2. Chancen - Bibelstelle

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5 Antworten

Das bekannte Gleichnis vom verlorenen Sohn ist ein gutes Beispiel für eine zweite Chance im Leben. Der Vater nimmt den Sohn mit Freuden wieder auf, obwohl der sich zuvor bewusst abgewandt und das Erbe verprasst hatte.

Schaut man sich die biblischen Personen an, stellt man fest, dass viele von ihnen Fehler begehen, Vergebung und Gnade erfahren und neue Chancen bekommen. Petrus verleugnete beispielsweise Jesus mehrfach, bis der Hahn krähte. Trotzdem wurde er später einer der führenden Apostel der entstehenden Gemeinde. Aber auch Abraham (gab seine Frau zweimal als Schwester aus, weil er Angst hatte), Mose (tötete einen Ägypter im Zorn), David (beging Ehebruch und ließ den Ehemann töten) und viele andere biblische Gestalten erhielten ihre zweite, dritte usw. Chance. Das Volk Israel wurde von den Propheten immer wieder gewarnt, Buße zu tun und von ihren bösen Wegen zu Gott umzukehren. Diese Aufrufe der Propheten waren bei Gerhorsam mit Segensversprechungen verbunden.

Ein interessantes Beispiel ist die Stadt Ninive, die von Jona gewarnt wurde. In dieser Geschichte bekam Jona eine zweite Chance, da er nicht auf Gott hörte, der ihn nach Ninive schicken wollte und in die entgegengesetzte Richtung floh. Doch Gott brachte ihn zurück nach Ninive und gab ihm eine zweite Chance, Gottes Botschaft zu verkündigen. Die Bewohner von Ninive hörten auf Jona und die Stadt wurde verschont.

Petrus hat Jesus einmal gefragt, wie oft man vergeben soll. Jesus antwortete: "Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!" (Matthäus 18,22).

Das folgende Gleichnis ist auch sehr interessant, wenn es um Vergebung geht: "Darum gleicht das Reich der Himmel einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war 10 000 Talente schuldig. Weil er aber nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und so zu bezahlen. Da warf sich der Knecht nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen! Da erbarmte sich der Herr über diesen Knecht, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld. Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der war ihm 100 Denare schuldig; den ergriff er, würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du schuldig bist! Da warf sich ihm sein Mitknecht zu Füßen, bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen! Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt, kamen und berichteten ihrem Herrn den ganzen Vorfall. Da ließ sein Herr ihn kommen und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest; solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt" (Matthäus 18,23-35).

Auf jeden Fall gilt (immer wieder): "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Eine sehr schöne Antwort. Zu Deinem erstgenannten Beispiel vom verlorenen Sohn, hier noch eine schöne Textstelle über eine tiefere Bedeutung der 2 Gleichnisse vom verlorenen Sohn und verirrten Schäflein, in welcher der Herr in der Golgathanacht zu Luzifer spricht: 

6-1218 (...) Zu dieser Vollendung, soll sie vollkommen sein, gehörst auch du, Luzifer, du und deine Schar, die Seelen, alle Menschen und die noch im Irrwahn gebundenen Wesen!

6-1219 Zwei Beispiele gab Ich hierzu: das eine vom verlorenen Sohn, du kennst es, Luzifer, du hast damals als ungesehener Zuhörer blitzartig erkannt, daß nur du damit gemeint sein konntest; das zweite vom verirrten Schäflein, das der treue Hirte so lang sucht, bis Er es gefunden hat und auf Seinen Armen heimwärts trägt, gilt jeder Einzelseele, die du in die Irre führst. Sieh, jetzt erkennst du, daß es nichts in seinem Ursprung gibt, das nicht zuerst als Lichtgedanke aus MIR gekommen war! Doch willst du das Erkennen nicht als einen Grund benutzen, worauf deine Umkehr aufzubauen ist. Da es wahrlich aber gar nichts gibt, was nicht ursächlich gut gewesen wäre, weil einzig und allein aus Mir gekommen, so wisse denn, daß bis in alle Ewigkeit nichts außer MIR und ferne Meinem Licht als Gegenspieler leben kann! Bereits das Ende dieses sechsten Schöpfungstages soll das sehen. (Quelle: Anita Wolf, "UR-Ewigkeit in Raum und Zeit")

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@KaeteK

Nein, Lehre des EINEN GOTTES der Liebe und Barmherzigkeit, welcher unermüdlich tätig ist, um ALLE Gefallenen heimzuführen!

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Im Gleichnis von dem König, der einem großen Schuldner gegenüber gnädig war und ihn nicht ins Gefängnis warf, sondern frei ließ und ihm obendrein die Schulden erließ, und dieser anschließend seinem Schuldner sehr zusetzte und ihn aburteilte (Matthäus 18, 23-35), lernen wir, wie wir nicht miteinander umgehen sollten. Entsprechend das gerechte Urteil: ''Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe''? Wir sollten also immer daran denken (als Christen) daß wir auch nur Begnadigte sind denen ihre Sünden (Schulden) erlassen wurden. Entsprechend sollten wir dann auch Gnade vor Recht gelten lassen, wenn an uns jemand schuldig wurde.

Sünden (Schulden) erlassen

Nix ist, Kamerad! Du bezahlst Deine Schulden oder bekommst Betonfüße!

:-)

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@XXholditXX

Weltlich gesehen ist es wohl so, aber nicht im geistlichen Sinne, denn deine Sünden kannst du nicht abarbeiten oder bezahlen. Keiner kann das. Die kannst du dir nur durch gläubige Annahme durch Jesus Christus vergeben lassen. Wenn du das einsiehst und verstehst, bist du schon fast ein Christ...;-)!

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  • DAS EVANGELIUM NACH MATTHÄUS (Mt 5,21-48)

Vom Töten

21Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2.Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.

22Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.

23Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,

24so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe.

25Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest.

26Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

So ist das Gesetz, weil  der Mensch so urteilt, aber Gott sagt , Wenn dein Bruder was gegen dich hat.... Also nicht wen Du mit deinem Bruder  zürnst, sondern wenn dein Bruder mit dir zürnt. sogar dann sollst du für Frieden sorgen. Damit es nicht ausufert. und diese Gesetze in Kraft treten.

 Das ist noch vielmehr als die 2 Chance..

Die Bibel spricht vor allem im Neuen Testament nur von Liebe und von Vergebung.

Einer kommt zu Jesus und sagt:"Meister, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er an mir sündigt? Ist siebenmal am Tag genug?" Jesus antwortet:"Nein, sondern siebenmal siebzigmal, wenn er zu dir kommt und sagt-Es tut mir leid!"

Damit meint Jesus nicht 490 mal, sondern unendlich.

So ist das Wesen Gottes. Er ist ein barmherziger und liebender Gott!

Wenn du deinen Leuten/Feinden vergibst, wird Gott auch dir vergeben.

Ist doch ein sehr guter Deal oder?

Ich persönlich denke, dass wenn Menschen dich immer weiter verletzen und bitten dann um Vergebung, ok, man sollte vergeben. Aber man muss mit niemand den Kontakt halten, wenn vorauszusehen ist, dass es immer und immer wieder passiert.

Wer laut Bibel nicht vergibt, spielt dem Teufel in die Hände, denn der Teufel ist der Ankläger. Wo Vergebung ist, da kann er nichts anklagen.

Ich hoffe, ich habe dir damit helfen können. Gott segne dich!


Das mit Zachäus, mehr weis ich nicht

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