Ich kenne nur die Regel, dass bei 0 beobachteten Fällen die obere Grenze durch 3/n approximiert wird, das wäre im vorliegenden Fall 0,006.

https://en.wikipedia.org/wiki/Rule_of_three_(statistics)

Wenn sie Euch die Aufgabe stellen, müsste doch auch eine Formel gelehrt worden sein?

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Man darf relativen Anteil nicht mit absoluter Häufigkeit verwechseln. Da wird nicht gesagt, dass "viele" Litauer in Norwegen inhaftiert sind. Sondern es wird lediglich gesagt, dass Litauen das Land mit dem relativ höchsten Anteil ist. Norwegen hat insgesamt rund 3000 Inhaftierte. https://www.prisonstudies.org/country/norway Fiktives Szenario: wenn 1500 von 3000 Häftlingen norwegische Staatsbürger sind, 100 sind Litauer, 95 sind aus Schweden usw., dann sind eben Litauen der Staat mit den meisten ausländischen Häftlingen in Norwegen.

Theoretisch kann es stattdessen auch sein, dass 2000 der 3000 Häftlinge in Norwegen aus Litauen kommen, aber das klingt eher unplausibel. Ohne konkrete Zahlen fehlt allen Erklärungsversuchen die Basis.

Analog in Portugal (Portugal hat rund 12.000 Häftlinge).

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>10- 20 %

In dieser Altersgruppe war zufolge der letzten Großstudie im Querschnitt rund ein Drittel in den letzten 4 Wochen nicht sexuell aktiv
https://www.aerzteblatt.de/archiv/215850/Gesundheit-sexuelle-Aktivitaet-und-sexuelle-Zufriedenheit (Tabelle 2).

Ob die alle "ungewollt sexlos leben" oder ein gewisser Anteil nur zeitweilig Funkstille hat, geht daraus natürlich nicht hervor.

In der nächstfolgenden Altersgruppe 26-35 beträgt der Anteil ohne sexuelle Aktivität übrigens nur noch rund ein Fünftel.

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Und täglich grüßt das Murmeltier...

https://www.gutefrage.net/home/suche?begriff=maximale%20Penisl%C3%A4nge

https://www.focus.de/gesundheit/experten/sommer/klischees-und-wahrheiten-weltweite-daten-alles-um-den-penis-und-seine-groesse_id_4008616.html

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Die Frage kommt ca. 30mal im Jahr, gibt die Suchfunktion denn da gar nichts her? Da müsste gutefrage.net mal was dran machen.

Du rechnest aus, wie viele Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt der Wert 135 liegt. Dann schaust Du in einer Tabelle für die Standardnormalverteilung (z-Wert-Tabelle) nach, welcher Prozentwert dem entspricht.

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Hypothesentesten oder Signifikanztesten?

Signifikanztesten:
Passen die Daten noch zu einer speziellen Vorstellung von der Welt d.h. zu der Nullhypothese (hypothesis to be nullified), zum Beispiel "der Unterschied zwischen zwei Populationen ist exakt 0,00000000000...", - Oder weichen die Daten zuverlässig von dieser Nullhypothese ab (wären bei Gültigkeit der Nullhypothese kaum zu erwarten)?

Zuverlässige Abweichungen werden erkennbar entweder, weil der Effekt in der Stichprobe groß ist. Und/oder, weil der Effekt mit einem sehr geringen Stichprobenfehler ermittelt wurde, also die Stichprobe sehr groß war.

Weichen die Daten zuverlässig von der Nullhypothese ab, kann man sich entscheiden, die Nullhypothese zu verwerfen. Weichen sie nicht zuverlässig davon ab, war die Stichprobe zu klein und man muss die Nullhypothese beibehalten.

Beim Hypothesentesten hingegen hat man eine Alternativ- und eine Nullhypothese und muss für die Alternativhypothese spezifizieren, wie groß der angenommene Effekt ist. Hat man das getan, muss man eine Stichprobengröße festlegen, welche die Chance bietet (d.h. ausreichende statistische power hat), die Nullhypothese zu verwerfen. Lassen die Stichprobendaten sich nicht verwerfen und die power war ausreichend, kann man die Nullhypothese annehmen.

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Das beruht wohl auf der Studie von 2012 aus der Schweiz? Interpretationen z.B. hier:

https://www.nzz.ch/panorama/der-tod-kommt-haeufig-am-geburtstag-ld.658602

https://www.fr.de/wissen/hohes-sterberisiko-geburtstagen-11389109.html

Oder einfach mal hier stöbern:

https://duckduckgo.com/?q=wahrscheinlichkeit+an+seinem+geburtstag+zu+sterben+erh%C3%B6ht&t=h_&ia=web

Die Ausgangsstudie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22658822/

Zu bedenken: eine Steigerung um 13,8% bedeutet, dass Geburtstage statt des erwarteten Anteils von 0,00274 einen satten 0,00311 Anteil an Todesfällen haben.

P.S. Eine Studie aus Chicago brachte ebenfalls ein erhöhtes Risiko zutage
https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2014/12/29/youre-more-likely-to-die-on-your-birthday/

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Du hast eine Stichprobe von 1200 Beobachtungen und einen Stichproben-Anteilswert 0,73. Die Frage ist jetzt, ob sich das nicht mehr mit der Hypothese vereinbaren lässt, dass in der Grundgesamtheit der Anteil immer noch 0,68 beträgt (also ob die 0,73 noch im Rahmen des Stichprobenzufalls liegen könnten). Technisch ist das ein Binomialtest mit dem Erwartungswert 0,68.

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Selbstverständlich gibt es keine "rein mathematische Einteilung" in Ober- und andere Schichten. Solche Einordnungen und Etiketten sind soziale Konventionen.

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Die erste Frage wäre, wie viele Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt diese beiden Intervallgrenzen liegen.

Dann kann man eine z-Tabelle für die Standardnormalverteilung nehmen und nachsehen, wie viel % der Verteilung innerhalb bzw. außerhalb der berechneten Intervallgrenzen liegen.

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"....wo finde ich sie dann?" - dann ist man vermutlich gezwungen, sich zusammenzureimen, wie die Hypothese lauten könnte. Vielleicht braucht man im konkreten Fall auch gar keine Hypothese.

"...was mit Variablen gemeint ist"

Meinst Du eine Definition und/oder Erklärung? Vielleicht hier:
https://de.statista.com/statistik/lexikon/definition/157/statistik_fuer_anfaenger_die_variable/

Und was ist das Design einer Trendstudie/bzw Zeitreihenanalyse wo nur Fragebögen die Methode zur Erhebung waren?

Ohne weitere Infos schwer zu sagen. Vielleicht "Prospektive, unkontrollierte Längsschnittstudie" ("unkontrolliert", wenn keine Kontrollgruppe/Kontrollgruppe existiert, mit der man die interessierende Gruppe vergleichen kann).

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Es kommt darauf an, wie "Bauteilqualität" gemessen wird (Ausschuss ja/nein? Qualität schlecht / niedrig / gut / exzellent? Oder eine physikalische Messung?).

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Was meinst Du mit "nur weiß ich nicht, wie sie hier zu verstehen sind"? Z.B. dass Du nicht weist, welche Variable hier dargestellt wurde? Oder welche Werte als "gut" bzw. "schlecht" zu gelten haben?

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In der Tabellenbeschreibung steht mean +/- s.e., also sind die "Antennen" nicht die Standardabweichungen, sondern der Standardfehler des Stichproben-Mittelwertes.

Du müsstest im Grunde ein Zentimetermaß anlegen, die Standardfehler messen (vom Mittelwert aus entweder nach oben oder nach unten), und dann jeweils Standardabweichung = Standardfehler * Wurzel(n) rechnen. Die Stichprobengröße (n) ist hoffentlich angegeben.

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Je größer der Bruch Stichproben-Effekt / Standardfehler (quasi das Verhältnis Signal:Rauschen) desto eher kann die Nullhypothese "Der Effekt in der Grundgesamtheit ist exakt = 0,0" zurückgewiesen werden.

Dabei gilt:

Je größer der Effekt in der Stichprobe, desto größer der Zähler in obigem Bruch.

Je größer die Stichprobe, desto kleiner der Nenner in obigem Bruch (Schätzungen werden desto genauer, je mehr Daten ihnen zugrunde liegen).

"Aber andererseits hängt die Effektstärke nicht auch von der Stichprobengröße ab?"
Nein. Aber vielleicht habe ich die Frage nicht richtig verstanden.

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"Während die Polizei 2018 mehr als doppelt so viele deutsche wie ausländische Tatverdächtige erfasste, kommen in Fernsehberichten mehr als 8 und in Zeitungsberichten mehr als 14 ausländische Tatverdächtige auf einen deutschen Tatverdächtigen."
https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Expertise_Hestermann_Herkunft_von_Tatverdaechtigen_in_den_Medien.pdf

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ausgewählte Jahre:

im Jahr 1983 Rate 1,52, danach ein kleiner Anstieg bis 1990/1991/1992: jeweils 1,58, danach stetiger Rückgang bis 2001: 1,38.

Der Rückgang über die Jahrzehnte ist nicht verwunderlich, das ist der allgemeine Trend. Dass es zwischendurch um 1990 herum einen kleinen Anstieg gab, könnte mit der Zusammensetzung der Bevölkerung zu tun haben (eventuell gab es in der Zeit einen erhöhten Anteil zugewanderter/ausländischer Frauen im gebärfähigen Alter - das ist diejenige Bevölkerungsgruppe, die normalerweise eine etwas höhere Geburtenrate hat als die Alteingesessenen).

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/fruchtbarkeit.html

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