Bin ich Alkoholiker, wenn ich jeden zweiten Abend etwas mehr als eine halbe Flasche Wein trinke?

15 Antworten

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Könntest Du hier mal für Dich selber überprüfen:

Der Übergang vom Genusstrinken zum Alkoholiker ist fließend. Es geht dann über verschiedene fast unbemerkte Phasen:

Die voralkoholische Phase: Hier trinke ich schon nicht mehr aus Genuss an einem Glas Wein o.ä. sondern aus psychischen Gründen. Stressabbau, um lustiger zu werden, aus Unsicherheit, weil ich durch Alkohol lockerer werde, vermeintlich stärker bin, besser und freier reden kann.

Die Prodromalphase: Hier merke ich schon das ich den Alkohol brauche. Ich denke häufig an Alkohol, freue mich schon auf den nächsten „Umtrunk“ mit Freunden. Bekomme aber teilweise auch schon Ärger mit meinem Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitgeber)

Die kritische Phase: Ab hier beginnt schon der Kontrollverlust. Hier liegt es schon nicht mehr am Willen nichts mehr zu trinken. Es geht manches mal nur Tage ohne Alkohol und dann nur unter eigenem oder fremden Zwang.

Die chronische Phase Hier geht es dann richtig bergab. Alkohol bestimmt mein Leben. Es dreht sich nur noch darum an den nächsten Schub zu kommen z.B. bei einem Pegeltrinker den Pegel zu halten. Ichbin fast nicht mehr nüchtern, trinke schon morgens, weil ich nachts - wenn ich überhaupt schlafe konnte - unter den Pegel rutschte.

Natürlich kann jeder aufhören zu trinken. Aber ab einem gewissen Punkt – der nicht vom Trinkenden erkannt wird – schafft er es nicht mehr und ab hier ist es für mich eine Krankheit. Der Kreislauf hat begonnen.

Trinke ich nicht habe ich Entzugserscheinungen und dann trinke ich weil die Entzugserscheinungen gelindert werden – und das immer wieder. Der Alkohol dient in diesem Moment übertrieben gesagt als Medikament. Ich hab keinen Einfluss mehr darauf. Der Kopf beherrscht den Körper. Körperlich trocken zu werden ist eine relativ einfache Geschichte in einem Krankenhaus mit Hilfe von Medikamenten z.B. Distraneurin, aber dann fängt das wichtigste und langwierigste erst an. Der psychische Entzug.

Danke! Super nützliche Information

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Hallo,

2 Gläser Wein ist nicht sooo viel, aber es genügt um wahrscheinlich nicht mehr hinter das Steuer zu dürfen.

Wenn Du jeden Tag an dem Du kein Alkohol trinkst, kein Verlangen nach Alkohol verspürst, dann bist Du auch kein Alkoholiker. Das solltest Du immer etwas im Blickfeld behalten.

In diesem Sinn... alles Gute Dir und à votre santé....

Gruß, RayAnderson  😏

Nachtrag weil hier teilweise Unsinn geschrieben wurde: Der menschliche Organismus baut pro Stunde durchschnittlich 0,1 Promille Alkohol ab.

Nachdem Du nur jeden zweiten Abend etwas eine halbe Flasche Wein trinkst, würde ich Dich eher nicht als Alkoholiker bezeichnen... Somit kannst Du ja auch jeden zweiten Abend drauf verzichten... Ein Alkoholiker trinkt täglich eine gewisse alkoholische Getränke und kann auch nicht ohne sein...

Also ich gehe mal von einer 0,7 Liter Flasche aus, dann sind das keine zwei Viertele... ;-)

Jop. 0.7 Liter.

Ich glaub ich trinke dabei etwas mehr als meine Trinkgenossin.

Manchmal jeden 2 Abend. Manchmal jeden Abend. Manchmal eine Woche ohne

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@Mrbadguy84

Ein Alkoholiker könnte eine Woche ohne Wein garantiert nicht aushalten... Das Allerwichtigste ist hier schon, dass Du einfach mal drauf verzichten kannst...

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Dass jeder Alkoholiker täglich eine gewisse Menge trinkt und keine Woche ohne aushalten würde stimmt so nicht, das sind dann Spiegeltrinker (Delta Alkoholiker).

Es gibt aber auch andere Formen von Alkoholismus: "Quartalssäufer" (Gamma oder Epsilon Alkoholiker) können ohne Probleme auch mal ein paar Wochen komplett ohne Alkohol leben und haben dafür Phasen in denen sie exzessiv, mit totalem Kontrollverlust trinken.
Als Quartalssäufer kann man allerdings nicht mehr nach einer halben Flasche Wein aufhören.

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Das kannst Du selbst überprüfen, in dem Du 2 Wochen keinen Alkohol trinkst.

Geht dies ohne Probleme und Entzugserscheinungen kannst Du davon ausgehen, dass Du kein Alkoholiker bist.

Nach der Definition der anonymen Alkoholiker ist man Alkoholiker, wenn man nicht ohne Hilfe damit aufhören kann, oder wenn man glaubt, nicht ohne Hilfe aufhören zu können. Ansonsten ist man gefährdet, Alkoholiker zu werden.

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