ja, das ist eine gute Frage.

Woher weisst du z.B., dass dein Arm zu deinem Körper gehört, der deiner Freundin aber nicht?

Das sind alles komplizierte Nervensysteme im Gehirn, und wenn etwas davon nicht funktioniert, dann geht es nicht...

Ich kann dir dazu Oliver Saks "The man who took his wife for his hat" und die Vorlesungen von Vilanyanur Ramachandran empfehlen...

...zur Antwort

- um sich vor Sand zu schützen?

- du musst wissen, dass es in abgelegenen Höfen nicht immer leicht ist, sich gegen Vergewaltigungen zu wehren, daher hatte man damals die Tendenz, die Frauen zu verstecken, damit niemand sieht, wie schön sie sind und entführt oder vergewaltigt. Noch heute ist es z.B. in manchen Teilen von Yemen üblich, dass man insbesondere schöne Mädchen besonders dreckig und abgerissen herumlaufen lässt, damit nicht irgend welche Leute auf Idee kommen.

- tw. war es auch so ein Elite-Verhalten, so ähnlich wie die "Lotusfüsse" der Chinesinnen...

...zur Antwort

Anthony Beevor: the second world war

Anthony Beevor: Stalingrad

Anthony Beevor: Berlin: the downfall 1945

Raul Hilberg: The destruction of European jews.

Sönke Neitzel: Soldaten

Yaakov Lozowik: Hitler's Bureaucrats

Tagebücher von Adam Czerniakow

Victor Klemperer: Lingua tertii imperii

Christopher Browning: Ordinary Men

Es gibt auch auf Youtube sehr viele interessante Vorträge zu dem Thema, besonders auf englisch.
Wenn es dich interessiert, kann ich dir ein paar LInks schicken...

...zur Antwort

Die Sprache verroht vor allem durch die Verarmung des Wortschatzes und den ausufernden Gebrauch von "Dings" und "Dingsda"...

...zur Antwort

Also ich halte das heute nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher, als es 1929 war.

Du musst bedenken, dass die Deutschen auch damals als der Inbegriff der Zivilisation und des Fortschrittes galten, "Land der Dichter und Denker", und dass niemand ihnen die Untaten, die sie von 1933 bis 1945 tatsächlich begangen haben, zugetraut hätte.

Sie waren, wenn du z.B. die Berichte der jüdischen Zeitzeugen hörst, die die Zeit um 1933 in Deutschland gelebt haben, von einem Tag auf den anderen wie ausgewechselt.

Es gab natürlich auch anständige Menschen in Deutschland, aber sehr viele Zeitzeugen berichten, dass die Nachbarn, Freunde, Kollegen, Schulfreunde, Lehrer sich von einem Tag auf den anderen von ihnen distanziert haben, dass sie von Menschen verraten wurden, die sie für gute Freunde hielten.

d.h. die breite Bewegung der Gesellschaft war: die Politik ist gegen z.B. Juden, also rücken wir von Juden weg, das wird schon seine Richtigkeit haben.

Den meisten Menschen war Opportunismus, ihr eigener Vorteil, wichtiger, als grundlegender menschlicher Anstand. Leider.

Und 1945 passierte dann das Gleiche, nur umgekehrt: die jüdischen Zeitzeugen, die aus der Emigration oder auch aus dem KZ zurückkehrten berichten, dass dann plötzlich niemand ein Nazi war, dass nach 1945 alle behaupteten, immer gegen die Nazis gewesen zu sein, auch genau die Lehrer, ex-Schulfreunde, Nachbarn, die ab 1933 ganz vorne dabei waren.

Dann wollte es niemand gewesen sein.

Insofern glaube ich nicht, dass der Gesinnungswandel hin zur Demokratie sehr tief greift.

Ich glaube, wenn man heute durch Diskriminierung anderer einen Vorteil erzielen könnte, genauso viele Deutsche dabei mitmachen würden wie damals.

Ich glaube nicht, dass die Deutschen nachhaltig "aus ihrer Vergangenheit gelernt haben".

Allerdings denke ich nicht, dass heute genau dieselbe Masche, mit derselben Inszenierung, mit denselben Personen im Vordergrund noch einmal ziehen würde. z.B. fällt mir auf, dass die meisten Populisten heute eher schön sind, nicht so hässlich wie Hitler... Auch das gerollte r und das übertriebene Pathos seiner Reden käme heute wahrscheinlich nicht mehr gut an.

Was hingegen heute noch sehr gut als Argument verwendet werden könnte, das ist die Pseudo-Wissenschaft (siehe "Rassenkunde", siehe auch die ganze Formulierung des Antisemitismus), nur etwas anders verpackt. Aber daran glauben die Leute heute noch sehr stark. 

Auch populistische Versprechen, wo viele auf Kosten einer Minderheit profitieren können, sind heute noch genauso hoch im Kurs wie damals.

...zur Antwort

Das war pseudo-Bühnendeutsch mit diesen gerollten r....

...zur Antwort

Tja, gute Frage, falls das stimmt.

Er hat auch 1934 schon Tierversuche und Schlachten ohne Betäubung verboten. Menschenversuche und Morde ohne Betäubung hingegen nicht...

Ich schliesse daraus: er war ein Heuchler...

...zur Antwort

Du kannst konvertieren, sobald du einem rabbinischen Gericht glaubhaft darlegen kannst, dass du bereit bist, sämtliche Gebote der jüdischen Religion gemäss den Regeln der Halacha auf dich zu nehmen...

Um das glaubhaft zu machen, musst du lernen und ausprobieren, ob es für dich geht, und vor allem erforschen, ob du auch mit allen Ge- und Verboten, die du dann befolgen musst, einverstanden bist.

Wenn du etwas entdeckst, was dir nicht gefällt oder was du falsch findest, kannst du immer noch von einem Übertritt Abstand nehmen, bzw. du kannst nicht konvertieren.

Ich nehme an, dass du erst einmal selbständig leben musst und dein eigenes Geld verdienen musst, deine eigene Wohnung haben musst, wenn du einen Lebensstil übernehmen willst, der sich wahrscheinlich von dem deiner Eltern erheblich unterscheidet...

Daher kannst du dir ruhig Zeit lassen, ich nehme an, dass du, bevor du 18 bist, nicht viele Möglichkeiten haben wirst, auf eine Konversion hinzuarbeiten...

Natürlich könntest du dich schon in der Theorie umfassend über Halacha informieren, denn vielleicht stösst du ja ziemlich bald auf Gebote, mit denen du dich nicht identifizieren kannst, und dann wäre der ganze Prozess ja hinfällig und du kannst beruhigt Nichtjude bleiben...

Uebrigens muss man nach jüdischer Auffassung nicht jüdisch sein, um "in den Himmel zu kommen" es reicht, wenn man 7 Grundgebote der Menschheit (siehe "noachidische Gebote") einhält.

Insofern würdest du mit konfessionslos, aber Theist auch ganz gut fahren...

Warum bist du der Meinung, dass man einer Religionsgemeinschaft angehören muss?

...zur Antwort

Dein Opa hat vielleicht subjektiv, aus seiner Froschperspektive, für "Familie und Vaterland" gekämpft.

Aber bei "Vaterland" besteht schon das Problem:

Dieses "vaterland" hat nämlich den Krieg ohne Anlass begonnen, indem es eine ganze Reihe anderer Länder überfallen, erobert und geplündert hat, das damals gültige Kriegsvölkerrecht nicht eingehalten hat, die Zivlibevölkerung misshandelt, versklavt, deportiert und tw. sogar systematisch ermordet hat...

Also wenn dein Opa für sein Vaterland gekämpft hat, dann war er auf dem falschen Dampfer...

Was allerdings stimmt ist, dass man es sich nicht aussuchen konnte, ob man Soldat wurde oder nicht, Männer wurden einfach dazu gezwungen, und viele hatten darauf keine Lust, alleine schon wegen des persönlichen Risikos und der rein körperlichen Unannehmlichkeiten, die das mit sich bringen kann.

Trotzdem finde ich nicht, dass man jetzt Wehrmachtssoldaten ehren soll, weil sie Wehrmachtssoldaten waren, da die Wehrmacht eine verbrecherische Organisation war, die grundsätzlich das gültige Völkerrecht nicht eingehalten hat und zahlreichen unschuldigen Menschen das Leben genommen hat...

...zur Antwort

Deine Fragen klingen, wenn man sie in ihrer Widersprüchlichkeit betrachtet, eher so, als seien sie nicht ernst zu nehmen...

...zur Antwort

Ich dachte, du hast schon einen jüdischen Freund, wie du in einer anderen Frage behauptest...

Diese Frage hier ist sehr dumm und vorurteilsbehaftet... Du tust nämlich so, als könnte man Juden an ihrem Aussehen erkennen, was nicht stimmt und auf übelsten Vorurteilen beruht - siehe Deutschland 1933-1945 und "Rassenkunde"...

Und diese Frage hier unterminiert auch deine andere Frage... Wenn du doch schon angeblich einen Freund hast - warum suchst du dann noch weitere?

...zur Antwort

Ischa ist Ehefrau oder allgemein Frau auf hebräisch...

Das ist an sich nicht negativ...

...zur Antwort