Wird eine Festplatte langsamer, je voller sie wird?

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6 Antworten

Ja,

denn Festplatten werden normalerweise von außen nach innen beschrieben. Außen ist die zurückgelegte Wegstrecke pro Zeiteinheit größer. Zwei einzelne Speichereinheiten kommen also schneller am Lesekopf vorbei, als auf den inneren Ringen.

Je mehr Daten gespeichert sind, umso mehr wird in die innenliegenden Sektoren der Platen geschrieben/gelesen.

Für den normalen User ist das aber nicht merkbar, beziehungsweise um Längen weniger gravierend als Fragmentierung.

Dazu kommt natürlich noch, daß der Lesekopf potentiell größere Wege zwischen Ruheposition und einzelnen Daten zurückzulegen hat, wenn größere Teile der Platte beschrieben sind.

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Wie ist es dann mit dem Lese- bzw. Schreibarm. Du sagtest, dass außen die zurückgelegt Wegstrecke pro Zeiteinheit größer ist, das heißt, dass sie sich außen schneller dreht, soweit ich das richtig verstanden habe :D  Ich würde gerne wissen, wie die Festplatte die Arme auf die entsprechend höhere Drehgeschwindigkeit außen kalibriert. Also wie werden die Arme gesteuert... Sie müssen ja außen anders gesteuert werden als innen

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Wenn eine Festplatte gleich welcher Bauart sie so voll wird, dass das Betriebssystem keine temporären Daten mehr schreiben kann, gibt es Probleme.

Volle HDDs neigen zum Fragmentieren, Daten sind dann sehr verteilt und da sie mit einem mechanischen Lesearm ausgelesen werden müssen, wird die Festplatte langsamer. Defragmentierung hilft, das ist die Neuverteilung der Daten zu zusammenhängenden Blöcken.

Bei vollen SSDs werden die Daten elektronisch gespeichert. Sie wird nicht langsamer, aber die Haltbarkeit sinkt, wenn ein Bereich immer und immer wieder beschrieben wird und die SSD nicht die Möglichkeit hat, die Last auf mehrere Bereiche gleichmäßig zu verteilen.

Eine HDD arbeitet physikalisch , bedeutet ein Lesekopf fährt auf der Platte hin und her und liest die Daten.
Mit der Zeit werden auf der Platte Daten gespeichert und gelöscht, gespeichert , gelöscht usw ....
Nun kann es vorkommen das die Daten einer Datei nicht alle fein aufgereiht auf der Platte exisiteren und der Lesekopf quasi einmal rüberlaufen muss sondern das die Daten verstreut auf der Platte liegen und der Lesekopf etliche Bewegungen machen muss um die vollständigen Daten zu lesen, dies kostet Zeit und das merkt man dann auch. (das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt)

Bei einer SSD funktioniert das ganze anders da hier kein beweglicher Lesekopf exisitiert.

Nicht direkt wenn sie voller wird, aber wenn sie so gut wie voll ist, dann wird die Festplatte schon langsamer. So war es bei meinem -MacBook Air mit PCIe SSD

Die Datenübertragung bleibt gleich schnell.

HDD ja

SSD nein

Dir ist bewusst, dass eine HDD sich immer mit der selben RPM Zahl dreht?

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@Snapstromegon

Richtig, aber die Frage nach "langsamer" bezieht sich für den Laien meist auf die Zugriffsgeschwindigkeit. Und die sinkt eben für üblich aufgrund der Fülle und Fragmentierung, da der Lesekopf größere Strecken zu bewältigen hat.

Natürlich ist die Platte deswegen nicht physisch langsamer, aber die Zugriffszeit erhöht sich. 

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Das ist so pauschal nicht richtig. Es kommt auf die Fragmentierung und die Ablagestrategie der Platte und des Systems an. Und auf die Dateigrösse, den Cache, die Platte, den Chipsatz und und und.. 

Sicher kann aber eine SSD die Daten lesend meisst schneller liefern als eine HDD, und ist auch bei hohem Füllstand schneller... Darum gings dem Fragesteller vermutlich aber nicht, sonst hätte er anders gefragt.

Platten, die innen anfangen zu schreiben, werden nach aussen immer schneller. Daher gibt es in verschiedenen Systemen auch unterschiedlichste Strategien, Partitionen und Sektoren angepasst anzulegen. 

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