wie härter werden vorallem in der arbeit?

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Ein bestimmtes Maß an Sensibilität ist sicher von Vorteil und wünschenswert, weil man Situationen anders wahrnimmt und ein besseres Gespür für Menschen entwickelt. Abgestumpfte Leute können niemanden mit ihrer Aura beeindrucken, niemanden mit Herzblut zu irgendetwas animieren, niemanden begeistern. Betrachte also vor allem die positiven Seiten deiner Sensibilität, die es zweifelsohne gibt und die meiner Meinung nach auch überwiegen.

Entscheidend ist eben, ein passendes Maß zu finden, denn man möchte zwar nicht abgestumpft, aber auch nicht zu sensibel sein. Wenn man einen Fehler gemacht hat, ist es nicht unbedingt schlecht, aufgrund lauterer Worte eines Vorgesetzten ins Grübeln zu kommen und sich irgendwie verletzt zu fühlen. So wird man dazu angesport, weniger Fehler zu machen und selbst besser zu werden, sich also weiterzuentwickeln, was im Interesse aller Beteiligten liegt.

Wenn man aber keinen Fehler gemacht hat und nur irgendwelchen Launen oder Ansichten einer Person ausgesetzt ist, darf man sich davon nicht beeindrucken lassen. Vielmehr muss man sich distanzieren und alles abprallen lassen, eben weil man nichts falsch gemacht hat und weil oft auch Blödsinn erzählt wird, dem man nicht zustimmen kann und dem man mitunter sogar widersprechen muss. Es gibt Situationen, in denen man Widerstand leisten muss - das ist natürlich auch eine Frage des Selbstvertrauens, aber dafür erntet man nachher oft einen Lohn, nämlich eine ganz neue Art des Respekts.

Wenn ein Vorgesetzter einen schlechten Tag hat und etwas unwirsch Befehle erteilt, ist das gewiss kein Grund, sich angegriffen zu fühlen oder aufbegehren zu müssen. Sind die Worte aber dauerhaft unangemessen hart und laut, kann man ja mal erwidern, dass man die Sache gerne erledigt, aber der Umgangston ein besserer sein könnte. Nicht selten folgt dann eine Entschuldigung oder sogar eine Begründung für das übertriebene Kommandieren. Das Verhalten von Menschen lässt sich fast immer begründen und nachvollziehen, nur bei einem ganz kleinen Teil hilft nur noch völliges Ignorieren oder die möglichst rasche Flucht.

Noch ein Tipp für den Alltag: Stell dir vor, dass um dich eine Art Schutzhülle ist. Nur enge Vertraute wie Familienmitglieder und gute Freunde dürfen in sie eindringen. Nur ihre Worte zählen, nur ihren Worten gibst du Gewicht. Nur ihre Kritik nimmst du wahr, nur mit ihnen tauscht du Privates aus. All das, was von anderen Personen auf dich einprasselt, ist dir erst einmal egal. Du ignorierst dummes Geschwätz auf der Straße und auch im Internet. Du ignorierst es, wenn dich jemand anpöbelt oder reizen will. Du fühlst dich nicht getroffen, wenn dich jemand beleidigt. Weil eben nur das zählt, was die Leute sagen, die einen wirklich kennen. Und genau dafür hat man seine Vertrauten.

Noch ein anderer Tipp: Reagiere nie direkt und aus dem Bauch heraus auf irgendwelche Aktionen des Gegenübers. Wenn du im Nachhinein über solche Aktionen nachdenkst, merkst du eventuell, dass sie gar nicht so böse gemeint waren. Oder dir fällt eine bessere Reaktion ein, als sie dir spontan eingefallen wäre. Es ist immer gewinnbringend, Dinge aus zeitlicher Distanz zu betrachten und dann erst Entscheidungen zu fällen oder Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So vermindert man auch die Gefahr, spontan falsch zu handeln, falsch zu reagieren und somit immer mehr verletzt zu werden.

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Ok. Informier Dich über das Thema "Hochsensibilität".
Es gibt mit Sicherheit auch Communitys von Hochsensiblen für Hochsensible.
Und informier Dich über "Selbstannahme", "Selbstachtung", "Selbstfürsorge".
Und hier noch eine Buchempfehlung: "Deine Würde entscheidet: Finde den inneren Kompass für ein gutes Leben" von Udo Baer und Gabriele Frick-Baer.
Good luck! ❤️

  1. zu einem Opfer gehören immer zwei: Einer, der zum Opfer macht, und einer, der sich zum Opfer machen lässt.

  2. sollst Du nichts spielen, sondern die innere Überzeugung erlangen.

Ich kann das gut nachvollziehen, wie es Dir geht, weil ich auch sehr sensibel bin. Was an sich nicht Schlechtes ist. Nur wenn man immer und alles auf sich selbst bezieht, kann man sehr leicht darunter leiden. So ging es mir auch.

Bis ich dann gelernt habe zu differenzieren.

Manche haben auch einfach nur einen schlechten Tag - und sind deshalb ei9n bisschen forscher in ihrer Ausdrucksweise.

Manche machen sich einen Spaß daraus, Dich zu quälen. So ging es mir mit meiner Schwester. Sie hatte Freude daran, wenn ich mir immer alles zu Herzen nahm. Das hatte ich begriffen. Und nahm mir immer wieder vor, es nicht zuzulassen. Das hat allerdings sehr lange gedauert, bis ich so weit war: Ich habe sie dann einfach ins "Leere" laufen lassen. Habe nicht darauf reagiert, oder ihr recht gegeben. So verlor sie die Freude daran, mich zu quälen.

Ich kam mir auch ausgenutzt vor. Bis ich merkte, dass ich eigentlich gar nicht ausgenutzt wurde, sondern meine Hilfe förmlich aufdrängte. Da diese Hilfe nicht wirklich gewollt war, bekam ich natürlich auch kein Danke. Und deshalb kam ich mir ausgenutzt vor. In der Zwischenzeit helfe ich nur noch, wenn ich darum gebeten werde.

Auch habe ich mich von ein paar Freundinnen getrennt, denen ich nur als seelischer Schuttabladeplatz diente. Wogegen sie kein Verständnis für meine Sorgen und Nöte hatten.

Seit dem geht es mir besser. Ich bin zwar immer noch sensibel, gutmütig und hilfsbereit - aber nicht um jeden Preis. Das schulde ich meinem Wohlergehen.

Und das solltest Du auch so machen. Viel Erfolg.

Es gibt Menschen die sind stumpfer, weniger reaktionsfreudig und andere sind sensibler, offener, auch verletzbarer. Ich glaube du hast zuwenig Rückzugsmöglichkeiten. Meistens werden die "stumpfen" nicht so gemocht, weil sie weniger manipulierbar sind, vorsichtiger und langsamer. Erlerne eine Meditationstechnik mit der du dich mit deiner Sensibilität nach innen wenden kannst. Mit dem Ergebnis, du lässt dich nicht aus dem Häuschen bringen!

" ............................doch ich will nicht krampfhaft etwas spielen was ich nicht bin weil ich das oftmals versucht habe und ich sehr schnell daran gescheitert bin und das jedesmal..... gibt es keine möglichkeiten stumpfer und härter(in der seele) zu werden? "

Härter werden kann Sinn machen - stumpfer zu werden sicherlich nicht !

Wenn du echt härter und widerstandsfähiger werden willst - werde einfach Mitglied in einem Kampfsportverein - und trainiere dort mit anderen - z.B. Kickboxen !

Wenn du das mindestens 3 - 6 Monate durchhältst - werden die Veränderungen nicht auf sich warten lassen !

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