ab wann is man ein atheist

14 Antworten

Kommt aus dem Griechischen. Theos heißt Gott, a bezeichnet das Gegenteil von etwas. Ein Atheist glaubt (glauben muss er das auch, weil er es nicht beweisen kann!), dass es keinen Gott gibt. Das ist nicht abwertend zu sehen, wenn es nicht nur Gedankenlosigkeit ist sondern eine fundierte persönliche Entscheidung, die auch begründet werden kann.

a bezeichnet das Gegenteil von etwas

Ne, "a" steht für "ohne". Da Theismus der Glaube an Gott ist, bedeutet Atheismus also logischerweise "ohne glauben an Gott.

Ein Atheist glaubt , dass es keinen Gott gibt.

Das kann ein Atheist zwar glauben, muss er aber nicht. Es reicht schon wenn man nicht an Gott glaubt.

2
@hcdfanatic83

"a" in "atypisch" bedeutet demnach "ohne Typ"? Seltsame Logik... Ich dachte, es bedeutet, daß etwas gegenteilig von einem zuvor fest Definiertem ist...

Und wie steht es mit dem Wort "asozial"? Und "amorph"? Und was ist mit "asexuell"?

Also genau betrachtet ist es sowohl das Gegenteil von etwas als auch ein "ohne etwas".

;)

MfG EinAutist

0
@hcdfanatic83

Hallo, hcdfanatic83, schon mal danke für die Korrektur! Gibt mir die Möglichkeit, noch mal genauer hinzusehen. Mit dem Präfix a hast du recht. Zum Begriff Atheist: Vereinfacht ausgedrückt gibt es eine Unterscheidung. Ein Atheist im engeren Sinne hat die Überzeugung, dass es keinen Gott. Das muss er schon glauben, da er es, wie gesagt, nicht beweisen kann. Im weiteren Sinn, und daran denkst du wohl, bezeichnet man auch als Atheisten jemanden, der auf die Behauptung, dass es einen Gott gibt, einfach verzichtet oder sich mit dem Thema überhaupt nicht beschäftigt. Insofern muss er natürlich nicht glauben. So, wie ich inzwischen mal nachgelesen habe, gibt es aber über das Thema eine Menge zu sagen, und auch der Begriff hat sich seit dem 16./17 Jahrhundert auch öfters gewandelt.

0
@EinAutist

Ein Kommentar zum Kommentar: Ja! Akzeptiert! Als weitere Bedeutung kann man auch das Wort n i c h t verwenden. Ich wollte mich vereinfacht ausdrücken, etwa im logischen Sinn von +/- oder ist/ist nicht. (Noch ein Wortbeispiel: atonale Musik ist keine Musik ohne Töne.)

0
@EinAutist

"a" in "atypisch" bedeutet demnach "ohne Typ"?

In diesem Fall steht das "a" wohl für "nicht".

Ich dachte, es bedeutet, daß etwas gegenteilig von einem zuvor fest Definiertem ist..

Nein, "a" ist nicht gleich "anti".

Und wie steht es mit dem Wort "asozial"? Und "amorph"? Und was ist mit "asexuell"?

Da steht das "a" genau wie beim Atheismus für "ohne".

Also genau betrachtet ist es sowohl das Gegenteil von etwas als auch ein "ohne etwas".

Atheismus ist das Gegenteil von Theismus. Aber das Gegenteil von "ich glaube an Gott" ist nicht "ich glaube, dass es keinen Gott gibt", sondern "ich glaube nicht an einen Gott".

3
@Nadelwald75

Im weiteren Sinn, und daran denkst du wohl, bezeichnet man auch als Atheisten jemanden, der auf die Behauptung, dass es einen Gott gibt, einfach verzichtet

Richtig, und das ist das einzige was alle Atheisten gemeinsam haben.

1
@hcdfanatic83

Gerade fällt mir auf, dass du mit der Aussage:

a bezeichnet das Gegenteil von etwas.

doch recht hattest. Sorry.

0
@EinAutist

"a" in "atypisch" bedeutet demnach "ohne Typ"?

Ja, das tut es. Etwas atypisches kann keinem Typ zugeordnet werden.

2
@DarkSepia

Falsch. Es entspricht nur nicht einem vordefiniertem Typ einer Sache. Es kann aber ein eigener Typ sein. ;)

Gerade in der Psychologie ist Atypisches typisch.

MfG EinAutist (kein typischer Mensch, aber ein Mensch anderen Typs...)

1

Wenn Du an keinen Gott glaubst, bist Du Atheist. Es braucht hierfür nur dann eine Entscheidung, wenn man dem Glauben anheim gefallen ist und ihn überwunden hat. Es bedarf nur dann eines "Bekenntnisses".

Ich wusste eines Tages im Herzen, dass ich überzeugt war, dass die Kirche allgemein nur eine nette Idee ist, aber ich glaubte von ganzem Herzen, dass es Ihn nicht gibt. Diese Gewissheit braucht keinen Eintritt in den"Verein der Atheisten" ;) Ebensowenig wie ich später eine Beschreibung ablegen konnte, dass ich mit der Zeit "wusste", dass es Gott gibt, und er geduldig lächelnd (so mein Eindruck im Herzen) gewartet hatte. Zwar ließ ich mich taufen, ich sah es als "Eintritt" an, aber das ist nur äußerlich, was im Herzen vorausgehen muss, das ist nicht vorzeigbar. Wobei ich denke, das Bekenntnis zum Atheismus ist die Folge von dem was im Herzen ist. Ebenso ist es auch mit dem Glauben.

Ab der Geburt. Im Verlaufe des Lebens kann man sich den Vorstellungen von einem allmächtigen Herrscher oder von Göttern unterwerfen. Sobald man damit wieder aufhört, ist man wieder Atheist. Ich wurde auch nicht als Schachspieler geboren. Vor vier Jahren hörte ich auf mit dem Schachspielen. Seither bin ich Nichtschachspieler.

Hallo ichweisnix,

ich glaube nicht, dass auf dem Mond ein gelbes Barockschloss steht. Das bedeutet aber nicht, dass ich glaube, auf dem Mond stünde kein gelbes Barockschloss. Dazu habe ich nämlich gar keine Glaubensbeziehung, darüber mache ich mir keinen Kopf. Ich habe nie den Entschluss gefasst, Atheist zu sein!

Ein Atheist in eigentlichen Sinne glaubt, das es Gott nicht gibt.

Mit diesem Unsinn versuchen Theisten die Atheisten in ihre Glaubenswelt zu integrieren, als "Andersgläubige".

0
@dompfeifer

Es wird oft gesagt dass einem der Glaube als Kind "eingepflanzt wird". Das ist so nicht richtig, daher ist es auch falsch dass man annimmt dass man aber ab der Geburt an Atheist ist. Vordem ist man nichts. Gott ist niemand der einem Säugling im Bauch der Mutter sagt "Hey hier ist Gott!". Danach erst kommen die Eltern ins Spiel die die Wahrheit dem Kind näherbringen daher hüte ich auch natürlich alle Eltern davor ihre Kinder atheistisch zu erziehen, weil man keinem Kind sagen kann "es gibt keinen Gott". Das ist moralisch fragwürdig.

0
@Gottistbewiesen

weil man keinem Kind sagen kann "es gibt keinen Gott". Das ist moralisch fragwürdig.

Moralisch viel fragwürdiger ist es, die Geschichte eines Schöpfergottes als eine unumstößliche Tatsache hinzustellen und einem unschuldigen Kind einzutrichtern, es wäre von einem "Gott" erschaffen worden - von einem Wesen, dessen Existenz genauso unwahrscheinlich ist wie die Existenz des "Fliegenden Spaghettimonsters" oder die Existenz der von realsausi2 so gerne erwähnten neunäugigen Tentakelwesen auf Pluto (oder so ähnlich)...

Man sollte einem Kind davon erzählen, dass viele Menschen an verschiedene Götter glauben, und man sollte ihm auch erzählen, wie man selbst zu diesen Dingen steht und warum das so ist. Denn nur dann kann ein Kind mit diesen Begriffen etwas anfangen, die leider heutzutage in allen Medien und auch in Schulen und Kindergärten immer wieder an die Kinder herangetragen werden. Nur so kann sich ein Kind mit diesem Thema vernünftig auseinandersetzen und irgendwann selbst entscheiden, welche Argumentationen es für die überzeugendsten hält.

1
@niaweger

Gott ist bewiesen niaweger. Du bewegst dich, du nimmst etwas wahr, du fühlst, du bist glücklich, du hast manchmal Spaß am Leben - das ist so ein knallharter Beweis für Gott! Und ihr Atheisten seid klug was die prinzipielle Logik angeht, wie zum Beispiel man kann Zeus nicht beweisen oder widerlegen (oh wie schlau) aber das ist alles unwichtig - diese wunderschöne Natur die Wissenschaftler nicht vollständig entschlüsseln können mit der Macht eines "Spaghettimonsters" zu vergleichen, also einer Spaßreligion - lächerlich. Dieses Spaghettimonster ist eben nur eine Spaßreligion - damit ist alles widerlegt. Hier zeigt sich der krampfhafte Versuch der Atheisten ihre überbewertete Rationalität als Gegenbeweis Gottes anzusehen. Sehr armseelig.

0
@Gottistbewiesen

Gott ist bewiesen

Nichts ist bewiesen - außer vielleicht der Tatsache, dass du keine Ahnung davon hast, was das Wort "bewiesen" bedeutet, wenn du dieses Wort in diesem Zusammenhang verwendest. Und auch das Wort "widerlegen" scheint dir vollkommen unbekannt. Oder vielleicht eher so: dir sind zwar die allgemeinen Definitionen der Worte bekannt - aber sie sind dir vollkommen schnuppe. Du definierst die ganze Welt in deinem Sinne so lange immer wieder um, bis die Definitionen in dein schräges Weltbild hineinpassen. Damit lösen sich alle Widersprüche auf, und du kannst glücklich weiterträumen. Tu das, wenn es dich glücklich macht - aber behaupte nicht selbständig denkenden Menschen gegenüber, das Fantasiegebilde in deinem Kopf sei "bewiesen" !

1
@niaweger

Ich weiß was Bewiesen bedeutet.

Ein Beweis ist eine Reihe von logischen Schlussfolgerungen, die die Wahrheit eines Satzes auf als wahr Angenommenes zurückführen>

Logische Schlussfolgerungen sind:

  • Die Bibel und das Glücksgefühl was dabei aufkommt wenn man sie ließt (Das gibt es in der Art nirgendwo in dieser Form. Du kannst deine Freundin lieben, deine Mutter, deinen besten Freund...etc. Doch diese Liebe ist anders! So anders dass kein Atheist sagen kann "Ich habe das Selbe gefühlt!) Daraus folgt : Da muss es einen Gott geben der einem eine besondere "Spezialliebe" gibt die ein Außenstehener (ein Atheist) nicht begreift und nachvollziehen kann.

  • Die Bibel selbst: Das Gefühl dass man spürt wenn man die Bibel ließt (Unbeschreiblich). Die Bibel gibt mir so ein "himmlisches Gefühl". Nirgendwo gibt es dieses Gefühl. Selbst als ich skeptisch diese Bibel gelesen habe überkam mich dieses wunderbare Wärmegefühl (:

  • Wir leben. Das ist der stärkste Beweis dass es einen Gott gibt. Man muss nur mal 5 Sekunden sich selber betrachten dann ist der Beweis Gottes perfekt. Sowas entsteht nicht einfach aus Zufall dass wir hier alle schreiben und dass es gf.net gibt. usw....

0
@Gottistbewiesen

Wenn die von dir aufgeführten Behauptungen in deinen Augen als logische Schlussfolgerungen gelten, dann weißt du auch nicht, was die Worte "logisch" und "Schlussfolgerung" bedeuten.

0

Hallo niaweger,

 weil man keinem Kind sagen kann "es gibt keinen Gott". Das ist moralisch fragwürdig. 

Das ist keine Frage der Moral, sondern der Wahrhaftigkeit. Die Behauptung "Es gibt keinen Gott" ist doch ein Lüge! Es gibt doch zahlreiche Götter, von Wodan bis Zeus & Co. Die existierten in den Köpfen von Germanen und Römern. Und der moderne eifersüchtige allmächtige Schöpfer, der keine Götter neben sich duldet, existiert in den Köpfen vieler Zeitgenossen. In Köpfen von Menschen existieren z.B. auch krude Verschwörungstheorien zu nine/eleven oder Sagen und Volksmärchen. Alle diese Vorstellungen werden doch nicht dadurch nichtexistent, dass ich sie mental ignoriere!

Existenzfragen sind grundsätzlich falsch gestellt. Die Frage heißt nicht "Existiert Gott?" oder "Existiert Rotkäppchen?" Die Frage heißt: "Was ist Gott?" oder "Was ist Rotkäppchen?" Und die Antworten heißen: "Gott ist die Vorstellung von einem allmächtigen Schöpfer" und "Rotkäppchen ist die Figur in einem Volksmärchen". Alles, was im Sprachgebrauch allgemein präsent ist, existiert auch in irgend einer Weise!

Nebenbei: Gott existiert auch als Bestandteil des alltäglichen bayerischen Grußes: Grüß Gott, liebe GF-Gemeinde!

0
@dompfeifer

Mich interessieren keine Verschwörungstheorien, auch die Überlegungen zu 9/11, Mondlandung sind für mich alles Quatsch. Es geht hier um Gott! Natürlich gab es Götter in Ägypten in Griechenland im Mithraskult etc. aber das hat ja nichts mit dem einzig-wahren Gott zu tun. Ich rede von einem Gott der beweisbar ist und nicht von Legendengöttern. Was ist Gott? Kann ich beantworten! Meine feste Wärme und Liebe zu ihm die du nie spüren wirst!

0
@Gottistbewiesen

Diese stringente Beweisführung haute mich glatt vom Hocker. Möge mir Dein Gott meine erlittenen Blessuren heilen!

0
@dompfeifer

Alles, was im Sprachgebrauch allgemein präsent ist, existiert auch in irgend einer Weise!

Also existieren auch

  • Aliens

  • Monster unter den Betten schlafender Kinder

  • neunäugige Tentakelwesen auf Pluto

  • Hexen und Zauberer

  • Einhörner

  • sprechende Kakerlaken

  • Welten ohne Gewalt, falsch verteilte Macht oder Ungerechtigkeiten, in denen man wie Peter Pan einfach rumfliegen kann

  • ...

Natürlich existieren diese Vorstellungen - aber das macht die vorgestellten Dinge oder Wesen nicht existent.

Vorstellungen von Göttern sind existent - die entsprechenden Götter nicht.

0
@niaweger

Irrtum niaweger,

Rotkäppchen existiert als Märchenfigur. Für kleine Kinder mag es eine lebende historische Gestalt sein, für Erwachsene nicht. Erwachsene diskutieren nicht über die Existenz von Rotkäppchen, sondern bestenfalls über ihren kulturhisorischen bzw. literarischen Ursprung. Ähnlich verläuft da die Diskussion über antike Götter. Da fragt auch kein Schüler seinen Geschichtslehrer nach der leibhaftigen Existenz von Zeus oder Venus. Da herrscht ein allgemeiner Konsens. "Zeusianer" werden heute nicht ernst genommen, Gläubige der göttlichen Dreifaltigkeit dagegen durchaus. Die sind konform mit dem Zeitgeist. Sollte einmal ein anderer Zeitgeist um die Ecke klotzen, könnte die Dreifaltigkeit in der Schublade der Einfältigkeit verschwinden.

Natürlich existieren diese Vorstellungen - aber das macht die vorgestellten Dinge oder Wesen nicht existent.

Das Wesen von Gott ist doch gerade die Vorstellung. Nichts anderes ist von Gott und Göttern wissenschaftlich nachzuweisen. Genauso ist das Wesen von Rotkäppchen die literarische Figur, völlig unabhängig davon, ob sich ein gläubiges Knabenherz in das schöne Rotkäppchen verliebt.

Lexikografische Definitionen beginnen gewöhnlich mit dem Überbegriff und kommen dann zu den besonderen Merkmalen. Und der Überbegriff zu Gott ist nun einmal die Vorstellung, und die existiert. Was denn sonst? Man kann Gott natürlich auch in Mythologien einfügen wie z.B. Wikipedia:

"Ein Gott (je nach Zusammenhang auch Göttin, Gottheit) ist innerhalb verschiedener Mythologien, Religionen und Glaubensüberzeugungen sowie in der Metaphysik ein übernatürliches Wesen oder eine höhere Macht. In der Lehrmeinung und Praxis vieler Religionen werden einem Gott oder mehreren Göttern besondere Verehrung zuteil und besondere Eigenschaften zugeschrieben; unter anderem erster Ursprung bzw. Schöpfer oder Gestalter aller Wirklichkeit zu sein."

0
@dompfeifer

Pardon, da habe ich noch etwas übersehen: Aliens, Einhörner und dergl. existieren als Mythen, die schöne heile Welt als Ideal und die sprechende Kakerlake als aktuelle rhetorische Ausgeburt Deiner Fantasie. Die existiert aber nicht im allgemeinen Sprachgebrauch!

Übrigens muss es doch der allwissende Gott selbst am Besten wissen mit seinem ersten Gebot: "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!" Wenn keine fremden Götter existieren würden, dann könnte sich auch kein Mensch gegen das erste Gebot versündigen. Gott schreibt bekanntlich keinen Unsinn!

0
@dompfeifer

Gott schreibt bekanntlich keinen Unsinn!

Da sprichst du wahr! Denn bekanntlich kann ein Wesen, dass es gar nicht gibt, auch weder schreiben noch sonstwie Unsinn verbreiten - und auch eine Vorstellung von einem solchen Wesen kann nicht schreiben oder sich anders mitteilen. Und die von dir bereits weiter oben erwähnte bayerische Grußfloskel "Grüß Gott" existiert zwar im allgemeinen Sprachgebrauch - aber einerseits ist die Existenz einer Floskel im allgemeinen Sprachgebrauch kein Beweis für die reale Existenz des Inhalts dieser Floskel, und andererseits wird diese Floskel in mehr als 95 % aller Fälle verwendet, ohne sich über ihren Inhalt oder über den Begriff "Gott" in dieser Floskel auch nur einen einzigen kurzen Gedanken zu machen. Genauso wenig machen sich die meisten Menschen bei dem Gruß "Guten Tag" irgendwelche Gedanken darüber, was wohl so ein guter Tag für das Gegenüber sein könnte, oder ob man wirklich möchte, dass der gegrüßte einen solchen "Guten Tag" tatsächlich ernsthaft haben sollte (oder ob er eher aufgrund seiner Unfreundlichkeit oder Ähnlichem "in der Hölle schmoren" sollte).

Und nach wie vor gilt: Dinge werden nicht dadurch existent, dass man sie sich vorstellen kann oder das auch tut - genauso wenig, wie real existierende und nachweisbare Dinge verschwinden, nur weil jemand sie nicht wahrhaben möchte...

0
@niaweger

Als Kind musste ich in der Kirche regelmäßig beichten: "Ich habe den Namen Gottes leichtsinnig ausgesprochen" (zweites Gottesgebot). Ich teile Deine Einschätzung, dass die Bayern fortwährend den Namen Gottes gedankenlos aussprechen. Deshalb werden auch alle Bayern in der Hölle schmoren, sofern sie keine Heizungs- und Klimatechniker sind oder Feuerwehrleute. Die würden ja gleich das Höllenfeuer bändigen.

Dinge werden nicht dadurch existent, dass man sie sich vorstellen kann 

Richtig. Aber Vorstellungen vom allmächtigen Geist existieren unzweifelhaft. Und das ist der objektive, wesenhafte Inhalt des Gottesbegriffes. Und insofern diese Vorstellung Macht über den Gläubigen ausübt, ist Gott auch mächtig. Die Gottesvorstellungen der alten Römer mögen sich von denen moderner Christen unterscheiden. Aber Zeus wird nicht dadurch nichtexistent, dass ihn heute kaum jemand ernsthaft anbetet. Das bezieht sich auf subjektive Verhältnisse zwischen Gläubigen zu dieser Vorstellung. Andernfalls müsste man die Althistoriker beschuldigen, Hirngespinste zu verbreiten. Die sprechende Kakerlake ist so ein Hirngespinst und nicht in der Umgangssprache präsent. Deshalb gibt es auch so wenig bekennende Leugner der sprechenden Kakerlake wie bekennende Leugner des gelben Barockschlosses auf dem Mond.

0

Atheist ist man, wenn man nicht mehr an Gott glaubt. Leider werden Kinder schon ungefragt der Religion ausgesetzt und nehmen einfach die Ansichten der Eltern an. Ich finde, dass man die Kinder in dieser Hinsicht frei entscheiden lassen sollte, wobei die eigene Meinung egal sein sollte.

Was möchtest Du wissen?