Arbeitszeiten technischer Vertrieb/Key Account Manager?

2 Antworten

Vertrieb ist nicht gleich Vertrieb. Es ist ziemlich entscheidend, ob du im Innen- oder Außendienst tätig bist und wo die Stelle in der Unternehmenshierarchie eingeordnet ist, sprich, wie viel Verantwortung und "Entscheidungsgewalt" du hast.

Vertrieb im Außendienst ist eine Sache, für die du geboren sein musst. Ist halt das, was man früher mal "Vertreter" nannte ;). Da fährst du durch die Gegend zu Kunden oder solchen, die welche werden sollen und musst denen das Produkt verkaufen. Ist also mit viel Abwesenheit von daheim verbunden. Und oft gibt es dort nur ein geringes Grundgehalt, wenn überhaupt. Das eigentliche Einkommen erzielt man durch Provisionen - und ist somit massiv darauf angewiesen, dass man auch verkauft...

Im Innendienst kann dem Vertrieb ganz verschiedenes an Aufgaben zugeordnet sein. Teilweise ist das eher eine Art Callcenterjob, wo man die Bestellungen vom Kunden annimmt, eingibt, eventuell noch nötige Papiere wie Lieferscheine vorbereitet und (elektronisch) weiterreicht. Auch möglich: Termine für Außendienstler bei Kunden machen... Das wären auf jeden Fall zeitlich recht geregelte, aber potentiell auch rammdösige Stellen...

Es kann aber auch darum gehen, die ganze Organisation von Transporten mit Zollabwicklung, Versicherung, Verpackung und Spedition zu erledigen, inklusive der Abwicklung von eventuellen Problemen oder Reklamationen dabei. Wenn du dabei auch noch für "Key Accounts", also die großen, wichtigen Kunden des Unternehmens, zuständig bist und dieser Job eventuell auch noch mit Führungsverantwortung in der Hierarchie einhergeht, dann ist das zwar durchaus spannend und abwechslungsreich, aber ganz sicher kein 9-to-5-Job ;).

Vielen Dank für die ausführlich Antwort. Kurze Frage: was ist mit 9-5 gemeint ? Hat man auch ein geringes grundeinkommen im außedndienst, wenn man zb Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat?

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@NorthernLightsz

Das bedeutet "Nine to five", also von 9 bis 17 Uhr ;). Sprich, ein klassischer Bürojob mit festen, geregelten Arbeitszeiten.

Beim Gehalt zählt die Qualifikation in Form von Zeugnissen allein nicht. Es geht immer darum, welche Aufgaben du machst. Je höher die Qualifikation, desto größer in der Regel Anspruch und Verantwortung einer Stelle. Aber wenn du dich entscheiden würdest, mit dem abgeschlossenen Studium z.B. putzen zu gehen, würdest du dort noch lange nicht das gleiche Gehalt bekommen, was der Manager, dessen Büro du säuberst, bekommt ;). Du könntest natürlich mit dem Arbeitgeber über alles mögliche verhandeln und wenn er dich wirklich für den Putzjob will, dann zahlt er das vielleicht auch. Aber wie Wahrscheinlichkeit ist eher gering, denn je niedriger die nötigen Qualifikationen für einen Job, desto mehr potentiell geeignete Bewerber, die es auch für weniger machen ;).

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Für den Vertrieb ist man geboren oder nicht. Für die einen ist das ne riesen Gaudi, für andere die Hölle. Maßgeblich hängen aber Stress und Arbeitszeit von den Vertriebszielen (realistisch oder utopisch) ab, davon, wie sehr das Gehalt an die Verkaufsprovi gekoppelt ist und natürlich von der Unternehmenskultur und den Vorgesetzten.

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