Blätter des Wallnussbaumes um Wasser zu enthärten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

das hast du ganz richtig erkannt, Wallnussblätter sind ebenso gut zu benutzen wie Seemandelbaumblätter (sehr teuer) oder Erlenzapfen.

Durch die Gerbsäure wirken sie antibakteriell und leicht säuernd.

ABER: Du hättest die frischen Blätter im Sommer sammeln mussen. Die jetzt abfallenden Blätter enthalten die wichtigen positiven Stoffe kaum noch, da der Baum diese dem Blatt entzieht (darum fallen sie auch ab).

Die frischen Blätter muss man dann trocknen. 2 - 4 (je nach Größe) gibt man auf 100 l AQ - aber bitte ins AQ, nicht in den Filter!

Und natürlich muss man dabei den PH-Wert überprüfen, denn es kann immer auch zu unliebsamer Übersäuerung kommen (ziemlich schlecht für die Fische).

Und beachten, dass das Wasser durch diese Blätter (aber auch durch die Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen) eine bräunliche Färbung annehmen wird.

Gutes Gelingen

Daniela

Durch 2-4 Blätter auf 100L pH-Sturz?

Okay?

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@PaulPanther187

Nicht sehr wahrscheinlich, aber ich kenne weder die Ausgangswerte des AQ noch die anderen Faktoren. Wie kann ich da schreiben: mach mal, passiert schon nix?

Außerdem habe ich nicht von einem PH-Sturz gesprochen, sondern von einer Übersäuerung. Für manche Fische sind schon ein neutraler oder leicht saurer Wert nicht sehr förderlich.


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@PaulPanther187

Oh, Mein Fehler, ich dachte du meinst mit Übersäuerung den befürchteten "pH-Sturz". 

Aber den Begriff "übersäuert" gibt es ja eigentlich nicht, oder?

Die Aussage ist zwar logischerweise vollkommen korrekt, aber der Begriff erscheint mir im Zusammenhang mit Wasser etwas unpassend.

Das Wasser kann nur für Fische oder meinetwegen jedes andere Leben zu sauer sein, oder gibt es den Begriff in der Wissenschaft wirklich, um den Säuregehalt von Wasser zu bestimmen?

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@PaulPanther187

Sorry, ich wusste nicht, dass es sich beim GF um ein wissenschaftliches Forum handelt. Ich habe eigentlich gedacht, ich schreibe hier für normale Leute, die sich in der Aquaristik noch nicht so wirklich auskennen. Denen ich gerne versuche, etwas mit "normalen" Begriffen zu erklären, damit sie es auch verstehen.

Und die Begrifflichkeit eines übersäuerten Wassers gibt es sehr wohl - z.B. auch bei Teichen

http://www.healthypond.de/teichpflegeprodukte/ubersauertes-teichwasser.html

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@dsupper

Sorry,ich wusste nicht, dass es sich bei GF um ein wissenschaftliches Forum handelt

Jo, und genau dies ist der Punkt, an dem ich raus> bin...

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Ein Wallnussblatt? Ein Blatt?

Schätz mal, wie viel genau das deinen pH, deine GH und deine KH senkt.

Bzgl. Der Erlenzäpfchen, wenn man damit wirklich enthärten will muss man schon riesige Mengen auftreiben, die man nach kurzer Zeit wieder austauschen muss. Genauso wird es mit den Wallnussblätterm sein.

Ehrlich gesagt habe ich bzgl. Der Wallnussbaumblätter keinen Plan, da muss jemand anderes dir Auskunft geben. Wenn du dein Wasser wirklich nachhaltig effektiv senken willst, wäre vielleicht eine (Umkehr)Osmoseanlage oder ein Ionentauscher sinnvoll.

Kostet beides so je nach Ausführung neu zwischen 50-70€, ich denke mal nicht dass du Unsummen Wasser brauchst.

Ausserdem kannst du nicht einfach Blätter vom Boden aufheben, höchstens an einer Stelle die etwas abgelegener und unbesucht ist. Mir würde der Gedanke missfallen, ein Blatt, eingelegt in Hundeurin in mein aquarium zu legen. Auch dann sollte es halt kein Baum an der Autobahn sein oder im Feld, wo es mit irgendwas verschmutzt sein könnte.

An sich ist Laub aber ganz gut, viele Fische mögen das und die meisten Wirbellosen ernähren sich auch davon.

Also abwarten, ob jemand anderes Erfahrungsberichte aufweisen kann (ist ja hier eher selten), und wenn du wirklich enthärten willst über eine von beiden Anlagen nachdenken, is ja bald Weihnachten. 

Aber ganz ehrlich, die meisten Handelsüblichen Zierfische sch**ssen drauf, ob du jetzt das Waer von pH 7,5 auf pH 7,3 runterbringst mit nem halben Kilo Wallnussblätter. Was für Fische hast du denn? Wirklich enthärten ist meist überhaupt nicht notwendig und nur bei "etwas spezielleren" Fischen notwendig, für die du aber sowieso mehr hinblättern musst.

*lach*

Herrlich, ich sehe das auch eher pragmatisch. Für die sauberen Blätter könnte ich sorgen und einen Maschninenpark am Becken mag ich nicht so.

Wir haben eher härteres Wasser und es wäre etwas Bio im Haushalt.

Ich habe eine biologiebegeisterte Nichte (8Jahre alt), mit der hätte man das machen können....

Danke dir für deine ausführliche Antwort, klasse.

Der Jens

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Hallo

Ich kann der Antwort von PaulPanther187 nur zustimmen, du hast nicht die geringste Chance mit einer kleinen Menge von Walnussblättern das Wasser zu enthärten. Dazu bräuchtest du hundertgrammweise getrocknete Blätter für ein kleines Becken pro Wasserwechsel! Gleiches mit Erlenzäpfchen, und sogar Torf bringt erstaunlich wenig wenn das Wasser eine ordentliche KH hat. Der erste Schritt dabei ist möglichst das verdünnen mit Osmose/Vollentsalzerwasser, dann kann man mit Säure rangehen.

Ein paar Blätter ins Becken legen kannst du natürlich trotzdem.

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