BIN VERZWEIFELT... Pferd verkaufen oder behalten?

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Das Pferd in Gute Hände verkaufen 100%
Das Pferd behalten (kein Juniorenpferd) 0%

14 Antworten

Traumapferde sind ein komplettes Kapitel für sich und Mitleid ist der schlechteste Ratgeber beim Pferdekauf. Hab da auch meine Erfahrungen gemacht:

Mein Hengstle (Barockpinto) war damals auch noch ziemlich jung, 5 Jahre und kam von einem "professionellen" Hof. Alles musste in seiner Ausbildung schnell schnell gehen, keiner hat sich die Arbeit gemacht Details vernünftig einzuarbeiten und ihn in Ruhe alles erkunden zu lassen. Dazu kam noch, dass er zu Einzelhaft verdonnert war und niemand sich mit ihm abgeben wollte.

Eigentlich sollte er damals zum Abdecker, denn er galt als bösartig (war er auch teilweise), hinterlistig  und hat auch mich teilweise schwer verletzt, da waren die 3 gebrochenen Finger beim Einladen noch das geringste....

Als er dann bei mir auf dem Hof war, hab ich ihn erst mal ankommen lassen und 3 Wochen zu den anderen Hengsten gestellt, was ihn komplett verändert hat. Das war glaub ich Balsam für seine geschundene Seele und langsam konnte Vertrauen und auch Zuneigung wachsen in Verbindung mit immer dem selben Tagesablauf. Darauf baue ich nun seither stetig auf. Ein Verlasspferd für "Anfänger" wird er nicht mehr, dafür hat er zu viel mitmachen müssen, was sich nicht mehr gutmachen lässt, damit kann ich leben denn wenn Leistung gefordert wird, bekomme ich sie auch (mit paar Ausnahmen).

Geduld (auch wenn´s manchmal wirklich schwer fällt), rechtzeitiges Lob und Konsequenz sind die Grundfesten einer solchen Beziehung. Anders wird´s nix. Den "Draht" zu deinem Pferd musst du selber finden und auch beurteilen, ob du dir das alles wirklich zutraust, denn das ist ein harter und vor allem steiniger Weg. Ansonsten stell ihn auf einen Gnadenhof, wo er einfach Pferd sein kann, seine Kumpels um sich hat und nicht mehr geritten wird, das ist nix für einen Freizeitreiter, denn auch da gibt´s gute die ebenfalls Leistung fordern von ihren Pferden.

Das Pferd in Gute Hände verkaufen

Dein Bericht ist ausführlich und nachvollziehbar. Du musst dich nicht rechtfertigen, du hast alles unternommen, um dem Pferd zu helfen. Jetzt musst du auch an dich denken, um - wie du sagst - dich weiterentwicklen kannst. Suche eine Freizeitreiterin, die mit ihm gut zurecht kommt, dann hat auch das Pferd die Möglichkeit auf ein Leben ohne Forderungen, die man natürlich an ihn stellen muss, wenn er auf Turnieren reiten soll.

Alles Gute!

Armes Pferd. Auf Dauer dürftest Du mit dem Tier nicht zufrieden bleiben, weil du mehr willst. Der Hinweis, dass du "keine von denen bist, die nur auf Erfolg aus sind und wo sich nur die Trainer/Eltern hauptsächlich ums Pferd kümmern" sagt zwar, dass du dich zwar um dein Pferd kümmerst, aber der restliche Text lässt doch erkennen, dass du auf "mehr" aus bist, als nur mit dem Pferd durch die Gegend zu schippern....

Du hast das Tier aus schlechter Haltung übernommen, allerdings fehlt dir selber die Erfahrung, wie tatsächlich mit dem Tier umzugehen ist. Die Unterstützung des Profi-Trainers ist zwar gut, geht aber dennoch in die falsche Richtung, weil sie dazu dienen soll, das Pferd wieder in Richtung "Erfolg" bzw. "Funktion" zu bringen.

Meiner Meinung nach gehörte aber das Augenmerk bei solchen Pferden darauf, dass sie tatsächlich wieder Spaß an der Arbeit mit dem Menschen haben und über diesen Weg wieder Leistung bringen WOLLEN (und nicht, weil sie müssen). Die Überlegung, das Pferd zu verkaufen, dient ja deinem weiteren Fortkommen und birgt die Gefahr, das Pferd zu einem Wanderpokal verkommen zu lassen.

Als "Privatperson" Pferde zu kaufen, ist meiner Meinung nach fast ähnlich schwierig, wie ein gutes Pferd zu kaufen.

Die potentiellen Käufer erzählen dem oft gutherzigen Verkäufer, der einen möglichst guten Platz für das Tier haben will, ja oft genauso viele "Storys", wie umgekehrt der Pferdehändler einem Kaufinteressenten, was künftige Haltung etc. angeht. Oft überschätzen solche Käufer dann auch ihre eigenen Erfahrungen/Können. Wie oft trifft man auch auf die Denkweise, dass die Schwierigkeiten, die der Verkäufer mit dem Pferd hat, bei einem selber nicht zutreffen oder man sie beheben kann, weil man ja selber ein viel besserer Pferdemensch ist und mehr Erfahrung hat oder besser reiten kann.

Zudem ist das Pferd nicht ungefährlich. Einem unerfahrenen Freizeitreiter kann das Pferd zu gefährlich werden, bei einem "ambitionierten" Freizeitreiter kann es dazu kommen, dass das Pferd wieder falsch behandelt und zu viel gefordert wird.

Natürlich kannst du auch ganz viel Glück mit dem Käufer haben und da passt die Chemie. Aber da steckst du halt nicht drin....

Ich persönlich sähe meine Verantwortung für ein Tier darin, es zu behalten und so zu "nutzen", was mit ihm möglich ist, unter der Berücksichtigung, dass offenbar seine Vergangenheit noch nicht gänzlich verarbeitet ist und man hier noch ein bißchen "Arbeit" vor sich hat bzw. dem Pferd Zeit geben muss....

Wenn es meine finanziellen Verhältnisse irgendwann zulassen würden, würde ich mir dann ein zweites Pferd für meine Ambitionen zulegen.

Verbessern kann ich mich in der Zwischenzeit über guten Reitunterricht oder eine RB, mit der ich vielleicht auch Turniere gehen kann.

Da kauft man ein Pferd aus lauter Mitleid und wenn man dann feststellt, dass es die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllt, will man es wieder verkaufen. Das ist meiner Meinung nach auch nicht richtig und ich persönlich würde mit den "Folgen" davon leben....

"Da kauft man ein Pferd aus lauter Mitleid und wenn man dann feststellt, dass es die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllt, will man es wieder verkaufen."

- Verkaufen will ich ihn, weil ich denke im würde es auf einer Koppel oder bei einer anderen Person einfach besser gehen. Ich stelle keinerlei Erwartungen an ihn, aber was er macht ist für mich echt zuviel, weil es A) Keinen Spaß macht und B) Es gefährlich wird. Zum anderen möchte ich ihm einfach auch eine möglichkeit geben, sein Pferdeleben auf der Koppel zu geniessen. Wir verkaufen ihn ja nicht an wild fremde Leute sondern an Bekannt. 

Dazu kommt auch noch, dass wir das Pferd aus Freizeit Gründen gekauft haben und nicht mit Turnierambitionen. Leider Gottes haben wir beide uns verändert und streben nun anderen Dingen hinterher. 

"Das ist meiner Meinung nach auch nicht richtig und ich persönlich würde mit den "Folgen" davon leben...."

- Ich kann locker damit leben, aber er fühlt sich dabei nicht wohl und das ist für mich ausschlaggebend. Ich bin mir sicher, dass es Leute gibt die mit ihm super zufrieden sind und wo auch er sich pudelwohl fühlt. 

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@Elena1914

Wenn du damit leben könntest, würdest du das Pferd nicht verkaufen wollen, sondern ihm die Zeit geben und ihn auf die Weise nutzen, zu dem Zweck, für den du ihn auch weiterverkaufen willst.

Dass man sich reiterlich weiterentwickelt und dann das bestehende Pferd dazu möglicherweise nicht (mehr) eignet, weiß ich auch. Aber dann lebt man halt mit den Möglichkeiten, die man mit DIESEM Pferd hat und sucht nach anderen Wegen, die Turnierambitionen zu verfolgen.

Du hast doch deinen Entschluss schon gefasst, jetzt willst du dir auch noch die "Absolution" von wildfremden Menschen erteilen lassen, dass dein Weg der richtige ist...

Entweder du ziehst es durch und verkaufst das Pferd, wobei ich es schon bedenklich finde, ein als "gefährlich" eingestuftes Pferd weiterzuverkaufen, oder du gibst dem Pferd das Leben, das es braucht.

Ich habe dir nur meine Sichtweise geschrieben, nachdem du die Frage gestellt hast....

Was hindert dich als Besitzer, deinem Pferd ein Leben auf der Koppel zu ermöglichen ? Die Kosten und weil du dann nicht mehr in der Form Reiten kannst, wie du es jetzt gerne möchtest....

Sorry, ich habe halt einfach ein anderes Verständnis für die Verantwortung, die ich meinen Tieren gegenüber habe. Dann muss ich als Besitzer halt meine Träume den Bedürfnissen meiner Tiere anpassen.... Seh ich halt so....

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@sukueh

Ich denke aber, dass er bei einer Person die ihn nicht also fordert besser aufgehoben ist und das er sich dort auch wohler fühlen wird. Ich habe im Zeit gegeben, aber sein ständiges wechselndes Verhalten macht mich auch irgendwie kaputt. 

Auf der Koppel kann er nicht nur stehen sondern muss dort auch geritten werden. Und wenn ich das Pferd auf eine Koppel stelle, es selber aber gar nicht reite, blättere ich doch auch nur Geld dafür hin. Ich würde es ja machen, aber ich glaube ich werde im da ungerecht, weil er eigentlich ein Pferd ist welches gerne geritten wird (also wenn du ihn nicht forderst). 

Ja - deine Sichtweise. Ist völlig inordnung so und ich verstehe das schon auch, also deine Sichtweise. 

^^^ Was das Pferd gerne mag sind Kinder und betüttelt zu werden und ich denke einfach das es ihm so bei Bekannten von uns - die ihm das bieten - gut gehen wird. 

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@Elena1914

Ein aus welchen Gründen auch immer bockendes und steigendes Pferd gehört meiner Meinung nach nicht in die Hände von Kindern. Ob schreibst du, er hat sogar den "Profi" "abgewickelt".... Und dann willst du das Pferd an jemanden mit Kindern verkaufen.

Na ja, muss jeder selber wissen, was er macht, aber die Gefahr besteht, dass sich das Pferd auch irgendwann mal bei den Kindern nicht benimmt und dann weiterverkauft und so geht's dann immer weiter....

Aber wie gesagt, du hast ja schon einen Plan....

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@sukueh

Sorry, ich habe das nicht ausführlich beschrieben. Es sind Leute welche sich mit Pferden auskennen und auch schon eins hatten. Die Kinder sind noch kleiner (5 und 7) und reiten auf den Pferden nicht - sie helfen lediglich beim putzen und schmusen mit. 

Es ist halt eine sehr schwierige Entscheidung für mich aber ich denke der Verkauf ist das Beste für uns beide.

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@Elena1914

...unter "dem pferd zeit lassen" verstehe ich was anderes.

aber schön jetzt im nachhinein zu erfahren, dass der käufer schon am haken ist...

der verkauf ist das beste für das pferd - allerdings nicht an leute mit kindern. in 8 jahren ist das pferd 19 und die kinder sind 13 und 15. da ist es mit zuschauen nicht mehr getan.

und es gibt durchaus auch pferde über 30, die einen reiter - egal ob anfänger oder profi - in den sand setzen. die mangelnde beweglichkeit wird dann durch erfahrung ausgeglichen.

das schicksal dieses pferdes wird sein: in spätestens 3 jahren findest du ihn in hundefutterdosen wieder.

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@ponyfliege

Ich seh das genauso wie Ponyfliege. Die Kinder mögen sich jetzt noch "nur" aufs Tüdeln beschränken.Aber die werden älter und dann wird man sich garantiert nicht mehr nur darauf beschränken.

Solchen Leuten ein derartiges Pferd zu verkaufen, ist meiner Meinung nach nicht sehr verantwortungsbewusst..... Klar, die Leute müssen selber wissen, was sie sich zutrauen, aber nirgends wird sich so oft überschätzt, wie beim Pferdekauf... Jeder ist ja der Meinung, er könne es besser als der Vorgänger....

Wen willst du eigentlich hier überzeugen ? Unsere Meinungen dürften bzw. können dir doch völlig egal sein ? Musst du vielleicht deine Eltern noch überzeugen, dass sie dir dieses Pferd "ersetzen" ?

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@sukueh

Meine Eltern sagen schon das das Pferd verkauft wird. Ich will niemanden überzeugen und ihr könnt ja eure Meinungen haben... Die Sache ist die, dass es mein erstes eignes Pferd ist und ich mich da sehr schwierig tue. Er wird bei Bekannten von uns seien und die leben in der Nähe von uns- wir können ihn besuchen können und wenn sie das Pferd verkaufen sollten, sagen sie uns bescheid und wir nehmen das Pferd wieder zu uns. Das dies sein Schicksal ist, wie du gedeutet hast, wird definitiv nicht passieren und das will ich auch nicht!

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Ich würde ihn mal ins Internet stellen, alles schildern und dazu sagen dass du ihn für den Freizeitsport abgibst. Und dann warten bis du jemanden findest mit dem es passt, wenn du das Geld nicht dringend brauchst. Gleichzeitig würde ich mich mit deinem Trainer zusammen nach einem geeigneten Pferd für dich umsehen.

Für dein Pferd wird es besser sein, wenn er ein Freizeitpferd ist und auch du kannst dann mit dem richtigen Pferd deinen Weg einschlagen. So sind alle glücklich und niemand muss zurück stecken. :)

Ich wünsche euch beiden alles Gute!

Auch Vielen Dank an deine Antwort!  

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Deine Argumentation ist ausführlich, sachlich und nachvollziehbar.

Ich finde Du solltest Dein Pferd in gute Hände abgeben und Dich mit einem neuen Pferd zusammen weiter entwickeln.

Damit tust Du euch beiden einen Gefallen.

ein solches pferd gehört nicht in die hand eines "netten freizeitreiter". es sei denn, du hasst jemanden so sehr, dass du ihm gönnst, dass das pferd ihn umbringt.

ein solches pferd gehört in die hand eines geduldigen pferdetrainers oder auf den gnadenhof.

das pferd ist nicht "turrniersauer", sondern es ist insgesamt sauer - und es fehlt ihm das vertrauen. um sich das zu verdienen braucht es geduld und den passenden "draht" und jemand, bei dem das pferd einfach mal eine weile nichts "muss" und danach mit motivation dazu gebracht wird, dass es "will".

das kann ein normaler freizeitreiter nicht leisten.

es wäre dem pferd gegenüber unfair.

jedenfalls wirst du wohl nie wieder aus mitleid ein pferd kaufen...

ich kann bei der umfrage leider keine meinung ankreuzen. such dir den passenden pferdemenschen für das tier.

Ja das stimmt wohl - nie wieder kaufe ich ein Pferd aus Mitleid! Ich habe ungelogen von Dezember bis April nichts von dem Pferd erwartet- also ich habe viel Bodenarbeit und Vertrauensübungen gemacht und bin Freizeit mäßig geritten. Jetzt mache ich eigentlich auch nichts anders.... ich war nur auf den 4 Turnieren :/ 

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@Elena1914

dass das pferd eine weile nichts muss, das bedeutet für mich, dass man quasi ganz die finger weg lässt.

von dezember bis april wären auslauf, pflege und spazieren gehen das beste gewesen.

bodenarbeit und vertrauungsübungen und auch spazieren reiten sind in meinen augen schon wieder arbeit.

auf 4 turnieren mit einem pferd, das eine art burnout hat. 

ich kenne durchaus leute, die darauf angewiesen sind, dass die pferde zumindest ihr futtergeld reinholen, weil sie von den pferden leben - und die in der lage sind, ein zugekauftes pferd, das probleme mit der psyche hat, einfach ein jahr wegzustellen, komplett in ruhe zu lassen und dann wieder ganz von vorn anzufangen. dabei bestimmt das pferd das tempo (meist muss man sogar etwas "bremsen").

für ein turnier, einen distanzritt, ein rennen oder eine fahrprüfung meldet man das pferd erst an, wenn man seiner sache hundertprozentig sicher ist.

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@ponyfliege

Im Training springen wir ja einen ganzen Parkour auf L Höhe und wir sind auf den Turnieren jeweils A gegangen.... also ich glaube er will einfach nicht. Und ja sorry das ich da nicht so ganz erfahren bin -aber wir waren gut vorbereitet und auf dem Abreiteplatz springt er auch! Nur in der Prüfung bockt er rum und glotzt alles an obwohl er eigentlich keinen Grund dafür hat. 

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@Elena1914

ich bin mir sicher, dass er einen grund dafür hat.

menschen mit burnout und pferde mit burnout lässt man erst mal in ruhe.

es war einfach viel zu schnell und viel zuviel.

ich würde ihn wenigstens den rest der weidesaison komplett in ruhe lassen und dann  im dezember langsam wieder anarbeiten. was aber nicht bedeutet, draufsetzen. und schon gar nicht springen. das draufsetzen kann ab dem wieder anarbeiten ein gutes halbes jahr warten. und ein springpferd wird aus dem pferd nicht mehr.

dein pferd ist geschlagen und traktiert worden. irgendwann mal. er springt halt, solange gefahr besteht, dass er bei ungehorsam senge bekommt. im parcours kann man ein pferd nicht einfach vermöbeln. dein pferd weiss das ganz genau. also nutzt es die einzige chance, die es hat, um zu zeigen, was in ihm vorgeht.

und ein pferd, das in der reitbahn buckelt, reitet man erst mal dressur, bevor man damit über sprünge geht. ich brauche nicht mal ein video - ich weiss, wie dies pferd springt, wenn es springt...

ich bin kein sonderlich guter menschenversteher. aber was in einem pferd vorgeht, kann ich nach meinung der pferde, die mir bisher begegnet sind, recht gut beurteilen.

was ich auf gf zum thema pferde schreibe, gilt grundsätzlich immer dem wohl des pferdes.

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@ponyfliege

Das Pferd liebt springen über alles. Ernsthaft. Er mag es total und schnaubt auch beim springen ab. Wird auch richtig locker danach und man merkt sichtlich das es ihm gut geht. Er regt sich halt nur enorm bei Turnieren auf. Er stresst sich da total rein. Ich vermöbble mein Pferd nicht im Parcour :( Ich springe ohne Sporen und ohne Gerte und hau ihm auch keine ins Maul oder so. Nur auf dem letzten Springturnier hatte ich eine Gerte dabei, weil er, wie wir jetzt wissen, auf Turnieren nicht ganz klar tickt. Und zu dem wie das Pferd springt wenn es springt - er wartet auf den Reiter und springt im normalen Parcourstempo ab... passt auch nicht wie ein blöder! Nur auf dem letzten Turnier sah das ein wenig anders aus... aber in der Woche im Training lief er total ruhig. 

Nochmal- er buckelt nur in der Halle bösartig und sonst sind ein paar kleine Freudensprüge dabei. 

Das Pferd ist ein Springpferd im Training... nur auf dem Turnier nicht! Er ist Turniersauer denke ich und hat da einfach keine Lust.

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@Elena1914

ich habe nirgends geschrieben, dass DU das pferd schlägst.

aber schläge haben mit 100% sicherheit mit seinem problem was zu tun.

ich weiss nicht, wie ich dir klar machen soll, WAS in deinem pferd vorgeht. das blöde ist, ich weiss, was in ihm vorgeht...

genau, wie du den draht zu meinen worten nicht findest, findest du den draht zu deinem pferd nicht.

es tut mir unendlich leid - für euch beide, aber natürlich besonders für das pferd. denn das pferd kann es nicht ändern - und dir fehlt die nötige geduld.... ;-(

für mich gibt es hierzu nichts mehr zu sagen ausser: bitte LIES noch mal jedes wort, das ich oben geschrieben habe - und bitte, OHNE zu interpretieren...

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👍Tolle Antwort!

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Ich würde mir das genau überlegen . Bei einem neuen Besitzer , der auch keine Geduld hat , würde er wieder weiter verkauft werden.
Was willst du im Sport erreichen ? Willst du zu Olympia ? Reiter gibt es wie Sand am Meer und so weit kommt fast keiner .
Du musst deinem Pferd Zeit geben und mit ihm arbeiten . Beginn ihn zu verstehen und wenn du auf Turnier fährst , geh es langsam an und gehe nicht gleich auf L Niveau und vielleicht beim nächsten mal auf E Niveau . Wenn es genug Vertrauen hat , wird es bestimmt klappen .
Dein Pferd bockt vielleicht , weil es Rückenschmerzen hat .
Und Menschen , die oft als ,, Profis '' bezeichnet werden , haben die schlimmsten Methoden und brechen den Willen des Pferdes .

Wir sind ein E springen gegangen -_- und sonst noch weitere A springen. 

Der Osteo war gestern da- alles super in Ordnung

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Willst du denn unbedingt Turniere reiten ? Manche mögen das nicht ( meins auch ) .
Passe vielleicht der Sattel nicht ?

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@HasiAmelie21

Sattel passt - ist eine Maßanfertigung von Benz weil er so einen schwierigen Rücken hat. 

Es geht nicht nur um die Turniere- es geht auch um das normale reiten, weil dort blockiert er halt ab und zu total und fängt das bocken an... er ist einfach vom Nervenkostüm so, dass er nicht sonderlich stabil ist :(

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Ich habe ein Pferd , das auch so war.
Es hat lange gedauert , aber jetzt ist sie brav wie ein Lamm und sie hat wieder richtig Spaß .
Hast du es vielleicht mal mit ohne Sattel reiten probiert ?ist es da genausö ?

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@HasiAmelie21

Ja das habe ich schon öfters probiert... ich denke er vergisst das noch eine Person oben sitzt :/ auf jeden Fall lässt er hier auch den ein oder anderen Buckler raus und weil er halt extrem klotzig ist, besteht halt immer die Gefahr das er weg springt oder losrennt. Und wenn man da auf Dauer ohne Sattel oben sitzt... ich glaube du kannst dir vorstellen was passiert 

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Oh ja . Das ist ja sehr schwierig . Deine Verzweiflung kann ich echt verstehen .

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Es gibt keine schwierigen Pferde. Jedes Pferd hat einen anderen Charakter. Warum tritt ein Pferd? Warum buckelt ein Pferd? Wird es richtig verstanden? Hat es nicht doch Schmerzen? Passt der Sattel? Ist das Zaumzeug in Ordnung. Es dauert Jahre bis man eingespielt ist. Lass dein Pferd nicht zum Wanderpokal werden, weil es schwierig erscheint. Vielleicht ist es zum Springen nicht geeignet, vielleicht macht es ihm kein Spass. Vielleicht ist er mehr für Dressur oder Western geeignet. Versetz dich in dein Pferd, es ist ein Lebewesen, kein Sportgerät für die eigenen Interessen. Manchmal muss man das einsehen.
"Pferde lügen nicht", hat mal Mark Rashid gesagt. Vielleicht fängst du mit Bodenarbeit (Horsemanship) an und arbeitest dich so zum reiten hin. Mache kleine Schritte, wie bei Kindern, die laufen lernen. Das Pferd sieht keinen Sinn darin über Stangen zu springen. Ein Pferd sieht keinen Sinn darin einen Reiter zu tragen. Es liegt nicht in seiner Natur. Also müssen wir es so hinbekommen, dass das Pferd dies für uns tut, indem es uns vertraut. Lg

oder das Pferd ist verunsichert, weil es den Druck spürt. Passe deine Interessen dem Pferd an und nicht das Pferd an deine Interessen. Und jeder Trainer sagt das: Ein Trainer der die sagt, dass du ne nulpe bist, würde ja auch nicht bezahlt werden ;)

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@Yulia123456

Erstmal, danke für deine Antwort! 

Zu meinem Trainer.. ich habe viel Extrastunden bei ihm welche er mir nicht anrechnet ;) Und ich bezweifel, dass er das nur so sagt aber mich zu den Auktionen in Vechta mitnimmt so das ich dort ein paar Verkaufspferde reiten kann. Ebenfalls reite ich viele Verkaufspferde von ihm und ich glaube nicht das ich diese Chance bekommen würde, wenn er nicht wirklich denkt das ich gut reite. 

Jetzt zum Pferd- es geht ihm gut. Alles tip top In Ordnung. Sattel, Trense, Pflege, Koppel, Osteo, Psycholge und so weiter. Alles ok und es wurde alles gemacht. Hufe und Zähne ebenfalls. 

Bodenarbeit und NHMS habe ich alles schon versucht... vielleicht ist er einfach ein Pferd welches nichts machen will und die Nase von Menschen voll hat. Solche gibt es ja auch. 

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Dein Pferd vermisst einfach nur Pferd sein zu dürfen. Du schreibst, daß es abgemagert war als es zu Dir kam. Dazu gibt es sicher eine unschöne Geschichte. Mir scheint, es ist an der Zeit ihm ein schönes Leben auf einer Koppel zu bieten ohne Training und Reitzwang.Gönn es ihm und behalte es nach Möglichkeit. Das ist natütlich eine finanzielle Frage. Gib es aber wenn es sein muß nur in wirklich gute Hände!

Danke für die Antwort. Darüber habe ich noch gar nicht so nachgedacht... auf die Koppel. Naja... er ist erst 11 Jahre aber war schon ziemlich früh auf Turnieren :/ 

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Das Pferd in Gute Hände verkaufen

Gib ihn in artgerechte Haltung ab und er wird deutlich entspannter sein.

'artgerechte Haltung' hat er auch bei mir. Aber ich weiss was du meinst. 

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@FelixFoxx

Er geht immer wenn es möglich ist auf Koppel... sonst hat er eine große Matsch wiese... also weniger wiese und mehr matsch :)

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Dein Pferd ist doch auch nicht glücklich, was er klar mit seinem Verhalten zeigt. Du schreibst selbst, wird er nur freizeitgeritten, macht er mit.
Also, dann suche ihm ein neues Zuhause mit einem neuen verständnisvollen Besitzer.

Da stimme ich dir zu das er nicht glücklich ist- zumindestens halbwegs. Er hat eine riesige Box die bis zu den Knien eingesträut ist, darf fast jeden Tag auf die Koppel und wird reitehrlich nicht sonderlich überfordert. Er hat halt nur bestimmte Dinge die er nicht mag :/ Wenn ich mit ihm draussen auf der Wiese bin, dann macht er auch mal ein paar Versammlungen und Gallopwechsel. Aber in der Halle tut er dann so als kenne er die nicht :/

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@Elena1914

Aha, er steht in einer Box und darf noch nicht einmal täglich auf die Weide...Pferde sind Lauf- und Herdentiere!!! Stell ihn in einen Offenstall mit 24/7 Weidegang unter Artgenossen, damit er Pferd sein darf.

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@FelixFoxx

Nochmal... Er darf auf die Koppel!! Er darf auf die Koppel! Fast jeden Tag steht er dort ca 5 Stunden draußen! Dürfte er nicht auf die Koppel wäre mit schon klar warum er sich so verhält. 

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Es ist völlig in Ordnung wenn du ihn verkaufst, suche ihn einen guten Platz. Für deine weitere reiterliche Ausbildung alles Gute und auch ein geeignetes Pferd

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Würde ihn auf eine schöne große Wiese mit anderen Pferden/Ponys stellen und ihn wenn es möglich ist ein paar mal besuchen und dann kannst du ja auch mal während den Besuchen Freizeit reiten und ausreiten.:)

Das Pferd in Gute Hände verkaufen

Das wird das beste für euch beide sein!

Das Pferd in Gute Hände verkaufen

Du kannst es aber auch mit einem Pferdepsychologen versuchen. Wenns aber nicht hilft, wirst du in den sauren Apfel beissen müssen. Ich glaube nicht, dass du das Tier nur einfach abschieben willst. Du willst dich weiter entwickeln, was auch dein gutes Recht ist.

sorry, der Pfeil nach unten wurde ausersehen gedrückt (bin noch ziemlich neu hier)

Pferdepsychogen haben wir drauf schauen lassen. Er meinte nur das ihn sehr wenig glücklich machen kann aber auch sehr wenig unglûcklich. Und er sagte noch, das er nicht ganz klar denken kann... was auch immer das heisst? 

Wenn ich ihn verkaufen würde, würde ich ihn unglaublich gerne ab und zu besuchen kommen. 

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@Elena1914

Das würde ich auch wollen. Versuch es doch irgendwie möglich zu machen.

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