Wenn die Stute eine Zuchtprämie bekommen soll, wird ihr nix anderes übrig bleiben. Ich halte zwar eher weniger von Teenie-Schwangerschaften, aber für eine gute Zuchtbewertung braucht eine Stute ein lebendes Fohlen bis zum 5. Lebensjahr. Aber mach dir keine Gedanken - normalerweise geht alles gut.

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Wir haben eine ziemlich reitbare Geriatrie ;-)

Der 20 und 24jährige (Ex-Soldat) könnten täglich geritten werden, wenn denn die Zeit dafür da wäre ;-) den beiden merkt man mindestens 15 Jahre nicht an und das GPS zeigt regelmäßig über 40 kmh an. Jetzt im Winter sind sie sowieso verdammt knackig...

Der 21jährige (meiner, kenne ihn seit er 2 Stunden alt ist) hatte mit 8 einen schweren Reheschub und seitdem war er dauernd so leicht am chronischen dahinrehen (TA und Schmied haben mir immer versichert, dass er gesund ist). Dadurch kam sein Laufunwille... seit 2 Jahren sind wir nun am Hufe sanieren und seither rennt der alte Depp mit Hufschuhen wie er noch nie in seinem Leben gelaufen ist. Derzeit auch kein Ende seiner Leistungsbereitschaft in Sicht :)

Der 27jährige trägt hin und wieder meinen Freund spazieren, mehrstündige Ausritte packt er konditionstechnisch nimmer, aber für die 8km-Hausrunde ist er jederzeit zu haben. Dem sieht man leider an, dass er keine so gute Jugend genossen hat, er wirkt bei weitem am "ältesten".

Der 30jährige (war 15 Jahre lang Soldat) ist ein zierliches Pöny, daher setzen sich da nur mehr leichte Reiter <50kg drauf,  aber wenns dann mal losgeht ist der Iggy ganz vorn dabei. Der würde laufen bis er umfällt... Seit 2 Jahren merkt man einen Senkrücken und er hat leider ziemlich kaputte Zähne, weswegen er Heucobs dazu bekommt, aber auch er ist noch reitbar.

Die einzige, die wir nicht mehr reiten, ist die 25jährige Stute - die war ein sehr erfolgreiches Turnierpferd, besonders im Springen, und das hat leider in ihren Sprunggelenken Spuren hinterlassen. Sie läuft nicht mehr taktrein und Wetterumschwünge merkt man ihr deutlich an, aber auch die lässt auf der Koppel noch gewaltig die Sau raus und zeigt kein bisschen, dass sie "alt" ist.

Sind übrigens alles Haflinger!

Zusätzlich kenn ich noch einen jetzt 37jährigen rumänischen WB-Wallach, der vor 3 Jahren sein letztes Reiterkind durchs Reiternadel-Springen getragen hat und jetzt die Mutti durch den Wald schaukelt (und voll unterfordert ist), eine 27jährige Paintstute, die auch noch immer sehr flott durchs Gelände düst, und eine 25jährige Vollblüterin, die letztes Jahr noch einen 35km-Orientierungsritt als schnellste absolviert hat und sich leider heuer im Winter so schwer verletzt hat, dass sie eingeschläfert werden musste...

Das sind alles Pferde, die nicht unbedingt die 100% entsprechenden Zuchtprodukte sind - haben alle ihre Mankos und keins davon ist mehr ganz gesund. Aber bei allen wird auf die jeweiligen Zipperlein Rücksicht genommen und somit geht's allen sehr gut.

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Ich kenn einen Haflinger, der als Zweijähriger einen Unfall hatte und sich das Knie verletzt hat. Da er vom TA als unreitbar beurteilt wurde, sollte er zum Schlachter... Er hatte Glück, ein Mädel hat sich in ihn verliebt und ihn gekauft.

Aus dem nie reitbaren Beisteller mit seinem unerfahrenen Mädel wurde in über 20 Jahren ein großartiges Reitpferd, das bis in die hohe Schule ausgebildet wurde. Er hat reihenweise Dressurturniere gewonnen, konnte Lektionen über der Erde und ist selbst jetzt, mit knapp 30, Kniegelenksarthrose (aus der damaligen Verletzung resultierend), einem Genitalkarzinom und verschiedenen anderen altersbedingten Baustellen, ein sehr beeindruckender Anblick, wenn seine Besitzerin mit ihm Handarbeit macht...

Ja, mit der richtigen Förderung und Forderung kann man jedes Pferd bis in S-Lektionen ausbilden. Ob es dann auch den Körperbau und Ausdruck hat, den Richter am Turnier hoch bewerten, sei dahingestellt.

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2 eigene, 5 halbeigene und 1 gefühlt eigenes - damit bleibt genug Arbeit rund um die Viecher, dass ich es im Schnitt vielleicht 2x/Woche rauf schaffe. Manchmal auch wochenlang gar nicht, dafür dann mal im Urlaub jeden Tag, ganz selten auch 2 oder 3x am Tag (ich hab ja genug Angebot :P) außerdem mach ich gerne Bodenarbeit, da verzichte ich öfters mal auf Reiten und bleib unten.

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Ponies SIND Pferde. Die sind nur klein, aber ansonsten ganz normale Pferde.

Und dass die einen oder anderen klüger oder dümmer sind als die anderen, ist Schwachsinn. Das ist absolut individuell, genauso wie beim Menschen - da kannst auch nicht sagen, dass Brasilianer intelligenter sind als Nordkoreaner - sie sind nur jeweils anders erzogen und haben daher den Focus auf verschiedene Gebiete gelegt, in denen dann evtl. der jeweils andere nicht so geschickt ist...

Im Gegenteil, alle Ponies, die ich kenne, sind eigentlich blitzgescheit... nämlich ständig körperlich und geistig unterfordert, da kommen sie dann schnell auf ganz tolle Ideen...

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Socatyl ist ein Antibiotikum, wenn du das auf den geschlossenen Huf aufträgst, tut es genau nix.

Und wenn ein Hufgeschwür oder Abszess schon mal offen ist, erledigt Luftzufuhr die Biester am leichtesten - HG und HA werden von anaerob lebenden Bakterien verursacht, wenn man die Höhle so eröffnet, dass Dreck abfließen kann, brauchst du gar nix schmieren.

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Die wird deine Unsicherheit spüren und sieht dann nicht ein, warum sie sich mit dir abgeben sollte. Warum auch? Jemandem folgen, der sich nicht sicher ist was er tut? Pfah, das endet aus Pferdesicht definitiv im Säbelzahntigermagen. Also nä. Und respektieren muss sie dich dann schon 3x nicht, weil respektiert werden nur solche Individuen, die wissen was sie tun. Deine Reitlehrerin weiß das offenbar, bei der sagt sie dann "okay, bei dir geht's, aber der Unsicherheitsfaktor da drüben ist mir immernoch nicht geheuer".

Fazit: Das Problem (und die Lösung) hat wiedermal nicht vier, sondern zwei Beine... DU musst sicherer werden, dann hat auch das Pony Respekt und blafft dich nicht mehr an.

(ich schreib übrigens bewusst "Individuen" und nicht "Menschen", weil sich das nicht nur auf uns Zweibeiner beschränkt - am Wochenende hab ich das sogar gegenüber Hunden bemerkt. Es waren 2 Hunde auf unserem Paddock unterwegs, der Hofhund, der ein ruhiger, besonnener Anführertyp ist, der wurde beschnüffelt, hat kurz mitgeteilt dass er das nicht will und wurde dann in Ruhe gelassen. Und der Hund meiner Miteinstellerin, schaut ganz gleich aus wie der Hofhund, ist aber so ein hektisches, unsicheres Ding - der musste die Beine in die Hand nehmen, angesichts 450kg die mit gebleckten Zähnen auf ihn zugedonnert kamen. Und da half selbst meine Einmischung nur ganz kurz, bevor Frau Pony wieder auf Hundejagd ging...)

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Wenn es kalt bleibt, hast du einfach nur schon Spuren im Schnee. Solang es nicht taut und wieder friert, bleibt der Schnee schön griffig und es ist kein Problem zu reiten. Und ansonsten - solltest du tatsächlich Bedenken bezüglich der Sicherheit haben, steig halt wieder ab. Die Kosten der einen Reitstunde ist die Gesundheit definitiv wert ;-)

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Wenn sie artgerecht gehalten werden, also mit 24h Bewegungsmöglichkeit und Kumpels, die auch zur Bewegung animieren (24h mit dem Kopf in der Heuraufe und bis zu den Sprunggelenken im Matsch stecken ist nicht artgerecht), dann können Pferde sehr gut auch einige Zeit auf Menschlein oben drauf verzichten.

Wenn es 18 oder mehr Stunden am Tag in der Box stehen muss und die paar Stunden an der frischen Luft auf Handtuchgroßen Paddocks steht, dann braucht es definitiv jeden Tag Bewegung, und selbst das ist zu wenig, weil es so konzentriert auf eine Stunde am Tag ist...

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Wie soll ich weiter vorgehen?

Gestern ging ich alleine mit meinem RB-Pferdchen ausreiten. Wir hörten wie Leute im Wald Holz sagten und hackten. Da dies häufiger der Fall bei uns und Äste abgehackt werden in aller Regel, bei Bäumen gibt es immer ein Warnschild mit Holzschlag!, ritten wir da durch. Die Stelle ist sehr unübersichtlich,jedenfalls realisierte ich, dass die Bäume fällten. Auf jedenfall war ich auf der Höhe eines Baumes, der gerade anfing zu knarren. Ich ging sofort in den leichten Sitz und mein Pferdchen galloppierte los. Nur wenige Sekunden später knallte der Baum hinter uns zu Boden. Mein RB-Pferdchen galloppierte weiter (ich versuchte ihn zu stoppen) und ich hatte schon Angst, dass er mit mir nach hause galloppieren würde. Zum Glück begegneten wir dann einem Kumpel aus dem Stall und er hielt an. Ich stieg gleich ab und führte ihn. Er versuchte nochmal ab zugehen, aber ich konnte ihn sofort halten. Der Kumpel aus dem Stall begleitete uns samt Besi zurück zum Stall. Ich stieg dann wieder auf, als wir beide wieder etwas ruhig waren. Es war dann alles ok. 

Wie soll ich nun weiter verfahren? Ist so das Vertrauen vom Pferd zu mir völlig zerstört und kann ich wieder bei Null anfangen? War es richtig dass ich kurz abgestiegen bin und ihn geführt habe? Wir er das nächste Mal (an der Stelle) versuchen durchzugehen, nur damit ich absteige? Ich habe vor morgen an der Stelle mit einer Freundin vorbeizureiten. Könnt ihr mir da Tipps geben? Wie habt ihr solche Erlebnisse verarbeitet?

Zu uns beiden: Seit 8 Jahren gehen wir einmal die Woche ausreiten, (er läuft schon viel auf dem Platz) kenne das Pferd aber schon über 10 Jahre und habe seine Entwicklung miterlebt. Zum Teil auch selber mitgewirkt.

Er testet mich häufig, ich kam damit aber bisher gut zu recht. (stehen bleiben,umkehren,...).

Vielen Dank für eure Hilfe.

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Den Vorfall aus deinem Hirn streichen und so dort vorbeireiten, als wär es nie passiert. Wenn du kein Drama draus machst, wird das Pferd auch keins machen.

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Vielleicht ist es ihm unangenehm, wie du es über die Ohren ziehst. Wenn du bei meinem Großen auch nur ein einziges Mal die Ohren nach hinten umklappst, kannst du ihn monatelang bitten und betteln, dass er doch bitte wieder da bleibt... da muss ich entweder ein Halfter nehmen, das ich nicht über die Ohren ziehen muss, oder vorsichtig ein Ohr nach dem anderen nach vorne durchstecken. Aber um Himmels Willen nicht umbiegen (ja, er hat einen an der Waffel).

Vielleicht passt das Halfter auch nicht richtig, ich seh andauernd Pferde mit viel zu großen Halftern, die am Nasenrücken herumhängen - das ist unangenehm und wenn das Pferd reinspringen sollte, bricht im schlimmsten Fall sogar der Nasenbeinfortsatz.

Vielleicht wurde er aber auch nur nie erzogen, beim Halftern stehen zu bleiben - zwischen mit dem Halfter berühren und das Halfter anziehen sind noch einige Schritte, die man üben kann.

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Die Fahnen sagen dir ja nur, von welcher Seite der Sprung zu reiten ist. So wie im Straßenverkehr, rechts rot, links weiß (wenn du im Auto sitzt, hat das Auto vor dir rote Lichter und das entgegenkommende links weiße).

Die Reihenfolge geben ja die Nummern an - die musst du dir halt einfach merken. Mir fiel das immer leichter wenn ich den Parcours abgegangen bin (das machst du am Turnier ja auch) und mir dann die Farben und Art gemerkt hab, zB "Steil rot, Oxer blau, um den grünen, Kombi,..." mit links und rechts hab ich mich nicht befasst, da tu ich mir schwer - die Linien sind gerade in den unteren Klassen ja recht fließend, da gibt's nach einem Sprung ja nicht allzuviele Möglichkeiten, welchen nächsten Sprung man ohne Hasenhaken zu schlagen erreichen kann ;-)

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Naja, da gibt's mehrere Faktoren.

Einerseits "leiert" so ein öfters vorhandener Babybauch das Gewebe schon aus. Eine mehrfache Mutter hat nunmal nur in den seltensten Fällen einen Model-Bauch. Funktional (also bemuskelt und nicht wampig) kann der aber trotzdem werden.

Zusätzlich sind Stuten ja 1. 11 Monate tragend und 2. zumindest 6 Monate stillend. Wenn sie also nicht durchgehend zur Zucht eingesetzt wurde, sondern nur jedes zweite Jahr, war sie trotzdem 17 Monate pro Fohlen im Mama-Zustand. Die Hormone, die der weibliche Körper (ob Tier oder Mensch ist egal) dann ausschüttet, führen auch dazu, dass das Bindegewebe weicher wird - weil dann die Geburt leichter vonstatten geht, der Euter mehr Volumen fassen kann etc. Es ist auch auffällig, dass viele alte Zuchtstuten zur Durchtrittigkeit neigen und extrem flache Hufe haben - auch da wird das Bindegewebe weicher.

Trotzdem kannst du deine Stute so trainieren, dass sie zwar eben keinen Modelbauch mehr kriegt, aber doch zumindest keine Kugel rumschleppen muss. Mit mehr Bauchmuskulatur wird der Bauch besser gehalten, es hängt nicht mehr so viel Last am Rücken, der hängt nicht mehr so arg durch, damit schaut dann auch der Bauch gleich viel kleiner aus.

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Das kann man auch nachrüsten, da gibt's so kleine Gummis, die man über den Stift fädelt. Wo man die kriegt weiß ich allerdings nicht, meine Freundin hat das vor ein paar Jahren mal nachgebaut und die halten noch immer, in einem Geschäft gesehen hab ich die bislang noch nicht...

Und nein, es gibt keine Faustregel - das hängt von Schnitt und Länge der Gurtstrupfen ab. Ich hab zwei Sättel mit Kurzgurt, beim einen passt der 50cm gut, beim anderen krieg ich den nicht zu...

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Irgendwas zwischendrin :/ von der Kopflänge her würd Cob passen, aber meine haben beide so kräftige Nasen, dass man Cob dann mit Mühe aufs weiteste Loch zukriegt und das ist dann eh schon deutlich zu eng.

Der Große hat jetzt einen Cob-Backenriemen mit WB-Nasenriemen (da konnte man damals die Einzelteile je nach Größe zusammenwürfeln). Das passt dann auch gut. Und die Kleine hat sowieso den LG, da sind ja Nasen- und Kinnriemen individuell einstellbar.

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Weil Beinbrüche beim Pferd zum Großteil erstens nicht komplikationslos ausheilen, bei fast allen die Funktionalität der Gliedmaße nicht mehr komplett wiederhergestellt werden kann und weil die Auswirkungen auf den restlichen Körper so gravierend sind, dass es tatsächlich in den meisten Fällen die tierliebendere Variante ist, das Pferd zu erlösen.

Wenn ein Pferd zB ein Vorderbein - aus welchem Grund auch immer - über längere Zeit entlastet, wird die andere Gliedmaße überlastet. Man kann keine Struktur schonen, ohne eine andere vermehrt zu belasten. Das kann so weit gehen, dass das Pferd zB am anderen Huf eine Belastungsrehe bekommt - dann tut der Linke wegen dem Bruch weh, der Rechte wegen der Hufrehe. Belasten kann es dann keins mehr richtig, also versucht es, das Gewicht nach hinten zu verlagern, was innerhalb kurzer Zeit zu gewaltigen Kreuzschmerzen und Muskelkater führt. Also stellt es sich doch vorne auch drauf, was für den Bruch nicht gut ist, für die Rehe genausowenig, und das Kreuzweh wird auch nicht besser, weil es als ganzes verkrampft.

Dazu kommt noch der psychologische Faktor, denn für ein Fluchttier ist es eine wahnsinnige psychische Belastung, in dem Wissen zu leben "wenn jetzt ein Säbelzahntiger kommt, bin ich sein Mittagessen". Also steht das Tier die ganze Zeit über sowohl unter psychischem (kann nicht laufen) als auch physischem (alles tut weh) Stress, dazu kommen meist noch genug Medikamente, was dann insgesamt dazu führt, dass das Verdauungssystem auch noch die Segel streicht...

Bei einer Verletzung, die in der Wildnis dazu führen würde, dass das Pferd zur Beute wird, ist man in meinen Augen als Besitzer immer in der Pflicht, sich das sehr gut zu überlegen, was man dem Pferd mit der Behandlung antut. Auch wenn man heute schon vieles mehr oder weniger erfolgreich wieder zusammenflicken kann, halte ich das nicht immer für sinnvoll. Manchmal ist die Euthanasie tatsächlich die tierschonendere Variante.

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Frag 5 Leute und du kriegst 8 Meinungen....

Je nachdem wie gut der jeweilige Bearbeiter ist, den man an den Hufen hat, wird dir der eine NHC und der andere Huforthopädie empfehlen. Nachdem ich mit einer NHC-Hufpflegerin voll eingefahren bin und inzwischen selbst fast fertig ausgebildete HO der DHG bin, tendiere ich eindeutig zur Huforthopädie ;-)

Jetzt könnt ich noch ein paar Klischees raushauen, warum es mit NHC nicht funktionieren wird und mit HO schon, aber das spar ich mir - wenn du einen guten Bearbeiter hast, der die Biomechanik versteht, dem Pferd und seinen Bedürfnissen gerecht arbeitet, kann der nach Lieschen Müller arbeiten und es funktioniert.

Aber, damit du auch von mir eine klare Antwort bekommst: ich bin ein absoluter Anhänger der HO, gut gemachte HO funktioniert bisher bei jedem Pferd - NHC hat zumindest bei meinem Pferd auch gut gemacht nicht funktioniert...

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Das ist wahrscheinlich ein Buckskin, von der Genetik her ein Brauner mit einfachem Creme-Gen. Zusätzlich trägt er noch das Sooty-Gen, das zur Äpfelung führt.

Eventuell könnte er noch vom Dun-Faktor beeinflusst sein, es sieht ein bisschen nach einem Schulterkreuz aus, wenn man den Rücken sehen könnte wär das eindeutig (Dun-Träger heißen auf deutsch Falben und haben immer einen Aalstrich in der Grundfarbe).

Am wahrscheinlichsten ist das also ein Buckskin mit Sooty, eventuell ein Dunskin (also zusätzlich zur Creme-Aufhellung noch die Dun-Aufhellung).

Keinesfalls ist das ein Schimmel. Ein Palomino wäre ein Fuchs mit Creme-Gen, das ist dieses Tier hier definitiv auch nicht, die Mähne ist zu dunkel.

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Unser ältester ist 29 und wird von leichten Reitern noch immer ganz normal geritten. Wir setzen niemanden über 50kg mehr drauf. Er hat leichte Arthrose im Karpalgelenk und schön langsam kriegt er einen Senkrücken, aber er rennt noch immer gern und fleißig, also darf er auch.

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Zwei einander unbekannte Pferde in unbekannter Umgebung zusammenführen funktioniert meistens weit besser als wenn einer schon länger da wohnt. Dann kennt sich keiner aus, beide sind ein bisschen überfordert und haben Angst, da freundet man sich viel schneller mit dem anderen an ;-)

Keinesfalls würd ich eins alleine herholen - wenn du die zwei nicht am gleichen Tag kaufst, dann lass das erste noch im alten Stall, bis du das zweite hast und hol sie dann gleichzeitig. Die paar Euro für die Stallgebühr sollten schon drin sein.

Zwei einander schon bekannte kaufen würde ich persönlich eher nicht - dass man tatsächlich zwei findet, wo einem beide sympathisch sind, ist eher unwahrscheinlich. Und wenn man zwei zusammen in einen neuen Stall stellt, verstärkt sich (meiner Erfahrung nach) die Kleberei noch mehr, insbesondere wenns sonst keine Pferde rundherum gibt...

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Woran erkennt man die Schmerzen eines Pferdes?

Ich habe mich heute mit den Folgeschäden von"alten"Sportpferden beschäftigt,ich meine, die die falsch geritten wurden und dabei habe ich mir die Schmerzmerkmale angeguckt!😯 Mir ist folgendes aufgefallen: 1.mit dem Schweif schlagen=Dem Pferd gefällt irgendetwas nicht,oder "Fliegenabwehr" 2.mit dem Kopf schlagen=Das ist ein ablehnendes,"zickiges"Verhalten vom Pferd, oder es möchte auf Schmerzen andeuten. 3. treten gegen den Bauch=Entweder ist es die Reaktion auf einen Schmerz oder, "Fliegenabwehr!?" 4.Maul aufreißen,Kopf hochreißen=Das �?� hat Schmerzen im Maul und versucht darauf aufmerksam zu machen,beziehungsweise den Schmerz zu lindern! Außerdem ist mir aufgefallen,das viele Schmerzursachen mit den Zähnen zu tun haben,weil sie entweder zu kurz/zu lang,oder anderes sind! Dies kann über das Rückgrat bis zur Hüfte führen und an diesen Stellen Schmerzen verursachen! (Stimmt dies,oder habe ich das falsch verstanden! ?) Das Problem bei mir ist,dass meine RB auch oft mit dem Schweif schlägt,oder wenn ich sie führe, sie mit dem Kopf schlägt,oder mich schubst. Außerdem wenn ich ihre Hinterhufe auskratze,sie mich nach dem loslassen manchmal versucht zu treten,aber nicht immer und es wird auch schon besser!!😅 Meine Frage ist:Woran liegt das? Hat sie Schmerzen,oder ist es einfach nur an manchen Stellen mangelnder Respekt?😕 Ich mache mir ein wenig Sorgen und wäre deswegen,wegen ernstgemeinten Antworten dankbar!�?�💙 Ps.: Beim Reiten haben wir eigentlich keine Probleme und sie lässt sich auch überall berühren,problemlos!

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Insbesondere chronische Schmerzen am Pferd zu erkennen ist nicht ganz so leicht. Da diese meist schleichend entstehen, muss man schon genau hinschauen, es gibt keine offensichtliche, plötzliche Veränderung. Google mal "Schmerzgesicht", da kriegst du einige Hinweise darauf, wie ein Pferd mit Schmerzen dreinschaut. Allerdings muss man auch dazusagen: die Kuhle über den Augen ist sowohl rasse- als auch ernährungsbedingt schon sehr verschieden ausgeprägt. Vollblüter oder Warmblüter mit trockenen Köpfen haben im Normalzustand schon mal Krater, die bei einem Kaltblut allerhöchste Alarmstufe bedeuten würde.

Du hast sehr richtig erkannt, dass Zahnprobleme sich durchs ganze Pferd fortsetzen - Wenn sie nicht gut kauen können, ist das auch ein psychisches Problem, weil sie gefühlt ständig am hungern sind. Außerdem - press mal selber 5 Minuten lang die Kiefer fest zusammen, da tut dir hinterher alles weh, weil du so angespannt bist. Sehr oft sind nämlich die Schneidezähne so lang, dass das Pferd die Backenzähne gar nicht mehr richtig aufeinander kriegt - die müssen dann sehr viel Muskelkraft investieren, um das Maul zuzukriegen.

Kopf- und Schweifschlagen können Zeichen von Verspannung und Schmerzen sein, müssen aber nicht. Dass sie dich schubst ist aber kein Zeichen von Schmerz, sondern dafür, dass du ihr noch nicht gesagt hast dass sie das doch bitte zu lassen hat. Und wenn mein Pferd 10x Schmerzen hat, ist das kein Grund, mit den Schädel in den Bauch zu rammen - das ist dann wieder eine Frage der Erziehung, völlig unabhängig vom physischen Zustand des Pferdes.

Dass sie nachtritt, ist so ein Mittelding zwischen Erziehungsfrage, Handling durch den Menschen und Schmerz - sehr viele Pferde können die Hinterbeine leichter heben, wenn man sie das Bein kurz nach vorn an den Bauch ziehen lässt. So löst sich die "Knieverriegelung", die dem Pferd ein beinahe anstrengungsloses Stehen ermöglicht - wenn man das Bein sofort nach hinten rauszieht, bleibt die Verriegelung hängen und das zwickt im Knie. Lässt man dann los, ziehen sie das Bein schnell nach vorn zum Aushaken und lassen es nach hinten schwingen, damit das Knie wieder gut beweglich ist. Wenn sie eh schon Verspannungen im Kreuz haben sollte, dann würdest du ihr - wenn du so aufhebst, wie es leider der Großteil der Reiter tut, nämlich zu weit weg vom Pferd, sodass man das Bein zur Seite rausziehen muss - damit die Hüfte ausheben und das tut erst recht weh, da wehren sie sich dann auch.

Trotz alledem ist ein Nachtreten, auch wenn es nicht auf den Menschen gezielt ist, ein absolutes No-Go und da gibt's von mir jedesmal einen Klaps dafür - ich achte darauf, den Huf so pferdefreundlich wie möglich zu heben (antippen, nach vorn ziehen lassen wenn es das will, gerade unter der Hüfte und dicht am anderen Bein vorbei nach hinten, nicht zu weit nach hinten und nach oben, Röhrbein mit meinem Bein gestützt, danach nicht fallen lassen, sondern absenken) und dann kann ich mir auch vom Pferd erwarten, dass es Rücksicht auf mich nimmt.

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Der weiße Rand wird trockenes Saumhorn sein. Wenn dein Pferd ein paar Stunden in der nassen Wiese steht, quillt das auf und wird wieder elastisch.

Gegen trockene Hufe kannst du nichts tun - die Feuchtigkeit regelt sich von innen heraus, den Huf ins Wasser stellen hilft eventuell dem Hufbearbeiter, das Messer kontrolliert reinzukriegen (und selbst dafür musst du mindestens eine halbe Stunde baden...), aber ändert am Feuchtigkeitsgehalt des Hufs selbst wenig. Der Huf passt sich der Umgebung an - ist der Boden trocken und fest, wird auch der Huf so, wäre er weich, hätte er zuviel Abrieb.

Ist der Huf trocken und rissig und es platzen Stückchen ab, dann passt die Bearbeitung nicht ganz.

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Was für ein Turnier?

Die "Standard"turniere, also FN-Dressur und Springen, sind in der Leistungsprüfungsordnung (LPO) geregelt - Springen ab Klasse M ist so ziemlich alles erlaubt, in Dressur gibt es schon ab Klasse L (da gibt's beides) Kandarenpflicht. Western gibt's soweit ich weiß auch Gebisspflicht. Bei den Isländern ist zumindest bei Minderjährigen Gebisspflicht, Erwachsene dürfen glaub ich auch ohne.

Wenn du alternative Turniere meinst, zB TREC, da ist eigentlich alles erlaubt. Meine Freundin startet gebiss-, baum- und eisenlos ;-)

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Meine Mutter redet schlecht über Pferde und das Reiten! Es regt mich auf!

Hallo ihr lieben ,

Also zunächst mal : Ich reite Seit ich 4 Jahre alt bin und Pferde sind einfach meine große Leidenschaft.

Schon als ich noch jünger war, ist es für meine Mutter immer ein Problem gewesen mich an den Stall zu fahren , bzw bei Pferden zu sein. Sie hat es natürlich trotzdem getan, weil iwie musste ich ja schließlich zu meiner Reitstunde.

Nun bin ich aus zeitlichen gründen 5 Jahre nicht mehr reiten gewesen und wollte immer wieder anfangen, was aber nicht geklappt hat, weil meine Mutter es nicht wollte. Sie wollte mich immer zum Volleyball-und Tennispielen kriegen aber das war nunmal nicht das was ich wollte. Immer wieder habe ich gebettelt wieder reiten gehen zu dürfen und immer kamen Kommentare wie " Wieso Pferde ? Wieso muss es reiten sein?? " .

Sie verstand es einfach nicht, dass dies das einzige war, was mir echt am Herzen liegt :/

Nun bin ich 18 und kann ja selbst entscheiden und habe wieder angefangen zu reiten. Meine Mutter war natürlich überhaupt nicht damit einverstanden und zickte nur rum. Aber schließlich konnte sie ja nichts dagegen tun.

Sie sagt nur immer so Sachen wie " Pferde sind soo stinkig und unsauber " , Oder " Vom Reiten wirst du nur Fett, du solltest einen richtigen Sport machen anstatt nur auf so einem Gaul zu sitzen und dich tragen zu lassen" .

(Ich hab ihr auch schon tausendmal gesagt, wenn man vom Reiten nichts versteht soll man ruhig sein) Brachte auch nichts. Sie stichelt immer und immer weiter und langsam kann ich es mir echt nicht mehr anhören !

Sie soll es doch einfach lassen ! Ich verlange ja nichtmal von ihr, dass sie mich unterstützt oder sonstiges.

Natürlich ist das Reiten und die Pferde nicht jedermanns sache und das ist ja auch vollkommen ok! Aber solche Sprüche verletzen mich und machen mich wütend.

Was kann ich denn nur tun, dass sie endlich damit aufhört :( Ich mag echt nicht mehr .

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Schalt auf Durchzug. Meine Eltern und Tante sind zwar früher geritten, der Rest hat mit Tieren allgemein aber eher wenig am Hut. Vor allem meine Cousins fanden das immer wahnsinnig witzig, sich über meine Tierliebe lustig zu machen - bis ich halt einfach nicht mehr reagiert habe ;-) da wird das triezen dann schnell langweilig, wenn keine Antwort kommt - und nachdem deine Mutter ja offensichtlich keinen Millimeter von ihrer Meinung abweichen will, wozu diskutieren?

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Die Beine und den Bauch mit Bio-Kokosöl einreiben (Bio weil das nicht raffiniert ist und viel Linolsäure enthält - die wirkt gegen das Ungeziefer). Hilft bei meiner Freundin ganz gut, seither findet sie auf ihrem Zeckenteppich nur mehr selten einen Blutsauger...

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Deine Ronda ist recht dünn, hat dafür aber einen ordentlich geblähten Bauch. Den Huckel in der Lende sieht man schon, auch wenn er nur ansatzweise da ist (da gibt's noch viel schlimmeres). Wären die Fotos nicht mit so viel Schatten-Licht-Wechsel, sähe man das besser ;-)

Eine hochgezogene Lende ist manchmal ein Anzeichen für Bauchweh oder Rückenprobleme. Was bei einem recht alten Pferd mit wenig Muskulatur und arthrosebedingten Zipperlein kein Wunder wäre.

Du stellst so viele Fragen zur Gesundheit deiner Ronda, das finde ich an sich ja sehr löblich - aber verfall nicht wegen jedem querliegenden Furz in Hypochondrie ;-) dein Pferd ist nicht mehr das jüngste, wurde deiner Beschreibung nach die letzten Jahre nach bestem Wissen und Gewissen deines Großvaters gehalten und jetzt kommst du Jungspund mit deinem Internetwissen daher und willst ihm erklären, dass alles Blödsinn war was er getan hat - pass nur auf dass da nicht gröberer Knatsch entsteht... Und ja, ich spreche aus eigener Erfahrung ;-)

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Das hängt mehr vom Gesundheitszustand als vom Alter des Pferdes ab. Unser 23j rennt momentan besser als die 12jährige...

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Müsstest du denn unbedingt Springen?

Wenn du nicht willst, kann dich ja keiner zwingen. Und es ist absolut notwendig ein Springpferd gut Dressur zu reiten (während ein Dressurpferd nicht unbedingt hüpfen können muss - erleichtert ihm zwar auch die Koordination wenns seine Beine auch über Stangen sortieren kann, aber so herum ists keine unbedingte Notwendigkeit).

Ab etwa der Höhe, die der Pferdebauch hat (also ab da, wo das Pferd tatsächlich auch seinen Rumpf deutlich hochwuchten muss und Beine heben nicht mehr reicht), spürt man schon einen deutlichen Schubs. Allerdings wirst du dich ja hoffentlich langsam rantasten und in der Höhe anfangen, die du schon kennst und das langsam erhöhen. Dann merkst du schon, wie sehr sich der Schubs verstärkt ;-)

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"Schnabelhuf" ist wohl ein Euphemismus für eine für den Huf höchst unangenehme Spannungssituation.

Das Foto, das du da im Link geteilt hast, sieht nach einem chronischen Rehezustand mit eher mangelhafter Bearbeitung aus. Die Zehe ist lang, die Trachten schieben unter, vermutlich sind die Eckstreben viel zu lang, seitlich beult die Wand aus. Alles in allem zieht und zerrt die Hornkapsel in alle Richtungen an der Lederhaut. Im besten Fall sind solche Pferde fühlig, im schlimmsten rühren die sich keinen Schritt.

Wie man schnabelnde Zehen korrigiert, hängt ganz entscheidend vom auslösenden Faktor ab. Hat das Pferd tatsächlich Hufrehe, schieben die Trachten nur unter oder rollen sie auch ein, wie läuft es, wo läuft es, wie oft läuft es, ist die Wandanbindung gut oder ist auch die Blättchenschicht schon geschädigt, es gibt jede Menge Dinge zu beachten. Das Patentrezept dafür gibt es nicht... der Schmied wird wahrscheinlich (wenn er nach der Fesselstandstheorie arbeitet) versuchen, die Zehe deutlich zurückzusetzen, indem er sie von unten und von vorne ausdünnt - manche gehen da so weit, dass die Wand im unteren Bereich komplett entfernt wird (was von Seiten Hufstabilität einem SuperGAU gleichkommt, grade bei eh schon instabilen Hufen).

Wenn auf so einen Huf wieder ein Eisen draufkommt, wird sich an der Situation selbst mit einem sehr guten Schmied nicht viel ändern - auf Eisen kann sich der Huf nur im Trachtenbereich minimal bewegen, vorn ist alles starr. Somit reiben sich die Trachten ab, die Zehe aber nicht - dadurch werden die Trachten flacher, die Zehen immer länger, Trachten schieben unter, Seiten beulen aus, Risse entstehen. Beim nächsten Umbeschlagen (im Idealfall nach 6, in der Realität aber oft erst 12 Wochen...) wird dann wieder alles auf Soll gesetzt und in den nächsten Wochen verschiebt sichs wieder ins negative...

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Die Tupfen nur am Hintern heißen Schabracktiger (Tiger (obwohl Leopard richtiger wäre, Tiger haben ja Streifen) wegen der Tupfen und Schabracke weil dieses Farbmuster wie eine Schabracke über einem Teil vom Pferd liegt, meistens über der Kruppe.

Es gibt mehrere Rassen, die so ein Farbmuster zeigen - am Häufigsten sind das Appaloosa (nicht allzu groß, meist mit nicht allzu viel Mähne und Schweif ausgestattet), Knabstrupper (etwas größer und kräftiger, sehr elegant) und bei einigen Kaltblutrassen wie Norikern kommt das auch vor (die "Brauereigäule" mit einer Brust wie Arnie ;-) )

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1. Weil das seit Jahrhunderten so gelehrt wird und (großteils) aufeinander aufbauend ist.

2. Man sollte. Praktiziert wird es aber leider eher selten.

3. Jein. Ich finde zB, dass die Geraderichtung erst zu spät kommt - denn ein schiefes Pferd kann nicht auf beiden Händen gleich losgelassen sein und hat damit auch keinen gleichmäßigen Schwung bzw Takt.

Man darf die Skala nicht streng hierarchisch sehen - es gilt NICHT, dass Punkt 2 erst angesprochen werden darf, wenn Punkt 1 perfekt sitzt - die ergänzen sich durchaus.

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Bei einem Sehnenschaden hilft am Besten eine fachgemäße Hufbearbeitung und der jeweiligen Sehne angepasste Bewegung.

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Hufrolle... Was hilft noch?

Hallo

Leider hat meine Rb Hufrolle, jedoch sehr komisch. Wir sind mittlerweile Ratlos und wissen nicht mehr weiter: Also vorneweg, sie ist 20 Jahre alt und vor ca einem Jahr hat die Geschichte mit der Hufrolle begonnen. Diese hatte sie nur am linken Vorderhuf und wurde daraufhin "operiert". Dann ging sie zwar lahmfrei, jedoch hat sie anfangs immer getaktet, was ja eigentlich nicht stört. Doch nun seit einiger Zeit beginnt sie am rechten Huf zu lahmen und ihn nicht mehr zu drehen. Jedoch entlastet sie immer den linken Huf. Also rechts lahm, links entlastet im Stehen. Beide Hufe sind gelegentlich warm und pulsieren, wie es für eine Hufrollenentzündung üblich ist. Dazu kommt, dass sie sehr oft mit den Vorderbeinen einknickt. Einen Bewegungsdrang hat sie auf jeden Fall, beim Freilaufen lassen oder reiten (was ziemlich reduziert wird!) hat sie wie eine innere Uhr. Genau nach einer halben Stunde wacht sie auf und ist total motiviert zu laufen, teilweise im Gelände ist sie auf weichen Wegen kaum im Schritt zu behalten. Dann hüpft sie wie wild und würde am liebsten im Jagdgalopp wegrasen. Jedoch das takten bleibt. Das nächste, was mach laut Tierarzt dann macht wäre der Nervenschnitt, doch das ist uns fast zu riskant.. Wir gaben vor kurzem dann mal Equipalazone und das lahmen war weg, takten und entlasten nicht. Liebe Community, fällt euch dazu was ein? Denn wir sind Ratlos... Tierarzt meint Nervenschnitt, aber das wird unser aller aller letzer Ausweg. Liebe Grüße

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Was an der Hufrolle ist betroffen (Sehne, Strahlbein, Strahlbeinbänder, Hufgelenk, Schleimbeutel oder mehreres)? Und was genau wurde operiert?

Wie wurde die Diagnose abgesichert? (medizinisch korrekt wären 3 RöBis plus Leitungsanästhesie plus Gangbeurteilung plus Provokationstests plus Abtasten (in umgekehrter Reihenfolge), wenn das nicht alles! gemacht wurde und der TA trotzdem die Diagnose Podotrochlose stellt, begibt er sich auf sehr dünnes Eis - da kann ihm sogar eine berechtigte! Schadenersatzforderung für die Folgen seiner Pfuscherei drohen!)

Fakt ist: Wenn die Hufrolle mal einen Schaden hat (und leider haben sehr viele Pferde schon als Fohlen so starke Strahlfäule, dass es fast nicht ohne Folgen für die Hufrolle ausgehen kann!), gibt es sehr oft Verwachsungen im Gelenk. Dann ist das Gelenk nicht mehr voll beweglich und das Pferd verliert einen Teil seiner Fähigkeit, seitliche Verwindungen des Hufs zu kompensieren, genauso wie die Beweglichkeit in der aktiven Achse abnimmt. Sie versuchen dann oft, das Hufgelenk so wenig wie möglich zu bewegen und fußen sehr früh ab, was oft zur Stolperei führt und je nach Ausprägung kaum bis sehr deutlich als Lahmheit sichtbar ist.

Der Nervenschnitt ist in meinen Augen pure Tierquälerei - damit schaltet man einfach die Empfindsamkeit aus, um das Pferd ohne Rücksicht auf seine kaputten Füße weiter nutzen zu können. Nur weils die Probleme nicht mehr spürt, verschwinden die nicht! Das Hufgelenk wird dadurch nicht beweglicher! Die Entzündung wird nicht weniger! Das Pferd spürt es nur nicht mehr, wenn es die Strukturen überlastet hat. Was dann dazu führt, dass es sich die Beine in noch kürzerer Zeit komplett schrottet...

Hat das Pferd einen orthopädischen Beschlag drauf? Ich würde mir dringend überlegen, das Pferd barhuf zu behandeln. Da gibt es einfach so viele Vorteile gegenüber einem Beschlag, der dem Pferd hilft seine kranken Beine zu schonen, dass man die manchmal etwas zähe Umstellungszeit in Kauf nehmen sollte. Allerdings würde ich das nicht mit einem Hufschmied wagen - mir ist derzeit keiner bekannt, der das gut genug hinstellen kann. Schau mal auf www.dhgev.de, ob in deiner Gegend jemand unterwegs ist, die Beratungstermine sind unverbindlich und oft kostenlos.

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Fell isoliert. Dass also das Bein an Stellen mit dünnerem/fehlendem Fell wärmer ist, ist schlicht und einfach Physik.

Biologie bedingt, dass Bewegung zu mehr Durchblutung führt - mehr Durchblutung führt zu mehr Wärme in den jetzt besser durchbluteten Bereichen, also ja, es ist auch normal, dass Bewegung zu wärmeren Beinen führt.

Hat dein Pferd evtl noch einen Spezialbeschlag drauf? Den würd ich mir vor weiterem Aufbau nämlich gut überlegen.

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Sauerkraut gibt's eingeschweißt zB bei Aldi - bei uns liegt immer eine Packung im Stallkühlschrank (hält ewig und wenns schlecht würde wärs ja auch egal - wird ja nicht gegessen). Für die Zukunft also vorsorgen ;-)

Ansonsten hilft im Notfall auch einfach ein Angussverband mit Wasser. Rivanolverbände ohne offene Wunden sind ja eh eher sinnbefreit, wozu willst denn da was desinfizieren wenns keine Wunde gibt... Da ist eh das Wasser der "Wirkstoff" ;-)

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Och, da werden die schon einfallsreich (und die Damen helfen da auch kräftig mit)....

Und selbst wenn es sich von der Größe her nicht ausgehen sollte - willst du den dreien wirklich den dauernden Stress antun? Dem Hengst weil er nicht rauf kommt, den Stuten weil er es dauernd versucht (und weil sie ja auch gedeckt werden wollen, wenn sie rossig sind)...

Lass den Knirps kastrieren und stell ihn noch ein Monat extra - die Zeit übersteht er schon noch.

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Weder noch.

Der Grund ist: Pellets ist ein sehr weit gefasster Begriff. Das heißt eigentlich nur, dass irgendwas in Stäbchenform gepresst wurde. Was? Na, das hängt von der Marke ab. Damit es gepresst werden kann, muss aber Bindemittel drin sein - oft Melasse (also kurzkettige Zucker) oder Öle (und da natürlich nicht die teuren, nährtechnisch wertvollen).

Zucker sind nicht gut für den Darm, weil die Pferdeverdauung auf langkettige Kohlenhydrate ausgelegt ist, genauer auf den Aufschluss von Cellulose. So verändert sich die Darmflora, damit der Zucker aufgespalten werden kann, und das kann von Kolikanfälligkeit über Blähungen und Durchfall/Kotwasser bis hin zu schweren Stoffwechselstörungen und Hufrehe alle möglichen Folgen haben. Im besten Fall pupst das Pferd nur viel.

Öle sind in der Pferdefütterung fast noch kritischer zu sehen, da Pferde keine Gallenblase haben, weil sie von ihrer Nahrungsaufnahme her nicht dafür ausgelegt sind, große Mengen Fett aufzunehmen. Bei ihnen fließt Galle kontinuierlich in den Darm - je nach Pferdegröße ist bei etwa 50g Fett schon das Ende der Fettspaltungskapazität pro Mahlzeit erreicht (zum Vergleich: Hafer hat etwa 5-7% Fett, d.h. bei 500g Hafer hast du schon ca 30g Fett gefüttert!).

Müslis bestehen auch großteils aus Pellets plus eben noch bissl was fürs Auge, also thermisch gepoppte Getreide, vielleicht ein paar Fruchtbrösel und, wichtig, damits lecker aussieht, einer Glasurschicht aus Melasse plus ein bisschen Aroma für die Menschennase.

Getreidefreie Müslis sind in meinen Augen pure Abzocke, da kann per Definition nicht mehr drin sein als geschreddertes Heu mit Früchten, und dafür zahl ich keinen Euro pro Kilo, wo ich Heu um 15 ct bekomme.

Insgesamt geht es bei deinem Pferd (wie bei allen anderen auch!) ja rein um die Energiebilanz: den Grundumsatz kann man eigentlich bei so gut wie jedem halbwegs gesunden Pferd rein über Heu mehr als abdecken. Verbraucht es mehr, weil es viel geritten wird, muss eben mehr Energie rein.

Wie bereits erwähnt ist das Pferd auf Energieaufnahme aus Cellulose ausgelegt, also wäre das erste Nahrungsmittel, das rein muss, Heu. Wenn Heu 24/7 noch immer nicht reicht (was bei gesunden Pferden seltenst der Fall ist!), dann sollte man das am nächstbesten geeignete Nahrungsmittel nehmen, und das ist in Sachen Getreide schlicht und einfach Hafer, am besten ungequetscht, damit das Pferd viel kauen muss und damit auch viel Speichel produziert, der den Magensaft gut puffert (und nebenbei ist ungequetschter Hafer einfach viel besser lagerfähig, bei geöffneten Getreidekörnern wird das Fett im Keim sehr schnell ranzig).

Alle anderen Futtermittel, insbesondere so Mischungen, die mehr Punkte auf der Rezepturliste haben als ein 7Gängemenü, belasten den Verdauungstrakt, so dass das Pferd fast mehr Energie für deren Verstoffwechslung aufwenden muss als darin verfügbar ist. Das ist auch der Grund, warum angeblich "Hafer sticht" und Müslis oder Pellets nicht - wenn der Hafer das Pferd wuschig macht, dann ist schlicht und einfach zuviel Energie verfügbar und man kann die Hafermenge gehörig reduzieren.

Nachdem deiner scheinbar eh vor Energie übergeht, würde ich kein Kraftfutter füttern, sondern ausreichend Heu plus ein geeignetes Mineralfutter. Viele Pferde, die Kraftfutter reingeschoben kriegen weil sie so tranig sind, haben keinen Energiemangel, sondern einen Spurenelementemangel - und den kriegt man mit mineralisierten Müslis oder Pellets nicht abgedeckt.

Daher: Heu, gutes Mineralfutter, eventuell eine Handvoll Hafer, damit kommen die meisten Pferde sehr gut aus. Wenn man mal eine Zeitlang ein süßes Müsli füttert, um zB eklige Medikamente drin zu verstecken, macht das nix. Aber als "Standardfutter" sind sie nicht geeignet.

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Schau mal hier:

http://www.pferdezucht-austria.at/download/files/%7B87BA8231-3B6C-43EA-966E-EC095F4A0591%7D/Druckversion_Checkliste_Pferde.pdf

Wie oft Wasser zur Verfügung stehen muss, steht aber leider nicht drin.

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Das heißt dass nicht die gesamte Kabellänge eingezeichnet ist ;-)

Das wird immer dann eingezeichnet, wenns dazwischen genauso weitergeht wie vor und nach dem //. Es gibt ja immer wieder so Experten die da dann meckern anfangen weil das Kabel in ihrer Hand länger ist als das im Diagramm eingezeichnete...

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Pferd stand lange in der Box

Meine RB stand nun anscheinend fast ein halbes Jahr oder läbnger in der Box, warum weiß ich auch nicht (sie war aber nicht krank). Sie durfte nicht auf die Weide und hatte nur über die Box Kontackt mit den anderen. Sie bekommt null, null Kraftfutter, nur Heu. Wenn ich sie jetzt auf den Platz lasse (ohne Strick und Halfter) dreht sie voll ab. Buckelt, schlägt und lässt sich kaum halten. Ich trau mich auch nicht sie zu longieren, weil sie halt immer buckelt und ich Angst habe, sie könnte sich verfangen oder stolpern oder so. Ohne Longe kann ich sie mit der Longiergerte etwas bremsen und sie reagiert auch darauf, nur ist sie nicht konzentriert bei der Sache. Lasse ich ihr Strick und Halfter dran und führe sie, geht es, aber sie ist dann immer so schnell und zieht unglaublich am Strick, schlägt mit dem Kopf und ist wieder unkonzentriert.
Wie gesagt, sie hatte keine Möglichkeit zum Weidegang oder sonstiger Bewegung. Warum weiß ich nicht, nur das sie nicht krank war.
Nun hab ich zwei Fragen:

  1. Wenn ich sie alleine laufen lass und sie buckelt und schlägt, bekommt sie Nasenbluten. Warum und was kann ich da tun?

  2. Was kann ich allgemein tun, um sie wieder besser halten zu können und wie bring ich sie dazu sich auf mich und die Arbeit zu konzentrieren?

Es stehen noch weitere Pferde in dem Stall und bei einem weiß ich, dass es wegen einer Gelenksentzündung vier Wochen stehen musste, Es bekam auch nur Heu und hat auch keine Möglichkeit auf die Weide zu kommen. Dieses Pferd bucklt nicht, schlägt nich, lässt sich halten und konzentriert sich auf die Arbeit. Die beiden sind ungefähr gleichalt (etwa sieben glaub). Warum macht meine RB das alles?

lg Heiterkeitsbärchen

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Dieses LAUFTIER ist seit MONATEN eingesperrt, auf einer Fläche als würde man einen Dackel in einen Umzugskarton packen! Und du wunderst dich, warum die ihre Energie rauslässt?!

Die Haltungsbedingungen optimieren kannst du, alles andere, jegliche andere Manipulation an diesem armen Vieh wäre unter aller Sau! Alles andere kaschiert nur Symptome...

Warum der andere nicht hüpft? Wahrscheinlich tut dem was weh. Oder er ist einfach ein anderer Charakter. Oder er ist schon so abgestumpft durch diese Haltung, dass ihm eh schon alles wurscht ist.

Warum sie Nasenbluten kriegt? Das wäre eine Frage für den Tierarzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Atemwege durch den ununterbrochenen Aufenthalt in der ammoniakhaltigen Boxenluft (und das ist in jeder Box so, egal wie oft und gut gemistet und egal wie luftig gebaut der Stall ist!) so gereizt sind, dass sie die Mehrbelastung beim Austoben dann nicht aushalten.

Dass das unaufgewärmte Lostoben Gift für die kalten Muskeln und Gelenke ist, weißt du ja hoffentlich.

Sorry wenn das harsch klingt, aber diese Blauäugigkeit regt mich auf.

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Deine Stute ist ein Tobiano. Wenn sie zwei Scheckgene hat, wird das Fohlen sicher auch ein Schecke, hat sie nur eins, dann hast du von ihrer Seite her eine 50/50 Chance auf einen Rappen oder einen Rappschecken.

Vom Hengst hast du eine mindestens 50%ige Chance auf einen braunen (wahrscheinlich mehr, bei der Abstammung die du beschreibst).

Am wahrscheinlichsten käme ein Brauner oder Braunschecke raus, eventuell ein Rappschecke, mit ein bisschen Glück ein Rappe.

Dreifärbigkeit gibt es bei Pferden in dem Sinne nicht, da dafür eine ganze Menge Gene mitspielen müsste. Schecke ist ja "nur" ein Muster über eine bestimmte Grundfarbe drüber (bei deinem Mädel Rappe), und Brauner ist nach Schimmel die dominanteste Farbe.

Schimmel kommt keiner raus, das Schimmelgen ist dominant, da reicht schon ein Gen damit das Pferd ausschimmelt - tut aber keiner der beiden, daher also sicher kein Schimmelgen vorhanden.

Im Übrigen würde ich mir aus Körperbau-Gründen überlegen, ob es ausgerechnet diese beiden in Kombination sein müssen...

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Da stellt sich halt auch die Frage in welcher Gegend du wohnst und welche Bäume bei dir gut gedeihen (eine Weide ist zB auf trockenem Sandboden weniger glücklich)... Wenn du die Bäume nicht auszäunen willst, brauchst du entweder etwas, das nicht gut schmeckt oder Verbiss gut toleriert.

Birke hält recht viel aus (wenn sie erstmal groß genug ist - die jungen Bäume musst du in jedem Fall schützen).

Walnuss wird in der Regel nicht angefressen, es gibt aber manche Pferde die sind regelrechte Nussknacker und saugen im Herbst alles ein was runter kommt (incl. der grünen Hülle und die ist leicht giftig).

Holunderstauden sind ganz gut, die schmecken nicht, der Geruch hält Fliegen fern, sie wuchern wie nur was und man kann im Frühjahr Holunderblüten und im Herbst Holunderbeeren ernten.

Haselnuss wächst auch gut und gerne, wird gern gefressen, allerdings kommen bei uns die Pferde mitm Abfressen nicht nach.

Pappel steht am Koppelrand, die ignorieren sie auch.

Ahorn würd ich vermeiden, der wird in Verbindung gebracht mit der Weidemyopathie.

Obst würde ich auch vermeiden auf die Koppel zu stellen. Damit Obstbäume was tragen brauchen sie schon ein wenig fachlich fundierte Pflege, und das Fallobst im Herbst kann schon zur einen oder anderen Bauchwehgeschichte führen (und leider gibt's ja auch unter Pferden Wespenallergiker...)

Sollten die Bäume als Wetterschutz dienen, wären Nadelgehölze wie Tanne und Fichte interessant - bis die allerdings groß genug sind, dass ihnen die naschenden Pferde nix mehr anhaben und die Pferde drunter parken können, dauerts einige Jahre.

Achja: Dass man in dornige Sachen nicht reinsteigt, lernen sie sehr schnell ;-) Die Brombeerhecke bei uns am Wald wird am Rand entlang abgenascht, aber reingeklettert ist noch keiner.

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Naja, es ist eine Bleiche, also wird dein grünes Shirt wohl jetzt helle Flecken haben... eine Lösung wär gewesen es sofort auszuwaschen, dann häts vielleicht noch nicht genug Zeit zu wirken gehabt, aber nach 20 Minuten?

Ansonsten zum Chef gehen und sagen "Sorry Chef, hab mich angepatzt, Shirt ist im Eimer, brauch ein neues."

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Darf ich mal vermuten, dass du einen Bearbeiter da dran hast, der nach NHC arbeitet?

Der Strahl ist nämlich - à la Wildpferd - so gut wie nicht bearbeitet und lappt über die Strahlfurchen. Die sind außerdem hinten mit Ballenhorn zu, dadurch kann dort der Dreck nicht raus. Resultat: Der Strahl "schuppt" (durch seine gummiähnliche Konsistenz bröselt der nicht so weg wie Sohle oder splittert wie der Tragrand, sondern löst sich in größeren Fetzen ab). Diese Schuppen werden durch das Ballenhorn und den hohen Druck, weil der Strahl plan am Boden steht, festgehalten und lösen sich nicht ganz ab. In den abgerissenen Klüften setzt sich aber Dreck fest, es fängt an zu gammeln (deswegen auch die schwarzen Rissränder) und die Fäulnis frisst sich immer tiefer.

Leider sieht man nicht genau wie tief es schon ist, weil da der Behang bisschen drüberliegt, aber nachdem - wie Ponyfliege schon richtig festgestellt hat - die Haut in der Fesselbeuge schon gerötet ist, dürfts da schon ordentlich reingehen.

Ich würde dir empfehlen den Bearbeiter zu wechseln. Der Strahl gehört ausgeschnitten, die Eckstreben könnte man auch optimieren (die sind zu hoch), die Sohle sollte eigentlich nicht so platt sein. Der Tragrand ist eigentlich schön. Mit der Strahlfäule und den drückenden Eckstreben belastet dein Pferd sicher nicht gern den hinteren Teil des Hufs, schleift sich eher die Zehe ab (der Tragrand an der Zehe ist deutlich niedriger als an den Trachten), tritt nicht vernünftig unter. Mit guter Bearbeitung und regelmäßiger Pflege durch den Besitzer (!) ist das aber in den Griff zu kriegen.

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Naja, das kommt jetzt ganz darauf an, was du unter Pocken verstehst ;-) Das da: http://files.homepagemodules.de/b215996/f11784451t506761p7246864n1.jpg ist Sonnenbrand. Tut schweineweh. Wenn ihr die Tränker mit der Lippe zum Runterdrücken habt, schau mal obs überhaupt noch trinkt - meine hat nämlich nimmer getrunken, weil ihr das Auslösen so weh getan hat.

Wenn es Sonnenbrand ist, schau dich mal auf der Koppel um ob du Johanniskraut findest - dessen Saft in Kombination mit Sonnenlicht macht richtig fiese Verbrennungen.

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Antwort 1: Weil sie es kann.

Antwort 2: Indem du ihr das konsequent und strikt verbietest.

Dazu gehört, dass du dich aufs Pferd konzentrierst, und zwar immer und komplett. Nix tratschen mit der Freundin, nix Natur bewundern, nix übern hübschen Typen aus der Nebenklasse nachdenken, sondern Pony beobachten. Dann kriegst du nämlich den Moment mit, in dem sie mit 2mm Kopf Richtung Gras drehen fragt "machts dir eh nix aus, wenn ich esse, oder?" und wenn du in diesem Moment sagst "doch, stört mich schon, friss doch bitte zuhause und nicht wenn ich draufsitz!" und das vielleicht noch 5x beantwortest, ist die Sache erledigt.

Als ich angefangen hab, meine zu reiten, hat sie sich selbst im Galopp noch Äste geschnappt... Der hab ichs ein paar Mal mehr erklären müssen, inzwischen sind wir uns da einig - futtern darf sie nur, wenn ich ihr das erlaube.

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Das sind vermutlich verschorfte Wunden von Insektenbissen. Grade an den Beinen und am Bauch sinds gern Grasmilben.

Bei meiner Stute hilft Kokosöl (mit hohem Laurinanteil - also Bio-qualität, nicht das raffinierte Ceres) gegen die offenen Bisse am Euter.

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Freie Tage, an denen nix gemacht wird, sind sogar unbedingt nötig. Ohne Regenerationsphase können sich keine Muskeln aufbauen und auch der Kopf braucht mal frei, wo er auslüften kann...

Ich hab überhaupt keinen Plan, wann ich was mache. Erstens haben wir keine Halle und ich bin somit etwas vom Wetter abhängig (bei uns tobt derzeit ein Sturmtief, wenn mir Äste um die Ohren geflogen kommen geh ich nicht raus, nichtmal aufn Platz), und zweitens kann ich ja nicht wissen, ob ich nächste Woche Dienstag Lust drauf haben werde, 20 min Stangenarbeit zu machen und danach grasen zu gehen oder ob mir der Sinn eher nach einem zweistündigen Schrittausritt steht. Ich mach das immer davon abhängig, wie es mir selber grade geht (denn wenn ich gestresst von der Arbeit komme und mein Geduldsfaden eh schon angenagt ist, bringt es überhaupt nix an diesem Tag was neues mit dem Pferd erarbeiten zu wollen, das endet nur in Frust und bevor ich ungerecht bin, mach ich lieber nix), aber auch wie mein Pferd drauf ist - kommt sie mir schon mit gespitzten Ohren entgegen, gibts mehr Action, ist sie hibbelig und nervös, dann wird an ruhigen Dingen wie "bleib einfach mal 2 Minuten stehen ohne irgendwas zu tun" gearbeitet.

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Das wird ein Gestütsbrand sein. In Spanien ist das noch weit verbreitet, in Mitteleuropa schon einige Jahrzehnte "aus der Mode".

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Junges Pferd - Erfahrener Reiter

Erfahrenes Pferd - "junger" Reiter (im Sinne von Anfänger)

Jung + Jung kann funktionieren, aber es ist sooooo mühsam. Nicht nur für den Neo-Pferdebesitzer, sondern auch und vor allem für den erfahrenen Helfer... ich erlebe es grade selbst.

Meine 38jährige Freundin (Mutter von 3 Kindern und Lehrerin) hat im August angefangen zu reiten, im Oktober ist sie mit der, die ihr das "reiten" (zu dem Zeitpunkt war das draufsitzen und im Trab Angst haben, galoppiert ist sie bis heut noch nicht) beigebracht hat, losgezogen auf Pferdesuche. Ich hab ihnen sicher 10x gesagt, sie soll sich doch bitte ein ausgebildetes, erfahrenes Pferd kaufen, wenn es denn unbedingt jetzt schon ein eigenes sein muss... Ausgesucht hat sie sich eine 3jährige Stute, grade mal den Sattel drauf gehabt, misstrauisch und eher rempelig gegenüber Menschen, körperlich und psychisch ziemlich vernachlässigt und mit Baustellen, die wohl nie ganz genesen werden. Und das alles, weil sie sich Hals über Kopf und ohne nachzudenken in die hübsche Schecke mit den ruhigen Augen verliebt hat (die Augen waren nur so ruhig, weil sie vor Hunger keine Kraft mehr hatte - die Süße hat Pfeffer im Ar5ch, ja halleluja).

Nach 2 Monaten hat die "Freundin" von diesem Pferd einen Tritt bekommen (wobei sie zu 100% selbst schuld war) und ihr gesagt, dass sie den bösartigen Gaul nie wieder anfasst. Also kam ich zum Handkuss und helfe ihr jetzt, einerseits ihr Pferd halbwegs gesund zu bekommen und andererseits es zu erziehen, dazu kommt noch dass sie reiten erst lernen muss. (Inzwischen sind wir in einen anderen Stall gezogen, weil die "Freundin" ihr angeknackstes Ego nicht im Griff hat und uns rausgeworfen hat.)

Es ist echt mühsam. Das fängt bei so simplen Sachen an wie dem Führen - weil sie auf Kleinigkeiten im Pferdeverhalten nicht achtet (woher soll sie es denn auch wissen), die aber unbedingt korrigiert werden müssen, grade bei einem so charakterstarken Pferd wie ihrer Stute. Drum sitzt sie ihr jetzt bei jedem Pieps am Schoß und steigt ihr in die Fersen, was sie bei mir nicht macht, weil ich ja anders reagiere (und schon ist sie wieder frustriert weil ihr Pferd bei anderen Menschen funktioniert und bei ihr selbst nicht). Inzwischen haben wir "Pferd getauscht", also ich arbeite mit ihrer Stute und sie lernt an meiner, wie ein gut erzogenes Pferd reagiert wenn man ihm was sagt. Und ich erklär ihrer, wie sie reagieren soll wenn ein Mensch was sagt...

Drum sind wir jetzt, nach 4 Monaten Zusammenarbeit, noch immer nicht ein Mal am Pferd gesessen, und das wird sich heuer wahrscheinlich auch nimmer ändern. Trotzdem, die Fortschritte sind enorm, beide lernen viel und schnell - aber es ist ihr zu wenig und zu langsam und sie ist immer wieder sehr frustriert, weil vieles nicht so läuft wie sie sich das vorstellt. Weil ihr Pferd bei ihr nicht so brav ist wie bei mir. Da setzt das irrationale, aber total menschliche "aber du gehörst doch mir, ich hab dich lieb, ich kratz für dich die letzten Cents zusammen, warum bist du mir nicht dankbar" ein...

Aber hey, sie kann inzwischen allein ihr Pferd holen, alle vier Hufe auskratzen und hat nicht gleich einen Plärrkrampf wenns Pferd zuckt, kann sie allein mit Fliegenspray einsprühen, gibt ihr Medis in Maul und hat letztens sogar den Schweif eingeflochten. Alles Dinge, die zu Weihnachten noch komplett unmöglich waren...

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http://www.gutefrage.net/tipp/das-vernuenftige-pferdebesitzer-starterkit

Die Erstanschaffung ist aber ein Klacks im Vergleich zu dem, was später auf dich zukommt - da kannst du locker die Stallgebühr + 200€ im Monat rechnen. Und das ohne, dass das Pferd großartig was hat.

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Wie groß ist die Wiese? Fürn Zaun kannst du grob rechnen, wenn du die Zaunpfähle auch noch brauchst und halbwegs vernünftige nimmst, nicht diese Plastikstecken die beim anschauen schon abbrechen, 3-5 Euro pro Laufmeter. Somit kostet dich eine quadratische Wiese von 1ha nur für die äußere Umzäunung, da ist noch keine Unterteilung dabei, mindestens 1200 Euro. Dazu noch ein Weidezaungerät mit Power, kostet auch 500 aufwärts.

Stall braucht eine Baugenehmigung, Bodenbefestigung, du musst Wasser und Stromleitungen legen, Mistplatte, ein Vordach ist was überaus praktisches. Allein für das Gebäude, in dem du einen Teil der Heuvorräte (lang nicht alles!) lagern kannst, sind 10.000 locker weg...

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"Klopphengst" OP?

So ihr lieben..

eine etwas spezifische Frage.

Mein Pferd hat letztens einen Hormontest bekommen, es wurde nun auch herausgefunden das der wert, der bei wallachen nicht höher als 2,0 ist , bei ihm bei 3,05 ist. Also geht man davon aus das in der Bauchhöhle noch ein Hoden oder sowas ähnliches ist.

Er ist 15. Er ist ne klette, er ist sehr stark und er.. ja.. sein wille ist Gesetz. Er ist schwer zu reiten, geht nicht allein ins Gelände, lässt keine anderen Reiter rauf und auch noch ein schisser. Er zappelt. Immer. Überall.

Ich kenn ihn seit dem er 4 ist.. ich hab mir gedacht - mein Gott... so ist er eben! Aber es macht mit ihm oft keinen Spaß, da er... ja, eben er ist.

Wir haben das letztens erst das nervigste hinter uns. Bruch in der Fessel. Anschließend sehnen hin vom fehlbelasten.. monatelang box.. keine Bewegung...

Er war dann zwischendurch in der Box abends und tagsüber draußen ( als es besser war) (Oh Gott ist der ausgerastet immer in der zeit..) .. nun ist es relativ gut wieder, er darf wieder im Offenstall stehen. was ihm gut tut. kein kalt start morgens. kein von 0 auf 100...

diese Lösung mit Box und dann Morgens weide und abends rein geht deswegen bei ihm nicht. Er macht sich da halt immer wieder kaputt. Schon getestet..

Die Tierärztin sagte nun:

Option 1: Pferd operieren

Option 2: Wallachherde

Wallachherde geht in meinem Stall nur mit Box in der Nacht. Umliegende Ställe auch. Keiner hat einen Wallach Offenstall... Und er mag halt auch keine Wallache.

Er mag seine Frauen und hat da feste freunde und war sehr unglücklich als er mal ne Zeit bei wallachen stand (nach der Sehnensache).

Da er aber ständig die Stuten deckt, und auch dabei sehr unzart ist (die stutenbesitzer lieben mich bereits... räusper) und halt so schlecht zu händeln ist und zu reiten...

Ist die Frage nun: wäre das nicht doch ne Idee mit der OP?!

Hat da jemand Erfahrung? Ich bin überfragt!

Ich hab bei der Uelzener ne Premium OP Versicheurng.. Ich blick überhaupt nicht mehr durch und weiß nicht ob das eig übernommen werden würde?!

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Falls er tatsächlich ein Klopphengst ist, wird die Kastration seiner Gesundheit gut tun (der "zu warm gelagerte" Hoden ist nämlich ein Risikofaktor auch in Sachen Krebs!), aber höchstwahrscheinlich nix an seiner Deckerei ändern. Das tut er jetzt schon so lang... Damit wird er eher nicht aufhören. Also wird dir über kurz oder lang nix übrig bleiben als ihn in eine Männer-WG zu stellen...

Woher weißt du dass er Wallache nicht mag? Hast du ihn schonmal in einer Wallachgruppe, komplett ohne Stutenbeteiligung, gehabt? Dass er "seine" Weiber verteidigt und deswegen auf andere Männer losgeht, ist klar. Ohne Stuten kriegen sich die Herren aber recht schnell ein...

Das Rittigkeitsproblem wird die OP aber sicher nicht ändern. Da liegts an dir...

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Das klingt nach dem allseits beliebten "Ischias" - da wird der Nerv beleidigt, zB weil das Iliosacralgelenk blockiert ist.

Wenns mich mal erwischt fühlt sich das an wie eine Mischung aus Muskelkater und Krampf, hört aber nicht auf, egal ob ich mich beweg oder nicht und egal was ich nehm (einzig Ibu hilft bissi...)

Osteo/Chiro wär da angesagt :)

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Wintec ist gut - aber nur wenns ums Marketing geht. Die schaffen es tatsächlich, so viel zu verkaufen, weil die Sättel angeblich von jedem "anpassbar" sind. Blöderweise fehlt da aber die halbe Wahrheit, denn ein passendes Kopfeisen heißt noch lange nicht, dass auch der Baum passt. Die Polsterung kann nicht verändert werden. Das Material ist auch nur so lala, färbt leicht aus.

Ganz abgesehen davon find ich sie gnadenlos unbequem.

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Wozu willst du das tun? Die Huffeuchte wird von innen heraus reguliert. Wenn die äußerste Hufschicht trocken wird, hat das ihren Grund - nämlich trockene Bodenverhältnisse. Und dann ist das auch gut so, denn weiches, aufgetriebenes Horn würde dann zu schnell abgerieben.

Wenn du damit freundlicherweise deinem Hufbearbeiter die Arbeit erleichtern willst, dann müsstest du den Kollegen schon mindestens eine Stunde, wenn nicht länger, im Bach parken. Und das wär sogar meiner kleinen Wasserratte zuviel, die würd mir den Vogel zeigen...

Huffett bringt sowieso nix, das pappt nur den Dreck fester drauf. 30cm sind für ein wassermisstrauisches Pferd verdammt tief, das hat was von Marianengraben...

Hast du allerdings so ein Equus hydrophobicus wie mein Großer es eines ist, dann stehst du eh auf verlorenem Posten. Den Großen hab ich nach 19 Jahren jetzt soweit, dass Wasser aus dem Schlauch geduldet wird, solang es nicht in die Nähe seines Familiensilbers kommt. Eine Pfütze wird nur durchquert wenn er vor lauter in-der-Gegend-herumgaffen übersieht dass da eine ist (und dann hüpft er meistens noch mit einem "whooooaaaa was ist denn das ekliges"-Satz raus), und ein Bach ohne Brücke stellt uns immer noch vor gröbere Diskussionen. Durchgehen, na wenn es denn unbedingt sein muss und gar nicht anders geht (sprich man auch nicht drüber springen kann), aber drin stehen bleiben, wozu?!

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Das kommt auf mehrere Faktoren an: Was hat der Besitzer mit dem Pferd vor, wo liegt der Sehnenschaden, wie ausgeprägt ist er, wie viel ist der Besitzer bereit zu tun, wie wird das Pferd gehalten, gefüttert, bewegt, gepflegt, wer macht die Hufe, wie viel Ahnung hat der Tierarzt.

Generell ist ein Sehnenschaden natürlich schmerzhaft. Für das Fluchttier Pferd kommt dann noch die psychische Komponente "wenn jetzt ein Säbelzahntiger kommt, bin ich Hackfleisch" dazu. Grade Probleme mit dem Bewegungsapparat zeigen Pferde erst dann, wenn es gar nimmer anders geht, könnte ja ein Raubtier sehen dass man nicht so flott ist wie der Rest...

Wenn der Sehnenschaden richtig behandelt wird, ausheilen darf, das Pferd danach wieder gut auftrainiert wird, dann kann der komplett ausheilen. Es dauert halt ewig und noch drei Tage, weil Sehnen ja kaum durchblutet sind. Der Wallach meiner Tante hat sich die tiefe Beugesehne (die, die das Bein hebt beim Gehen) fast komplett durchgerissen. Nach einem Jahr konnte man ihn wieder reiten, ein weiteres Jahr später hat er das Stallturnier gewonnen und man merkt ihm bis heute nix mehr davon an.

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Wer im Alltag lange Nägel hat, hat damit auch beim Reiten keine Probleme. Meine Freundin hat 1cm-Krallen und macht damit alles, von Garten umgraben über Pferd putzen bis Babyhintern abwischen. Die bleibt nie hängen und es reißt auch nie einer ab.

Wenn du das nicht gewohnt bist, prophezeihe ich Ungeschick, abgerissene Nägel und Verzweiflung ;-)

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Bei uns sind schon wieder verdammt viele Mücken unterwegs, die meiner Stute die Bauchnaht und den Euter aufbeißen... Allerdings sind das eher rostbraune Punkte, ist ja geronnenes Blut.

Wenn du dir Sorgen machst, ruf den Tierarzt und bitte ihn um eine Meinung - live, in Farbe und vor Ort. Alles andere ist Kaffeesatzlesen.

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Dass dir innerhalb kürzester Zeit möglichst viel Wissen reingestopft wird.

Bzw dass du innerhalb kürzester Zeit im Galopp durch die Gegend rast, ohne wirklich zu wissen was du tust.

Ich halt so schon nix von Crashkursen, egal um was es geht - aber grade beim Reiten, wo abgesehen von mir selbst noch ein zweites, fühlendes, Schmerz empfindendes Wesen beteiligt ist, da erst recht nicht.

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Der größte Unterschied ist halt die Breite - wenns ein richtiges Kaliber ist, spannts beim Raufsetzen mal in den Oberschenkeln ;-)

Wie der zu reiten ist, kommt ganz auf seine Ausbildung an. Ich bin schon einige Kaltis geritten, da war keiner faul oder gar träge - es wirkt einfach durch ihre Masse alles etwas langsamer und bedächtiger. Faul war aber wirklich keiner! Eine Stute kenn ich, da muss der Araber, der oft mit der ausreiten geht, schauen dass er mitkommt...

Ich würd nix, aber auch gar nix auf so allgemeine Aussagen wie "die sind faul und gutmütig" geben - das ist total individuell. Und am besten ist es sowieso, komplett unvoreingenommen auf ein neues Pferd zuzugehen und dem die Möglichkeit zu geben, einen guten ersten Eindruck zu machen ;-)

Die Bezeichnung "Kalt"blüter bezieht sich eben auf den durchschnittlichen Charakter, der eben eher als ein Vollblut stehen bleibt und sich das Gespenst anschaut als abzuhauen.

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Den Mittelzirkel reiten, aber eben nur den halben.

Du gehst also von M nach E eine Gerade, von E nach B am Mittelzirkel und von E nach H wieder eine Gerade.

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Wenn ein Pferd sein Heu nicht verputzt, gibts zwei Möglichkeiten:

Entweder ist die Heuqualität so mies, dass es lieber nix frisst als den Müll, oder die Zähne tun ihm so weh, dass es lieber nicht kaut.

Ansonsten fällt mir eigentlich nix ein, was ein Pferd vom Heu fressen abhalten würde.

Nachdem du sagst, dass er 6h Koppel hat, schließe ich auf ca. 16h Box stehen am Tag? Ein Magenproblem dürfte der Gute auch haben.

Und wenn er kein Mineralfutter kriegt, einige Mangelerscheinungen auch noch.

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Ich befürchte, das wird dir keiner bieten können - flüssiges Wasser bewegt sich ja, also bleiben die einzelnen Wassermoleküle nie an der gleichen Stelle (was bei Eis ja sehr wohl so ist). Bau dir ein paar Wassermoleküle und lass die runterregnen - das wäre dann fließendes Wasser.

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Ich wurde gerufen? :D

Die Sache mit Braun und schwarz ist bissl schwierig, weil da gleich zwei Gene reinspielen. Für ein Rappfohlen brauchts das genetische Profil aaEE oder aaEe. Der reinerbige Rapphengst hat aaEE.

Deine braune Stute hat vier verschiedene mögliche genetische Profile (AaEe, AAEe, AaEE, AaEE). Wenn man alle Möglichkeiten kombiniert und rausrechnet, hast du eine 37,5%ige Wahrscheinlichkeit für ein Rappfohlen.

Was genau beim Fohlen durchschlägt, ob Mama, Papa oder Opa, kann man vorher nicht genau sagen. Der Grundcharakter wird aber sicher mehr durch die Mutter beeinflusst, bei der das Fohlen ja lernt wie das Leben funktioniert.

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Wie wärs wenn du nochmal die Chiro holst? Wenn sie so lange eine Blockade hatte, ist es meistens mit einer Behandlung nicht getan. Die Muskulatur ist ja verspannt um die Nerven zu schützen, und es dauert eine Weile, bis die wieder nachgeben. In der Zeit könnten die Nerven schon wieder einem Reiz ausgesetzt sein...

Außerdem haben Pferde ein relativ gutes Schmerzgedächtnis - sie merken sich die Situation, in der sie Schmerzen haben und schonen dann schon prophylaktisch. Wenn sie vorher also im Trab die größten Probleme hatte, kann das jetzige Lahmen auch daher kommen.

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Naja, wirklich lernen... gebisslose Zäumungen brauchen eben eine andere Zügelführung und Einwirkung als mit Gebiss. Wenns Pferdl dann nicht so reagiert wie üblich, heißts schnell mal "der is stumpf und braucht das Gebiss".

Für den Anfang kannst ja mal im Umfeld fragen, ob wer ein Sidepull hat. Damit kommen die meisten Gebissreiter ganz gut zurecht.

Allerdings würd ich als allererstes mal abklären, ob das dem Besitzer der RB auch recht ist!

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Weder noch - die fürs Pferd richtige Länge ist die richtige. Weder höher noch niedriger ist gut, weil beides eine unphysiologische Belastungssituation darstellt.

Hohe Trachten ergeben theoretisch weniger Zug der tiefen Beugesehne aufs Hufbein. Allerdings nur theoretisch - eine Sehne braucht immer ein gewisses Maß an Spannung, das durch den jeweiligen oben ansetzenden Muskel gesteuert wird. Wenn also unten weniger Zug auf die Sehne kommt, verkürzt sich oben der Muskel, bis die Sehne wieder die richtige Spannung hat. Somit steht dann das Hufbein mit der Spitze steiler in der Hufkapsel (und drückt somit stärker auf die Lederhaut, was diese quetscht, weh tut und langfristig in schlechterer Hornqualität endet), hat aber innerhalb von Stunden (!) wieder die gleiche Zugbelastung wie vorher.

Werden die Trachten gekürzt, dann weil dadurch das Hufbein "bodenparallel" zu liegen kommt und das die Druckspitzen auf die Lederhaut minimiert. Wenn das Hufbein fürs Pferd physiologisch allerdings leicht gekippt ist (was es bei vielen Pferden tatsächlich ist!), ist das auch wieder nicht angenehm. Außerdem wird das Abfußungsverhalten dadurch genauso beeinflusst wie durch hohe Trachten - niedrige Trachten enden meistens in einer ewig langen Zehe, die durch den langen Hebel, den sie darstellt, an der Verbindung Zehenwand-Hufbein zerrt (genau die Verbindung, die durch die Rehe ja eh schon geschwächt ist). Außerdem kriegen die niederen Trachten dann zu viel Druck drauf und ganz fix hat das Pony auch noch untergeschobene Trachten, die die hinteren Hufbereiche (Ballen, Eckstreben, Strahl) quetschen und dazu führen, dass die Seitenwand beult.

Also - am besten ist die für das jeweilige Bein und seine "Vorbelastungen" physiologische Hufstellung. Wenn dein Schmied jetzt schon über Jahre es nicht wirklich geschafft hat, das Pony gut hinzustellen, würd ich da mal nach einem anderen Bearbeiter schauen. Denn Wiese, selbst wenn sie im Sommer knochentrocken und huckelig ist, sollte für das fühligste Pferd kein Problem darstellen! Schau mal auf www.dhgev.de im Reiter "Huforthopäden" nach jemandem in deiner Umgebung - HOs haben schon die schlimmsten Fälle wieder zum Laufen gebracht.

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Mein Pferd gibt nur sehr schwer nach

Hallo mein 6 jähriger Wallach wurde mit 3 1/2 JAhren angeritten aber nur sehr selten geritten . Vor einem halben Jahr kam er durch meine RL zu uns und seitdem wird er 4-5 mal geriten davon 1 springstunde 2 dressurstunden und dann noch so oder in den wlad . an den anderen tagen wird er entweder longiert oder bodenarbeit gemacht und 1-2 mal die woche hat er ruetag wo er dann entweder auf der koppel oder in der paddock box steht. Am anfang hatte ich das gefühl dass er ganz gut läuft er konnte zwar fast nichts jedoch wurde e immer besser. dann bekam er die Zähne gemacht und es wurde noch besser und er gab im genick auch einfacher nach. nun wurde es von zeit zu zeit wieder sclechter und zurzeit bekomme ich es fast nicht mehr hin ihn zu stellen also auf der rechten hand gelingt es mir besser als links aber auch nur bedingt. Meine RL unterstütz uns sehr gut und versucht uns zu vermitteln wann wir welche hilfen geben müssen das er nachgibt. heute hatte ich wieder stunde und es lief richtig schlecht dann hat sich meine RL drauf gesetz und hat ihn etwas geriten und nach ein paar schritten lief er richtig gut.also bin ic wieder rauf und es ging kurz beser jedoch nur ein stück und schon wieder war der kopf oben. Der Sattel ist angepasst,Hufe gemacht,Rücken von osteopatin kontrolliert.der TA war da und hat die Zähne angeschaut und festgestellt das er 1nen Hengstzahn hat der ihn evtl stören könnte jedoch meint er das dies sehr unwahrscheinlich ist aber wir lassen ihn trzd nächste woche ziehen. Habt ihr vll Tipps bzw übungen wodurch ich mein Pferd besser gestellt / gebiegt bekomme? Sry für den langen Text LG

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Also ich kann dir nur sagen, was meine bei dem Pensum machen würd: Streiken. Und zwar komplett, die würd mich nichtmal mehr ansehen...

Ich würd sein Arbeitspensum bissle runterfahren, sodass er besonders nach den Tagen, an denen du Stunde hast und er sich sehr anstrengen muss, Zeit hat seine Muskeln zu erholen - und in der Zeit sollte er unbedingt auf die Koppel, damit er sich selbst so bewegen kann, wie er es braucht.

Ansonsten kann ich nur bekräftigen: was im Schritt nicht geht, sollte man im Trab oder Galopp nicht probieren... also erstmal im Schritt gut durchlässig machen das Pferd, idealerweise am langen Zügel (sodass er es wirklich freiwillig macht und nicht doch ein bisschen in Form gezogen wird), mit viel Schulterherein, Kruppherein, HH- und VH-Wendungen. Dann wird das schon.

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Freundlich und höflich sein, aber am allerwichstigsten: Verstell dich nicht. Fallen Begriffe, die du nicht kennst, frag nach, wenn dir was unklar ist, frag nach, versuch nicht, dich besser zu machen als du bist, das wird alles aufgeklatscht ;-) Wenn du von vornherein sagst, dass du nicht die geübteste Reiterin bist, wird dir keiner was Böses tun wenn du dann etwas nicht weißt.

Das schlimmste, was dir passieren kann, ist dass du die RB nicht kriegst - jetzt hast du ja auch keine, kannst dich also nicht verschlechtern :)

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Ja, sowohl Gähnen als auch die Rülpserei sind ein deutliches Zeichen für ein Magengeschwür. Noch dazu die Boxenhaltung, die allein durch die Arbeitssystematik, die man da hat, Magengeschwüre begünstigt... (3x tägl. ein Haufen Futter und dazwischen nix, was dem Magen nicht gut tut! Mehr als 4h Futterpause ist fast schon eine Garantie für ein Magengeschwür). Und dass sie es nach dem Training macht, spricht erst recht dafür. Außerdem ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass sie im Training ziemlichen Stress hat!

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Das kommt ja ganz auf die Voraussetzungen an, die schon da sind... Wenn du einen guten Unterboden hast, der leicht abtrocknet, sodass du nicht groß Drainagen graben musst, gibts den Reitplatz schon ab 5.000 Euro. Soviel Glück mitm Boden hat man aber eher selten... Und wenn du schon das Projekt Reitplatz angehst, dann mach gleich Standardmaß 20x40 oder noch größer! Je nach regionalen Vorgaben brauchst du auch für einen Reitplatz eine Baugenehmigung!

Beim Offenstall ists ebenso abhängig von den Voraussetzungen und der vorhandenen Fläche, wie viel Zaun du ziehen musst (der läppert sich zusammen, Zaun bauen ist verdammt teuer!). Solltest du sogar noch Wasser und Strom legen lassen müssen und eine Baugenehmigung brauchen, sind 20.000 ohne weiteres dahin.

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Mir ist mal, da war ich 7 oder 8, eine Hafistute auf den Fuß getreten und hat sich schön langsam darauf umgedreht... Obwohl ich feste Stiefel (keine Reitstiefel, eher so Wanderstiefel) anhatte, ging da die Haut ab und ich konnte fast ein Monat nicht richtig auftreten, weil da so ein massives Hämatom drin war.

Ca 10 Jahre später hat sie es sich nochmal auf meinem Fuß gemütlich gemacht - diesmal mit Schwung. Ich hatte Stahlkappenschuhe an und brauchte meinen Opa mit einem Schraubenzieher und der Werkbank, damit ich meine Zehen wieder aus der Stahlkappe befreien konnte, die waren schon blau angelaufen.

Je nachdem ob dir das Pferd mit Schwung draufsteigt oder nur den Fuß auf deinem abstellt, bevor es das Gewicht darauf verlagert, ob es Eisen hat oder nicht, was für ein Untergrund drunter ist, welche Schuhe du anhast, wie du selbst grade stehst kann von Nix bis alles kaputt alles passieren. Und da ists völlig irrelevant, obs ein Shetty oder ein Shire ist.

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Ich bin eine Frau, Sanitäterin und ich mag die Cartoons :) Ich würd mich drüber freuen!

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"God shave the Queen" Rasiercreme von heymountain - nix Pickel, nix trocken, nix jucken :)

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Für den schwarzen Hintergrund hast du idealerweise einen strahlend schönen Tag, wo die Sonne auf eine helle Wand knallt, in der ein finsteres Loch ist - ein Scheunentor, Stalleingang, sowas in der Richtung. Davor stellst du dann das Pferd hin und schon hast du deinen schwarzen Hintergrund. Damit dann aber nicht zB die Ohren in der Finsternis verschwimmen, brauchts bissl Geschick und die richtige Kameraeinstellung - dafür verweise ich auf Baroque, die macht sowas nebenberuflich und richtig gut :)

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Ammoniakfreie Haltung wär wichtiger als Staubfrei... Staub ist nur wenn er sehr fein ist lungengängig, Ammoniak ist ein Gas, das geht immer rein. Und genug Ammoniak, um eine beleidigte Lunge noch schwerer zu beleidigen, gibts in jedem geschlossenen Stall, egal wie gut gemistet wird und egal auf welcher Einstreu das Pferd steht...

Am Idealsten für ein dämpfiges Pferd ist eine Haltung im Offenstall. Viele husten sich dann im ersten Jahr draußen die Seele aus dem Leib - weil der ganze Schleim, den der Körper als Schutz vorm Ammoniak produziert (der aber nicht hilft), nicht mehr gebraucht wird und raus kann. Und danach wirds von Jahr zu Jahr besser...

Eine Freundin von mir hat vor 5 Jahren von Box auf Offenstall umgestellt - im ersten Winter waren die zwei alten Stuten lungentechnisch komplett am Sand, die jüngeren haben leicht gehustet. Im Sommer wars gut, hin und wieder ein Schnaufer war alles. Im nächsten Winter wurde wieder gehustet, aber nimmer so viel und seither ist komplett Ruhe, die zwei sind jetzt 22 und werden wieder gefahren, wobei sie mit 15 vom Tierarzt so kaputte Lungen bescheinigt bekommen haben, dass er ihnen den Schlachter bzw das Einschläfern nahe gelegt hat.

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Hm.

Ist das Pony tippitoppi an den Hilfen und aus jeder Lebenslage wieder zum Halt zu bringen?

Wenn nein, dann blas das Projekt ab, denn dann hast du hinterher ein Viech, das sobald es einen anderen wehenden Schweif vor sich sieht in den Rennmodus knipst.

Die Gefahr ist deutlich größer als bei einem normalen Gruppengalopp - der Mensch ist ein Ehrgeizler und da wird die Kurve geschnitten ohne Rücksicht auf Verluste. Meine Freundin ist bei einem Hobby-Galopprennen im Zweikampf um die Spitze mit dem Pferd gestürzt, weil der andere Reiter mit der Gerte nach ihrem Pferd geschlagen hat - das gesamte Feld ist über die zwei drüber radiert... Gott sei dank war ein Cut am Pferdebein und eine Gehirnerschütterung ihrerseits alles, was passiert ist. Ja, der andere wurde natürlich disqualifiziert, aber wen hätte das gejuckt, wär ihr wirklich was passiert?

Sie hatte danach übrigens zwei Jahre zu tun, bis mit dem Pferd wieder normales Ausreiten in der Gruppe möglich war.

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Naja, wenn du so auch schon nicht zerrst, warum solltest du dann mit einer Gebisslosen Zäumung damit anfangen?

Frag dich mal in deinem Bekanntenkreis durch, ob wer ein Sidepull hat und du das mal ausprobieren kannst.

Was die neue Zäumung bewirkt und ob sie irgendetwas besser oder schlechter macht, ist von Pferd zu Pferd und vor allem auch von Reiter zu Reiter verschieden - meine Kristallkugel sagt ein entschiedenes VIELLEICHT.

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Durchtrittig wäre eine Hyperextension (also Überstreckung) der Beugesehne. Das da am Bild ist aber beidseits eine Flexion (also Beugung bzw Verkürzung)!

Das ist nicht durchtrittig (dann wäre die Fessel fast am Boden), das ist bockhufig. Mit 12 ist das auch nimmer zu ändern - mit guter Hufbearbeitung kann das Pferd so aber doch zumindest schmerzfrei leben und wohl auch geritten werden - nur Taktreinheit kriegst du so nicht hin (weil dem Tier dadurch ja ein bisschen Schrittlänge fehlt).

Ich würde, bevor ich mir das Pferd kauf, wohl mal fragen ob ich einen Huforthopäden mitbringen darf, der sich das Pferd mal anschaut und sagt, was er/sie davon hält.

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Lange Asphaltstrecken führ ich grundsätzlich.

Und ich würde mir, wenn ich mitten durch eine Stadt müsste, Nebenstraßen suchen - nicht nur weil ein Bus kommen könnte, sondern weil viele Autofahrer hoffnungslos überfordert sind, wenn sie ein Pferd sehen (bestes Beispiel: wir waren letztens zu zweit ausreiten, sind an einer einspurigen Straße (Zufahrt zu 5 Häusern, sehr abgelegen und ruhig) entlang gegangen. Uns kam eine Frau mit einem Kind auf so einem schiebbaren Dreirad entgegen, das erste Pferd war bissl misstrauisch, ist stehen geblieben und hat sich das mal genauer angesehen - hinter der Fußgängerin war ein Auto, und statt dass der Dämel stehen bleibt und abwartet, was in der Situation mit einem offensichtlich ängstlichen Pferd und einem Kind passiert, hat der sich zwischen uns durchgequetscht. Gott sei Dank ist nichts passiert.)

Könnt ihr nicht um den Ort herumreiten? Auf www.outdooractive.com findest du eine Karte, die so ziemlich alle Wege und Sträßelchen aufgezeichnet hat, die es gibt. Da kann man fast überall drumherum gehen.

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Wenn du die Hufspitze nach oben hältst, hat das Pferd weit nicht mehr so viel Kraft, dir das Bein wegzuziehen. Also nicht versuchen, an der Fessel oder sonstwo am behaarten Bein zu halten, sondern die Hornkapsel umfassen und die Hufspitze leicht nach oben kippen. So gehts viel leichter...

Es sei denn, der Kerl hat gute Gründe, warum er nciht auf drei Beinen stehen will - Schmerzen im anderen Bein zB. Dann hilft dir die Methode auch nix, dann kann der gar nicht anders als dir das Bein wegzureißen.

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Mit 24 ist sie nicht mehr so elastisch wie ein junges Pferd. Wenn sie in ihrem Leben viel Ausbinder tragen musste, hat sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Halswirbelarthrosen, die ihr je nach Lage und Umfang Schmerzen bereiten, wenn sie das Genick öffnet.

Außerdem geht keine Lernkurve steil nach oben, dann wärs ja eine Lerngerade ;-) Vielleicht hat sie sich auf der Koppel blöd bewegt und was eingezwickt, oder der Sattel passt nicht ordentlich, oder die Zähne tun ihr weh.

Ganz sicher ist deine RL nicht so kompetent, ihren Schülern beizubringen wie man ein Pferd richtig an den Zügel reitet, sonst müsste sie ihnen nicht raten, ihre Pferde in Form zu schnallen...

Konstant in Anlehnung zu gehen ist anstrengend - grade wenns Pferd körperliche Hindernisse hat. Verlang nicht zu viel von ihr, immer wieder eine Zirkelrunde lang, dann wieder eine ganze Bahn am langen Zügel. Mit der Zeit wirds mehr - das wichtigste ist wieder mal Geduld und Zeit und Einfühlungsvermögen.

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Die Ausbinder in die Tonne klopfen, wie soll sie sich denn biegen, wenn sie beidseitig begrenzt ist?

Und dann richtig gymnastizieren, v/a, Dehnung, den Rücken freimachen. Und Stellung und Biegung an der Hand erarbeiten - am besten für Laien verständlich ist der Longenkurs von Babette Teschen.

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Auch wenn ich verstehe, dass du dich überwinden musst da direkt hinzugehen - persönlich fragen bringt sicher mehr Erfolg als per Schrieb. Wenn du mehrmals niemanden dort triffst, dann kannst mal einen Zettel dalassen, aber zuerst solltest du es schon persönlich versuchen.

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Mehl gehört nicht ins Pferd. Honig ist auch nicht gut, und Haferflocken können sich zusammenballen und eine Schlundverstopfung verursachen.

Wenn du unbedingt backen willst, mach getrocknete Apfel- und Karottenscheiben (Backofen nur auf 70-80° einstellen und einen Kochlöffel in die Tür stecken, damit die Feuchtigkeit weg kann - dauert ein paar Stunden. Ein Dörrautomat wär besser geeignet, falls wer in der Familie sowas hat).

Ansonsten gib Karottenscheiben als Leckerli... Die Kanne Brotleckerlis schmecken auch gut und sind nicht gar so ungesund.

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Das kommt ganz drauf an wie ihr jetziger Zustand ist, wie sie gefüttert wird, wie ihre Hufe aussehen, wieviel sie sich bewegt (auch im Offenstall gibts die Situation dass die Ponys sich kaum vom Fleck rühren, wenn alles direkt vor der Nase steht).

Lass beim Longieren die Ausbinder weg und schau dir mal die Methode von Babette Teschen auf www.wege-zum-pferd.de an, damit funktionierts garantiert schneller und gesünder fürs Pferd. Ausbinder zwingen sie in eine bestimmte Haltung und lassen sie da nimmer raus, das ist nicht gut für Muskeln, die zum Anspannen und Loslassen und nicht zum Halten gemacht sind...

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Ja, Traber tun sich damit nicht ganz so leicht. Mit dem richtigen Training, das viel auf v/a geht und den Rückenmuskel frei lässt, funktionierts bei denen aber auch ganz gut. Unterm Sattel gehts schwerer, weil sie einfach die falschen Bewegungsmuster fürs Reiten haben...

Kennst du den Longenkurs von Babette Teschen? Der macht Muckis :) schau dich einfach mal auf www.wege-zum-pferd.de um! Die Methode ist total verständlich erklärt und ohne großen Aufwand umzusetzen.

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Naja, ohne Muskeltonus wär schlecht, dann würdest du wie ein nasser Sack zusammenklappen ;-)

Muskeltonus bedeutet, dass deine Muskeln angespannt sind. Sie wird vermutlich meinen, dass du einen hohen Muskeltonus hast, das ist insofern nicht so gut, weil man sich damit nur schwer entspannen kann. Dagegen machen kannst du im Grunde nicht viel, außer deine Muskeln gut in Schuss zu halten. Ein wenig autogenes Training (irgendwas entspannendes - Pilates, Yoga, Tai Chi, Qi Gong, ...) kann dir da auch helfen, deinen Geist und dadurch deinen Körper mehr zu entspannen :)

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Nierensteine entstehen ja erst im "urinführenden" Teil der Niere, wenn Ca und Oxalat getrennt dorthin kommen. Das fertige Calciumoxalat ist praktisch unlöslich in Wasser (drum kristallisiert es ja zu Nierensteinen aus), also auch im restlichen Körper - das wird schlicht und einfach nicht aufgenommen und fällt nach ein paar Stunden bis Tagen hinten wieder raus.

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Bei 2° und Dauerregen im Frühling bekäme meine eine Decke drauf, bis sie wieder aufgetaut ist und dann käme die wieder runter.

Ansonsten darf sie ihre Thermoregulation selber steuern, da gibts so ne tolle Erfindung der Natur, die nennt sich "Piloerektion".

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Pony plötzlich komisch bei Bodenarbeit

Hallöchen!

Ich habe das Buch von Michael Geitner be strict (im Sattel) überflogen und daraus halt "gelernt", was dieses kauen, schlecken usw bedeutet (Kompliment an den Trainer/Besitzer/Führer)

Alsooo.... ich war gestern mit meinem Pp auf demReitplatz, wollte beim warmführen noch mal was die Rangordnung klären, habe mit ihm trainiert, wo er zu laufen und zu stehen hat mit rückwärtsrichten und anhalten. Es hat echt super geklappt, darauf habe ich eine Trabstange hingelegt, aus Pylonen eine Art Tor gebaut und wir wurden immer lockerer. Er hat immer wieder besagtes kauen und schlecken gemacht, ich war sehr stolz auf uns, hab den Strick immer länger gelassen, er ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt, ich bin in einem kleinen, inneren Kreis zügig gegangen, während er einen größeren Kreis getrabt ist, habe ich nur mit Körpersprache "gelenkt" und sind mehrmals locker über die Stangen getrabt. So. Jetzt traben wir also über die Stange und ganz plötzlich (ich hab nicht gemerkt, dass er zurückgeblieben ist, ungefähr 1-2m) steigt der plötzlich. Ich falle von Wolke 7 auf den A zurück auf den Boden und konnte/kann es mir einfach nicht erklären. Ich bin sofort mit ihm zurück auf dem Putzplatz gegangen. Warum genau weiß ich selbst nicht mehr, auf jeden Fall habe ich ihn nachher noch was auf der Wiese geführt du habe eguckt, wie der so drauf ist. Normalerweise guckt er zu Gras, ich gebe ihm einen leichten Impuls am Strick und er ist wieder bei mir. Doch seit er gestiegen ist, ist er da was hartnäckiger. Ich "kriege seinen Kopf hoch", nur schwerer.

Habe ich sein Verhalten falsch interpretiert mit dem kauen, gibt es noch andere Gründe, warum er gestiegen sein könnte? Normalerweise nehme iches gelassen, wenn er steigt, weil ich sonst genau weiß, dass es nicht mir gilt, er verscheucht nur das andere Pferd, erschrickt sich, wenn Wind weht... das war gestern aber nicht. Könnte er auf was drauf getreten sein? Wie kann ich das Training mit dem lockeren Strick und dem ganzen Vertrauen. kauen, traben noch einmal so haben?

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Ich glaub, dass du nicht bemerkt hast wie sehr eure Bodenarbeit für ihn Spielcharakter entwickelt hat. Und beim Spielen zu Steigen ist für Buben das natürlichste der Welt... Mit deiner Reaktion bist du bei ihm auf völliges Unverständnis gestoßen, da habt ihr grad so schön gespielt und grade wo es lustig wird, wird das Zweibein komisch und hört auf und nach Angst riecht es auch auf einmal. Blöder Mensch.

Ich würd sein Verhalten nachher nicht unbedingt auf das Steigen zurückführen - eher darauf, dass du verunsichert warst und deine Körpersprache was anderes gesagt hat als deine Stimme.

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Pferd benutzt Hinterhand nicht

Guten Morgen zusammen.

Ich habe seit kurzem ein neues Pflegepferd mit den ein oder anderen Problemen. Eigentlich ist das auch kein Problem, da ich glücklicherweise schon recht viel Erfahrung habe mit jungen Pferden und Problempferden. Hier allerdings könnte ich mal eine andere Sichtweise gebrauchen.

Das Pferd ist 16 und wurde jahrelang nur an der Kutsche gefahren. Mehr als einreiten ist damals glaub nicht passiert. Durch einen Unfall kann man ihn da aber nicht mehr einspannen. Durch das Kutschefahren läuft er aber ausschließlich über die Vorhand. Was ja nun unterm Reiter nicht so pralle ist. Wenn ich auf ihm sitze bekomme ich ihn halbwegs versammelt vorne, Stellung und Biegung wird auch langsam. Die Hinterhand lässt er jedoch immer wieder fallen. Klar ist auch anstrengend. Sorgen macht mir allerdings der Freilauf. Ich habe mal ein paar Cavaletti aufgestellt und ihn mal über den Platz "gescheucht". Über die Cavalettis stolperte er dauernd drüber. Die Hinterbeine blieben immer hängen und wenn er in den Galopp sollte rannte er da mit der Vorhand richtig rein, während der Hintern einfach nur versuchte hinterher zu kommen und teilweise rutschte die Hinterbeine komplett weg. Es scheint als wäre er sich seiner Hinterhand gar nicht bewusst und die wäre nur da, damit man bequemer stehen kann.

Hat jemand eine Idee wie ich da noch arbeiten könnte oder noch eine Alternative Idee? Auf Druckpunktmassage reagiert er z.b. gut.

Danke schon mal und ein schönes Wochenende :)

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Wenn er einen Unfall hatte, würd ich dringend mal anstoßen dass er von einem Chiro/Osteo abgecheckt wird.

Dass Kutschpferde automatisch auf der Vorhand laufen, stimmt so auch nicht - gut trainierte wissen durchaus auch ihre HH einzusetzen. Also is ihm das gleiche passiert wie Reitpferden auch - nicht besonders ausgebildet und danach nicht gefördert.

Ich würde auf alle Fälle mal das Reiten sein lassen und ihm vom Boden aus beibringen, dass man die Hinterbeine tatsächlich zum Vorwärts bewegen benutzen kann und die nicht nur hinten dran baumeln damit der Hintern nicht am Boden schleift... Eine gute, selbst für Laien verständliche Anleitung hierzu kriegst du im Longenkurs von Babette Teschen (www.wege-zum-pferd.de). Vielleicht hilft ihm auch der Einsatz von Körperbändern à la Tellington-Jones (damit aber vorsichtig anfangen, manche Pferde sind damit komplett überfordert zu Beginn).

Wenn du dann wieder reitest, lass vorn mal und arbeite nur an der Hinterhand. Alles, was du vorn mit Zügeleinsatz und viel Aufwand hinbiegst, ist nix wert, wenn der Hintern nicht funktioniert - du blockierst damit sogar, dass er seine Hinterhand mal einsetzen könnte.

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Wenn da was passiert, ist es kein Dekubitus. Der entsteht durch konstanten Druck über einen länger andauernden Zeitraum - bei Sit-ups bewegst du dich ja, somit ist die Haut keinem konstanten Druck ausgesetzt.

Wenn du wirklich nix drunterlegst, sind zumindest blaue Flecken aber trotzdem sehr wahrscheinlich. Wenigstens eine doppelt gefaltete Fleecedecke kannst dir schon gönnen ;-)

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Den Sperrriemen durchs Gebiss und wieder nach oben fädeln entspräche seiner ursprünglichen Verwendung - damit wird zu starke Zügeleinwirkung abgelenkt (zB wenn der Reiter samt Zügel runterfällt - so kommt der Ruck dann nicht auf den Laden an (was dem Pferd im schlimmsten Fall den Kiefer brechen könnte), sondern wird ab dem Moment, wo sich der Riemen spannt, auf die Nase umgelenkt. Heutzutage ist das Nippelchen durch das der Sperrriemen läuft aber wohl nimmer stabil genug, um das wirklich abfangen zu können, das würd wohl einfach abreißen.

Von allem anderen halte ich nichts, denn wenn der korrekt verschnallt wäre (also mit zwei aufgestellten Fingern Platz zwischen Riemen und Nasenbein), dann stabilisiert der auch nix. Wozu auch? Das Gebiss soll sich bewegen können, damit das Pferd das schon mitkriegt wenn ich nur den Ringfinger krümme und nicht erst, wenn ich die ganze Faust bewegen muss...

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