Wie dominiert ein hund?

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Garnicht. Dominieren ist so einfach gesagt in der Hundeerziehung und ein häufig missverstandener Fehler. Ich höre das täglich. Ohh der Hund ist dominant, weil er aufreitet, der ist dominant weil er mal knurrt.

Ich sage schon garnichts mehr..weil sich Leute einfach nicht mit der Körpersprache der Hunde beschäftigen oder seines Hundes.

Aufreiten kann viele Ursachen haben, Übersprungshandlungen, Stress, sexuelle Absichten.

Macht meiner auch nur wenn er spielt ab und an, und nur bei kastrieren Rüden. Dennoch ist meiner nicht dominant oder will den dicken raushängen lassen. Ein Nein reicht oder eine Zurechtweisung des anderen Hundes ebenso. Und er hört damit auf. Hechelt meiner stark, oder fängt an Stöcker zu suchen, und zu knabbern, weiß ich das er irgendwie Stress hat. Entweder kann er nichts mit dem kastrieren Rüden anfangen oder aber ein anderer Auslöser. Dann ziehen wir meist weiter. Lustig ist aber zu beobachten das es meiner grundsätzlich bei kastrieren Rüden macht, auch die gleichgross sind. Kleine oder größere da macht er nichts.

Wäre er ja so dominant wie andere sagen, würde er es bei jedem machen. Und das tut er nicht, er ist eher der Hund der Konflikte meidet und Schutz bei mir sucht. Und das ist gut so, ich entscheide und ich schütze ihn vor Konflikten, wenn er anfängt selber Sachen zu regeln, dann sollte ich mir als Halter Gedanken machen, und an der Bindung arbeiten.

Wie nennt man es, wenn ein Rüde beim anderen Rüde den Kopf auf den Rücken legt? Er markiert dadurch ja das er der Größere, Stärkere etc. ist. Je nachdem wie der andere reagiert, kann es zum Kampf kommen.

Wie nennt man diese Handlung? Würde mich wirklich interessieren. Gleiches gilt, wenn Hund aus nicht sexuellen Gründen und auch nicht im Spiel anderen Hund hinten besteigt.

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Ein Hund der sich aufplustert oder groß macht strahlt immer Selbstsicherheit aus und imponiert gerne. Beobachtet man gut und gerne mal in junghund Gruppen, die sich dann alle der Reihe nach durchprobieren. Darum wird auch oft mal der Kopf auf die Schulter Hals gelegt, ich bin Größer , toller wie du.

Viele Hund senden dann beschwichtigende Signale, Kopf runter , machen sich kleiner, Blick abwenden, ausweichen. Und die Sache ist gegessen. Wenn allerdings 2 selbstsichere Hunde aufeinander treffen kann es mal knallen, bei zu viel Imponiergehabe. Da sollte man rechtzeitig einschreiten als Halter.

Man muss da schon beide Seiten beobachten und allgemein die ganze Situation.

Und wenn ein Hund aus nicht sexuelle Gründen aufreitet. Kann das stress sein, mit rammeln kann das abgebaut werden. Ebenso Übersprungshandlungen, die Durch Stress ausgelöst werden.

Was Stress Auslöser ist, da muss man ebenso die ganze Situation betrachten.

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Kein Hund dieses Planeten dominiert einen Menschen, denn das wäre artübergreifend und jeder der hier behauptet dass ein Hund einen Menschen dominiert der hält Hunde für extrem dumm, denn die haben uns einiges voraus...sie wissen das wir Menschen sind, sind über die Jahrhunderte hinweg mit einer extrem hohen Affinität ZUM Menschen hin und nicht GEGEN den Menschen künstlich selektioniert und gezüchtet worden wieso also sollten sie versuchen den Menschen zu dominieren??? 

Pfote auflegen (IM RÜCKENBEREICH) ist eine Imponiergestik und kann wohlgemerkt UNTER Hunden zu einem Komment- oder gar Ernstkampf führen, insofern der Halter nicht genug Kenntnisse bezüglich des Hundeverhaltens hat kommt es dann dummerweise auch dazu, ein vorausschauender und kenntnisreicher Halter lässt es gar nicht erst soweit kommen und greift GEWALTFREI ein!!! 

Wie schon oben angemerkt, es gibt kein Dominanzverhalten dem Menschen gegenüber, denn wenn dem so wäre hätte die künstliche Selektion seltsamerweise in diesem einzigen Bereich versagt!!! 

Dominanz ist eine Beziehung zwischen Individuen und daher zwischen Mensch und Hund durchaus möglich, da diese Beziehung relativ einzigartig ist. Es ist weder die soziale Dominanz die innerartlich stattfindet, noch die interspezifische Dominanz, die den Einfluss einer Art auf eine andere beschreibt, sondern sie liegt irgendwo dazwischen, allerdings mehr in Richtung sozial. Wo soziale Beziehungen herrschen, gibt es Dominanz. Dominanz hat nichts mit Aggression zu tun.

Wenn der Mensch nicht in der Lage ist, die ihm im Normalfall obliegende formale Dominanz auszuüben, kann es durchaus vorkommen, dass der Hund beginnt ,Aktionen zu initiieren, und durch entsprechendes Verhalten des Menschen (Submission) in eine dominante Position gebracht wird, die er überhaupt nicht in der Lage ist, auszufüllen.

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@volkri

Verhalten wird durch die Verhaltensbiologie erklärt und die besagt ob Du es nun wissen willst oder nicht das ein Individuum nur einem gleichartigem Individuum gegenüber dominant sein könnte insofern in seinem Verhaltensrepertoire Dominanz genetisch bedingt vorhanden wäre, des weiteren weiß der Hund das wir Menschen sind und hat durchaus mehr Sorgen gerade bei solch antiquierten Wissensständen als sich dem Menschen gegenüber dominant zu verhalten!!! 

...und ein entschiedenes NEIN, es gibt immer wieder Menschen die sich anderen Menschen gegenüber dominant verhalten, was aber noch lange nicht heißt, dass dort wo soziale Beziehungen herrschen, immer auch Dominanz wäre, was aber leider meistenfalls so ist. 

Wenn ein Mensch submissives "Verhalten" dem Hund gegenüber zeigen würde, würde der Hund das gar nicht erkennen, weil wir eben Menschen und keine Hund sind, außerdem sehe ich seltenst - gar nicht Menschen vor ihren Hunden auf dem Rücken liegend die passive oder durch Lefzen lecken aktive Demut zeigen, welcher Mensch macht das also ist Dein Beispiel des submissiven Menschen wohl mehr als lächerlich findest Du nicht? 

Auch wird kein Hund in eine "dominante" Position gebracht, weil der Mensch nicht handelt falls Du das mit "submissiv" bezüglich des Menschen meintest und mir ist in meiner Trainerlaufbahn noch kein Hund untergekommen der Aktionen initiiert die ihn unterstützt durch die "Untätigkeit" seines Halters zu einem "dominanten" Hund gemacht hätten, sorry das sind Traumkonstrukte ala Most und Konsorten... 

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@Anda2910

Du wechselt immer zwischen dem "Traumkonstrukt" und der wissenschaftlichen Definition hin und her und vermischt diese miteinander. Daher besteht hier ein riesiges Verständnisproblem.

Submission muss nicht aktiv sein. Untätigkeit reicht. Und exakt die Beispiele, die du beschreibst, machen den Hund in genau in dem Zeitpunkt "dominant" (im verhaltensbiologischen Sinn), allerdings rutschst du da wieder (interpretierend) ins Traumkonstrukt.

Definition von Dominanz in der Verhaltensbiologie:

"Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig."

Mit den Individuen sind die Mitglieder einer sozialen Gruppe gemeint, üblicherweise der gleichen Art. Die Beziehung Hund-Mensch ist hier allerdings ein Spezialfall.

Wichtig hierbei zu verstehen...und genau das ist der Knackpunkt...Individuum A muss sich dessen gar nicht bewusst sein. Allein die Akzeptanz von B bringt A in die dominante Position. Dominanz ist in den meisten Fällen keine Entscheidung des in dieser Situation Dominanten, sondern dessen, der ihn machen lässt.

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Hunde dominieren gar nicht. Hunde haben kein Interesse an der Weltherrrschaft.

Pfote auflegen ist eine Bettelgeste, Anspringen ebenso. Aufreiten meistens eine übersprunghandlung, dient dem Stressabbau. Knurren ist meist ein Zeichen von Unsicherheit, eine Warnung nach dem Motto "komm nicht näher, du bist mir nicht geheuer", hat mit Dominanz alles nix zu tun.