Beerdigung; Offener Sarg, Leichnahm anschauen oder nicht?

15 Antworten

Es kommt darauf an WIE ein Mensch starb.

Einen Menschen, welcher von einem Zug erfasst wurde wird man meistens nicht mehr ansehen dürfen

In den USA gibt es eher Menschen, welche die Verstorbenen auch bei extremsten Verletzungen noch herrichten können.(Thalassiker glaube ich heißen die) In Deutschland recht selten

Wenn du nicht das ausgesprochene Bedürfnis hast ihn so zu sehen, schaust du ihn besser nicht an. Es hilft dir gar nichts in der Verarbeitung, wenn es nicht dein Wunsch ist, jemanden so zu sehen. In der Trauerarbeit kommt es nur auf die eigenen Gefühle an.

Ich kenne die Situation vom Tod der Oma meines ExMannes. Sie stand mir nicht soooo nah, aber ich hatte sie doch sehr lieb gewonnen.

Ich dachte, es wäre weit schlimmer, aber man erwartet auch das typische Bild eines toten Körpers, aber es liegt ein Mensch... so, wie man ihn in Erinnerung behalten möchte und wird (weil der Leichnam hergerichtet wurde)... einfach nur ganz still da... es beruhigt einen sehr! Auch wenn man weiß, dass dieser Mensch unumkehrbar "gehen wird".

Ich würde das nicht tun, das würde mich nur noch mehr runterziehen, vor allem, wenn ich die Person sehr gut kannte. Behalte ihn in Erinnerung, wie er war, als er lebte. Wenn du seinen Leichnam mal gesehen hast, vergisst du das nie wieder und es kann dir wirklich nicht gut tun. Ist dir überlassen, ich würde es nicht machen!

Haben Sie schon einmal einen Toten gesehen, der aufgebahrt wurde?

Was stellen Sie sich denn vor, was für ein "Monster" da liegt?

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Im Januar letzten Jahres starb meine älteste Schwester. Ich habe sie gesehen, wie sie hergerichtet auf ihrem Sterbebett lag ... und ich war dankbar dafür. Man hatte sie hübsch zurechtgemacht, und ich saß weit über eine Stunde da, um mich von ihr zu verabschieden.

Leichen sehen nicht so "schlimm" aus, wie man sich das heute so vorstellt und wie man das im Fernsehen häufig zu sehen bekommt; der Anblick ist meist alles andere als "grausam". Die befürchteten seelischen Folgen kommen wohl eher daher, dass unsere heutige Gesellschaft den Tod (auch den eigenen Tod!) beiseite geschoben wird, dass sich fast niemand mehr mit dem (eigenen) Tod ins Auge sehen möchte. Man hat Angst vor dem engültigen "Ende", weil man sich mit vielen unangenehmen Themen beschäftigen muss. Und darum möchte auch keinen Toten "in natura" sehen. Noch vor wenigen Jahrzehnten führte man selbt Kleinstkinder an die Toten heran; in vielen Gegenenden war es sogar Brauch, dass selbst Kinder die Hand des Toten als letzte Ehre küssten. Auch meinen toten Vater (ich war damals noch nicht mal vierzehn) habe ich sowohl auf dem Totenbett als auch im offenen Sarg gesehen ... und war auch schon damals dankbar, mich nochmals in aller Ruhe von ihm verabschieden zu dürfen!

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