Bin ich Therapieresistent?

8 Antworten

Die Frage ist: Muss die Therapie auf den Patienten passen oder der Patient sich der Therapie anpassen?

Man sollte meinen, die Therapie müsse zum Patienten passen.

Kein Mediziner sagt dir außerhalb der Psychiatrie: "Wenn das Medikament nicht wirkt, wenn Sie durch die Physiotherapie nicht wieder auf die Beine kommen, liegt das an Ihrer Verweigerungshaltung!" In der Therapie scheint einem aber manchmal vermittelt zu werden, "sage, dass die Methode funktioniert hat, sonst verweigerst du dich!"

Wenn diese Kurse dir nichts bringen, akzeptiere es. Akzeptiere, dass sie für einige passen, für andere nicht.

Problematisch ist nun, wenn von dir verlangt wird, dass sie passen - dann müsstest du überlegen, ob du lügen musst, dass die Kurse wirkungsvoll waren, um eine positive Beurteilung zu bekommen. Dies würde ich, wenn dieser Extremfall eintritt, zumindest später noch einmal bei entsprechenden Ärzten schriftlich oder mündlich thematisieren.

Insbesondere wenn man sich veräppelt fühlt, weil einem Aktivitäten angeboten werden, die man z.B. eher für kleine Kinder einordnet, kann ja eine Methode gar nicht wirken, weil man sich nicht darauf einlassen kann, weil die Scham (warum behandeln die mich wie ein Kind, ist das ein Test, lachen die insgeheim über mich etc.) zu groß ist.

Sinnvoll kann es evtl. sein, zu sagen, "ich würde gern mitarbeiten, aber bei dieser Methode fühle ich mich (nicht ersnt genommen, unwohl, verunsichert usw.) und kann mich daher schwer darauf einlassen."

Wirklich auf den Punkt getroffen!! Danke für die Antwort!

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Eine Klinik ist aber kein Ponhof, wo es heißt: "wie hätten Sie es denn gern." Auch eine Therapie ist kein Service, den man sich aussuchen kann, wie es einem genehm ist.
Wenn man die Therapie nicht annehmen will, dann ist das ja ok. Aber die Konsequenzen muss man natürlich tragen. Auch bei üblichen med. Verordnungen wird ein Mediziner nicht hingehen, und andere Mittel suchen, wenn der Patient sagt: "Neee, mag ich aber nicht."

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Ich fand die Tagesklinik in den ersten 2 Wochen auch nicht dolle.. dann änderte sich das langsam.

Und nein, nach 6 Wochen ist niemand geheilt und auch sonst keiner, der entlassen wird.

Die Tagesklinik ist zum auffangen der akuten Phase und einen Einstieg in die Therapie da.

Außerdem sollst du da lernen, wie du in schlimmen Momenten vorgehen kannst und wir es überhaupt dazu kommt.

Noch dazu soll dort in den Einzelgesprächen eine genauere Diagnose mit möglichen Therapieansätzen für dich gefunden werden.

Halte durch, versuche offen zu sein und zuzuhören. Lass dich drauf ein, wenn du was gegen deine Depression tun willst.

Es ist ein Anfang.

"Halte durch, versuche offen zu sein und zuzuhören. Lass dich drauf ein, wenn du was gegen deine Depression tun willst."

Ich habe keine ahnung was ich möchte.. ganz ehrlich.

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@JanMaurer1

Wenn du noch nicht bereit bist, etwas gegen deine Depression zu unternehmen, dann hilft das Beste Therapieangebot der Welt nichts.

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Nein bist du nicht

Hör nicht auf! Dir bleibt ja auch nicht wirklich viel andere Möglichkeiten

Hi,

du schreibst leider nicht wie oft du schon eine Therapie begonnen hast, daher kann man auch nicht von Therapieresistents reden.

Aber das stimmt schon, man muss eine Therapie selber wollen, ansonsten nützt sie nicht viel und dazu bist du gerade das beste Beispiel mit deinem Verhalten und Empfinden.

Das ist meine erste und warscheinlich letzte Therapie

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Arschbac*en zusammenkneifen und durchziehen.... vielleicht denkst du in 5 Wochen bisschen anders.