvermehrungen künstliche Fichtenforste, aber auch natürliche gesunde Fichtenwälder großflächig abzutöten. Das sieht krass aus aber irgendwas wächst dann schon nach wenn es nicht zu viele Rehe und Hirsche gibt. Natürlich profitieren vom großflächigen Fichtensterben zumindest vorübergehend viele Tier- und Pflanzenarten, die in geschlossenen Fichten- oder Mischwäldern nicht leben können. Andererseits behindert der Borkenkäfer die naturschonende Holzproduktion in Deutschland. Das Holz wir dann für die Verbraucher ersatzweise aus Brasilien oder Sibirien oder Indonesien importiert, wo Raubbau betrieben wird. Dort sterben dann hunderttausende von Pflanzen- und Tierarten aus, zB. Tiger und Orang Utans.

Ja er war für den natürlichen artenreichen Mischwald sogar ein Glücksfall.  Schaden richtet er nur in den unnatürlichen Fichtenmonokulturen an weil er hier sehr viel Nahrung fand die Fichten nicht in ihrem natürlichen Lebensraum standen und es auch wenige oder gar keine Feinde gab da diese Monokulturen wie alle anderen auch sehr artenarm und anfällig für Schädlinge waren. Wo man die Flächen in Ruhe lies wuchs bald ein natürlicher Mischwald nach.  es gibt dort auch Borkenkäfer aber hier muss er länger fliegen um zur nächsten Fichte zu gelangen und hat hier auch Feinde. Darum richtet er hier keinen Schaden an und ist ein Teil der Natur

Einige wenige Vogelarten profitieren davon, doch auch die können nicht ununterbrochen Borkenkäfer vertilgen, schon weil sie Abwechslung benötigen, schon weil sie nicht so zahlreich sind, um der Plage Herr zu werden. Ansonsten gilt, dass nur der Borkenkäfer selbst profitiert, indem er schädigend den Bäumen zu Leibe rückt. Einfach bekommt er es auch noch daurch gemacht, dass die Mehrzahl der Wälder von monotonen Fichtenholzplantagen bewachsen sind.

Der Borkenkäfer vernichtet in der Regel nur Monokulturen, überwiegend Fichtenbestände.

Den Vorteil, den ich sehe ist, dass danach ein gesunder Mischwald heranwachsen kann. Der wesentlich stabiler und unempfindlicher gegen Schädlinge ist, vorallem gegen den Borkenkäfer.

an sich wäre das so, wenn man die Natur sich selbst überließe. Der Förster, der anderweitige Interessen befolgen muß, ist zuweilen gezwungen dann erneut Fichten anzupflanzen, damit so fix Rendite gemacht werden kann, denn Fichten sind nun mal am Schnellsten "ausgewachsen".

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