wissen hunde das sie hunde sind und wir menschen?

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11 Antworten

Es gibt verschiedene Fälle. Wenn du einen Hund mit der Hand aufziehst und ihn ohne Hundegesellschaft aufwachsen lässt, wird er sich eher "als Mensch" sehen (das kennt man von verschiedenen fehlgeprägten Tieren, die dann auch sexuell stark oder komplett auf den Menschen fixiert wird - bei handaufgezogenen Papageien kommt es oft vor, dass sie den Menschen füttern und sich mit ihm paaren wollen, auf seiner Schulter oder mit seiner Hand etc.).

Wenn du einen Hund hast, der gut sozialisiert wurde, also mit Hunden (bei einem guten Züchter etc.) aufgewachsen ist, weiß der, dass er ein Hund ist, also genauso wie die anderen Hunde ist und mit den anderen Hunden in einer Weise kommunizieren kann, die er mit dir nicht in dieser Form benutzt. Er kommuniziert bzw. interagiert mit dir anders als mit den anderen Hunden. Es gibt bestimmte Gesten, die er nur anderen Hunden gegenüber macht und andere, die er nur Menschen gegenüber macht (Gesten meint jetzt Verhaltensweise im weitesten Sinne, also auch Laute).

Was Hunde natürlich nicht wissen: Dass es ein Wort für alle Artgenossen gibt und ein anderes für Menschen. Aber sie reagieren schon meist auf Menschen anders als auf Artgenossen. Und sie sehen ganz sicher auch Unterschiede in Aussehen und Verhaltensweisen, merken Unterschiede in Lautäußerung und Geruch usw.

Meine Wellensittiche "reden" mit mir, kommunizieren lautlich (Rufen) und körpersprachlich (vor allem angelernte Verhaltensweisen) mit mir. Sie "sagen" mir z.B. dass sie zu mir fliegen wollen, aus dem Käfig wollen, Leckerli wollen usw. Sie fliegen aber auf meine Hand. Wenn sie sich gegenseitig anfliegen, ist das im weitesten Sinne ein Akt der Aggression bzw. geschieht aus Neid etc. (ein Vogel fliegt den anderen an und der fällt dann vom Ast bzw. muss ausweichen). Wenn der Vogel mich für einen anderen Vogel halten würde, würde er nicht auf meiner Hand landen, bzw. würde damit rechnen, dass ich, wie ein anderer Vogel, ausweichen würde.

Ich hatte als Kind 2 Jahre einen Einzelwellensittich, der also 2 Jahre nur mit Menschen interagiert hatte. Als ich einen Partner dazu holte, war der Einzelwelli sofort im Käfig des neuen Vogels und interagierte mit dem auch sofort ganz anders als mit mir (kraulen, füttern etc.). Also ich denke schon, dass die meisten (Höheren) Tiere wissen, dass Menschen anders sind als Artgenossen und dass sie zur Gruppe der eigenen Artgenossen gehören, dass sie mit diesen viel einfacher kommunizieren können als mit Menschen etc. - dass ihnen dies aber auf einer nicht-sprachlichen Ebene so bewusst ist, wie wir Alltagsphänomene wahrnehmen, über die wir noch nie nachgedacht haben. Tiere beobachten sehr viel und ziehen daraus Schlüsse, aber eben nicht wie wir in verbalisierter Form. Der Hund weiß z.B. dass er aus einer Schüssel am Boden isst, der Mensch aber vom Teller am Tisch sitzend. Er merkt den Unterschied auf jeden Fall, ob er darüber nachdenkt, glaube ich nicht (Gründe etc.), aber wenn man als Halter einen Teller auf den Boden stellen und mit dem Mund davon essen würde, wäre der Hund verwirrt. Das kann man ja gerne mal ausprobieren und die Mimik bzw. Verhaltensweisen des Hundes dabei filmen lassen (oder jemanden ausprobieren lassen und die Reaktion des Hundes beobachten). Das kennt er nicht. Das erwartet er nicht. Das machen Menschen normalerweise nicht.

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Ja, das wissen sie. Und sie wissen auch sehr genau wie sie sich in ihrem jeweiligen Umfeld verhalten müssen. 

Ein Beispiel: 

Ein Hund legt sich vor einem anderen Hund auf den Rücken. Das ist eine eindeutige Geste der Unterwürfigkeit. 

Wenn sich ein Hund vor dir auf den Rücken legt, will er sehr wahrscheinlich am Bauch gekrault werden ;)

Trotzdem können sie mit Menschen ebenso soziale Bindungen eingehen wie mit Hunden. Die Kommunikation ist nur anders, vor Allem auch die Körpersprache - logischerweise, ein Mensch ist ja eben kein Hund. Der Hund ist aber in der Lage sich dementsprechend anzupassen und sowohl Hunde als auch Menschen zu "lesen" und entsprechend zu reagieren. 

Hunde sind deutlich intelligenter als die meisten Menschen denken. Insbesondere was emotionale oder soziale Intelligenz angeht, wenn man es denn so nennen kann. 

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Ja, Hunde wissen, dass ein Unterschied besteht. Hunde verhalten sich Menschen gegenüber immer anders, als einem anderem Hund gegenüber. Und nicht nur weil der Mensch der Rudelführer ist (was ja oft gar nicht der Fall ist!)

Kaum ein Hund wird auf dich zukommen, wie er zu zu einem anderen Hund hin laufen würde. Sie gehen bei einem Menschen auch idR nicht direkt ans Hinterteil. Sie spielen anders mit Menschen, als sie es mit Hunden tun. Sie lernen einen Teil unserer Sprache und merken daher ja, dass wir eine andere sprechen. 

Sie denken definitiv nicht bewusst darüber nach aber sie wissen es. Hat ein Hund etwas zu essen und es kommt ein anderer Hund hinzu, wird durch Dominanz geklärt, wessen Essen das ist. Isst ein Mensch etwas, gibts niedliche Kulleraugen.

etc. etc. etc.

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Hunde wissen, dass wir keine Hunde sind. Mit einer Definition, was wir sind, könnten sie nix anfangen.

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Er weiß, daß er lebt, fühlt, Hunger und Durst verspürt. Also weiß er, daß er ein Lebewesen ist.

Letztendlich ist das ja auch egal, Hauptsache, er hat ein artgerechtes, streßfreies Leben.

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Ja, sie können das unterscheiden. 

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Dem Hund ist das absolut gleichgültig solange er dich als Rudelführer respektiert.

Aber bei manchen Menschen bin ich mir nicht sicher ob ihnen bewußt ist das Tiere (nur) Tiere und keine Menschen sind.


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Kommentar von Tasha
02.02.2017, 01:05

So ganz gleichgültig wird ihm das nicht sein. Wie erklärt man sich sonst, dass vor allem Einzelhunde begeistert auf Artgenossen zusteuern, wenn sie sie unterwegs mit dem Halter treffen? Ich sehe das jedenfalls viel öfter bei Einzelhunden als bei zu zweit gehaltenen Hunden.

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Moment noch, ich frage mal schnell eben meinen Hund .....

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Frage doch bei nächster Gelegenheit einfach. 

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ja natürlich

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Mein Hund sagt dazu Wau aber was weis der schon, ist ein überdurchschnittlich doofer Hund :)

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