Bindet "moderner" Beton bei extrem niedrigen Temperaturen korrekt ab (oder geht er kaputt)?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei Beton verdunstet das Wasser nicht, sondern wird in eine chemische Reaktion eingebunden. Es geht also nicht um die Temperaturen, ob bei 3 oder 30 Grad, es verdunstet nicht (jaaaa die ganz genauen sagen es verdunstet immer was, aber es ist nicht notwendig damit der Beton aushärtet). Wenns unter 0 Grad hat besteht allerdings, wie du richtig vermutest, die Gefahr dass das Wasser friert bevor es reagiert, damit wird seine Reaktionsfähigkeit herabgesetzt und es dauert wahrscheinlich ewig bis was draus wird.

Super Antwort! Danke! Das heißt aber für mich im Umkehrschluss, dass doch "Folgeschäden" entstehen können, wenn sozusagen einfach weiter gebaut wird, obwohl die chemischen Reaktionen vielleicht noch gar nicht (vollständig) stattgefunden haben?!

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@leanderchen

Die müssen die Aushärtezeiten ja berücksichtigen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass kein Bauunternehmer das Risiko eingeht, auf nicht fertig ausgehärtetem Beton weiterzubauen. Da kanns so richtig krasse Strafen geben wenn wissentlich (und das wärs ja, ist ja allgemein bekannt wie das abläuft) das Risiko einer Instabilität eingegangen wird. Da haftet der Bauchef persönlich dafür!

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Normaler Beton ohne Zusatzmittel sollte nicht unter 5°C eingebaut werden. Das Wasser verdunstet zum größten Teil auch nicht, sondern wird beim Abbinden in einem chemischen Prozess in dem Zementstein gebunden.

Es gibt Zusatzmittel http://de.wikipedia.org/wiki/Betonzusatzmittel die bestimmte Eigenschaften haben, die beiden häufigsten im Winter sind:

  • Beschleuniger, die auch sicherlich bei der von Dir beschriebenen Baustelle verwendet werden. Dabei wird der Abbindeprozess, der Wärme freisetzt, beschleunigt und die dabei freigesetzte Wärme verhindert, dass überschüssiges Wasser gefriert und Risse und große Poren verursacht.
  • Fließmittel Wenn genau so viel Wasser dazu gemischt wird, wie der Beton zum Abbinden braucht, ist er immer noch so "trocken", dass er nicht vernünftig in die Schalung fließt. Daher wird ein Fließmittel beigemischt, um ein Fließen auch in die Ecken und ein hohlraumfreies Einbauen zu gewährleisten. Dadurch ist auch weniger Wasser vorhanden, das gefrieren und Probleme verursachen kann.

Beim Einbau sollte die Betontemperatur zwischen +5 °C und +30 °C liegen, anderenfalls sind besondere Maßnahmen erforderlich.

Eine Nachbehandlung des frischen Betons ist zum Schutz der Betonoberfläche gegen Austrocknung und somit zur Sicherstellung einer geschlossenen, dichten und dauerhaften Betonoberfläche erforderlich. Dazu muss auch in den oberflächennahen Bereichen des Betons genügend Wasser für die Hydratation des Zements vorhanden sein. Dieses darf insbesondere nicht durch Sonneneinstrahlung, Frost und/oder Wind verdunsten. Es gibt verschiedene Nachbehandlungsmethoden um den Erhärtungsprozess sicher zu stellen.

Frischbeton muss (z. B. bei einer Lufttemperatur von unter −3 °C) zum Erhärten während der ersten drei Tage eine Mindesttemperatur von +10 °C haben. Dieses kann z. B. durch eine Abdeckung mit einer Folie mit Wärmedämmung oder mit einem beheizten Bauzelt sichergestellt werden. Auch hier ist zu beachten, dass dem Beton genügend Wasser für die Hydratation des Zements zur Verfügung steht.

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