wir sind 4 Kinder. Meine Mutter ist jetzt ins Altenheim gekommen? Eine Schwester hat eine Kontovollmacht und hebt kräftig Geld ab??

9 Antworten

Wenn deine Mutter nicht mehr geschäftsfähig ist, wird i. d. R. ein Betreuer bestellt. Das muss nicht unbedingt ein Angehöriger sein.

Es bleibt die Frage, wozu „kräftig Geld abgehoben wird“. Wenn Rechnungen und das Pflegeheim davon bezahlt werden, ist's ja in Ordnung. Auch Menschen, die im Pflegeheim leben haben finanzielle Verpflichtungen.

Lasst Euch Quittungen zeigen und verrechnet im schlimmsten Fall unnötige/eigennützige Ausgaben der Schwester mit dem Erbteil.

Der Betreuer entfällt, wenn eine Vorsorgevollmacht vorhanden ist.

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Komplizierte Geschichte, wenn du als einzige die Vorsorgevollmacht hast, bist du auch derjenige der über die Finanzen entscheidet. Aber nicht alle Banken sind bereit eine Vorsorgevollmacht anzuerkennen.

Die Kontovollmacht bleibt ebenfalls gültig. Und in solchen Situationen sind die menschlichen Beziehungsaspekte eigentlich das größte Problem.

Du solltest mit einem Anwalt, oder zunächst mal mit dem Gericht sprechen.

Die Story ist ein wenig verworren....wieso hast du die Vorsorgevollmacht und deine Schwester eine kontovollmacht? Sinnvollerweise sollten beide Vollmachten in einer Hand sei .

Zweitens: im deutschen Recht gibt es keine Entmündigung mehr. Man kann für den Betroffenen lediglich eine Betreuung einrichten. Da hier anscheinend jedoch wohl eine Vorsorgevollmacht besteht, wäre es grundsätzlich nicht notwendig gleichzeitig eine Betreuung zu haben

Ich nehme an , meine Schwester hat auch eine Vorsorgevollmacht. Meine Schwester hat schon seid 10 Jahren eine Kontovollmacht.

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Hallo  antje4pauli,

wer steht denn in der Vorsorgevollmacht deiner Mutter als Vollmachtnehmer? Bist du die einzige Vorsorge-Bevollmächtigte oder stehen noch andere Personen mit drin?

Im Vorsorgevollmacht-Formular des BMJV steht unter Punkt 8: Betreuungsverfügung: "Falls trotz dieser Vollmacht eine gesetzliche Vertretung erforderlich sein sollte, bitte ich, die oben bezeichnete Vertrauensperson als Betreuer zu bestellen."

Damit ist die Frage nach dem Betreuer schon geklärt. 

Ja, das habe ich gelesen. Jetzt sehe ich aber das ich nur eine Betreuungsvollmacht habe. Ist das, das gleiche? Meine Schwester steht noch drin. Wir haben sie damals, wo Mama noch nicht Dement war zusammen verfasst und hinterlegt.

 

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@antje4pauli

Es wird immer verworrener. Was hast Du denn nun? Eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsvollmacht? 

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du entziehst der schwester sofort die kontovollmacht, bzw. wendest dich an den staatlichen betreuer eurer mutter, dass dieser eure schwester ausbremst.

annokrat

Wie soll ich das machen? Wir nehmen an, das Sie der Betreuer ist.

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@antje4pauli

es gibt immer noch zusätzlich zum ernannten betreuer einen im sozialamt, der oberste befehlsgewalt behält und dem gegenüber der ernannte betreuer rechenschaft ablegen muss, so zumindest habe ich das system kennengelernt. allerdings könnte es sein, dass diese öffentlichen betreuer so überlastet sein könnten, dass sie erst auf hinweise reagieren, ansonsten froh sind, dass die sache irgendwie läuft.

annokrat

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@antje4pauli

Wie soll ich das machen? Wir nehmen an, das Sie der Betreuer ist.

Ihr nehmt an?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich Klarheit zu verschaffen, wer welche Funktion innehat und wer was unterschrieben hat. 

Bist du Vollmachtnehmerin / bevollmächtigte Person? Hast du eine Vorsorgevollmacht unterschrieben? Wenn ja, müßtest Du das Original in den Händen haben. 

Oder bist du Betreuerin? Dann lies dir die Betreuungsverfügung genau durch. Hinweise dazu gibt es - wie bereits gesagt - auch in der Vorsorgevollmacht. 

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@Namaste1

Ja, ich habe Vorsorge, Betreuungs und Patientenverfügung. Ich nehme aber an, das meine Schwester sie auch hat. Sie hätte sonst keine Pflegestufe für Mama beantragen können.

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Dann hast du aber eine komisches System kennengelernt, denn ein Betreuer muss nur einmal im Jahr dem Betreuungsgericht gegenüber Rechenschaft ablegen. Es gibt keinen "Ober-Betreuer" beim Sozialamt.

Allerdings sind grundsätzlich Kinder als Betreuer ihrer Eltern von dieser Pflicht zur Rechnungslegung befreit

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