Ab welchem Alter verlieren wir unsere Unschuld und wodurch?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Die Unterscheidung unschuldig-schuldig wurde (spätestens) von den Kirchenleuten/ Theologen "eingeführt", um die Menschen durch Schuldgefühle und einem schlechten Gewissen besser lenken und bestimmen zu können:Schuld-Beichte-Buße....

Das schafften sie, indem sie die ganz natürlich gegebene Sexualität nutzten, um zunächst über die Adam-Eva-Bibelgeschichte , dann über die Behauptung der sog. ERBSÜNDE bereits bei Kindern mit der Manipulation und Vereinnahmung beginnen zu können, ohne dass es den Menschen richtig auffallen sollte.

Das nennt man ein sog. ideologisches Verhalten. Denn: Alle Menschen werden, ohne diese Begriffe (unschuldig/schuldig) zu brauchen und zu benutzen, als positive Menschen geboren, die lernen können und lernen möchten - lebenslang. Und die sich entscheiden können, mit sich, der Sexualität und den anderen Mitmenschen sozial verträglich oder gräßlich umzugehen.

Die Unschuld verliert man durch die Erlangung der Schuldfähigkeit und durch ein nachfolgendes schuldhaftes Fehlverhalten.

Schuldfähigkeit ergibt sich daraus, dass man eine gewisse Stufe der Persönlichkeitsentwicklung erreicht hat.

Dass man sich selbst als Person begreift, weiss, wie man bewusst handeln kann, dass man sich für oder gegen etwas entscheiden kann und dass es gute und böse Taten gibt, lernt man allmählich im Vorschulalter. So ca. mit 5 Jahren sollte man mit der Einsichtsfähigkeit soweit sein.

Zivilrechtliche Deliktsfähigkeit gibt es ab dem Alter von 7 Jahren:

http://www.rab-friedrich-ramm.de/beitrag8.html

Man ist also für einen Schaden, den man angerichtet hat, verantwortlich, sofern man es von der geistigen Reife her begreifen können müsste, dass man Mist gebaut hat. Wenn die Eltern dann ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, müssten die Kinder für den Schaden einstehen.

Es gibt also keinen Freibrief dafür, mit dem Fußball eine Fensterscheibe einzuschießen oder einem Kameraden mit einer Metallschaufel eins über den Kopf zu ziehen, sofern man schon sieben Jahre alt ist.

Allerdings kann man für Schäden, die man durch Verkehrsunfälle verursacht, erst ab dem Alter von 10 Jahren haftbar gemacht werden.

Die strafrechtliche Deliktsfähigkeit ist mit 14 Jahren gegeben.

Ab 18 Jahren kann man nach dem Erwachsenenstrafrecht bestraft werden, zwischen 18 und 21 Jahren kann der Richter noch auf die Anwendung von Jugendstrafrecht entscheiden, und ab 21 Jahren hat man dann wirklich keine Ausrede mehr.

Die Frage davor muß lauten: Welche Schuld?

Unschuldig im Sinne von "kann keine konsequenzen einschätzen und ist sich seiner Taten nicht bewußt"? Das sind nur recht kleine Kinder.

Unschuldig im Sinne von "Noch nicht sexuell aktiv"? Das ist von Person zu Person unterschiedlich (und hoffentlich nicht der Fall solange die Beschreibung "Kind" zutrifft!).

Unschuldig im Sinne von "Sünde" und was Religion sich so ausgedacht hat? Da wirds kompliziert und bizarr.

Unschuldig im Sinne von "naiv"? Das sind manche Leute bis auf den Friedhof...

PeterParker33 19.08.2017, 07:56

Ich hab mich nur gefragt, wodurch verlieren wir unsere Unschuld. Man hört den Satz ja häufiger "Kinder sind unschuldig", aber über Erwachsene würde das keier Sagen. Und ich hab mich gefragt, was den ausschlaggebenden Unterschied macht.

1
matmatmat 19.08.2017, 08:05
@PeterParker33

Ohne Zusammenhang ist das eine "Deepity" (kennt da jemand ein deutsches Wort?) wie "Liebe ist nur ein Wort". Etwas das oberflächlich tief philosophisch wirkt aber quasi keinen Inhalt hat.

2
gottesanbeterin 19.08.2017, 16:15

Die Frage handelt nicht von Schuld, sondern von kindlicher Unbefangenheit, die auch als (kindliche) Unschuld bezeichnet wird.

Schuld gibt es ja gar keine, doch gibt es Schuldgefühle, die bereits in kleine Kinder eingepflanzt und dort fleißig weitergezüchtet werden.

Das nennt man dann (meistens) "Erziehung"!

2

Dann wenn Kinder aus der Einheit fallen und der Verstand mit seiner eingebildeten Persoenlichkeit das Empfinden wie durch einen Filter bestimmt.

Das ist bei allen Kindern unterschiedlich. Spaetenstens in der Pupertaet ist es soweit und dann fangen die Probleme an, weil damit die Identifizierung einer Person einhergeht, die der Verstand braucht, um die Kontrolle ueber das Leben zu uebernehmen.

In der Kindheit sind wir unschuldig, aber unbewusst, dann werden wir wach zu der falschen Person, die der Verstand uns vorgaukelt. Das Beste waere dann, wenn wir wieder zu unser urspruenglichen Unschuld erwachen, aber diesmal bewusst, d.h. wir erkennen wer wir wirklich sind und dann sind wir durch.

Keine Probleme mehr, die Gedanken und Emotionen koennen uns dann nicht mehr verfuehren.

PeterParker33 20.08.2017, 20:25

Das ist eine gute Antwort.

1
PeterParker33 20.08.2017, 20:26

Wenn wir realisieren, dass wir keine Einheit mit unseren Nächsten bilden, sondern dass wir Individuen sind.

1
Zampano 21.08.2017, 00:01
@PeterParker33

Richtig, wir fuehlen uns getrennt und denken die Welt ist dort draussen und wir hier, das ist aber nur eine Illusion unseres Verstandes.

Diese Trennung wird in der Kirche als Suende bezeichnet, ist aber im Grunde das Gleiche. Suende hoert sich schlimmer an als Trennung und man versteht das Prinzip dahinter nicht.

0

Der Verlust der kindlichen Unbefangenheit ist davon abhängig, wie die Erwachsenen und älteren Kinder, mit denen das Kind zu tun hat, miteinander und mit dem Kind umgehen.

Man kann das nicht an einem gewissen Alter festmachen.

Sobald man nicht mehr an den Weihnachtsmann, den Storch und Engel glaubt, die auf Schultern sitzen, und die imaginären Freunde sich verabschieden.

Du musst zwischen unschuldig und schuldlos unterscheiden.

gottesanbeterin 19.08.2017, 16:16

Das muss nicht derFragesteller, das müssen die Antwortenden.

0

Was möchtest Du wissen?