Wird man eine Depersonalisation wieder los?

8 Antworten

Ich hatte sehr starke Symptome. Als es nicht mehr ging und ich mir das Leben nahm kam ich in die Psychiatrie. Das hat zwar nicht viel gebracht. Mir aber ein Gefühl von Sicherheit gegeben und Stabilität. Ich dachte mir. Die sind wenigstens da wenn ich verrückt werde. Ich war sehr panisch. Ich habe jeden Tag geweint. Ich wollte einfach nur raus aus dem Zustand. Ziemlich schnell musste ich wieder in den Spiegel sehen. Das war anfangs die Hölle. Ich bekam einen Tinnitus. Auch zu meinen Eltern hatte ich die Gefühle verloren. Alles war fremd. Und das durch nur einen joint. Nun lebe ich alleine in einer Wohnung. Ich hab meine Persönlichkeit die ich durch die dp dr verloren hatte wieder gefunden. Ich kann mir wieder alte Bilder anschauen ohne dem alten ich hinter her zu trauern und habe nur noch selten Phasen der dp Dr. Jetzt wo ich drüber schreibe merke ich zb dass es schlechter wird. Manchmal erwischt es mich und ich stecke für 15 Minuten fest. Immer mit der Angst, diesmal wieder komplett rein zu rutschen. NUN ZU MEINEN TIPPS! Das entscheidende zum Kampf dagegen ist Einsicht. Das ist wirklich das wichtigste. Ich weiß es ist schwer aber sieh es ein, dass das jetzt erstmal dein neues normal ist. Auch wenn du glaubst nie wieder du wie früher zu sein, musst du es akzeptieren! Versuche nicht zu viel drüber nach zu denken. Alleine deine Gedanken daran halten es so lange am Leben. Versuch die normalen leichten Dinge weiter zu machen. Ich fing damals wieder an zu essen, was ich durch die dp Dr nicht mehr konnte. Mach nichts was dir zu viel Angst macht oder deine Sinne reizt. Finde etwas, was dich beruhigt. Bei mir war es die Badewanne und ein Bad zu nehmen. Sei nicht einsam. Du brauchst Leute um dich rum. Am besten sogar neue Leute. Sie kennen dein altes ich nicht. Denn klar bist du erstmal anders. Aber glaub mir, sie werden es kaum merken und dixh so mögen wie du bist. Du bist ein normaler Mensch. Versuch dir die Krankheit zu erklären. Zu verstehen was genau im Kopf vorgeht und dass das alles begründet ist hilft einem. Man fühlt sich dann weniger unnormal und als ob man verrückt wird. Du musst die dp dr in den hintergeund drängen. Sie zwischenzeitlich vergessen. Wenn du sie vergisst, vergisst sie dich. Schreibt mich gerne an, wenn ihr nicht mehr weiter wisst mit der dp dr. Ich kann euch gerne weitere Ratschläge geben oder beruhigen. Das wird alles, vertraut mir :)

Ja, wirst wieder los. Kann aber zwischen wenigen tagen und ein paar jahren dauern. 

Das mit dem  Spiegelbild, das nicht mit meinem wahren Aussehen übereinstimmt, hatte ich auch lange sehr stark. Ich konnte mir dann nie vorstellen, das ich das wirklich binn und habe mich dabei immer gekniffen, um den bezug zu mir zu bekommen.

Wenigstens gibt es einen, dem es so ähnlich ging mit dem Spiegelbild. Meine Freunde halten mich glaube ich schon für verrückt. Aber denkst du mittlerweile, dass das Spiegelbild mit deinem wahren Aussehen übereinstimmt?

2
@lauraxxoxo

Ich ich das damals sehr stark hatte, hab ich mich damals in das Thema eingelesen und hatte es auch mit meinen Psychologen oft darüber.

Ich hab dann gewusst, das es zu meiner Krankheit gehört und IMMER irgendwann vorbei geht. Es ist nicht ungewöhnlich, das sowas dann passiert.

Es ist eine Art seelische Schutzfunktion und tritt in der Regel mit oder nach einem Trauma / einer PTBS auf.

Nachdem ich das alles dann gewusst hab, konnte ich etwas besser damit umgehen. Ich kam mir immer iwie wie in ner Zwischenwelt vor. Die Angst wurde dadurch dann auch weniger.

Bestimmt hast du schon danach gegoogelt. Man findet viel darüber. Unter "Derealisation" und "Depersonalisation" findest du noch mehr darüber. Das sind die 2 häufigsten Dissoziations-Arten, die es so am häufigsten gibt und wie du sie an Dir auch beschreibst.

Das die dir das in der Tagesklinik ned sagn konnten zeigt Widermail, was für mega-Flaschen doch leider als 'Fachpersonal' auf die Menschen losgelassen werden.

1

Ja, das mit dem Schutzmechanismus habe ich auch schon gelesen und eigentlich halte ich nicht viel von googeln, aber da wird die Krankheit sehr gut beschrieben. Und eigentlich leben wir ja in einer realen Welt und wenn ich mal wieder denke, dass dies nicht der Fall ist, dann zwicke ich mich meistens oder berühre Gegenstände und versuche mich zurück in die Realität zu holen. Ich bin 19 Jahre alt und hoffe dass dies bald ein Ende nimmt. Ich werde mir auch einen Psychiater zur Hilfe holen.

1
@lauraxxoxo

Ja, beim googlen sollte man sich die infos von offiziellen Portalen holen, die such damit beschäftigen.

Das thema ist ja (noch ned 100%-ig), aber doch schon so gut erforscht, denke ich, das man auch wikipedia glauben kann.

Bei solchen Symtomen musst du dir einen Psychater, und noch wichtiger, einen Psychologen/Psychotherapeuten suchen. Beides ist wichtig. Such dir nen Psychiater, der auch gleichzeitig ein Neurologe iss. Die meisten sind beides. 

Der Neurologe wird dich körperlich untersuchen, um andere Krankheiten (Differenzialdiagnosen) ausschließen zu können, bevor deine Psyche behandelt wird.

0
@Timmy001

... aber wenn du in der tagesklinik warst, dann warst du doch schon zuvor in Psychiatrischer und/oder psychotherapeutischer Behandlung, oder ?

0

Mein Vater hat immer gesagt: "das ist alles Kopfsache"

Ich würde sagen: Akzeptiere es. Selbst wenn du dich nicht wieder erkennst, akzeptiere dein neues ich. Der Mensch verändert sich und akzeptiere diese Veränderung. Lebe damit. Wenn du nichts mehr fühlst, ist doch nicht schlimm. Dann fühlst du auch keine Trauer mehr. So kannst du dich der Wissenschaft verschreiben und komplett rational handeln und leben.

Irgendwann kommen dann auch die Gefühle wieder zurück. Selbst wenn das schwer ist, musst du es akzeptieren und damit weiterleben. 

Wird das Leben damit aber zu schwer, solltest du Hilfe von Freunden oder einen Spezialisten suchen.

Mann erkennt sofort, wenn man deine Antwort liest, das du überhaupt ned weist, wovon die Fragestellerin spricht. 

So etwas kann man ned akzeptieren, weil es vollkommen unnatürlich ist, das gefühl und einem echt angst machen kann.

1

Ja das neue "Ich" erstmal zu akzeptieren, ist gar nicht so einfach. Damit muss man erstmal klarkommen...  

2

Das tut mir leid. Vielleicht mal einen Trauma-Spezialisten aufsuchen?

Genau so musst du es deinem Psychologen/Psychiater sagen. Alles gute.

Was möchtest Du wissen?