Wie kann ich meinen Mann für einen Dreier begeistern?
Ich (w, 34) habe schon länger die Fantasie, einmal einen Dreier zu erleben – entweder mit einer anderen Frau oder einem anderen Mann. Leider blockt mein Mann (37) bei dem Thema komplett ab, obwohl unsere Beziehung sonst sehr offen und liebevoll ist. Ich möchte ihn zu nichts drängen, aber das Verlangen danach bleibt bei mir stark.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr mit so einer Situation umgegangen? Gibt es Wege, wie ich das Thema sensibel und ohne Druck ansprechen kann, sodass er sich vielleicht doch einmal mit dem Gedanken beschäftigt?
9 Antworten
Hi, ich bin ebenfalls 37 und ich habe tatsächlich (in gewisser Weise) ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich habe nämlich einen Cuckolding-Kink. Cuckolding ist eine Art von einseitiger Non-Monogamie, bei der nur die Frau mit anderen Leuten (in der Regel Männer) schlafen darf. Ihr Freund oder Ehemann ist aber trotzdem meistens dabei. Es gibt also gewisse Ähnlichkeiten zu einem normalen Dreier, ausser eben, dass der Ehemann nur zuschaut und nicht aktiv mitmacht (oder wenn, dann in einer devoten Rolle). Beim Cuckold/Hotwife Lifestyle dreht sich quasi alles um die Lust und das Vergnügen der Frau.
Jedenfalls war ich bis vor einigen Jahren verheiratet. Meine ex-Frau war meine grosse Liebe. Wir hatten ebenfalls eine äusserst liebevolle und harmonische Beziehung. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihr 100% vertrauen kann. Deshalb erzählte ich ihr von meinem Kink und dem Bedürfnis, diesen Kink mit ihr auszuprobieren. Meine ex-Frau reagierte leider sehr negativ. Sie wurde sehr wütend auf mich und zeigte kein Verständnis für meine Sicht. Wir hatten einige grosse Konflikte... es war das einzige Mal in unserer Beziehung, bei dem wir wirklich mal stritten. Ich versuchte einen Kompromiss zu finden, aber jedes Mal, wenn ich das Thema ansprach, wurde meine ex-Frau sofort stinksauer. Leider tat ich dann etwas, was ich im Nachhinein extrem bereue. Ich liess nicht locker. Ich bin jemand, der Beziehungsprobleme gerne ausdiskutieren möchte. Ich unterlag dem Irrtum, dass ich meine Frau überzeugen könnte, wenn ich nur genug lange argumentierte.
Das Ganze dauerte mehrere Jahre. Als ich die Hoffnung schon praktisch aufgegeben hatte, meinte meine Frau plötzlich, dass sie jetzt bereit dazu sei. Anfangs freute ich mich unglaublich... ich war richtig euphorisch. Bald stellte sich jedoch heraus, dass sich meine Frau nicht ernsthaft für meine Vorlieben und Fantasien interessierte. Ich glaube, sie benutzte die Idee des Cuckolding dann einfach als Vorwand, um mir fremdzugehen. Ich durfte z.B. nicht dabei sein, sie wollte nicht über die Details sprechen etc.. Irgendwann war sie ständig weg, was mich sehr traurig machte. Ich konnte gar keine schöne Zeit mehr mit ihr verbringen (ich liebte sie immer noch sehr). Doch wenn ich sie darauf ansprach, meinte sie bloss: "Du hast es ja so gewollt", was selbstverständlich nicht stimmte. DAS hatte ich nie gewollt. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich einfach nur an mir rächen wollte. Irgendwann lernte sie dann einen Mann kennen, der ihr besonders gefiel und vor 3.5 Jahren trennte sie sich von mir, um mit diesem anderen Mann ein neues Leben zu beginnen. Ich war am Boden zerstört.
Du denkst jetzt vielleicht, dass meine Lehre aus dieser Erfahrung ist, dass ich nie wieder meinen Kink ausleben soll. Das wäre aber falsch. Meine Lehre ist, dass es Menschen gibt, mit denen solche Dinge schlichtweg nicht funktionieren. Die Lösung für mich ist also nicht, dass ich verbittert werde und alle Hoffnung aufgebe, sondern dass ich eine Frau finde, die Spass an meinem Kink hat und ernsthaft daran interessiert ist, mir zuzuhören und meine sexuelle Identität zu verstehen. Ich glaube auch, dass das wahnsinnig viel Nähe und Innigkeit in einer Beziehung schaffen kann.
Was bedeutet das nun für euch? Es wäre sehr hilfreich zu wissen, WARUM dein Mann gegen die Idee mit dem Dreier ist. Ich sags ganz offen: Wenn er einfach ein zutiefst monogamer Mensch ist, wirst du ihn nicht umstimmen können. Das war nämlich der Grund bei meiner ex-Frau. Sie war einfach kein sexuell abenteuerlicher, promiskuitiver Mensch. Wahrscheinlich war sie deshalb auch so wütend auf mich, dass ich sie in die Sache reingedrängt hatte (mir tut das heute unendlich leid). Es muss sich für sie so angefühlt haben, wie wenn man z.B. als heterosexueller Mensch gedrängt wird, Sex mit einer Person des gleichen Geschlechts zu haben. Es war einfach nicht ihre Identität.
Der Umstand, dass dein Mann sowohl gegen einen MMF, als auch gegen einen MFF ist (Letzteres ist ja doch ziemlich ungewöhnlich), deutet darauf hin, dass er ebenfalls ein sehr monogamer Mensch sein könnte.
Es gibt aber noch andere Gründe. Es könnte z.B. sein, dass ihm das Ganze im Moment zu viel ist, weil ihr z.B. kleine Kinder habt oder weil er viel Stress bei der Arbeit hat. In diesem Fall wäre mein Rat, dass du ihm Zeit gibst und das Thema zu einem späteren Punkt nochmals aufs Tapet bringst. Vielleicht wird sich seine Meinung in 2 oder 3 Jahren ja geändert haben.
Dann könnte es natürlich sein, dass er grosse Angst hat, dich zu verlieren (besonders an einen anderen Mann). In diesem Fall könntet ihr eine Technik benutzen, die viele Leute auch beim Cuckolding benutzen. Anstatt gleich mit einer anderen Person Sex zu haben, könntet ihr die Sache langsam angehen. Ich stelle mir z.B. eine Szene vor, in der ihr eine Frau zu euch nach Hause einlädt, zu Abend esst, vielleicht noch ein Glas Wein auf dem Sofa trinkt und einfach ein wenig quatscht und flirtet mit ihr. Dein Mann würde dann vielleicht spüren, dass das Ganze nicht so schrecklich ist, wie er es sich ausgemalt hat. Im Idealfall würde es ihm gefallen, mit der anderen Frau zu flirten, aber auch, zu sehen, wie du mit der anderen Frau flirtest. Nach einem solchen Erfolgserlebnis würde er sich vielleicht auch an einen anderen Mann herantrauen, oder aber ihr verfolgt die Sache mit der Frau noch etwas weiter. Die Idee ist einfach, dass man es in kleinen Schrittchen macht. Das gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, die Handbremse zu ziehen, sobald es zu viel oder zu schnell wird.
Ebenfalls etwas, dass ich Cuckolding extrem wichtig ist, ist Dirty Talk. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, seinen Partner bzw. seine Partnerin für das Thema aufzuwärmen. Denn Dirty Talk fühlt sich in der Regel nicht als Drängen an. Es geht mehr so in die Richtung "lass uns gemeinsam diese Fantasie erkunden". Du könntest z.B. während einem Blowjob verschmitzt grinsen und fragen: "Wärs nicht heiss, deinen Schwanz mal von einer anderen Frau gelutscht zu bekommen?" Oder du könntest ihn ein wenig eifersüchtig machen und sowas sagen wie: "Mmmh heute hab ich nen echt heissen Typen im Bus gesehen." Das Coole am Dirty Talk ist, dass es keine Verpflichtung gibt, irgendwas zu realisieren. Dein Mann kann sich öffnen, ohne zu fürchten, dass du am nächsten Tag kommst und sagst: "Du hast doch gestern gesagt, dass....!" Gleichzeitig senken Dirty Talk und Rollenspiele aber auch die Hemmschwellen. Wenn man 50 Mal darüber spricht, dass man mit einer anderen Person Sex hat, fühlt es sich irgendwann nicht mehr so beängstigend an. Die Hürde zur Realisierung wirkt dann plötzlich kleiner. Und für dich wäre diese Art von Teasing eine gute Möglichkeit, den Dreier zu erleben, ohne ihn physisch zu erleben (natürlich ist es nicht das Gleiche, aber es kann schon sehr viel sein!). Ihr könntet auch noch Toys dazunehmen. Beim Cuckolding gibt es z.B. Paare, die einen Dildo nehmen und so tun, als wär das jetzt der Bull. Neben Dildos gibts ja auch noch diese Teiler, die man sich als Mann über den Penis stülpen kann, damit dieser grösser und dicker ist. Wenn ihr Lust habt, könntet ihr auch sowas ausprobieren. Dein Mann spürt dabei natürlich nichts, aber er könnte sehen, wie viel Spass es dir macht. Und du würdest irgendwie erleben, wie es ist, von einem anderen Mann genommen zu werden, ohne dass ein zweiter Mann tatsächlich da ist.
Das sind einfach ein paar Ideen, wie ihr euch dieser Sache annähern könntet. Der Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.
Es kann aber wie gesagt auch sein, dass dein Mann halt wirklich einfach auf seinem Nein hocken bleibt, egal was du tust. In diesem Fall kann ich dir aus meiner eigenen Lebenserfahrung nur raten, das Thema ruhen zu lassen. Ich wünschte, ich hätte das damals getan. Ich hätte dann zwar meine sexuellen Wünsche unterdrücken müssen, aber dafür wäre ich heute noch mit meiner grossen Liebe zusammen. Und letztendlich ist die Beziehung und die Liebe das Allerwichtigste. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück, dass du erfolgreicher sein wirst, als ich es damals war.
Hi,bei einem FFM sehe ich die Chancen höher eingestuft.Wenn Du in Deinem Bekanntenkreis eine attraktive Bi hast,solltest Du den Anfang machen und in seiner Gegenwart Zärtlichkeiten mit ihr austauschen.Dann geht ihr beide ins Schlafzimmer und macht einfach los.Ich glaube nicht,dass er wie ein Troll im Wohnzimmer bleibt.Er wird nämlich interessiert sein und guckt nach,was ihr beiden Zuckermäuse so treibt.Beim Zugucken wird es nicht bleiben,wenn Deine Partnerin ihn auffordert die Hose herunter zu lassen um es ihr zu besorgen.
LG Marvin M20
schlag ihm doch mal vor es mit einem älteren Mann zu machen, dann mus er nicht eifersüchtig sein oder Angst haben Dich zu verlieren, aber es sollte niemand sein den ihr kennt
fkkoldie46
Nein...meine Freundin ist da offen....und wir treiben es öfters mal mit einer anderen Frau oder einem anderen Mann....zusammen....aber das kommt auf die Situation an und ob der/die jenige Sexy und sympathisch sind. Einfach losziehen und jemanden suchen, tun wir nicht. Es muss sich schon ergeben.
Leider blockt mein Mann (37) bei dem Thema komplett ab, obwohl unsere Beziehung sonst sehr offen und liebevoll ist.
Irgendwie klingt das nicht gut...für mich klingt das wie eine Beziehung, die keine ist, ein Sex, der keiner ist. Vielleicht irre ich mich, aber hier steht das Fremdgehen schon mit einem Fuss in der Tür.
Nun, um zu Deiner Frage zu kommen: Sex zu dritt kann sehr gefährlich sein, wenn nämlich die zusätzliche Person Begehrlichkeiten und Lust beim Partner wecken, die schliesslich zu Eifersucht, Selbstzweifel und Unsicherheiten führen. Ein Dreier geht nur, wenn ein Paar zu zweit extrem guten Sex hat, was dann allerdings den Wunsch nach einem zu Dritt überflüssig macht.
Nach meiner Erfahrung sind alle besonderen einseitigen Verlangen nach etwas Speziellem (Dreier, Lack und Leder, SadoMaso, Handschellen) stets schon der Anfang vom Ende, denn echte Innigkeit und Hingabe braucht nichts als den anderen roh, nackt, heiss, duftend und total.
Sorry, aber du liegst da einfach absolut falsch auf jeder Ebene.
- Nur weil jemand blockt, deutet das nicht auf eine schlechte Beziehung hin. Es kann unzählige Ursachen haben. Es könnte z.B. sein, dass ihr Mann einfach ein sehr monogamer Mensch ist oder aber, dass er konservativ ist und grosse Mühe hat, über Sex zu sprechen. Dass sie ihm deswegen fremdgehen wird, ist reine Spekulation deinerseits. Sie hat nichts dergleichen geschrieben.
- Was man braucht, um eine dritte Person zu involvieren, ist nicht "extrem guten Sex", sondern eine sehr starke und vertrauensvolle Beziehung. Mit dem Sex hat das überhaupt nichts zu tun. Was zählt, ist, ob man offen über seine Wünsche, Bedürfnisse, Sorgen und Ängste sprechen kann (zu zweit und zu dritt).
- Das ist sowas von Schwachsnn, da weiss ich gar nicht, was sagen. Wenn du selber nicht auf BDSM stehst, ist das 100% okay. Ist ja schliesslich ein freies Land. Aber diese Vorstellung, dass BDSM das Anfang vom Ende sei, ist absolut lächerlich. Es gibt Leute, die seit 30 Jahren in einer glücklichen BDSM-Beziehung leben. Abgesehen davon gehören Dreier nicht mal in den Bereich BDSM. Es ist einfach eine Form von Non-Monogamie.
Sei mir nicht böse, aber du bist ganz offensichtlich komplett vanilla und hast von dem Thema keine Ahnung.
Jedem seine eigene Meiung, aber das j mal echt voll der Blödsinn. Kann ja deine Einstellung sein, aber deswegen kann man das doch nicht Verallgemeinern!