als christ keine zinsen (von der bank) aufnehmen?

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Hallo sarronp!

Das Gesetz, das Gott den Israeliten gab, untersagte es, ihren niedergedrückten Mitisraeliten Zins aufzuerlegen. Niemand sollte von den finanziellen Schwierigkeiten eines anderen profitieren. Doch die Israeliten durften von Ausländern Zins nehmen. So sagt 5.Mose 23:19,20:

19Du sollst deinen Bruder keine Zinsen zahlen lassen, Zinsen für Geld, Zinsen für Nahrung, Zinsen für irgend etwas, wofür man auf Zinsen Anspruch erheben mag.20Du kannst einen Ausländer Zinsen zahlen lassen, aber deinen Bruder sollst du keine Zinsen zahlen lassen, damit Jehova, dein Gott, dich segnet in all deinem Unternehmen in dem Land, in das du gehst, um es in Besitz zu nehmen.

Jesus Christus verteidigte das Gesetz Gottes und erweiterte sogar seine Anwendung, indem er sagte, nach Lukas 6:34, 35:

34Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch Sünder leihen [ohne Zins] Sündern, damit sie ebensoviel zurückerhalten.35Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Es wäre daher unangebracht, jemand die Hilfe zu versagen, weil es sein könnte, daß er wegen anhaltender Not, die ohne sein Verschulden entstanden ist, seine Schulden nicht zurückzahlen kann.

Wenn jedoch das Darlehen nicht nötig ist, um Armut zu erleichtern, wäre nichts dagegen einzuwenden, Zins für geliehenes Geld zu verlangen. Daß es richtig ist, Zins für investiertes Kapital zu erhalten, deutete Jesus an, als er in einem Gleichnis einen bösen Sklaven rügen läßt, weil er das Geld seines Meisters nicht bei den Bankleuten anlegte, so daß er Zins dafür erhalten hätte, wie Matthäus 25:26,27 zeigt:

‘26In Erwiderung sprach sein Herr zu ihm: ‚[Du] böser und träger Sklave! Du wußtest also, daß ich erntete, wo ich nicht säte, und sammelte, wo ich nicht worfelte?27Nun, so hättest du mein Silbergeld bei den Bankleuten anlegen sollen, und bei meiner Ankunft hätte ich das Meine mit Zins erhalten.

Von der Bank für angelegtes Kapital Zinsen zu nehmen, ist weder gegen den Buchstaben noch den Geist des Gesetzes Gottes.

Ich finde es toll, dass du dich in deinem Alter mit diesen Fragen beschäftigst und so leben möchte, wie Gott es will! Mach weiter so und bleib unbedingt, wie du bist!

Zum biblischen Umgang mit Geld gibt es eine sehr interessante Broschüre der SBK Witten (die Bank der Freien evangelischen Gemeinden): http://www.skbwitten.de/content/dam/g4475-0/medien/finanzielle_freiheit/Finanzielle%20Freiheit.pdf

Also vorweg: wenn dieser Christ sagt, er darf nicht, dann ist es vermutlich kein Verbot einer Kirche oder Gemeinde, es sei denn er ist in einer christ. Sekte, bei der man sehr gegängelt wird... Ich habe früher auch manchmal gesagt, ich darf dies oder jenes nicht - aus dem Glauben -, aber ich meinte vielmehr, dass ich es von Herzen nicht tun WILL, wenn ich Gott vertraue, dass es mir besser geht, in seinem Rat zu bleiben. In der Bibel heißt es nämlich mal: leiht nicht....So. Das kann man als Rat annehmen. Gott möchte uns beschützen, uns zu verschulden - bei Bank oder Privatpersonen, die einem "die Hölle heiß machen können". Ich persönlich nehme keinen Kredit auf. Aber ich verurteile niemanden, der das tut. Ich kaufe auch nichts auf Raten. (Habe es mal gemacht). Ich muss sagen, weil ich es aus der Beziehung zu Gott nicht mache (leihen), und nur das kaufe, was ER mir gibt, das fühlt sich echt viel besser an. Es ist aber keines von den 10 Geboten. So darfst du, wenn du selbst eine Kleinigkeit leihst (vergleichbar wie leihen bei der Bank) schauen, wie es sich in der Beziehung zu Gott anfühlt. Tief in deinem Herzen. Bedenke: Gott steht nicht da mit der Peitsche und wartet, dass er strafen kann, wenn man sich an etwas nicht hält.... Die Bibel ist voll von Beispielen, dass Gott nur unser Herz, unser Vertrauen will. Und entspann dich, viele eifrige Christen machen auf Erleuchtung und wollen ihre Erfahrung anderen aufdrücken. Ja, ich vertraue Gott in der Bibel. Aber das ist ein Wachstum, eine persönliche Beziehung. Früher hatte ich auch Autos gekauft, die ich über Jahre abgezahlt habe. War immer irgendwie lästig und doof. Einerseits. Ich wusste vor 20 Jahren nicht, was ich jetzt weiß. Als Christ sollte man nur glauben können, dass Jesus die Strafe am Kreuz bezahlte und er auferstand. Wow. Alles andere ist stückweise Erkenntnis über Jahre. (Die Bibel fordert nur dazu auf, anzufangen, Seinen Weg zu gehen. Seine Gebote kennenlernen....)

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