Zwei Etagen und ein Heizungsthermostat - oben bleibt es kalt - was tun?

8 Antworten

Ich könnte mir vorstellen, dass die oberen Heizkörper in Reihe geschaltet (angeschlossen) sind. Wenn unten das Thermostatventil wegen erreichter Temperatur schließt, fließt im gesamten Kreis kein Heizwasser mehr. Aber dagegen spricht, dass nach zwischenzeitlichem Hochheizen der unteren Räume die oberen Heizkörper warm bleiben, obwohl der untere Thermostat wieder geschlossen hat. Und genau das verstehe ich auch nicht.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe gibt es im Wohnzimmer ein zentrales Raumthermostat, das offensichtlich die Umwälzpumpe steuert. Nun kann es sein, dass die Dämmung des Daches nicht so gut ist oder die Heizkörper oben zu gering dimensioniert sind, sodaß die oberen Räume mehr Heizung benötigen als die unteren. Dies aber nicht möglich ist, da unten die erforderliche Temperatur schon erreicht ist und das Thermostat abschaltet. Ich würde dies mit einem mobilen "Theben" Funkthermostaten lösen. Diesen könnt Ihr, je nach Bedarf, in das Zimmer stellen dessen Temperatur Ihr steuern wollt. Solte es dann unten zu warm werden, kann das mit dem Heizkörperventil durch entsprechendes zudrehen gesteuert werden. Dies alles aber unter dem Vorbehalt, dass nicht tatsächlich ein Mangel an der Heizung vorliegt. Aber diesbezüglich solltet Ihr mit einem Heizungsbauer sprechen.

Dein zentrales Thermostat (zeitlich programmierbar) reagiert letztlich nur auf die Raumtemperatur - wo es installiert ist. Wenn die Solltemperatur erreicht ist, schaltet es den Regelkreis oder Therme ab. Egal ob in anderen Räumen noch Wärme angefordert wird oder nicht. Es erkennt diese Räume nicht.

Pragmatische Lösung: Jetziges Raumthermostat auf Maximum stellen - 24 Std durchgehend. Alle wichtigen Räume mit unterschiedlichen Nutzungszeiten und Wunschtemperaturen mit elektr. Thermostatventilen ausstatten und nach Gusto Zeiten und Temperaturen programmieren. Unwichtigere Räume weiterhin mit normalen Thermostatventilen auf mögl. niedr. Stufe belassen.

Damit ist das zentrale Thermostat eigentlich nutzlos geworden.

In einer Mietwohnung ist das Problem dabei beendet und energetisch eher besser als schlechter gelöst.

Gruß

Woher ich das weiß:Hobby – es gibt kein Übergewicht, nur Unterlänge (rein physikalisch)

@DietmarBakel. Deine Überlegungen in allen Ehren, nur mag ich ihnen nicht ganz folgen. Weil:

@syncopcgda: Sie bleiben nicht warm, sondern werden warm, wenn ich unten die Heizkörper ausdrehe und die oben aufgedreht lasse...dann versucht das Thermostat bzw. die Schaltung durch die einzigen aufgedrehten Heizkörper die Zieltemperatur zu erreichen (so hab ich mir das erklärt und deswegen wird es dann oben warm...aber eben leider nur dann...)

Also, oben wird es warm, wenn die Ventile unten zugedreht sind. Daher erscheint es mir logisch, dass eher die Förderleistung der Umwälzpumpe nicht ausreicht, so dass sich nicht überall der zur Durchströmung aller Heizkörper (Widerstände) notwendige Druck aufbaut.

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@syncopcgda

Insgesamt sind die geschilderten Beobachtungen von dienell für mich so zu interpretieren:

Wenn das Zentralthermostat Wärme anfordert wird auch Wärme bereitgestellt, egal ob im Zimmer des Thermostaten die Ventile auf oder zu sind. Diese Wärme (sprich Umwälzwassermenge) kommt überall an - auch oben. Damit scheidet ein hydraulisches Problem aus. Siehe:

Oben im Schlafzimmer wird allerdings nicht mehr geheizt sobald die Temperatur unten im Wohnzimmer erreicht ist.

Dieser Hinweis ist für mich entscheidend gewesen. Das Problem ist auch nicht neu bzw. wird in Kauf genommen um eine preiswerte "Nachtabsenkung" zu realisieren. Das System gibt nicht mehr her als es kann (nämlich nur in einem Raum fühlen und darauf reagieren - Therme an oder aus).

Gruß

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@Mosquitokiller: Nein, oben läuft sie nicht mehr, sobald die Temperatur unten erreicht ist. @saharastrom: Ja, das könnte ich probieren, wollte nur erst selber eine Lösung suchen, da meine Vermieterin eine alte Dame ist, der es sicherlich auch schwer fallen wird ad hoc eine Lösung zu finden. @syncopcgda: Ja, das könnte ich mir auch vorstellen mit der Reihenschaltung. Sie bleiben nicht warm, sondern werden warm, wenn ich unten die Heizkörper ausdrehe und die oben aufgedreht lasse...dann versucht das Thermostat bzw. die Schaltung durch die einzigen aufgedrehten Heizkörper die Zieltemperatur zu erreichen (so hab ich mir das erklärt und deswegen wird es dann oben warm...aber eben leider nur dann...) Hat denn jemand eine Idee, was Abhilfe schaffen könnte?

Jetzt habe ich das besser verstanden. Wenn die oberen nur warm werden, so lange die unteren abgestellt sind, dann könnte es sein, dass die Fördermenge der Umwälzpumpe nicht ausreicht, das Wasser nimmt den Weg des geringsten Widerstandes über die unteren Heizkörper, nach oben kommen die Leitungswiderstände der Vor- und Rücklaufrohre sowie der Heizkörper selbst hinzu. Allerdings: Ein kleiner Anteil des Stromes müsste eigentlich trotzdem durchlaufen. Aber nun bin ich sicher, dass es keine Reihen- sondern eine Parallelschaltung ist.

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Dein zentrales Thermostat (zeitlich programmierbar) reagiert letztlich nur auf die Raumtemperatur - wo es installiert ist. Wenn die Solltemperatur erreicht ist, schaltet es den Regelkreis oder Therme ab. Egal ob in anderen Räumen noch Wärme angefordert wird oder nicht. Es erkennt diese Räume nicht. Pragmatische Lösung: Jetziges Raumthermostat auf Maximum stellen - 24 Std durchgehend. Alle wichtigen Räume mit unterschiedlichen Nutzungszeiten und Wunschtemperaturen mit elektr. Thermostatventilen ausstatten und nach Gusto Zeiten und Temperaturen programmieren. Unwichtigere Räume weiterhin mit normalen Thermostatventilen auf mögl. niedr. Stufe belassen.

Da ist wirklich nichts hinzuzufügen. Dietmar hat Dir die beste Antwort gegeben!

Gruß Jörg

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