Bin ich zu sensibel für sehr strenge Menschen?

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6 Antworten

Wenn dir zu gut deutsch immer der Arzsch hinterhergetragen wurde, kann sich das durchaus später rächen. Kinder müssen nicht in Watte gepackt werden, ab und zu ist auch mal eine klare Ansage fällig. Die natürlich so, dass sie auch als Hinweis, Hilfe und Anstoß zum Nachdenken verstanden wird.

Allen Menschen kann man es aber auch nicht recht machen. Es gibt immer wieder pedantische Typen, die sich über jeden quersitzenden Pups ereifern können. Mit der Zeit lernt man aber die Menschen kennen und kann es dann für sich besser sortieren.

Ist die Chefin also immer so und findet nie und in keiner Situation auch mal ein lobendes oder anerkennendes Wort, dann gehört sie zu den ewig unzufriedenen Menschen. Dann lächle und denke dir deinen Teil in Form von "Wieder mal keinen Sex bekommen? Bei deiner Art brauchst du dich auch nicht zu wundern."

Bei Menschen, die dir gewisse Dinge im ordentlichen Ton sagen, also nicht von oben herab, nimm es wirklich als Hilfe an. Man kann jeden Tag was Neues lernen, egal, wie alt man schon ist.

Es gibt auch streng erzogene Menschen, die nah am Wasser gebaut sind und es nicht ertragen können, angemeckert zu werden.

Was Menschen "stark" macht, sind weder strenge Erziehungsmaßnahmen noch "den Bobbes hinterher getragen zu bekommen" - sondern die Erfüllung ihrer Bedürfnisse (nicht zu verwechseln mit alles Gewünschte zu bekommen) sowie Achtung ihrer Grenzen und die Fähigkeit der Eltern sowie anderen Erwachsenen ihre eigenen Grenzen zu wahren.

Als erstes würde ich mich frei machen vom Ammenmärchen, dass strenge Erziehung dir mehr geholfen hätte.
Dann lernen, sich nicht jeden Schuh anzuziehen und überlegen, ob die Kritik berechtigt war (akzeptieren, das nächste Mal besser machen) - wenn nicht (dann denkst du dir deinen Teil "Frau X ist wahrscheinlich mit dem falschen Fuß aufgestanden").

Ansonsten nachhaken, wie du es denn ihrer Meinung nach besser machen könntest.

Naja... es kommt immer auf Sender und Empfänger an. Ein Chef muss auch ein Machtwort sprechen können, ohne dass der Angestellte gleich in Tränen ausbricht. Aber auch hier gilt: Der Ton macht die Musik und so wie ich dich verstanden habe, fandest du den wohl eher daneben.

Versetze dich doch mal in die Lage deiner Chefin: Hatte sie recht, an dir und deiner Arbeit "rumzumeckern" oder findest du es übertrieben. Was wäre, wenn sie nichts gesagt hätte? Hättest du dann auch alles in entsprechender Weise sauber gemacht? Versuche, dir diese Fragen ehrlich zu beantworten und dann überlege noch mal, ob das alles wirklich so schlimm war, wie du es anfangs empfunden hast.

Freue dich darüber, dass du behütet aufgewachsen bist. Du lernst jetzt aber, dass es - nicht nur - in der Arbeitswelt anders zu geht. Sieh es als Kritik an der Sache oder deiner Arbeit, aber nicht an deiner Person.

Viel Erfolg!

Indem Du Deinen Job erledigst, so gut Du kannst.

Konstruktive Kritik ist nichts Schlimmes. Mobbing ist was Anderes.

Die Kunst besteht darin, den Unterschied zu erspüren.

Reife kommt mit der Praxis. Habe Geduld mit Dir, das wird besser.

Du mußt jetzt das lernen, was in deiner Kindheit von dir ferngehalten wurde. Das ist ein schmerzhafter Prozeß, der aber zum Erwachsenwerden dazugehört.

Freu dich das du so eine behütete Kindheit gehabt hast. Andere hatten nicht soviel Glück. Aber jetzt mußt du lernen dich durchzubeißen. Die Strenge fehlt dir mit Sicherheit nicht, sowas äußert sich ganz anders. Z.B. dadurch, daß man respektlos gegenüber seinen Mitmenschen ist und keine Grenzen akzeptieren will.

Lerne und wachse... Du schaffst das schon. Das haben schon ganz andere geschafft.

:-)

sieh es als chance - nicht als meckern, du kannst nur gewinnen

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